Nehemia Anton Nobel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Nehemia Anton Nobel (* 8. November 1871 in Nagyatád, Komitat Somogy, Ungarn; † 24. Januar 1922 in Frankfurt am Main) war Rabbiner, Prediger und jüdischer Gelehrter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nehemia Tzvi Anton, Sohn des Rabbiners Josef Nobel (1839–1917), war konservativer, modern-orthodoxer Rabbiner, berühmter Kanzelredner, jüdischer Gelehrter und zugleich deutscher Patriot. Er wuchs in Halberstadt auf, studierte in Berlin und Marburg und schloss sein Studium mit der Promotion ab.

Er betätigte sich als Prediger zunächst in Köln, dann in Leipzig und Hamburg. Ab 1910 (bis 1922) war er Rabbiner in Frankfurt/M., wo er später einen Lehrauftrag für jüdische Religionswissenschaft und Ethik an der Universität wahrnahm.

Er gehörte zu den ersten religiösen Zionisten und vertrat zusammen mit Martin Buber und Franz Rosenzweig den von Achad Haam lancierten kulturellen Zionismus. Die Historikerin Rachel Heuberger erwähnt seinen "Versuch, eine nostalgische Synthese zwischen dem historischen Judentum und der modernen Kultur zu schaffen".[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tagungsberichte AHF München 2001 (Memento vom 19. Februar 2006 im Internet Archive) (PDF; 60 kB)

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]