Neiße-Malxetal

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Neiße-Malxetal führt kein Wappen
Neiße-Malxetal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neiße-Malxetal hervorgehoben
Koordinaten: 51° 39′ N, 14° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Döbern-Land
Höhe: 125 m ü. NHN
Fläche: 82,57 km2
Einwohner: 1624 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km2
Postleitzahl: 03159
Vorwahl: 035600
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 294
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Forster Straße 8
03159 Döbern
Webpräsenz: www.neisse-malxetal.de
Bürgermeister: Eberhard Müller
Lage der Gemeinde Neiße-Malxetal im Landkreis Spree-Neiße
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Neiße-Malxetal (niedersorbisch Dolina Nysa-Małksa) ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg. Sie wird vom Amt Döbern-Land verwaltet, das seinen Sitz in der Stadt Döbern hat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südosten des Landes Brandenburg in der Niederlausitz an der Grenze zu Polen im historischen Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Sie liegt direkt an der polnischen Grenze zwischen Forst (Lausitz) im Norden und Bad Muskau im Süden. Die nächste Großstadt Cottbus liegt ca. 20 bis 30 km nordwestlich.

Jerischke weist mit seinen drei Naturschutzgebieten und einem Flächennaturdenkmal eine sehenswerte Waldlandschaft auf. 2004 eröffnete hier das Informationszentrum Muskauer Faltenbogen. Namensgebende Flüsse sind die Lausitzer Neiße und die Malxe.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich nach ihrer Hauptsatzung[2] in die Ortsteile

Groß Kölzig – Kirche

Dazu kommen die bewohnten Gemeindeteile Bahren (Boryń), Gosda II (Gózd), Pusack (Pusak), Raden (Radom) und Zelz (Selc) sowie die Wohnplätze Bruchmühle (Lugowy młyn), Katzarmühle (Kacarjowy młyn), Teichhäuser (Gaty) und Thalmühle (Dolny młyn).[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Groß Kölzig, Jerischke, Klein Kölzig, Preschen und Jocksdorf.

Sorbische Wurzeln Wie in der gesamten Lausitz sind die meisten Ortsnamen in der Gemeinde sorbischen Ursprungs. So steckt in Kölzig der sorbische Wortstamm ‚Kolo‘, was ‚Rad‘ bedeutet, oder Jerischke mit dem Wortstamm „Jerisch“ als sorbische Form von ‚Gerhard‘. In Raden steckt der sorbische Wortstamm für froh, freudig und gern. Der Name Bahren beinhaltet den sorbischen Schafbock, und Zelz kommt vom Wortstamm für Eisen, da dort Raseneisenstein abgebaut wurde – noch gut zu sehen an dem roten Kies, wie er für diese Gegend typisch ist.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2001 1 943
2002 1 937
2003 1 912
2004 1 910
Jahr Einwohner
2005 1 886
2006 1 856
2007 1 836
2008 1 800
2009 1 799
Jahr Einwohner
2010 1 799
2011 1 740
2012 1 712
2013 1 699
2014 1 662
Jahr Einwohner
2015 1 657
2016 1 624
2017 1 624

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[4][5][6]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Neiße-Malxetal setzt sich aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister zusammen.

  • Wählergruppe Heimatfreunde, Karneval, Feuerwehr (HKF) Jocksdorf/Klein Kölzig: 3 Sitze
    • Gerd Hiersigk (Klein Kölzig)
    • Rainer Riedel (Jocksdorf)
    • Torsten Zuschke (Klein Kölzig)
  • Wählergruppe Gosda II: 2 Sitze
    • Joachim Keitel (Preschen)
    • Bernd Rosmej (Preschen)
  • Wählergruppe "Gut Wehr" Groß Kölzig: 1 Sitz
    • Jörg Schmidt (Groß Kölzig)
  • Wählergruppe TSV 1903 Groß Kölzig: 1 Sitz
    • Volker Fielitz (Groß Kölzig)
  • Wählergemeinschaft Jerischke: 1 Sitz
    • Dietmar Thron (Jerischke)

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)[7][8]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 2003: Eberhard Müller[9]

Müller wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 ohne Gegenkandidat mit 86,1 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[10] gewählt.[11]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Neiße-Malxetal und in Liste der Bodendenkmale in Neiße-Malxetal stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neiße-Malxetal liegt an der Bundesstraße 115 zwischen Forst (Lausitz) und Bad Muskau.

Der Bahnhof Groß Kölzig lag an der Bahnstrecke Weißwasser–Forst, auf welcher der Personenverkehr 1996 eingestellt wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2017 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Neiße-Malxetal vom 25. Februar 2009 (Memento vom 21. Februar 2014 im Internet Archive)
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Gemeinde Neiße-Malxetal
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Spree-Neiße. S. 22–25
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  7. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  8. Zusammensetzung der Gemeindevertretung
  9. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 33
  10. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neiße-Malxetal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien