Neindorf (Wolfsburg)

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Neindorf
Stadt Wolfsburg
Wappen von Neindorf
Koordinaten: 52° 19′ 52″ N, 10° 50′ 9″ O
Fläche: 6,63 km²
Einwohner: 1382 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 208 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 38446
Vorwahl: 05365
Karte
Lage in Wolfsburg

Neindorf ist ein Stadtteil der Stadt Wolfsburg. Das Dorf liegt im Süden des Wolfsburger Stadtgebietes in landwirtschaftlich geprägter Umgebung des Hasenwinkels.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste urkundliche Erwähnung fand Neindorf in der Urkunde des Bischofs von Halberstadt im Jahr 1197 als Neindorpe. Erst im 19. Jahrhundert kamen die Bauern des Ortes durch Zuckerrübenanbau zu einigem Wohlstand. Im Ergebnis entstanden zwischen 1905 und 1915 viele neue Wohngebäude, die sogenannten Rübenburgen.[1] 1906 wurde die Friedhofskapelle erbaut.[2]

Am 1. Juli 1972 wurde Neindorf, das aus dem Landkreis Gifhorn stammt, gemäß dem Wolfsburg-Gesetz in die Stadt Wolfsburg eingegliedert.[3]

Die ehemalige Gemeinde hatte eine Fläche von 6,63 km².[4]

Am 5. Mai 2017 besuchte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel Neindorf und schlug beim Richtfest des Kinderhauses Neindorf in seiner Funktion als Kuratoriumsmitglied der Volkswagen Belegschaftsstiftung den letzten Nagel ein.[5]

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1871 1950 2015
Einwohner 429 947 1382

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neindorf verfügt über eine Kirche, die zum Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen des Sprengels Lüneburg der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gehört. Katholische Einwohner gehören zur rund zehn Kilometer entfernten Kirche St. Mariä Himmelfahrt (Königslutter).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neindorf bildet mit dem benachbarten Ortsteil Almke die Ortschaft Almke-Neindorf. Ortsbürgermeister ist Hans-Ulrich Achilles (SPD).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche
Ehemaliger Bahnhof
  • Die im 13. Jahrhundert entstandene Kirche des Ortes wurde 1680 vom ursprünglichen Kapellenbau zur Hallenkirche erweitert.[6]
  • Ein historisches Denkmal ist der Bahnhof an der ehemaligen Bahnstrecke Schandelah–Oebisfelde, der abgelegen vom Dorf liegt und seit 1975 außer Betrieb ist.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt Einrichtungen der Nahversorgung, wie Ärzte und Läden.

Neindorf besitzt einen Kindergarten des Deutschen Roten Kreuzes mit einer gegenüberliegenden Grundschule, die Schüler der Klassenstufe 1 bis 4 aufnimmt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neindorf (Wolfsburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Braunschweigische Landschaft e.V. (Hrsg.): Kulturdenkmale Stadt Wolfsburg. Appelhans, Braunschweig 2004, ISBN 3-937664-05-X, S. 63
  2. Dieter Polte: Die Friedhofskapelle Neindorf ist 111 Jahre alt. In: Wolfsburger Nachrichten. Ausgabe vom 23. Oktober 2017.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 221.
  4. Statistisches Bundesamt: Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Endgültige Ergebnisse nach der Volkszählung vom 13. September 1950. Stuttgart-Köln August 1952, S. 43
  5. Sigmar Gabriel schlug beim Richtfest in Neindorf den Nagel ins Gebälk. Auf Internetpräsenz des Diakonischen Werkes Wolfsburg e.V. vom 5. Mai 2017, abgerufen am 17. Juni 2017.
  6. Kirchengemeinde Neindorf