Neisseriaceae

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Neisseriaceae
Neisseria gonorrhoeae

Neisseria gonorrhoeae

Systematik
Domäne: Bakterien (Bacteria)
Abteilung: Proteobacteria
Klasse: Betaproteobacteria
Ordnung: Neisseriales
Familie: Neisseriaceae
Wissenschaftlicher Name der Ordnung
Neisseriales
Tønjum 2006
Wissenschaftlicher Name der Familie
Neisseriaceae
Prévot 1933

Die Neisseriaceae bilden die einzige Familie der Ordnung Neisseriales innerhalb der Beta-Proteobakterien. Sie schließen verschiedene humanpathogene Arten ein. Benannt sind sie nach Albert Neisser (* 1855; † 1916). Ein bekanntes Beispiel ist Neisseria meningitidis, im Allgemeinen als Meningokokken bezeichnet. Dieses Bakterium kann bei einer Infektion Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen auslösen.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vertreter sind kokkoid, sie treten einzeln, paarweise oder in Haufen auf. Auch stäbchenförmige Zellen werden ausgebildet. Sie besitzen Pili und benötigen freien Sauerstoff für den Stoffwechsel (aerob). Die Zellen bilden keine Sporen. In Kulturen zeigen sie ein optimales Wachstum bei Temperaturen zwischen 32 und 36 °C.[1]

Viele Arten sind Parasiten von Warmblütern. Wichtige Krankheitserreger des Menschen sind in der Gattung Neisseria zu finden.[1]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Systematik dieser Familie war einigen Veränderungen aufgrund molekularbiologischer Untersuchungen der Genstrukturen (Vergleiche der DNA, 16S-rRNA-Analysen) unterworfen. So wurden u. a. die vorher zu dieser Familie gestellten Gattungen Moraxella, Psychrobacter und Acinetobacter der eigens hierfür geschaffene Familie Moraxellaceae zugeordnet.[2] Die Art Branhamella catarrhalis wird nun unter den Artnamen Moraxella catarrhalis geführt.[2] Einige früher hier geführte Gattungen, wie z.b. Aquaspirillum, Chitinibacter, Chromobacterium, Deefgea, Formivibrio und Iodobacter werden nun der ebenfalls hierfür neu erstellten Familie Chromobacteriaceae, die jetzt ebenfalls zu der Ordnung Neisseriales gestellt wird, zugeordnet.[3]

Einige Gattungen:[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b George M. Garrity (Hrsg.): Bergey’s Manual of Systematic Bacteriology. 2. Auflage, Band 2: The Proteobacteria. Part C: The Alpha-, Beta-, Delta-, and Epsilonproteabacteria. Springer, New York 2005, ISBN 978-0-387-24145-6.
  2. a b R. Rossau u. a.: Taxonomy of Moraxellaceae fam. nov., a New Bacterial Family To Accommodate the Genera Moraxella, Acinetobacter, and Psychrobacter and Related Organisms In: Internation Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology, Band 41, 1991, S. 310–319.
  3. Adeolu, M. & Gupta, R.S: Phylogenomics and molecular signatures for the order Neisseriales: proposal for division of the order Neisseriales into the emended family Neisseriaceae and Chromobacteriaceae fam. nov. In: Antonie van Leeuwenhoek (2013) 104:1
  4. J. P. Euzéby: List of Prokaryotic names with Standing in Nomenclature: Familie Neisseriaceae (Memento des Originals vom 15. Juni 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bacterio.cict.fr Stand: 4. April 2019

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]