Nekropole von Pantalica

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Nekropole von Pantalica
UNESCO-Welterbe
UNESCO-Welterbe-Emblem

Nekropolis von Pantalica.jpg
Nekropolis von Pantalica (Lage Nord-West)
Staatsgebiet: ItalienItalien Italien
Typ: Kultur
Kriterien: (ii), (iii), (iv), (vi)
Referenz-Nr.: 1200
UNESCO-Region: Europa und Nordamerika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 2005  (Sitzung 29)

Die Nekropole von Pantalica ist eine der großen Nekropolen Siziliens und umfasst mehr als 5000 Kammergräber, die aus der späten sizilischen Bronzezeit und der frühen Eisenzeit stammen. 2005 erklärte die UNESCO die Nekropolis von Pantalica zusammen mit Syrakus zum Weltkulturerbe mit der Begründung, „dass die Orte und Bauwerke, die das Ensemble Syrakus/Pantalica bilden, eine einzigartige Ansammlung bemerkenswerter Zeugnisse der Mittelmeerkulturen über die Jahrhunderte an derselben Stelle darstellt.“ Im Mittelalter wurde das Hochplateau zwischen den Flüssen Anapo und Calcinara auch als Pantegra, Pantarga, Buntariga oder Panterica bezeichnet.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nekropole von Pantalica liegt in den Monti Iblei zwischen den Orten Ferla und Sortino. Die Entfernung von Syrakus beträgt etwa 35 km.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Größe des Gräberfeldes lässt auf eine lange Nutzung schließen. Die Nekropole wurde vom 13. Jahrhundert v. Chr. bis in das 8. Jahrhundert v. Chr. genutzt. Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. wurde Sizilien von den Griechen besiedelt. Damit begann der Niedergang der Stadt. Bewohnt war der Ort, der aber keine Bedeutung mehr hatte, bis in die arabische Zeit. Von der Stadt ist nichts übriggeblieben, außer den Resten eines Gebäudes, dem Königspalast oder Palazzo del Anaktoron.

Die ältesten Kammergräber sind um 1270 v. Chr. entstanden, die jüngsten etwa im 8. Jahrhundert v. Chr. In frühchristlicher Zeit hat man die Grabstätten teilweise als Wohnung genutzt und zu Kapellen umgebaut.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Umfeld des palastartigen Baus, der als Anaktoron bezeichnet wird, befinden sich die Grabkammern. Das Anaktoron selbst ist um 1100 v. Chr. erbaut worden. Es stellt einen Gebäudekomplex dar, der in sieben rechtwinklige Räume unterteilt ist. In einem dieser Räume befand sich möglicherweise eine Gießerei.[1] Es ist das einzige Gebäude der Siedlung, von dem bisher Reste entdeckt wurden.

Fundstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Funden handelt es sich um Grabbeigaben wie Keramik, Waffen und Gegenstände aus dem Haushalt der Einwohner der Stadt. Sie sind im Archäologischen Museum von Syrakus ausgestellt.

Die Besichtigung ist von Ferla und von Sortino aus möglich. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Nekropole schwierig zu erreichen. Es fahren Busse von Syrakus zu den Eingangsorten.

Die Nekropole von Realmese ist die zweitwichtigste dieser Art auf der Insel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anna Maria Bietti Sestieri: The Bronze Age in Sicily, in: Harry Fokkens, Anthony Harding (Hrsg.), The Oxford Handbook oft the European Bronze Age, Oxford University Press 2013, S. 663.

Koordinaten: 37° 8′ 0″ N, 14° 59′ 0″ O