Nele Neuhaus

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Nele Neuhaus auf der Frankfurter Buchmesse 2016

Cornelia „Nele“ Neuhaus (* 20. Juni 1967 in Münster als Cornelia Löwenberg)[1] ist eine deutsche Schriftstellerin. Bekannt wurde sie durch ihre Krimis um die Ermittler von Bodenstein und Kirchhoff, die in der Taunus-Region spielen.

Jugend und Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuhaus wurde 1967 als zweites von vier Kindern geboren. Sie wuchs in Paderborn auf und zog im Alter von elf Jahren mit ihrer Familie in den Taunus, als ihr Vater Bernward Löwenberg Landrat des Main-Taunus-Kreises wurde. Nach dem Abitur studierte sie Jura, Geschichte und Germanistik, brach aber das Studium nach einigen Semestern ab und arbeitete in einer Werbeagentur in Frankfurt.[2][1] 1995 heiratete sie den 20 Jahre älteren Fleischfabrikanten und Springreiter Harald Neuhaus, den sie bei der Leitung seiner Fleischwarenfabrik in Schwalbach am Taunus unterstützte.[3]

Nach der Trennung im Jahr 2011 lebt die Autorin mit ihrem zweiten Mann, dem Finanzexperten und Vorstandsvorsitzenden ihrer Stiftung, Matthias Knöß, im Vordertaunus.[4]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 veröffentlichte Neuhaus auf eigene Rechnung in einer der Self-Publishing-Plattformen der Verlagsgruppe Monsenstein und Vannerdat ihr erstes Buch, den Thriller Unter Haien,[5] der die Geschichte einer deutschen Investmentbankerin in New York City erzählt. Gute Kritiken und positive Leserreaktionen veranlassten sie, ein zweites Buch zu schreiben. Der Kriminalroman Eine unbeliebte Frau wurde wieder im Selbstverlag veröffentlicht. Mordsfreunde, der zweite Krimi mit dem Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff, ließ den Berliner Ullstein Verlag auf Neuhaus aufmerksam werden. Seit Anfang 2008 steht sie bei Ullstein unter Vertrag und veröffentlichte im September 2009 mit Tiefe Wunden den dritten Krimi der Bodenstein-Kirchhoff-Reihe. Im Juni 2010 erschien der vierte Roman der Reihe mit dem Titel Schneewittchen muss sterben, der an den Erfolg der früheren Bücher anschloss. Der fünfte Roman der Reihe mit dem Titel Wer Wind sät erschien im März 2011 und schaffte den Sprung auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Auch der Nachfolgeband Böser Wolf stieg im Oktober 2012 auf Platz 1 in die Hardcover-Bestenliste des SPIEGEL ein.

Neuhaus schreibt auch unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg.[6]

Mit der Ausstrahlung der ersten Verfilmung Schneewittchen muss sterben aus der Bodenstein-&-Kirchhoff-Reihe am 25. Februar 2013 begann im ZDF die Fernsehreihe Der Taunuskrimi. Die Hauptrollen übernahmen Felicitas Woll als Kommissarin Pia Kirchhoff und Tim Bergmann als Kommissar Oliver von Bodenstein.

Hauptartikel: Der Taunuskrimi

Mitgliedschaften und soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuhaus ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Sie hat Schirmherrschaften für das FeM Mädchenhaus in Frankfurt und für Mentor – Die Leselernhelfer übernommen und eine Stiftung gegründet, deren Vorstandsvorsitzender ihr Lebensgefährte ist. Die Nele-Neuhaus-Stiftung unterstützt Projekte, die die Lese-, Schreib- und Sprachkompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Bodenstein & Kirchhoff-Reihe:

Jugendbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oliver Mayer: Popular German Crime Fiction: Nele Neuhaus and her Bestselling Novels; In: Studies in Foreign Languages & Literature, Vol. 50, p. 45–60. Link zum Volltext

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lisa Becker: Die Krimikönigin aus der Vorstadt auf faz.net vom 15. Februar 2011, abgerufen am 15. Februar 2011.
  2. http://www.neleneuhaus.de/neleneuhaus
  3. Tina Schehler: Porträt Nele Neuhaus; aus Unser Pferd 7/2009, abgerufen am 9. Juli 2014.
  4. Nike Vlachos: „Nicht mal meine Eltern wussten, dass wir heiraten“. In: Bunte vom 29. Juni 2017 (Ausgabe 27), S. 28.
  5. Peter Lückemeier: Krimiautorin Nele Neuhaus – Wurst und Mord und Totschlag. In: Frankfurter Allgemeinen Zeitung. online am 5. September 2011.
  6. Britta Heidemann: Nele Neuhaus schreibt als Nele Löwenberg. In: WAZ. abgerufen am 9. Juli 2014.
  7. Großer Preis der Buchhändler Japans, Liste der Preise in der Kategorie International 2013, abgerufen am 1. März 2016.
  8. Buchjournal 5/2016, abgerufen am 8. Dezember 2016.