Nenad Bjelica

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nenad Bjelica
20120420-nenad-bejelica-trainer-wolfsberger-ac.jpg
Nenad Bjelica als Trainer des Wolfsberger AC (April 2012)
Spielerinformationen
Geburtstag 20. August 1971
Geburtsort OsijekSFR Jugoslawien
Größe 181 cm
Position Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1990–1992 NK Osijek 28 0(7)
1993–1996 Albacete Balompié 79 (19)
1996–1997 Betis Sevilla 30 0(2)
1998–1999 UD Las Palmas 24 0(3)
1999–2000 NK Osijek 30 (15)
2001–2004 1. FC Kaiserslautern 65 0(5)
2002–2003 1. FC Kaiserslautern II 6 0(0)
2004–2006 VfB Admira Wacker Mödling 52 (12)
2006–2008 FC Kärnten 58 (17)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1993 Kroatien U-21 1 0(0)
2001 Kroatien B 1 0(0)
2001–2004 Kroatien 9 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2007–2009 FC Kärnten
2009 FC Lustenau 07
2010–2013 Wolfsberger AC
2013–2014 FK Austria Wien
2014–2015 Spezia Calcio
seit 2016 Lech Posen
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Nenad Bjelica (* 20. August 1971 in Osijek) ist ein kroatischer Fußballtrainer und ehemaliger -spieler auf der Position eines Mittelfeldspielers.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er begann seine Karriere bei seinem Heimatverein NK Osijek. Von 1990 bis 1992 spielte er in der Profimannschaft von Osijek. Sein erster Weg ins Ausland ging nach Spanien, wo er von 1993 bis 1996 bei Albacete Balompié und von 1996 bis 1997 bei Betis Sevilla spielte. Nach den Saisonen auf der iberischen Halbinsel ging er zum Jahreswechsel 1997/1998 auf die Kanarischen Inseln zu UD Las Palmas, wo er bis zum Sommer 1999 blieb. In der Saison 1999/2000 spielte er wieder bei NK Osijek in seiner kroatischen Heimat. Dort wurde er zu Kroatiens Fußballer des Jahres 2000 gewählt. Nur ein Jahr später wechselte er nach Deutschland zum 1. FC Kaiserslautern, mit dem er im Jahr 2001 im UEFA-Pokal-Halbfinale stand. Der beidfüßige Mittelfeldspieler wechselte 2004 zum VfB Admira Wacker Mödling, wo am Ende der Saison 2005/06 jedoch nur ein enttäuschender letzter Tabellenplatz erreicht wurde und Mödling den Gang in die zweite Liga antreten musste. Bjelica wechselte deshalb im Sommer 2006 nach Klagenfurt zum FC Kärnten, wo er gleich beim ersten Heimspiel drei Treffer erzielte. Am 15. September 2007 löste der Mannschaftskapitän der Kärntner seinen bisherigen Trainer Richard Huber ab und war bis zur Beendigung der Saison 2007/2008 Spielertrainer beim Verein.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Trainerkarriere begann Bjelica als Spielertrainer in der Saison 2007/2008 beim FC Kärnten. Mit dem Abstieg in die drittklassige Regionalliga trat er als Spieler zurück und war bis zur Einstellung des Spielbetriebs des finanziell angeschlagenen Vereins im Frühjahr 2009 nur noch Trainer. Danach trainierte Bjelica die Mannschaft von FC Lustenau.

Im Sommer 2010 wechselte Bjelica erneut zurück nach Kärnten und übernahm den Wolfsberger AC in der Regionalliga Mitte. Mit den Kärntnern schaffte er den Durchmarsch in die Österreichische Bundesliga. In der Spielzeit 2012/13 verpasste er mit seiner Mannschaft nur knapp die Qualifikation für die Europa League.

Am 17. Juni 2013 wurde Bjelica als neuer Trainer der Wiener Austria präsentiert. Auf Grund einer mündlichen Vereinbarung mit Präsident Dietmar Riegler vom Wolfsberger AC konnte er für eine Ablösesumme von 350.000 € [1] nach Favoriten wechseln. Bjelica führte die Austria im Herbst 2013 erstmals in der Clubgeschichte in die Champions League. In der Meisterschaft enttäuschte der regierende Meister allerdings und lag nach 23 Runden nur auf dem fünften Rang. Nach einem Heimremis gegen den SC Wiener Neustadt wurde er am 16. Februar 2014 als Cheftrainer der Austria beurlaubt.[2]

Im Juni 2014 wurde Bjelica neuer Trainer bei Spezia Calcio in der italienischen Serie B.[3] Nach einer erfolgreichen ersten Saison mit dem fünften Platz in der Meisterschaft, dem ein knappes Ausscheiden in der ersten Runde des Playoffs zur Serie A folgte, wurde Bjelica im November 2015 nach sieben sieglosen Spielen und dem Absturz auf den 15. Tabellenplatz von seinen Aufgaben entbunden.[4]

Im August 2016 wurde Bjelica Trainer beim polnischen Erstligisten Lech Posen. Er übernahm die Mannschaft nach einem missglückten Saisonstart, bei dem sie in nur sieben Spielen zwei Siege erringen konnte[5].

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bjelica spielte neunmal in der kroatischen Nationalmannschaft. Der Mittelfeldspieler war 2004 bei der EM in Portugal im Kader der Kroaten und kam zu zwei Einsätzen. Immer wieder wurde der beidfüßige Spieler vom kroatischen Ex-Teamchef Zlatko Kranjčar in den erweiterten Teamkader einberufen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Nenad Bjelica als neuer Austria- Coach vorgestellt“. krone.at, 17. Juni 2013; abgerufen am 18. Juni 2013.
  2. Zu retten was zu retten ist, abgerufen am 16. Februar 2014 auf orf.at
  3. Bjelica neuer Trainer von Spezia Calcio, abgerufen am 7. Juli 2014
  4. Spezia: Di Carlo löst Bjelica ab, abgerufen am 24. November 2015
  5. Nenad Bjelica wird Trainer bei Lech Posen