Nenkersdorf (Frohburg)

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Nenkersdorf
Stadt Frohburg
Koordinaten: 51° 5′ 11″ N, 12° 33′ 51″ O
Höhe: 170 m
Fläche: 7,42 km²
Einwohner: 256 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1999
Postleitzahl: 04654
Vorwahl: 034348
Nenkersdorf (Sachsen)
Nenkersdorf

Lage von Nenkersdorf in Sachsen

Nenkersdorf ist ein Ortsteil der Stadt Frohburg im Landkreis Leipzig (Freistaat Sachsen). Gemeinsam mit dem 1948 eingemeindeten Nachbarort Schönau bildet Nenkersdorf seit 1999 eine Ortschaft der Stadt Frohburg mit eigenem Ortschaftsrat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hartsee bei Nenkersdorf

Nenkersdorf und liegt in der Leipziger Tieflandsbucht nördlich von Frohburg am Ostrand des ehemaligen Tagebaus Borna-Ost. Dessen geflutetes Restloch westlich von Nenkersdorf bildet heute den Harthsee. Schönau liegt im Norden von Nenkersdorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Nenkersdorf ist seit dem 16. Jahrhundert ein Rittergut belegt. Das heutige Gebäude wurde 1749 im Stil des Barock errichtet.[2] Nenkersdorf lag bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Borna.[3] Ab 1856 gehörte Nenkersdorf zum Gerichtsamt Frohburg. 1875 wurden der Ort der Amtshauptmannschaft Borna angegliedert.[4]

Der Nachbarort Schönau wurde am 1. Oktober 1948 nach Nenkersdorf eingemeindet.[5] 1952 erfolgte die Zuordnung von Nenkersdorf zum Kreis Geithain im Bezirk Leipzig.

Der 1960 eröffnete Tagebau Borna-Ost veränderte die Landschaft westlich von Nenkersdorf erheblich.[6] Bereits der erste Abraumschnitt des Baufelds I durchtrennte im Jahr 1961 die Ortsverbindung zwischen Zedtlitz und Schönau. Weitere Auswirkungen auf den Ort hatten die Baufelder III und IV, die zwischen 1977 und 1983 den Bereich westlich von Nenkersdorf abbaggerten. Im ersten Abraumschnitt des Baufelds IV waren davon zwischen 1979 und 1981 die Auen von Schönauer Bach und Harthbach betroffen. Dadurch wurde auch die Ortsverbindung von Neukirchen nach Nenkersdorf durchtrennt. Der Tagebau Borna-Ost kam 1983 in einer Entfernung von 500 Metern zum östlichen Ortsrand von Neukirchen zum Stillstand. Nachdem die Verkippung abgeschlossen war, verblieb im südlichen Bereich des Baufelds IV das „Restloch Nenkersdorf“, welches nach der Renaturierung heute als Harthsee bezeichnet wird.

Nenkersdorf gehörte seit 1994 zum Landkreis Leipziger Land. Am 1. Januar 1999 wurde Nenkersdorf mit seinem Ortsteil Schönau in die Stadt Frohburg eingemeindet, wodurch die Dörfer Ortsteile von Frohburg wurden. Beide Orte machten von der Möglichkeit Gebrauch, einen Ortschaftsrat zu bilden. Seitdem vertritt der Ortschaftsrat Nenkersdorf/Schönau die Interessen beider Orte.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südlich von Nenkersdorf verläuft die zur S 51 herabgestufte B 95, parallel zu dieser die A 72. Der nächste Bahnhof befindet sich in Frohburg an der Bahnstrecke Neukieritzsch–Chemnitz, auf der auch die S-Bahn Mitteldeutschland nach Geithain verkehrt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche in Nenkersdorf

Sehenswert ist die Dorfkirche in von Nenkersdorf.

Der Harthsee hat das Potential, Badegäste aus dem Osten und Süden von Frohburg anzuziehen, da es dort an größeren Badegewässern mangelt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nenkersdorf (Frohburg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chronik von Frohburg und Umgebung 2018
  2. Beschreibung des Ritterguts Nenkersdorf
  3. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 62 f.
  4. Die Amtshauptmannschaft Borna im Gemeindeverzeichnis 1900
  5. Schönau auf gov.genealogy.net
  6. Beschreibung des Tagebaus Borna-Ost
  7. Die Ortschaftsräte der Stadt Frohburg