Nenzlingen
Erscheinungsbild
| Nenzlingen | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Laufen |
| BFS-Nr.: | 2789 |
| Postleitzahl: | 4224 |
| Koordinaten: | 609298 / 255210 |
| Höhe: | 439 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 325–689 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 3,66 km²[2] |
| Einwohner: | 468 (31. Dezember 2024)[3] |
| Einwohnerdichte: | 128 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 16,7 % (31. Dezember 2024)[4] |
| Website: | www.nenzlingen.ch |
| Lage der Gemeinde | |
Nenzlingen (schweizerdeutsch Aenzlige) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Laufen des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.
Geographie
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Nenzlingen liegt im Laufental auf 439 m ü. M. am Blauen-Südhang oberhalb des Flusses Birs. Nachbargemeinden sind Blauen BL, Brislach, Zwingen, Grellingen und Pfeffingen BL.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schon früh war das Gebiet von Nenzlingen bewohnt, fand man doch im Jahr 1944 in der Birsmatten-Basisgrotte ein Grab, das wahrscheinlich aus dem Mesolithikum (ca. 7500–7000 v. Chr.) stammt. Es fand sich das älteste Skelett einer Frau in der Schweiz.[5]
Den Übergang über den Blattenpass zwischen dem Birstal und dem Laufental oberhalb der Gemeinde benutzten schon die Kelten und Römer.
Urkundlich wurde die Siedlung erstmals im Dezember 1298 erwähnt, als der Domdekan Heinrich von Bechburg seinem Sohn Konrad Land auf dem Bruderholz schenkte, welches an die Güter des Johannis dicti de Nenzlingen anstiess. Schon früh zerfiel die Burg auf dem Chuenisberg beim Blattenpass, vermutlich beim Erdbeben von Basel im Jahr 1356.
Im Jahr 1408 wurden die Herren Hans Ludemann von Rothberg und die Herren von Ramstein Lehensträger. 1462 erwarb der Bischof von Basel die südlich vom Blauen gelegenen Dörfer von Kaiser Friedrich III. als Reichslehen und schlug sie zur Vogtei Zwingen.
1792 marschierten die Franzosen im Laufental ein, und Nenzlingen gehörte zuerst zur Raurachischen Republik und ab 1793 zum Département Mont-Terrible. Im Jahr 1815 wurde das Dorf durch den Entscheid des Wiener Kongresses eidgenössisch und zum Kanton Bern geschlagen. In der Frage des Kantonswechsels des Laufentals stimmte die Gemeinde sowohl 1983 als auch 1989 dem Beitritt zum Kanton Basel-Landschaft zu. Der Wechsel erfolgte 1994.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gespaltenes Schild: rechts rot mit einem silbernen Schlüssel, Herkunft ungeklärt – links silbern mit einem blauen Balken mit aufgesetzter halber blauer Lilie, das Wappen der Herrschaft Pfeffingen, zu der die Gemeinde einst gehörte. Das Wappen ist seit etwa 1900 bekannt und besteht in dieser Art seit 1946. Flagge: weissrotblau.
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Landwirtschaft, Pendler nach Laufen und Richtung Basel.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt oberhalb des Eggfluetunnels. Unterwegs von Laufen nach Basel führt zwischen den Dörfern Zwingen und Grellingen eine Nebenstrasse ins Dorf. Die nächsten Bahnstationen an der Jurabahn befinden sich in Zwingen und Grellingen (je ca. 6 Kilometer).
Anschluss an die Aussenwelt hat die Gemeinde mit der Postauto-Linie 119. Diese hält an den beiden Haltestellen Unterdorf und Dorfplatz.
- 119 Laufen, Bahnhof – Zwingen – Nenzlingen – Grellingen[8]
In Zwingen besteht Anschluss an die Linie S 3 der S-Bahn Basel (nach Basel – Liestal – Olten und Laufen (– Delsberg)). In Laufen besteht zusätzlich Anschluss an den
51 nach Biel/Bienne bzw. Basel SBB und an diverse weitere Buslinien.[9]
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heinz Aebi (1950–2021), Lehrer, Verwaltungsangestellter und Politiker
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Commons: Nenzlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
- Offizielle Website der Gemeinde Nenzlingen auf baselland.ch
- Felix Müller, Patricia Zihlmann-Märki: Nenzlingen. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑ Pierre Crotti: Mesolithikum. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 15. Februar 2017, abgerufen am 14. Juni 2019.
- ↑ Martin Schuler: Kanton Basel Landschaft – Die Bevölkerungszahlen auf lokaler Ebene vor 1850. (CSV; 12 kB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 27. Juli 2026.
- ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 28. Juli 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
- ↑ 50.119 Laufen - Zwingen - Nenzlingen - Grellingen. In: www.oev-info.ch. 3. Dezember 2025, abgerufen am 28. Juli 2026.
- ↑ 230 Biel/Bienne - Moutier - Delémont - Laufen - Basel. In: www.oev-info.ch. 24. September 2025, abgerufen am 28. Juli 2026.
- ↑ Ricola Kräutergarten. Baselland Tourismus, Pratteln, abgerufen am 27. Juli 2026.
- Nenzlinger Kirche von Südwesten
- Glögglifels
- Nenzlinger Kirche von Südosten
- Ausblick nach Nenzlingen

