Neon (Zeitschrift)

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NEON
NEON-neu.svg
Beschreibung Monatszeitschrift
Verlag Gruner + Jahr
Erstausgabe 23. Juni 2003
Einstellung 18. Juni 2018 (als Printmagazin)
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 64.415 Exemplare
(IVW 1/2018)
Verbreitete Auflage 66.303 Exemplare
(IVW 1/2018)
Reichweite 0,64 Mio. Leser
(MA 2017 II)
Chefredakteur Ruth Fend[1]
Herausgeber Andreas Petzold
Weblink www.stern.de/neon
ISSN (Print)
Ehemaliges Logo

Die Zeitschrift Neon (eigene Schreibweise: NEON) erschien vom 23. Juni 2003[2] bis zum 18. Juni 2018 monatlich als Printausgabe im Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr als Line Extension der Zeitschrift Stern. Neon besteht als Online-Publikation unter dem Dach von Stern.de fort.[3]

Kernzielgruppe sind Menschen zwischen 20 und 35 Jahren.[4] Die verkaufte Auflage beträgt 64.415 Exemplare, ein Minus von 45,7 Prozent seit 2004.[5] Das Magazin hatte bis 2006 den Untertitel Eigentlich sollten wir erwachsen werden und behandelt die Themen Beziehung, Karriere, Politik, Reisen, Mode, Gesellschaft, Popkultur und Psychologie.

Mehrere der Rubriken in Neon schließen regelmäßige Kolumnen ein, darunter von Tillmann Prüfer und früher auch von Theresa Bäuerlein. Außerdem gibt es die Praktikanten-Kolumne des Schriftstellers Michael Ebmeyer. Bis zur Mai-Ausgabe 2006 schrieb Heike Makatsch die Kolumne im Themenbereich Kaufen. Anschließend wurde sie für zwei Ausgaben von Christian Ulmen abgelöst.

Auf der Internetseite des Magazins können Nutzer eigene Artikel schreiben. Die Redaktion nahm einige ins Printmagazin auf, nutzte ferner regelmäßig Bilder von Mitgliedern der Online-Community im Inhaltsverzeichnis. Auch in der Rubrik Neon-User haben vom Leben gelernt können die Nutzer inhaltlich an der Gestaltung des Inhalts aktiv mitwirken.

Seit 2012 gibt es Neon in Frankreich.[6]

Am 18. April 2018 gab das Verlagshaus Gruner + Jahr bekannt, dass die Printversion des Magazins zum 18. Juni 2018 eingestellt wird. Danach soll es Neon nur noch in digitaler Ausführung geben. Ruth Fend, Chefredakteurin von Neon, nannte als Grund die zuletzt massiv gesunkene Auflage.[7]

Auflage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die verkaufte Auflage ist seit 2004 um 45,7 Prozent gesunken.[8] Sie beträgt gegenwärtig 64.415 Exemplare.[9] Das entspricht einem Rückgang von 54.213 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 35,6 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[10]


Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neon erhielt im Jahr 2006 den Preis als „Lead-Magazin des Jahres 2006“[11] der LeadAcademy für Mediendesign und Medienmarketing e. V.

Der Art Directors Club für Deutschland (ADC) zeichnete die Zeitschrift bereits mehrmals aus:

  • 2007 Auszeichnung für die Neon „Imagekampagne“: „Die Kampagne dramatisiert, indem sie banale Alltagstexte in ungewöhnliche Gedankenspiele münden lässt.“[12]
  • 2008 „Bronze-Nagel“ für den Beitrag „Der Mond“ in Neon 10/2007[13]
  • 2008 Auszeichnung für den Beitrag „Monochrom“, erschienen in Neon 5/2007[13]
  • 2011 Auszeichnung für die Ausgabe „XXL-Ausgabe – Was bin ich wirklich wert?“
  • 2012 Auszeichnung für den Beitrag „Welche Stadt passt zu mir?“
  • 2014 Auszeichnung für den Beitrag „Mehr als eine Zahl“
  • 2014 Auszeichnung für den Beitrag „Warum muss er leiden und ich nicht?“

Im März 2009 wurde Neon für die Reportage „Die lange weiße Linie“ von Autor Roland Schulz und Fotograf Luca Zanetti mit dem Hansel-Mieth-Preis 2009 ausgezeichnet.[14]

Neon-Recherchestipendium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Magazin Neon förderte im Jahr 2008 einmalig investigative Arbeit mit einem Recherchestipendium für junge Journalisten unter 40 Jahren.[15] Prämiert wurden „Exposés für Themen oder konkrete Geschichten, die noch nicht recherchiert und geschrieben sind und die ohne finanzielle Unterstützung oftmals nicht realisiert werden können.“[16] In der Jury saßen die beiden Neon-Chefredakteure Timm Klotzek und Michael Ebert, sowie die Neon-Herausgeber, Thomas Osterkorn und Andreas Petzold.

Die fünf besten Ideen wurden mit jeweils 10.000 Euro gefördert. Die geförderten Journalisten boten ihre Recherche-Ergebnisse zunächst exklusiv Neon an.[17]

Gefälschte Interviews[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2010 sorgte das Bekanntwerden gefälschter Interviews für Aufsehen, die seit 2004 vom ehemaligen Neon-Redakteur Ingo Mocek veröffentlicht wurden. Nach internen Recherchen stellte sich heraus, dass dieser einige Interviews teilweise oder ganz gefälscht und bei anderen Zitate aus Archiven hinzugefügt hatte. Dabei handelte es sich unter anderem um Interviews mit Christina Aguilera, Snoop Dogg, Robbie Williams oder Jennifer Lopez. Neon beendete daraufhin die Zusammenarbeit mit Mocek.[18]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ruth Fend wird neue Chefredakteurin von „Neon“ und „Nido“. In: derstandard.at. 2. August 2016, abgerufen am 31. August 2016.
  2. N wie „NEON“. In: welt.de. 24. Juni 2013, abgerufen am 15. Juni 2018.
  3. Stefan Winterbauer: Ende einer einstigen Erfolgsstory: G+J stellt Neon als Print-Magazin ein, Digitalmarke bleibt bestehen. In: Meedia, 18. April 2018, abgerufen am 20. Juni 2018.
  4. Neon. In: gujmedia.de, abgerufen am 16. Juni 2018.
  5. laut IVW (Details auf ivw.eu)
  6. Karoline Meta Beisel: „Neon“ geht nach Frankreich: Mehr Ausland. In: sueddeutsche.de. ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 4. April 2016]).
  7. Gruner + Jahr: Magazin „Neon“ wird eingestellt. In: kurier.at. 18. April 2018, abgerufen am 15. Juni 2018.
  8. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  9. laut IVW, erstes Quartal 2018 (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  10. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  11. Website der Lead Academy: Preisträger 2006.
  12. ADC zeichnet stern, NEON und VIEW mehrfach aus / Gold für stern-Beilage „WM Extra Heimspiel“. stern-Pressemitteilung. In: stern.de. 26. März 2007, archiviert vom Original am 13. September 2012; abgerufen am 15. Juni 2018.
  13. a b stern, NEON und VIEW mit Bronze-Nägeln aus. stern-Pressemitteilung. (Nicht mehr online verfügbar.) In: stern.de. 14. April 2008, ehemals im Original; abgerufen am 15. Juni 2018.ADC zeichnet @1ADC zeichnet @2Vorlage:Toter Link/www.stern.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in ADC zeichnet Webarchiven)
  14. Neon-Pressemitteilung (ots): NEON-Redaktion gewinnt den Hansel-Mieth-Preis 2009. In: presseportal.de. 10. März 2009, abgerufen am 15. Juni 2018.
  15. NEON-Recherchestipendium auf JournalistenPreise.de.
  16. Neon-Pressemitteilung: NEON-Recherchestipendium 2008: Die Gewinner stehen fest, 23. Oktober 2008.
  17. Das Stipendium. Teilnahmebedingungen (Memento vom 27. Februar 2009 im Internet Archive). In: neon.de. Neon Stipendium, abgerufen am 15.Juni 2018.
  18. Neon-Redaktion: In eigener Sache. In: neon.de, 16. April 2010, abgerufen am 15. Juni 2018.