Nerotalanlagen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Nerotalanlagen sind ein Park in Wiesbaden. Sie befinden sich im Nerotal unterhalb des Nerobergs und erstrecken sich auf ca. 1 Kilometer Länge und umfassen etwa 5,7 ha Fläche.

Plan der Nerotalanlage in Wiesbaden
Parkstimmung im Herbst mit Brücke

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anlagen im englischen Landschaftsstil entstanden von 1897 bis 1898. Innerhalb dieses Parks gibt es ein sogenanntes Schweizer Häuschen, sowie sechs Brücken über den Schwarzbach. 1985 wurde der Park unter Denkmalschutz gestellt.

Lage der Nerotalanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Parkanlage wird im Norden vom Nerotal mit der Nerobergbahn und im Süden vom Kriegerdenkmal und der Taunusstraße begrenzt. Links und rechts verlaufen jeweils die Straßen Nerotal südlich und Nerotal nördlich. Das aus Muschelkalk gefertigte Denkmal steht bereits seit 1909 am Eingang der Nerotalanlagen. Nach einem Entwurf von Karl Krause wurde es vom Bildhauer Franz Pritel[1] gestaltet und soll an die gewonnenen Schlachten aus dem Deutsch-Französischen Krieg bei Wörth und Weißenburg, Sedan und Paris erinnern.[2]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nerotalanlagen werden vom Schwarzbach durchflossen. Der Bach wurde an einigen Stellen zu Teichen aufgestaut und der Wasserlauf mit großen Steinblöcken und Wasserfällen versehen. Er gilt mit den zahlreichen Kastanienbäumen als typischer Landschaftspark seiner Zeit und in der Parkanlage befinden sich Wiesen, ein Kinderspielplatz und ein Denkmal zu Ehren von Bismarck und Carl Koch (Geologe), Ratgeber der Stadt Wiesbaden in Fragen der Trinkwasserversorgung und Landesgeologe.

Am Ende des Parks steht ein Denkmal für den Dichter Friedrich von Bodenstedt, der in Wiesbaden von 1878 bis 1892 lebte und auf dem nahe liegenden Nordfriedhof bestattet wurde.

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nerotalanlagen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zentralblatt der Bauverwaltung, Nr. 75, XXVII. Jahrgang, 14. September 1907 (PDF; 1,7 MB), S. 499.
  2. Der Nerotal-Krieger wird aufgepäppelt zu lesen. In: Wiesbadener Kurier.

Koordinaten: 50° 5′ 37″ N, 8° 13′ 57″ O