Nes Ziona

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Nes Ziona
Wappen von Nes Ziona
Nes Ziona, ehemaliger Busbahnhof
Nes Ziona, ehemaliger Busbahnhof
Basisdaten
hebräisch: נס ציונה
arabisch: نيس تسيونا
Staat: Israel Israel
Bezirk: Zentral
Gegründet: 1883
Koordinaten: 31° 56′ N, 34° 48′ OKoordinaten: 31° 55′ 35″ N, 34° 48′ 12″ O
Höhe: 20 m
Fläche: 7,637 km²
 
Einwohner: 46.891 (Stand: 2015)
Bevölkerungsdichte: 6.306 Einwohner je km²
 
Gemeindecode: 7200
Postleitzahl: 74100 – 74140[1]
 
Gemeindeart: Stadt
Website:
Nes Ziona (Israel)
Nes Ziona
Nes Ziona

Ness Ziona (hebräisch נס ציונה, arabisch نيس تسيونا, DMG Nīs Tsiyūnā) ist eine Stadt im Zentralbezirk Israels. Der Name bedeutet „Zeichen nach Zion“ und ist benannt nach Jer 4,6 ELB: „Erhebt ein Feldzeichen in Richtung auf Zion hin.“[2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt am Rande des judäischen Hügellandes Schefela. Nachbarorte sind Rechovot im Süden, Netzer Sereni im Osten, Rischon LeZion im Norden und Beit Chanan im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort geht auf ein Gut mit Zitrusplantage zurück, das sich 1878 der Templer Reisler im Wadi Chanin anlegte. Nachdem ihm Frau und Kinder an Malaria verstorben waren, wanderte er 1882 über Odessa zurück nach Europa. Dort willigte er in einen Landtausch mit Re'uven Lehrer ein. Reisler erhielt dessen Land in Russland und Lehrer die Plantage im Heiligen Land. Lehrer gründete dort 1883 mit seinem Sohn Moscheh und weiteren in Jaffa geworbenen Kolonisten (unter anderem der Familie von Sami Hochberg, der später ein bekannter zionistischer Funktionär und Zeitungsherausgeber ("Jeune Turc") in Konstantinopel wurde), die Siedlung Tel Aviv, aber umgangssprachlich setzte sich der Name Nachalath Re'uven (Gut Re'uven) durch. 1891 kaufte Michael Halperin weiteres Land in der Nachbarschaft und gründete Nes Ziona, mit dem Lehrers Siedlung verschmolz.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2003 betrug die Einwohnerzahl 26.400, das jährliche Bevölkerungswachstum 2,9 %. Den Status einer[3] Stadt erhielt die 16 km² große Ortschaft im Jahr 1992. Im Dezember 2016 hatte Nes Ziona 48.161 Einwohner.

Rassismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2015 verbot die Gemeinde Ness Ziona Angestellten von Schulen, die Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft sind, den Zutritt zu den Schulen der Gemeinde.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist Sitz des Israelischen Instituts für biologische Forschung (IIBR), das dem Verteidigungsministerium zuarbeitet und etwa 350 Mitarbeiter beschäftigt.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der aus Polen stammende Maler Shalom Sechvi lebte und arbeitete bis zu seinem Tod in Nes Ziona. In seinem Haus lebt jetzt sein ältester Sohn Avi Sechvi, der ein in Israel mehrfach ausgezeichneter Bühnenbildner ist.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flag of Italy.svg Alatri, Italien
Flag of Germany.svg Freiberg, Deutschland
Flag of France.svg Le Grand-Quevilly, Frankreich
Flag of the People's Republic of China.svg Qingdao, China
Flag of Germany.svg Solingen, Deutschland

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nes Ziona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Israel Postcode. Abgerufen am 21. September 2014.
  2. Wolfgang Scheel: Lexikon biblischer Ortsbenennungen im modernen Israel. 3. Auflage. Seidel, Hammerbrücke 2003, ISBN 3-933750-32-6, S. 78.
  3. Korrekte Rechtschreibung siehe Originalwebsite der Stadt: http://www.nzc.org.il/
  4. Yarden Skop: Israeli Towns Move to Ban Arab Workers From Schools. In: Haaretz, 18. Oktober 2015.