Nestwurzen

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Nestwurzen
Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis), Illustration

Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis), Illustration

Systematik
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Orchideen (Orchidaceae)
Unterfamilie: Epidendroideae
Tribus: Neottieae
Untertribus: Neottinae
Gattung: Nestwurzen
Wissenschaftlicher Name
Neottia
Guett.

Die Nestwurzen bilden die Pflanzengattung Neottia in der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Diese Gattung ist in Europa nur mit einer Art, der Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis), vertreten. Die meisten Nestwurzen haben ihr Verbreitungsgebiet in Südwestasien.

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neottia convallarioides

Die Nestwurz-Arten sind mykoheterotrophe Pflanzen ohne oder mit nur wenig Chlorophyll. Diese Orchideen-Arten, wie auch Korallenwurz (Corallorhiza) und Widerbart (Epipogium) ...sind dauernd auf ihre Mykorrhizapilze angewiesen und parasitieren also gewissermaßen auf ihnen ...[1]; man hat das früher zu vereinfacht als Saprophyten bezeichnet (aber Saprophyten sind nur Bakterien und Pilze und keine Blütenpflanzen).

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Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nestwurz-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Rhizomgeophyten bilden kräftige, kriechende Rhizome.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind dreizählig. Es werden Kapselfrüchte gebildet.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Neottia wurde 1750 durch Jean Étienne Guettard aufgestellt.

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Der Umfang der Gattung Neottia wird kontrovers diskutiert; beispielsweise mit der Gattung der Zweiblätter (Listera) vereint.

Herz-Zweiblatt (Neottia cordata)
Neottia nipponica
Neottia smallii

Es gibt etwa 70 Neottia-Arten. Hier eine Auswahl:[2]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eduard Strasburger, Peter Sitte, Elmar Weiler, Andreas Bresinsky, Christian Körner: Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. Begründet von Eduard Strasburger. .. Gustav Fischer, Stuttgart 1998 (34. Aufl.). ISBN 3-4372-5500-2; S. 808.
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v Rafaël Govaerts (Hrsg.): Neottia - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 30. September 2016.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arbeitskreis heimischer Orchideen (Hrsg.): Die Orchideen Deutschlands. Uhlstädt-Kirchhasel 2005, ISBN 3-00-014853-1.
  • R. Schlechter: Die Orchideen. 4 Bände & Regist. Überarb. K. Senghas. Blackwell-Wiss.-Verl., Berlin/Wien 2003 (3. Aufl.). ISBN 3-8263-3410-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]