Netze BW

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Netze BW GmbH

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Rechtsform GmbH
Sitz Stuttgart
Leitung Christoph Müller (Vors.), Martin Konermann, Bodo Moray
Mitarbeiterzahl 3673 (2015)[1]
Umsatz 3,397 Mrd. (2015)[1]
Branche Verteilnetzbetreiber
Website www.netze-bw.de

Die Netze BW GmbH (bis Januar 2014 EnBW Regional AG) ist der größte Verteilnetzbetreiber im EnBW-Konzern. Sie betreibt das Verteilnetz in weiten Teilen Baden-Württembergs für die Sparten Strom und Gas. In der Landeshauptstadt Stuttgart sowie in einigen anderen Gemeinden betreibt sie auch das Wassernetz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Netze-BW-Fahrzeug vor einem Umspannwerk

Die EnBW Regional AG, das Vorläuferunternehmen der Netze BW GmbH, entstand am 1. Juli 1999 aus dem Zusammenschluss der EnBW Badenwerk AG und der EnBW Energie-Versorgung Schwaben AG.

Im Oktober 2003 wurde die NWS Regional AG & Co. KG, die Netzgesellschaft der Neckarwerke Stuttgart AG (NWS), in die EnBW Regional AG integriert. Zuvor, im Juni 2003, wurde bereits das Gasgeschäft der NWS in der EnBW Gas GmbH gebündelt. Die technische Geschäftsbesorgung erfolgte durch die EnBW Regional AG.

Im Juli 2007 wurde aus Unbundling-Gründen, der vom Energiewirtschaftsgesetz geforderten Trennung von Netzbetreiber und Energievertrieb, die EnBW Gasnetz GmbH als Tochter der EnBW Gas GmbH gegründet. Im Juli 2012 wurden die EnBW Gas GmbH und die EnBW Gasnetz GmbH mit der EnBW Regional AG verschmolzen.

Am 1. Februar 2014 wurde die EnBW Regional AG in Netze BW GmbH umbenannt. Mit dieser Änderung wurde der Forderung des Energiewirtschaftsgesetzes nachgekommen, wonach der Markenauftritt der Gesellschaften für den Netzbetrieb und für den Vertrieb von Energieleistungen deutlich getrennt sein muss.

Im August 2015 wurde das Wassergeschäft in der Landeshauptstadt Stuttgart in die Netze BW Wasser GmbH eingebracht.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

110-kV-Freileitung Wendlingen–Unterboihingen der Netze BW

Das Geschäftsfeld umfasst den Betrieb von Strom-, Gas- und Wassernetzen. Fernwärme hingegen ist dem Erzeugungsbereich der EnBW zugeordnet. Die Netze BW versorgt rund drei Millionen Haushalte und Betriebe, das Stromverteilnetz hat eine Länge von mehr als 100.000 Kilometer. Das Rohrnetz für Erdgas beträgt 4.700 Kilometer und das Wasserrohrnetz rund 2.500 Kilometer. In der Gesellschaft findet u. a. die Ausbildung in den technischen Bereichen der EnBW statt. Das Unternehmen beschäftigte per 31. Dezember 2015 3.673 Mitarbeiter und 484 Auszubildende.[1] Der Umsatz betrug 3,397 Milliarden Euro im Jahr 2015.[1]

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umspannwerk Ebingen der Netze BW, ehem. Elektrizitätswerk Gebr. Haux

Die Zentralbereiche sind am Sitz des Unternehmens in Stuttgart-Fasanenhof angesiedelt.

Die operativen Aufgaben Netzkundenbetreuung und Anschlussservice, Netzentwicklung und Netzbau sowie Netzbetrieb werden dezentral in vier Netzgebieten bearbeitet:

Die Führung des Hochspannungsnetzes erfolgt durch die Schaltleitung in Esslingen am Neckar. Die Mittelspannungsnetze werden durch die Leitstellen in Esslingen am Neckar, Heilbronn und Ravensburg geführt. Die Gas- und Wasserwarte befindet sich in Stuttgart-Gaisburg.

Lager- und Logistikzentren befinden sich in Stuttgart-Gaisburg, Wiesloch und Ravensburg.

Technische Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hochspannungsnetz der Netze BW existieren einige Besonderheiten:

  • Zahlreiche von der einstigen EVS errichtete Hochspannungsleitungen besitzen ein Luftkabel, das girlandenförmig am Erdseil oder an einem Hilfsseil befestigt ist.
  • In einigen von der einstigen EVS errichteten Abspannmasten existieren an Gewichten abgespannten Luftkabelniederführungen zu Verbindungspunkten, Verteil- oder Verstärkerstationen.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Netze BW hält folgende wesentliche Beteiligungen[2] (Auswahl):

  • RBS wave GmbH, Stuttgart (100 %)
  • Stuttgart Netze Betrieb GmbH, Stuttgart (74,9 %)
  • Stromnetzgesellschaft Herrenberg mbH & Co. KG, Herrenberg (74,9 %)
  • Stadtwerke Sinsheim Versorgungs GmbH & Co.KG, Sinsheim (60,0 %)
  • Netze Pforzheim-Region GmbH & Co. KG, Pforzheim (60,0 %)
  • NetCom BW GmbH, Ellwangen (54,5 %)
  • Netzgesellschaft Elz-Neckar GmbH & Co. KG, Obrigheim (50,1 %)
  • Stromnetzgesellschaft Laupheim GmbH & Co. KG, Laupheim (50,1 %)
  • Stromnetzgesellschaft Albershausen GmbH & Co. KG, Albershausen (50,1 %)
  • Stromnetzgesellschaft Hechingen GmbH & Co. KG, Hechingen (50,0 %)
  • LEO Energie GmbH & Co. KG, Leonberg (49,0 %)
  • Netzgesellschaft Marbach GmbH & Co. KG, Marbach am Neckar (49,0 %)
  • Neckar Netze GmbH & Co. KG, Esslingen (49,0 %)
  • Gemeindewerke Bodanrück GmbH & Co. KG, Allensbach (49,0 %)
  • Energieversorgung Strohgäu GmbH & Co. KG, Gerlingen (49,0 %)
  • Energieversorgung Rottenburg am Neckar GmbH, Rottenburg am Neckar (38,0 %)
  • Regionalnetze Linzgau GmbH, Pfullendorf (31,6 %)
  • Zweckverband Landeswasserversorgung, Stuttgart (27,2 %)
  • Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, Stuttgart (22,1 %)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Netze BW – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Netze BW GmbH – Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2015. In: Bundesanzeiger, 1. August 2016. Abgerufen im Unternehmensregister am 13. Mai 2017.
  2. Netze BW GmbH: Geschäftsbericht 2016. Stuttgart 2017.