Neu-Eichenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neu-Eichenberg
Neu-Eichenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neu-Eichenberg hervorgehoben
Koordinaten: 51° 23′ N, 9° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Werra-Meißner-Kreis
Höhe: 223 m ü. NHN
Fläche: 27,53 km2
Einwohner: 1839 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37249
Vorwahlen: 05504
05542 (OT Eichenberg)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ESW, WIZ
Gemeindeschlüssel: 06 6 36 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lange Straße 27
37249 Neu-Eichenberg
Webpräsenz: www.neu-eichenberg.de
Bürgermeisterin: Ilona Rohde-Erfurth (SPD)
Lage der Gemeinde Neu-Eichenberg im Werra-Meißner-Kreis
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Über dieses Bild

Neu-Eichenberg ist eine Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis in Hessen. Sie entstand am 1. Oktober 1971 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Eichenberg (Dorf), Eichenberg (Bahnhof), Hebenshausen, Berge, Marzhausen und Hermannrode.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neu-Eichenberg liegt im Dreiländer-Eck Hessen, Thüringen, Niedersachsen zwischen Kassel (45 km) und Göttingen (20 km).[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neu-Eichenberg grenzt im Norden an die Gemeinde Friedland (im niedersächsischen Landkreis Göttingen), im Osten an die Gemeinden Hohengandern und Bornhagen (beide im thüringischen Landkreis Eichsfeld) sowie im Süden und Westen an die Stadt Witzenhausen (Werra-Meißner-Kreis).

Bahnhof Eichenberg

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus den sieben Orten Berge, Neuenrode, Eichenberg-Bahnhof, Eichenberg-Dorf, Hebenshausen (Sitz der Gemeindeverwaltung), Hermannrode und Marzhausen und gliedert sich in die fünf Ortsteile Berge (Berge und Neuenrode), Eichenberg (Bahnhof und Dorf), Hebenshausen, Hermannrode und Marzhausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Neu-Eichenberg entstand im Rahmen der hessischen Gebietsreform am 1. Februar 1971 durch freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Berge, Eichenberg, Hebenshausen, Hermannrode und Marzhausen.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Insgesamt 15 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 46,5 7 50,0 8 53,9 8 58,9 9
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 33,2 5 28.3 4 30,7 5 31,7 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 20,3 3 21,7 3 15,4 2 9,4 1
Gesamt 100,0 15 100,0 15 100,0 15 100,0 15
Wahlbeteiligung in % 60,7 67,4 66,7 71,5

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Oktober wurde Gerhard Hannich (SPD) der erste Bürgermeister der neu gegründeten Gemeinde Neu-Eichenberg. Er hatte das Amt 24 Jahre inne und ging am 30. September 1995 in den Ruhestand.

Im Jahr 1995 wurde Wolfgang Fischer (SPD) als Nachfolger von Gerhard Hannich gewählt und trat das Amt am 1. Oktober 1995 an. Wolfgang Fischer beendete seine Tätigkeit als Bürgermeister am 30. Juni 2012.

Am 29. Januar 2012 wählten die Neu-Eichenberger Ilona Rohde-Erfurth (SPD) mit 66,0 % der Stimmen zur neuen Bürgermeisterin. Sie trat ihr Amt am 1. Juli 2012 an. Sie setzte sich gegen den parteilosen Christian Mühlhausen durch, der 34,0 % der Stimmen erhielt. Amtsinhaber Wolfgang Fischer kandidierte nicht mehr.[7]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Eichenberg ist Knotenpunkt der alten Bahnstrecke Bebra–Göttingen (Nord-Süd-Strecke) und der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden, es bestehen Verbindungen nach Kassel-Wilhelmshöhe, Göttingen, Erfurt und Fulda. Diese werden von Regionalzügen der Deutschen Bahn AG, der cantus sowie der Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH bedient.

Logistikgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Neu-Eichenberg versucht seit 2003 in der Nähe der Ortslage Hebenshausen ein Logistikgebiet zu etablieren. Bisher fanden sich aber keine ernsthaften Interessenten. Das Logistikgebiet wurde von den Bürgern von Anfang an kritisch gesehen, da u. a. erhebliche Lärmbelästigungen befürchtet werden. Daher wurde ein Bürgerentscheid durchgeführt, ob die Planung des Logistikgebietes vorangetrieben werden soll oder nicht. Dieser ging zu Gunsten des Logistkgebietes aus[8].

In 2017 beschloss die Gemeindevertretung mit den Stimmen von SPD und CDU nun die Flächen für das Logistikgebiet in Eigenregie zu kaufen und zu erschließen[9], was einen Kostenaufwand für die Gemeinde von mehreren Millionen Euro bedeuten würde[10]. Dies löste ein erneutes bürgerschaftliches Engagement gegen das Logistikgebiet aus[11].

Im Juni 2018 wurde bekannt, dass das Logistikgebiet an die Dietz AG verkauft wurde[12].

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neu-Eichenberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2016 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Zu Fuss zum Grenzstein am Dreiländereck in notizen.netzjahre.com
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 409.
  4. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  7. Rohde-Erfuth gewinnt in Neu-Eichenberg, HNA, abgerufen am 30. Januar 2012
  8. Ein neuer Plan soll her. In: https://www.hna.de. 2. Juli 2013 (hna.de [abgerufen am 4. April 2018]).
  9. Sondergebiet bei Neu-Eichenberg: Logistiker können kommen. In: https://www.hna.de. 31. Mai 2017 (hna.de [abgerufen am 4. April 2018]).
  10. Grundstücksankauf der Domänenfläche - Hohes finanzielles Risiko für die Gemeinde Neu-Eichenberg. (gruene-werra-meissner.de [abgerufen am 4. April 2018]).
  11. NEB bleibt OK! Kein Logistikgebiet an der A38 in Neu-Eichenberg. Abgerufen am 4. April 2018 (englisch).
  12. Neu-Eichenberger Sondergebiet Logistik ist verkauft. In: https://www.hna.de. 19. Juni 2018 (hna.de [abgerufen am 19. Juni 2018]).