Neu-Ristedt

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Neu-Ristedt
Stadt Klötze
Koordinaten: 52° 38′ 59″ N, 11° 3′ 35″ O
Höhe: 53 m ü. NHN
Einwohner: 76 (31. Dez. 2018)[1]
Postleitzahl: 38486
Vorwahl: 03909
Neu-Ristedt (Sachsen-Anhalt)
Neu-Ristedt
Neu-Ristedt
Lage von Neu-Ristedt in Sachsen-Anhalt

Neu-Ristedt gehört zur Ortschaft Ristedt und ist ein Ortsteil der Stadt Klötze im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Dorf Neu-Ristedt liegt etwa einen Kilometer nordwestlich von Ristedt und sieben Kilometer nordwestlich von Klötze. Südlich und östlich fließt das Alte Wasser, das nach Norden in die Jeetze strömt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feststellung der Schreibweise der Kolonie Ristedt

Der Ort wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Kolonie „Neu-England“ angelegt.[3] Die Kolonie „Neu-England“ wurde bereits 1864 so genannt.[4] Am 29. Mai 1915 wurde für die Kolonie die Schreibweise „Ristedt“ amtlich festgestellt.[5] Im Jahre 1986 wurde „Neuristedt“ als Ortsteil der Gemeinde Ristedt aufgeführt.[6] Im Jahre 2006 war die Schreibweise „Neu-Ristedt“.[7] Diese Schreibung wurde beibehalten. Gelegentlich ist die Schreibung „Neu Ristedt“ auf Karten zu finden.

500 Meter nördlich des Dorfes befinden sich die Reste einer alten Ziegelei, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Betrieb war.[8]

Etwa 500 Meter nordöstlich von Neu-Ristedt kann man in den Wiesen die Spuren der Wüstung Wendisch-Ristedt erkennen. Wilhelm Zahn beschreibt die Situation im Jahre 1909 so: „…bezeichen die »Kattensterten«, an welche sich fächerförmig die Hof- und Kielenden anschließen, noch deutlich die Lage des alten Runddorfes. … Die nördlich anschließende Breite heißt »Gnelleitschen«.“

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1885 110
1895 127
1905 119

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelischen Christen aus Neu-Ristedt gehören zum Pfarrbereich Beetzendorf[9] im Kirchenkreis Stendal im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Bauernhof im Dorf steht unter Denkmalschutz. Die Großsteingrab Ristedt liegt südöstlich des Dorfes im Wald.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Klötze, Einwohnermeldeamt: Einwohnerbestand am 31.12.2018. 9. Januar 2019.
  2. Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)
  3. Wilhelm Zahn: Die Wüstungen der Altmark. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Band 43. Hendel, Halle a.S. 1909, S. 190.
  4. A. Bühling: Geographisch-statistisch-topographisches Handbuch des Regierungsbezirks. Ortschafts-Verzeichniß des Regierungs-Bezirkes Magdeburg. Magdeburg 1864, S. 62, XI. 147 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10136781_00172~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  5. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1915, ZDB-ID 3766-7, S. 199, Nr. 515.
  6. Karla Balkow, Werner Christ: Ortslexikon der Deutschen Demokratischen Republik. R. v. Deckers Verlag – G. Schenck GmbH, Heidelberg 1986, ISBN 3-7685-2185-0, S. 219.
  7. Ortsteilverzeichnis Land Sachsen-Anhalt (Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile), Gebietsstand Januar 2006, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 2006
  8. a b Messtischblatt 1751: Klötze. Reichsamt für Landesaufnahme, 1902, abgerufen am 31. März 2019.
  9. Pfarrbereich Beetzendorf. Abgerufen am 31. März 2019.