Neu Darchau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neu Darchau
Neu Darchau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neu Darchau hervorgehoben
Koordinaten: 53° 14′ N, 10° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüchow-Dannenberg
Samtgemeinde: Elbtalaue
Höhe: 17 m ü. NHN
Fläche: 22,62 km2
Einwohner: 1393 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahl: 29490
Vorwahl: 05853
Kfz-Kennzeichen: DAN
Gemeindeschlüssel: 03 3 54 019
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 15
29490 Neu Darchau
Webpräsenz: www.neudarchau.de
Bürgermeister: Klaus-Peter Dehde (SPD)
Lage der Gemeinde Neu Darchau im Landkreis Lüchow-Dannenberg
Mecklenburg-Vorpommern Sachsen-Anhalt Brandenburg Landkreis Lüneburg Landkreis Uelzen Neu Darchau Hitzacker Göhrde gemeindefreies Gebiet Göhrde Damnatz Karwitz Zernien Gusborn Langendorf Dannenberg (Elbe) Jameln Lüchow Wustrow Luckau (Wendland) Küsten Waddeweitz Clenze Bergen an der Dumme Schnega Lübbow Woltersdorf Lemgow Prezelle Trebel Gorleben Gartow Höhbeck Schnackenburg gemeindefreies Gebiet GartowKarte
Über dieses Bild

Neu Darchau ist eine Gemeinde im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen. Sie ist Teil der Samtgemeinde Elbtalaue.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neu Darchau liegt am linken Ufer der Elbe, rund 15 km flussabwärts von Hitzacker und 12 km flussaufwärts von Bleckede. Der Ort liegt etwa 35 km östlich von Lüneburg. Direkt gegenüber von Neu Darchau, auf dem rechten Elbufer, liegt das Dorf Darchau (Gemeinde Amt Neuhaus, Landkreis Lüneburg).

Das Gemeindegebiet liegt im Naturpark Elbhöhen-Wendland, teilweise auch im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue.[2] Durch die Gemeinde fließt der Mühlenbach, der am Rande des Ortes in die Elbe mündet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Deutschen Teilung lag Neu Darchau im Grenzgebiet, da die Elbe die Grenze zwischen Niedersachsen und der DDR (Bezirk Schwerin) bildete. Das Amt Neuhaus einschließlich der Schwestergemeinde Darchau lagen hinter dem „Eisernen Vorhangs“ auf dem anderen Flussufer.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Neu-Darchau besteht seit der Gemeindegebietsreform von 1972 aus den nachfolgend aufgelisteten neun Ortsteilen. Zusätzlich existiert der Wohnplatz Darzauer Mühle.

  • Darzauer Mühle

Vor 1972 gehörte Darzauer Mühle zur Gemeinde Darzau. Die Gemeinde Katemin wurde 1972 aus dem Landkreis Lüneburg in den Landkreis Lüchow-Dannenberg eingegliedert.

Die sechs direkt an der Elbe gelegenen Ortsteile Katemin, Neu Darchau, Klein Kühren, Schutschur, Glienitz und Drethem sind heute mehr oder weniger komplett zusammengewachsen. Die ersten drei gehen direkt ineinander über; die weiteren werden jeweils durch nur wenige 100 m lange Abschnitte voneinander getrennt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Darzau, Drethem, Glienitz, Katemin (bis dahin im Landkreis Lüneburg), Klein Kühren, Quarstedt, Sammatz und Schutschur eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Neu Darchau gehört zum Landtagswahlkreis 48 Elbe und zum Bundestagswahlkreis 38 Lüchow-Dannenberg – Lüneburg.[4][5]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Neu Darchau setzt sich aus elf Ratsfrauen und -herren zusammen. Ein Mandat wurde nicht besetzt. Er hat seit der Kommunalwahl 2011 folgende Sitzverteilung:

  • Fraktion SPD /RH Behm: 5 Sitze
  • Bürgerliste: 5 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister der Gemeinde Neu Darchau ist seit dem 22. Mai 2014 Klaus-Peter Dehde (SPD)

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Petri

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Neu Darchau hat ihren pfarramtlichen Sitz in Nau Darchau und teilt sich mit der Kirchengemeinde Hitzacker das Pfarramt. Zur Kirchengemeinde gehören die Kirchen St. Petri in Neu Darchau, die Kirche in Drethem und die Fachwerkkapelle in Wietzetze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Elbe vom Aussichtsturm Am Kniepenberg, Neu Derchau

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortszentrum an der Brücke der Hauptstraße über den Mühlenbach steht die Wassermühle. An der Mündung des Mühlbachs befindet sich ein Sportboothafen. Neben einem Laden zur Versorgung für den täglichen Lebensbedarf befinden sich auch Ärzte im Ort. Weiterhin verfügt der Ort über eine Grundschule mit Schulsporthalle, einen Kindergarten und einen Sportplatz namens „Elbufer Arena“, auf dem unter anderem der Fußballverein „SV Elbufer“ heimisch ist.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elbfähre zwischen Neu Darchau und Hagenow im November 1989 nach Öffnung der innerdeutschen Grenze

Durch den Ort führt die Elbuferstraße als Touristikroute. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Breese (Gemeinde Nahrendorf), 8 km südlich. In Göhrde und Dahlenburg besteht Anschluss an die B 216 von Lüneburg nach Dannenberg.

Zwischen Neu Darchau und Darchau, auf dem rechten Elbufer, verkehrt ganzjährig die Autofähre „Tanja“. Der Bau einer Brücke ist geplant, vor allem um das Amt Neuhaus besser an die Kreisstadt Lüneburg anzubinden. Allerdings wurden bereits mehrere Planungsversuche gerichtlich gestoppt, beziehungsweise konnten aufgrund von Konflikten mit FFH-Richtlinien der EU gar nicht erst in Angriff genommen werden. Im Kreis Lüchow-Dannenberg, vor allem in Neu Darchau selbst, stößt der Plan, eine Elbbrücke zu bauen, auf Kritik, da man ein starkes Anwachsen des Durchgangsverkehrs befürchtet. Im Juli beschloss der Kreistag Lüneburg die Planungen abzubrechen, da eine neue Kostenermittlung Baukosten von 58 Millionen Euro ergab und der Landkreis davon 22,25 Millionen Euro hätte tragen müssen.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neu Darchau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. http://www.umwelt.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=2537&article_id=8745&_psmand=10 Interaktive Karte des Biosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue. Website des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz. Besucht am 1. August 2010.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 232.
  4. Landtagswahlkreise ab 16. Wahlperiode. Wahlkreiseinteilung für die Wahl zum Niedersächsischen Landtag. Anlage zu § 10 Abs. 1 NLWG, S. 4. (PDF; 87 KB)
  5. Beschreibung der Wahlkreise. Anlage zu § 2 Abs. 2 Bundeswahlgesetz. In: Achtzehntes Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes. Anlage zu Artikel 1. Bonn 18. März 2008, S. 325. (PDF; 200 KB)
  6. Kreistag beschließt endgültiges Aus für die Elbbrücke Neu Darchau - landeszeitung.de. Abgerufen am 21. Juli 2015.