Neu Wulmstorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neu Wulmstorf
Neu Wulmstorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neu Wulmstorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 28′ N, 9° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Harburg
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 56,18 km²
Einwohner: 20.828 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 371 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21629
Vorwahlen: 040, 04168
Kfz-Kennzeichen: WL
Gemeindeschlüssel: 03 3 53 026
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 39
21629 Neu Wulmstorf
Webpräsenz: Gemeinde Neu Wulmstorf
Bürgermeister: Wolf-Egbert Rosenzweig (SPD)
Lage der Gemeinde Neu Wulmstorf im Landkreis Harburg
Königsmoor Otter Welle Tostedt Wistedt Tostedt Handeloh Undeloh Dohren Heidenau Dohren Kakenstorf Drestedt Wenzendorf Halvesbostel Regesbostel Moisburg Hollenstedt Appel Neu Wulmstorf Rosengarten Buchholz in der Nordheide Egestorf Hanstedt Jesteburg Asendorf Marxen Harmstorf Bendestorf Brackel Seevetal Landkreis Harburg Niedersachsen Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Heidekreis Landkreis Lüneburg Landkreis Stade Freie und Hansestadt Hamburg Schleswig-Holstein Gödenstorf Eyendorf Vierhöfen Garlstorf Salzhausen Toppenstedt Wulfsen Garstedt Stelle Tespe Marschacht Drage WinsenKarte
Über dieses Bild

Neu Wulmstorf (plattdeutsch Vosshusen[2][3]) (bis Dezember 1964 Wulmstorf benannt) ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Harburg in Niedersachsen. Neu Wulmstorf ist nach dem niedersächsischen Raumordnungsprogramm ein Grundzentrum mit mittelzentralen Teilstrukturen.[4]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neu Wulmstorf erstreckt sich zwischen Hamburg im Osten, dem Alten Land im Norden, den Harburger Bergen im Südosten, Buchholz in der Nordheide und der Geest mit Buxtehude im Westen. Naturräumlich verteilt sich das Gemeindegebiet Neu Wulmstorfs auf die Stader Geest, Lüneburger Heide und die Elbmarschen. Genauer liegen die Gebiete nördlich des Grenzwegs und Rübke in den Harbuger Elbmarschen, der östliche Teil ab der Kreuzung Bahnhofstraße/B73, Bassental und Rade in der Hohen Heide und die westlichen Gebiete ab Wulmstorf, Schwiederstorf und Ohlenbüttel in der Zevener Geest. Neu Wulmstorf liegt in der Metropolregion Hamburg. Der Höhenunterschied erstreckt sich hauptsächlich in Nord-Südrichtung von -0,5 m bis 111,9 m NN. Der Ortsteil Neu Wulmstorf ist an das Hamburger Telefonnetz angeschlossen.

Ausdehnung des Gemeindegebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Neu Wulmstorf

Nördlichster Gemeindeteil ist Rübke, das im Moorgürtel des Alten Landes liegt und von Obstbau geprägt ist. Vom Bahnhof bis über die Bundesstraße 73 auf den Geesthang erstrecken sich die ausgedehnten Wohngebiete von Neu Wulmstorf, dem Zentrum der Gemeinde. Dort befinden sich das Rathaus und die weiterführenden Schulen (Gymnasium, Hauptschule und Realschule). Im Westen befindet sich die Ortsumgehung B3n. Im Süden liegen die Ortsteile Wulmstorf, Daerstorf, Elstorf mit Ardestorf und Elstorf-Bachheide, Schwiederstorf und Rade mit Mienenbüttel und Ohlenbüttel.

Apfelernte in Rübke

Die Gemeindeteile der Einheitsgemeinde Neu Wulmstorf sind:[5]

Versorgungszentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächstgelegenen Versorgungszentren sind nach dem niedersächsischen Landes-Raumordnungsprogramm:[6]

Kirchturm der Nicolaikirche Elstorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenkstein 900 Jahre Ohlenbüttel

Im Geestgebiet der Gemeinde existieren einige Grabhügel. Daneben deuten weitere Ausgrabungen und Funde auf eine erste Besiedelung durch die jungsteinzeitliche Trichterbecherkultur und in der Bronzezeit. Hierzu zählen eine Steinkiste in der Feldmark Rade, die Großsteingräber Daerstorf, Elstorf und auch weitere archäologische Stätten in der Umgebung, wie dem Archäologischer Wanderpfad in der Fischbeker Heide oder diverse Gräber in den Ausläufern der Harburger Berge. Ferner zeugen die Spitzwecken von Ovelgönne von der Aktivität zur Vorrömischen Eisenzeit und weitere Funde bei Daerstorf von einer Siedlung um 770.

Wulmstorf findet 1197 erstmals im Zusammenhang mit dem Alten Kloster Buxtehude Erwähnung. Das später eingemeindete Ohlenbüttel bereits 1105. Die Elstorfer Nicolai-Kirche stammt von etwa 1200 und Rübke entstand zum Ende der Hollerkolonisation der Dritten Meile und findet erstmals 1335 Erwähnung. Der Ortsteil Neu Wulmstorf wurde dagegen erst 1835 durch den Daerstorfer Bauern Peter Lohmann nördlich der Landstraße Harburg-Buxtehude (heute B 73) gegründet und hieß früher Voßhausen, Vosshusen (Fuchshausen) oder auch Neuwulmstorf.[7]

Während der Franzosenzeit war Wulmstorf mit 176 Einwohnern nach Moisburg und Elstorf der drittgrößte Ort in der Mairie Moisburg. Das Moorgebiet um den heutigen Bahnhof gen Rübke wurde als Moor bezeichnet, zählte 25 Einwohner. Das Mairie gehörte zum Département des Bouches de l’Elbe.[8] Ab 1835 entwickelte sich die Besiedlung der Flächen um Daerstorf, Elstorf und Wulmstorf und der Nachbarort Neu Wulmstorf entstand 1835 im Kern aus der Besiedlung des Daerstorfer Knechts und Pächters Peter Lohmann, der bisher in Wulmstorf arbeitete.[9]

Bahnhof Daerstorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Niederelbebahn zwischen Harburg und Cuxhaven wurde 1881 zunächst nördlich des Vosshusener Siedlungsgebiets, unterhalb der Geest und ohne einen Halt in nächster Nähe eröffnet. Unter anderem durch den Bau der Strecke selbst und den Bezug von Sand und Kies für den Bahndamm aus den Wulmstorfer Sandgruben wuchs die Siedlung Neu Wulmstorf, und so entstand der Bedarf nach einer Haltestelle. 1200 Meter westlich lag der Bahnanschluss Kiesgrube Ketzendorf die südlich der Hamburger Chaussee (heute B 73) liegt. Nach einer Mitfinanzierung durch die Gemeinde wurde der Haltepunkt Daerstorf 1904[10] südlich des heutigen Neu Wulmstorfs auf einer Exklave errichtet, die zu Daerstorf gehörte.[11][12] Er wurde am 5. Januar 1905 eröffnet[13] und erhielt ein kleines Empfangsgebäude.[10][14] Im Jahr 1908 wurde der Bahnhof Daerstorf in den Tarif für Steinkohlentransporte einbezogen.[15][16][17][18]

In den ersten Jahren nach Eröffnung der Station gab es in der Nähe nur wenige Häuser. Daher belebte das 1910 von Hans Joachim Lohmann aus Ketzendorf eröffnete Gasthaus zum Bahnhof das Geschehen. Ein reger Warenverkehr führte 1915 zur Einrichtung eines Güterverladegleises und Lohmann richtete eine gebührenpflichtige Güterwaage ein. Das Verladegleis war bis 2001 regelmäßig im Betrieb.

Das ursprüngliche Bahnhofsgebäude, ein Fachwerkbau aus der Eröffnungszeit der Station, wurde in den 1950er Jahren durch einen Neubau ersetzt.[10]

Haltepunkt Neu Wulmstorf, nördlicher Bahnsteig (2013)

Zur Anbindung an das Hamburger S-Bahnnetz wurde der Bahnhof 2007 erheblich umgestaltet. Der beschrankte Bahnübergang wurde durch Unterführungen für Straßenverkehr und Fußgänger bzw. Radfahrer ersetzt, das alte Wärterhaus und das Empfangsgebäude aus den 1950er Jahren wurde abgerissen, die Bahnsteige verlängert und nach Westen verlegt. Weiterhin wurden in den folgenden Jahren eine Buskehre, ein Kiosk, Bike and ride Fahrradunterstände und Park and ride Parkplätze eingerichtet. Hierbei wurde im April 2007 die Weiche zum Anschluss des kaserneneigenen Bahnhofs der 2005 aufgelösten Röttiger-Kaserne auf Hamburger Gebiet ausgebaut.

Bis 2007 wurde der Bahnhof von Regionalzügen der Deutschen Bahn und der EVB angefahren. Seit dem 9. Dez. 2007 wird der Haltepunkt von den Zügen der S-Bahn Hamburg bedient. Mehrfach gab es seitdem Vorschläge für eine Verdichtung des Angebots.[19]

Seit der Eingemeindung Daerstorfs 1970 trägt der Haltepunkt den Namen Neu Wulmstorf. Er liegt heute ca. 600 Meter () vor der Landesgrenze zu Hamburg in Niedersachsen auf der Strecke der Niederelbebahn (KBS 121 / km 183,50) und hat zwei Bahnsteiggleise.

Das Lohmannsche Gasthaus wechselte seinen Namen mehrmals, hieß zuletzt Schimmelreiter, stand seit mindestens 1999 leer und verfiel zusehends, bevor es 2011 nach Brandstiftung abgerissen wurde. [20] 2016 wurde auf dem Gelände ein Neubau mit Wohnungen und Geschäften errichtet.

Siedlungsausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden südlich der Bundesstraße große Wohngebiete von Vertriebenen gegründet. Die ersten bewohnbaren Keller entstanden ab 1949 auf ehemaligen Wehrmachtsgelände. Da diese nur wenig aus dem Boden ragten und mit notdürftigen Dächern versehen waren, nannte man diese erste Siedlung Maulwurfshausen. Später entstanden hieraus vollwertige Häuser und bis 1957 die Heidesiedlung, unter anderem durch die Norddeutsche Siedlungsgesellschaft Hamburg. Von der Herkunft der Siedler zeugen die Straßennamen (u. a. Königsberger, Marienburger, Breslauer, Danziger Straße).[21]

Neuere Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1957 stieg die Einwohnerzahl bis auf 3500 Einwohner an.[22] Ab 1959 übernahm die Bundeswehr den Standort Röttiger-Kaserne und baute ihn zum größten Standort in Hamburg aus. In der Folge zogen zahlreiche Bundeswehrangehörige mit ihren Familien in die Wohngebiete Postweg und Schillerstraße/Goethestraße.

Bei der Sturmflut 1962 war Rübke durch Überflutungen, in Folge großer Deichbrüche im Bereich Süderelbe zwischen Neuenfelde und Harburg betroffen. Ab 1966 wurde eine der Kiesgruben als Mülldeponie genutzt und 1986 geschlossen. Auf ihr wurde im August 2005 eine Solarstromanlage von der Stadtreinigung Hamburg mit einer Spitzenleistung von 500 Kilowatt (kWp) errichtet (siehe SunEnergy Europe#Großprojekte)

Seit 1990/1995 wurde die Bahnhofstraße zu Neu Wulmstorf einem Ortszentrum mit Rathaus und Einkaufszentrum entwickelt.

Der Ort wollte 2004, unter dem damaligen Bürgermeister Schadwinkel (CDU), mit parteiübergreifender Zustimmung, die Stadtrechte beantragen, allerdings stimmten die Bürger mit 71,2 % gegen die Ernennung zur Stadt.

2007 wurde nach Umbau des Bahnhofs nördlich der Bahn weitere Wohngebiete erschlossen. In Vorbereitung auf die A26 wurde die B3n als Ortsumgehung weiter westlich an die B73 angeschlossen. Die Arbeiten für den dritten Bauabschnitt der A26 begannen Ende 2013. Dieser soll 2020 fertiggestellt sein und dann die Strecke von Stade hier enden lassen bis die Weiterführung auf Hamburger Gebiet diese dann an die A7 anschließt.

2013 gab die Gemeinde ein umfangreiches Zukunftskonzept mit dem Titel Neu Wulmstorf 2025 in Auftrag. Im Rahmen des Konzepts wurde eine Zielvorstellung zur Entwicklung der Ortschaften und Infrastruktur erarbeitet. Die Ergebnisse wurden am 11. Juni 2014 vorgelegt.[23] Als Haupteinflussfaktoren werden bis 2015 der demografische Wandel, veränderte Verkehrsströme (A26, B73, B3n), die Auswirkungen aus beidem und Sanierungsbedarf gesehen. Es wird davon ausgegangen, dass die Bevölkerung insgesamt leicht ansteigt, aber in den autobahnnahen Orten Rade und Rübke um bis zu 25 % abnehmen wird.[24] Aus den Konzeptergebnissen wurden konkrete Projekte abgeleitet, die die Gemeinde unter diesem Wandel attraktiver machen soll.

Eingemeindungen und Umbenennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1964 wurden die Enklaven „Bredenheide“ (Ketzendorf) und „Elstorfer Moor“ (Elstorf) in die Gemeinde Wulmstorf eingegliedert. Erst am 11. Dezember 1964 wurde aus der politischen Gemeinde Wulmstorf dann durch Umbenennung Neu Wulmstorf,[22] die zum 1. Januar 1970 um die Gemeinde Daerstorf auf 7.733 Einwohner anwuchs. Bis dahin lag nördlich des Grenzwegs noch dessen Ortsteil Daerstorf–Bahnhof.

Mit der Gebietsreform 1972 entstand die heutige Einheitsgemeinde Neu Wulmstorf unter der Eingemeindung von Elstorf, Schwiederstorf, Rade und Rübke.[25] Am 1. Juli 1972 wurden die früher selbstständigen Gemeinden Elstorf, Rade, Rübke und Schwiederstorf sowie Gebietsteile der Gemeinde Ketzendorf mit damals etwa 50 Einwohnern eingegliedert.[26]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1812 1910 1925 1933 1939 1961 1970 1987 1992 1997 2002 2007 2012 2013 2014
Insgesamt Anzahl 176[8] 348[27] 408[28] 490[28] 562[28] 6.754[26] 10.011[26] 14.227[29] 16.751[29] 18.841[29] 20.543[29] 20.649[29] 20.979[29] 20.384[30] 20.628
Juni 1987 = 100 % 101,5 % 119,5 % 134,4 % 146,6 % 147,3 % 149,7 %

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neu Wulmstorf gehört zum Landtagswahlkreis 51 Seevetal und zum Bundestagswahlkreis 36 Harburg.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat (ab Nov. 2016)[31]
       
Von 34 Sitzen entfallen auf:
Gemeinderatswahl 2016[31]
 %
50
40
30
20
10
0
41,1 %
22,6 %
12,4 %
10,9 %
7,3 %
3,3 %
2,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+2,3 %p
-11,8 %p
+3,1 %p
+10,9 %p
-3,7 %p
-1,0 %p
+0,1 %p
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Der Rat der Gemeinde Neu Wulmstorf besteht aus 34 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 20.001 und 25.000 Einwohnern.[32] Die 34 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016. Durch Parteiwechsel weicht die Ratszusammensetzung inzwischen vom damaligen Wahlergebnisses in Bezug zu den Parteien ab.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig (SPD).

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf-Egbert Rosenzweig (SPD) ist seit 2006 hauptamtlicher Bürgermeister Neu Wulmstorfs. Er wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 65,2 % für weitere sieben Jahre bis zum 1. November 2021 im Amt bestätigt.[33][34] Vor ihm war Günter Schadwinkel vom 10. Oktober 2000 an der erste hauptamtliche Bürgermeister Neu Wulmstorfs.

Bürgermeister, Gemeindevorsteher[35][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1862–30. Mai 1865 Christian Peters
  • 1. Juni 1865–21. April 1871 Peter Mojen
  • 22. April 1871–31. Mai 1877 Peter Meyer
  • 1. Juni 1877–2. Mai 1883 Heinrich Martens
  • 3. Mai 1883–16. Mai 1895 Johann Lohmann
  • 17. Mai 1895–16. März 1905 Wilhelm Peters
  • 1. Juni 1901–5. April 1913 Peter Meyer
  • 6. April 1913–20. April 1916 Peter Mojen
  • 20. Juni 1916–26. Juni 1919 Heinrich Martens
  • 27. Juni 1919–29. September 1933 Wilhelm Hillermann
  • 29. September 1933– Mai 1945 Ernst Peters
  • Mai 1945–19. April 1946 Wilhelm Hillermann
  • 19. April 1946–17. Dezember 1948 Otto Hauschild
  • 17. Dezember 1948–14. Dezember 1954 Ernst Peters
  • 14. Dezember 1954–16. Oktober 1964 Karl Marin
  • 16. Oktober 1964–22. Oktober 1968 Heinz Wanke
  • 22. Oktober 1968–19. Februar 1969 Karl Marin
  • 19. Februar 1969–9. Januar 1970 Klaus Hansen
  • 10. April 1970–16. November 1972 Karl Marin
  • 16. November 1972–1. November 1976 Heinrich Sturke
  • 11. November 1976–30. April 1979 Werner Meyn
  • 16. Mai 1979–31. Dezember 1994 Erich Kanebley
  • 1. Januar 1995–21. November 1996 Gerhard Peters
  • 21. November 1996–10. Oktober 2000 Gerhard Bachmann
Gemeindedirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1. September 1961–31. August 1979 August Bisping
  • 1. September 1979–30. Juni 2000 Jürgen Badur

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde zeigt einen goldenen Schild auf dem sich eine nach oben gerichtete blaue Spitze befindet, die mit einem silbernen Ring belegt ist.[5]

Die blaue Spitze symbolisiert das Aufstreben der Gemeinde, der silberne Ring Verkehr und Bewegung, als Antrieb für das Aufstreben der Gemeinde. Die Farben Gold, Blau und Silber sind dem Wappen des Kreises entnommen und deuten auf die geographische Lage der Gemeinde hin.

Es wurde bei der Umbenennung der Gemeinde in Neu Wulmstorf am 11. Dezember 1964 eingeführt. Ein vorheriges Wappen der Gemeinde Wulmstorf ist nicht nachweisbar.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neu Wulmstorf unterhält eine Städtepartnerschaft mit dem ungarischen Nyergesújfalu.

Neu Wulmstorf ist Mitglied des Regionalparks Rosengarten zur Regionalen Entwicklung zusammen mit der Nachbargemeinde Rosengarten, der Stadt Buchholz, der Samtgemeinde Hollenstedt, dem Landkreis Harbug und der Stadt Hamburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einmal jährlich findet das Metal Bash Open Air, gewöhnlich am ersten Wochenende im Mai, auf der Neu Wulmstorfer Schützenanlage statt.

Seit über 30 Jahren besteht der Gospel-Chor Joy’n Music.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hallenbad Neu Wulmstorf
  • Freibad Neu Wulmstorf
  • Minigolfanlage
  • TVV Neu Wulmstorf
  • TSV Elstorf
  • MSC Elstorf Motocross

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Neu Wulmstorfer Vereine und Initiativen Treffs präsentieren diese jährlich ihre Angebote und werben neue Mitglieder.

  • FF Neu Wulmstorf
  • DLRG Neu Wulmstorf
  • Schützenverein Neu Wulmstorf von 1952 e. V.
  • 1. Minigolf Sport Club (MSC) Hamburg – Neu Wulmstorf 1965 e. V.[36]
  • Gewerbeverein Neu Wulmstorf e. V.[37]

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neu Wulmstorf befindet sich in direkter Nachbarschaft einiger besonderer Naherholungsgebiete und Naturschutzgebiete (NSG):

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Wirtschaftsstandort Neu Wulmstorf hat ca 3850 Beschäftigte und neben zahlreichen Kleinbetrieben gibt es zahlreiche Logistikbetriebe und -flächen. So hat z. B. das Unternehmen Jack Wolfskin sein europäisches Zentrallager mit einer Gesamtfläche von ca. 30.000 m² in Neu Wulmstorf. Ebenso beliefert McDonald’s von hier seine norddeutschen Filialen. An der Anschlussstelle Rade der Bundesautobahn 1 baut das Düsseldorfer Immobilienunternehmen Habacker Holding ein großes Gewerbegebiet („Logpark Hamburg“). Die Gemeinde plant, den Hauptort über die Bahnlinie hinaus in die Moorgebiete hinein zu vergrößern. Ein entsprechendes Baugebiet ist ausgewiesen und drei von vier Bauabschnitten wurden bereits erschlossen.

In einer der ältesten Gaststätten Neu Wulmstorfs, dem seit 1857 bestehenden Dorfkrug, wurde 2004 eine Salatsauce kreiert, aus der die bekannte Sylter Salatfrische hervorgegangen ist, die seit 2007 in einem neuen Neu Wulmstorfer Produktionsbetrieb hergestellt wird.[38]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neu Wulmstorf hat einen Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Hamburg-HarburgCuxhaven (Niederelbebahn), der seit Dezember 2007 als Haltepunkt der Hamburger S-Bahn (S3 Stade-Pinneberg) betrieben wird.

Linie Verlauf
S 3 Pinneberg – Thesdorf – Halstenbek – Krupunder – Elbgaustraße – Eidelstedt – Stellingen – Langenfelde – Diebsteich – Altona – Königstraße – Reeperbahn – Landungsbrücken – Stadthausbrücke – Jungfernstieg – Hauptbahnhof – Hammerbrook (City Süd) – (geplant: Elbbrücken –) Veddel (BallinStadt) – Wilhelmsburg – Harburg – Harburg Rathaus – Heimfeld – Neuwiedenthal – Neugraben – Fischbek – Neu Wulmstorf – Buxtehude – Neukloster – Horneburg – Dollern – Agathenburg – Stade

Über Buslinien bestehen Anbindungen nach Buchholz, Heber, Regesbostel, Heidenau, Tostedt, Wistedt und zum AIRBUS Werkgelände (Finkenwerder).

Für den Straßenverkehr besteht im Süden der Gemeinde über die Anschlussstelle Rade eine Anbindung an die A 1. Mit der geplanten A 26 von Stade nach Hamburg wird die Gemeinde weiter erschlossen. Weitere Fernverkehrsstraßen sind die Bundesstraße 73 und die Bundesstraße 3. Neu hinzugekommen ist 2011 die Ortsumgehung B3n, die zukünftig die A26 mit der B3 verbinden soll, hierzu ist ein Ausbau der B3n bis nach Elstorf/Bachheide geplant.

Die sogenannte Breimeier-Trasse, als alternative Trassenvariante der Y-Trasse, sieht vor den Güterverkehr des Hamburger Hafens entlang der geplanten A26 bis Rübke und der zukünftigen B3n bis Bachheide/Elstorf weiter nach Buchholz und Wittenberge zu führen.

Kommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kernort Neu Wulmstorf ist weitgehend über VDSL erschlossen. Glasfaser ist im gesamten Ort nicht verfügbar. Kabelfernsehen ist im gesamten Ort verfügbar und Internet hierüber möglich. Des Weiteren sind im Ort einzelne kommerzielle[39] und private[40] offene WLAN-Hot-Spots verfügbar.

Bildung bzw. Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über drei Krippen, zehn Kindergärten und eine Tageseinrichtung zur Betreuung Sechs- bis Zwölfjähriger. Des Weiteren gibt es drei Grundschulen in Neu Wulmstorf und Elstorf, ein Gymnasium, eine Haupt- und eine Realschule. Die nächsten berufsbildenden Schulen befinden sich in Buxtehude und Buchholz.

  • Gymnasium Neu Wulmstorf[41]
  • Realschule Vierkaten[42]
  • Hauptschule Vossbarg[43]
  • Grundschule am Moor[44]
  • Grundschule an der Heide[45]
  • Grundschule Elstorf[46]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flug-Café[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1967 bis 1975 stand in Neu Wulmstorf die am 6. Juni 1967 ausgemusterte Super Constellation (c/n 4605) der Variante L-1049G die vorher zwölf Jahre bei der Lufthansa als D-ALOP im Betrieb war. In ihr wurde das „Flug-Café“ betrieben.[47][48]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neu Wulmstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Bahnhof Neu Wulmstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Zweisprachige Ortsschilder in der Gemeinde Neu Wulmstorf. In: neu-wulmstorf.de. Gemeinde Neu Wulmstorf, abgerufen am 30. August 2015.
  3. Plattdeutsch auf Ortstafeln, För Platt e. V.
  4. Regionales Raumordnungsprogramm, Änderung und Ergänzung 2007 für den Landkreis Harburg 18. Dezember 2009.
  5. a b Hauptsatzung der Gemeinde Neu Wulmstorf. In: neu-wulmstorf.de. Abgerufen am 14. November 2015.
  6. Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen
  7. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter: Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. 1848, S. 100 (online).
  8. a b A. F. L. Lasius: Der Französische Kaiser-Staat unter der Regierung des Kaisers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 57 f. (online)
  9. Geschichte Neu Wulmstorfs, abgerufen am 28. August 2013
  10. a b c Neu Wulmstorf auf Niederelbebahn.de
  11. Meßtischblatt 1120: Buxtehude (1:25000). Hrsg. 1899, berichtigt 1927, einzelne Nachträge 1931. Reichsamt für Landesaufnahme, Berlin 1935.
  12. Preußische Landesaufnahme, Ausschnitt Daerstorfer Moor
  13. Die Geschichte von Neu Wulmstorf
  14. Dagmar Müller-Staats: Zeitsprünge Neu Wulmstorf. Sutton Verlag, Erfurt 2013, ISBN 978-3-9540013-1-6, S. 16 ff. (online).
  15. Zeitung des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltung. Band 48 (1908), S. 1420.
  16. Fahrplan 1025, Hendschels Telegraph, 1914.
  17. Fahrplan 104c, Deutsches Kursbuch, 1939.
  18. Fahrplan 190, Deutsches Kursbuch, 1939.
  19. Verbesserung der S-Bahn-Verbindungen in Neu Wulmstorf. Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen an den Rat der Gemeinde Neu Wulmstorf vom 10. März 2013, abgerufen am 3. April 2014.
  20. Thomas Sulzyc: "Schimmelreiter" hat keine Zukunft mehr. In: abendblatt.de. 22. November 2010, abgerufen am 2. Januar 2015.
  21. 50 Jahre Heidesiedlung. Heft zum 50-Jährigen Jubiläum des Verein Heidesiedlung e. V. Neu Wulmstorf 2005 (PDF; 428,9 KB)
  22. a b Die Geschichte von Neu Wulmstorf
  23. Eckpunkte Neu Wulmstorf 2025, 11. Juni 2014
  24. Ergebnisse des Demografiegutachtens, 2. Oktober 2014
  25. Dagmar Müller-Staats: Von Voßhusen nach Neu Wulmstorf. Neu Wulmstorf 2000, S. 18.
  26. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. Mai 1970 bis 31. Dezember 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 229. 6.754 Einwohner am 6. Juni 1961 und 10.011 Einwohner am 27. Mai 1970, jeweils mit den später eingemeindeten Orten.
  27. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900, Königreich Preußen, Provinz Hannover, Regierungsbezirk Lüneburg, Landkreis Harburg
  28. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte. Abgerufen am 9. März 2015.
  29. a b c d e f Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 2001–2012, Bevölkerungsfortschreibung, Tabelle K1000014, 353026 Neu Wulmstorf
  30. vorOrt Magazin, Januar 2014, S. 60: „Zum 30. November 2013: 22.034 Einwohner, 21.245 Hauptwohnsitz, 789 Nebenwohnsitz“
  31. a b Gemeinderatswahl 2016. In: neuwulmstorf.wahlen-aktuell.de. Abgerufen am 12. September 2016.
  32. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 18. November 2014.
  33. Wolf-Egbert Rosenzweig bleibt Neu Wulmstorfs Bürgermeister, Gemeinde Neu Wulmstorf
  34. Ergebnis Bürgermeisterwahl 2014, Vorläufiges Endergebnis
  35. Dagmar Müller-Staats: Von Voßhusen nach Neu Wulmstorf. Neu Wulmstorf 2000, S. 95.
  36. Eintrittspreise & Öffnungszeiten – Offizielle Webseite des 1.Minigolf Sport Club Hamburg-Neu Wulmstorf. In: minigolf-neuwulmstorf.de. Abgerufen am 10. Oktober 2015.
  37. Gewerbeverein Neu Wulmstorf e. V.
  38. Reinhard Dzingel: Der Dorfkrug in Neu Wulmstorf, Moisburg 2014 (PDF; 11,3 MB)
  39. ipass Hot Spot Map in Neu Wulmstorf und Umgebung
  40. Freifunk Hamburg Node Map
  41. Gymnasium Neu Wulmstorf
  42. Realschule Vierkaten
  43. Hauptschule Vossbarg
  44. Grundschule am Moor
  45. Grundschule an der Heide
  46. Grundschule Elstorf
  47. Das Flug-Café in Neu Wulmstorf
  48. Die ehemalige Super Constellations der Lufthansa auf dem Flughafen Singapur Anfang 1959