Neuapostolische Kirche Schweiz

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Neuapostolische Kirche Schweiz
Kirchenpräsident Bezirksapostel Jürg Zbinden
weitere Apostel
  • Philipp Burren
  • Rolf Camenzind
  • Thomas Deubel
gegründet 1905
Mitglieder 57.000[1]
Gemeinden 400[1]
Anschrift

Neuapostolische Kirche
Schweiz
Ueberlandstrasse 243
CH-8051 Zürich

Website

www.nak.ch

Die Neuapostolische Kirche Zürich-Hottingen, eine der ältesten und größten Gemeinden der schweizerischen Gebietskirche sowie ehemaliger Sitz der Kirchenverwaltung

Die Neuapostolische Kirche Schweiz ist ein Verwaltungsbezirk der Neuapostolischen Kirche und betreut ca. 57.000 Mitglieder in 15 Ländern. Kirchenpräsident ist der Bezirksapostel Jürg Zbinden

Gebietskirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. Juni 2018 beauftragte Stammapostel Jean-Luc Schneider, den Bezirksapostelhelfer Jürg Zbinden als neuen Bezirksapostel der Gebietskirche Schweiz.

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ältestenbezirk Gemeinden Apostel Bischof
Basel 8 Philipp Burren Thomas Wihler
Bern-Nord 10 Thomas Deubel René Engelmann
Bern-Süd 9 Thomas Deubel Thomas Wihler
Graubünden 8 Philipp Burren Reto Keller
Mittelland 12 Philipp Burren Thomas Wihler
Romandie 18 Thomas Deubel René Engelmann
Schaffhausen 8 Thomas Deubel Rudolf Fässler
St. Gallen 6 Philipp Burren Reto Keller
Thun 8 Thomas Deubel Thomas Wihler
Ticino 5 Rolf Camenzind Rolf Camenzind
Wil SG 10 Philipp Burren Reto Keller
Winterthur 10 Thomas Deubel Rudolf Fässler
Zürich-Nord-Ost 7 Thomas Deubel Rudolf Fässler
Zürich-Nord-West 7 Thomas Deubel Rudolf Fässler
Zürich-Süd 13 Thomas Deubel Rudolf Fässler

Weitere betreute Gebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gebietskirche Schweiz betreut außerdem die Gemeinden und neuapostolischen Christen in folgenden Ländern:

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Bezirksapostelbereich Schweiz gehört ebenfalls der Apostelbereich Österreich. Apostel Philipp Burren betreut zusammen mit Bischof Peter Jeram etwa 5.000 Mitglieder in 52 Gemeinden. Ebenfalls werden von Österreich aus die Gemeinden in Slowenien, Tschechien und Ungarn betreut.

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Gebietskirche Schweiz ist die Stiftung NAK-Humanitas eingerichtet worden. Die Aufgabe der Organisation ist die Unterstützung und Förderung von Hilfsprojekten in der Schweiz und in den von der Gebietskirche betreuten Ländern. Bei Kriegs- und Katastrophenszenarien unterstützt sie Hilfsleistungen weltweit.[2]

Ökumene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die NAK Schweiz ist seit 2014 Gastmitglied der dortigen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz. Ein wichtiges Kriterium zur Aufnahme war die Unterzeichnung der Charta Oecumenica, die die Leitlinien zur Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in Europa festhält[3]. Damit dürfte sie die erste neuapostolische Gliedkirche sein, die diesen Schritt der Annäherung an die ökumenische Bewegung unternommen hat. Auch regional ist die NAK Schweiz in der Ökumene aktiv, so z. B. im Kanton Zürich[4].

In Österreich ist die NAK seit 2012 als Beobachter im Ökumenischen Jugendrat vertreten[5], wo sie sich bereits mehrfach an ökumenischen Gottesdiensten beteiligte[6][7]. 2014 veröffentlichten der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) und die dortige NAK eine gemeinsame Orientierungshilfe[8].

Geschichtsaufarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1954 spalteten sich die ausgeschlossenen Apostel Otto und Ernst Güttinger aufgrund von Konflikten um die Stellung des Stammapostelamts und die „Botschaft“ von Stammapostel Bischoff von der NAK Schweiz ab und gründeten mit zahlreichen anderen Mitgliedern die Vereinigung Apostolischer Christen Schweiz (VAC).

Die anfängliche Haltung der NAK Schweiz kann durchaus als feindlich bezeichnet werden. Der damalige Bezirksapostel und spätere Stammapostel Ernst Streckeisen wehrte Überzeugungsversuche der VAC nach dem Tod Bischoffs und damit der Nicht-Erfüllung seiner Botschaft ab, indem er Schriften jener Seite mit „schmutzigem Wasser“ gleichsetzte, „lebensgefährlich“ nannte und unter anderem gar zum Verbrennen von Pamphleten aufrief[9]. Während es unter den Stammaposteln Hans Urwyler und Richard Fehr vereinzelt wieder zu freundlichen Kontakten zur VAC kam, erfolgte 2005 unter der Leitung von Bezirksapostel Armin Studer die erste offizielle Entschuldigung und Versöhnungserklärung an die Adresse der VAC[10] und überhaupt eine der ersten an „Botschafts“-Abspaltungen in der Geschichte der NAK.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b nak.ch: Administration
  2. Stiftung NAK-Humanitas
  3. Aufnahme der Neuapostolischen Kirche Schweiz in den Gaststatus der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Schweiz. In: agck.ch – Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz. 9. April 2014, abgerufen am 23. April 2014.
  4. Oliver Demont: Alles bleibt anders: Neuapostolische Kirche will die Ökumene. In: ref.ch. Reformierte Kirche Schweiz, 2. September 2015, abgerufen am 27. August 2019.
  5. Neuapostolische Kirche Österreich: Neuapostolische Jugend erhält Beobachterstatus beim Ökumenischen Jugendrat. In: nak.at. 4. Juni 2012, abgerufen am 23. August 2019.
  6. Th.Zadrazil & J. Siekmann: Damit sie alle eins seien: Ökumenischer Jugendgottesdienst in der Jugendkirche im 5. Wiener Gemeindebezirk. In: nak.at. 8. Februar 2016, abgerufen am 23. August 2019.
  7. Neuapostolische Kirche Österreich: Feier des Weltgebetstags der Kinder in Wien. In: nak.at. 4. März 2016, abgerufen am 23. August 2019.
  8. Neuapostolische Kirche Österreich: ÖRKÖ und Neuapostolische Kirche intensivieren Gespräche. In: nak.at. 23. April 2014, abgerufen am 23. August 2019.
  9. Ernst Streckeisen: An die priesterlichen Aemter des Apostelbezirkes Schweiz: Betrifft Propaganda der Gegner. 28. Juli 1960, abgerufen am 22. September 2019.
  10. Walter Baltisberger & Armin Studer: Erste Schritte zur VERSÖHNUNG. (PDF) VAC & NAK Schweiz, 20. April 2005, abgerufen am 22. September 2019.