Neubrunn (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Neubrunn
Neubrunn (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Neubrunn hervorgehoben

Koordinaten: 49° 44′ N, 9° 40′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 293 m ü. NHN
Fläche: 26,55 km2
Einwohner: 2329 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97277
Vorwahlen: 09307, 09349Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: , OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 164
Marktgliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstraße 27
97277 Neubrunn
Website: www.neubrunn.de
Erster Bürgermeister: Heiko Menig[2] (CSU)
Lage des Marktes Neubrunn im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Neubrunn ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Würzburg. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Neubrunn

Neubrunn liegt in der Region Würzburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neubrunn gliedert sich in zwei Gemeindeteile:[3]

Es gibt die Gemarkungen Böttigheim und Neubrunn.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort fließt der Mühlbach der nördlich des Ortes aus einer Quelle entspringt und Richtung Westen nach Kembach den Ort verlässt.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Neubrunn besteht aus den althochdeutschen Wörtern niuwe und Brunno. Sie bedeuten „neu“ und „Quelle“ oder „Brunnen“. Ausgangspunkt des Ortsnamens war demnach eine neugefundene Quelle oder ein neuerrichteter Brunnen.[4]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 750 Nûenbrunnen
  • 815 Nuwenbrunno
  • 1193 Niwenbrunnen
  • 1329 Neunbrunne
  • 1340 Nuwenbrůn
  • 1480 Neunbronne
  • 1500 Newbrun
  • 1747 Neubrunn

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neubrunn

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig IV. „der Bayer“, Römischer König und Kaiser, verlieh Neubrunn 1323 das Stadtrecht. Dies erlaubte dem Deutschorden, „aus dem Dorf Neubrunn eine Stadt zu machen mit Befestigung, Wochenmarkt und Recht, wie die Stadt Wertheim hat.“ Überreste des Stadtrechtes sind Teile der Stadtmauer, die am Friedhof teilweise noch erhalten geblieben sind. Vom Deutschorden wurde ein 1315 gegründetes Spital übernommen, das als Pfründneranstalt 1319 nach Stadtprozelten[5] verlegt wurde.

Das ehemalige Amt Neubrunn des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Böttigheim eingegliedert.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentrum von Neubrunn mit Kirche
  • 1961: 2128 Einwohner[6]
  • 1970: 2179 Einwohner[6]
  • 1987: 2124 Einwohner
  • 1991: 2212 Einwohner
  • 1995: 2449 Einwohner
  • 2000: 2381 Einwohner
  • 2005: 2339 Einwohner
  • 2010: 2165 Einwohner
  • 2015: 2243 Einwohner

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 2137 auf 2303 um 166 Einwohner bzw. um 7,8 %. 1994 hatte der Markt 2460 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiko Menig (CSU) ist seit 1. Mai 2008 Bürgermeister. Er wurde am 15. März 2020 bei einer Wahlbeteiligung von 61,5 % mit 88,2 % der Stimmen für weitere sechs Jahre gewählt.[7]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat hat 14 Mitglieder (zuzüglich 1. Bürgermeister). Bei der Gemeinderatswahl am 15. März 2020 erreichten die zwei Wahlvorschläge folgende Stimmenanteile und Sitze:[8]

CSU 25,26 % 4 Sitze
Bürgervereinigung Neubrunn 74,74 % 10 Sitze

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2012 1.206.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 191.000 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag bei nur 134 Euro.

Allianz Waldsassengau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 20. November 2014 ist Neubrunn zusammen mit zwölf weiteren Gemeinden in der Allianz Waldsassengau organisiert.[9] Der Verein dient der interkommunalen Zusammenarbeit.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Neubrunn
Blasonierung: „In Schwarz über einer goldenen Zinnenmauer mit goldenem Torturm nebeneinander schwebend zwei Schilde; rechts in Silber ein durchgehendes schwarzes Tatzenkreuz, links in Rot drei silberne Spitzen.“[10]

Wappenführung seit 1964

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahrzeichen der Gemeinde: das Torhaus

Industrie und Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2012 nach der amtlichen Statistik am Arbeitsort Neubrunn 265 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, davon im produzierenden Gewerbe 64, im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe 103 sowie 55 Beschäftigte bei öffentlichen und privaten Dienstleistern. Insgesamt waren 843 Neubrunner Bürger sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Von 19 landwirtschaftlichen Betrieben im Jahr 1999 sind im Jahr 2010 nur noch acht übrig geblieben. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche betrug 1064 Hektar, davon waren 1021 Ackerfläche und 41 Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Neubrunn gibt es folgende Einrichtungen (Stand: 2012):

  • zwei Kindergärten mit insgesamt elf Beschäftigten und 57 betreuten Kindern
    • Kindergarten Böttigheim
    • Kindergarten Neubrunn

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emil Kemmer (* 31. März 1914 in Neubrunn; † 26. November 1965 in Bamberg), Politiker (CSU)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Neubrunn (Unterfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Marktgemeinderat Neubrunn mit Ortsteil Böttigheim. Gemeinde Neubrunn, abgerufen am 27. September 2020.
  3. Gemeinde Neubrunn in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 8. Juli 2020.
  4. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 156 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Klaus Schreiner: Laienfrömmigkeit im späten Mittelalter. R. Oldenbourg, München 1992, ISBN 3-486-55902-8, S. 166.
  6. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.
  7. Bürgermeisterwahl 2020, abgerufen am 8. Juli 2020
  8. Wahl des Marktgemeinderates 2020, abgerufen am 8. Juli 2020
  9. Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen. Verein. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 29. Januar 2016; abgerufen am 20. Januar 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.allianz-waldsassengau.de
  10. Eintrag zum Wappen von Neubrunn (Unterfranken) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte