Neubrunn (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Neubrunn
Neubrunn (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Neubrunn hervorgehoben
Koordinaten: 49° 44′ N, 9° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 293 m ü. NHN
Fläche: 26,55 km2
Einwohner: 2243 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97277
Vorwahlen: 09307, 09349Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 164
Marktgliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstr. 27
97277 Neubrunn
Webpräsenz: www.neubrunn.de
Bürgermeister: Heiko Menig (CSU)
Lage des Marktes Neubrunn im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Neubrunn ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neubrunn liegt in der Region Würzburg.

Gemeinde Neubrunn
Gemarkung Neubrunn

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neubrunn gliedert sich in zwei Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Böttigheim und Neubrunn.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Neubrunn besteht aus den althochdeutschen Wörtern niuwe und Brunno. Sie bedeuten „neu“ und „Quelle“ oder „Brunnen“. Ausgangspunkt des Ortsnamens war demnach eine neugefundene Quelle oder ein neuerrichteter Brunnen.[3]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 750 Nûenbrunnen
  • 815 Nuwenbrunno
  • 1193 Niwenbrunnen
  • 1329 Neunbrunne
  • 1340 Nuwenbrůn
  • 1480 Neunbronne
  • 1500 Newbrun
  • 1747 Neubrunn

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neubrunn

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig IV. „der Bayer“, Römischer König und Kaiser, verlieh Neubrunn 1323 das Stadtrecht. Dies erlaubte dem Deutschorden, „aus dem Dorf Neubrunn eine Stadt zu machen mit Befestigung, Wochenmarkt und Recht, wie die Stadt Wertheim hat.“ Überreste des Stadtrechtes sind Teile der Stadtmauer, die am Friedhof teilweise noch erhalten geblieben sind.

Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bisher selbständige Gemeinde Böttigheim eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentrum von Neubrunn mit Kirche
  • 1961: 2128 Einwohner[4]
  • 1970: 2179 Einwohner[4]
  • 1987: 2124 Einwohner
  • 1991: 2212 Einwohner
  • 1995: 2449 Einwohner
  • 2000: 2381 Einwohner
  • 2005: 2339 Einwohner
  • 2010: 2165 Einwohner
  • 2015: 2243 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2012 1.206.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 191.000 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag bei nur 134 Euro.

Allianz Waldsassengau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 20. November 2014 ist Neubrunn zusammen mit zwölf weiteren Gemeinden in der Allianz Waldsassengau organisiert.[5] Der Verein dient der interkommunalen Zusammenarbeit.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahrzeichen der Gemeinde: das Torhaus

Industrie und Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2012 nach der amtlichen Statistik am Arbeitsort Neubrunn 265 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, davon im produzierenden Gewerbe 64, im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe 103 sowie 55 Beschäftigte bei öffentlichen und privaten Dienstleistern. Insgesamt waren 843 Neubrunner Bürger sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Von 19 landwirtschaftlichen Betrieben im Jahr 1999 sind im Jahr 2010 nur noch acht übrig geblieben. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche betrug 1064 Hektar, davon waren 1021 Ackerfläche und 41 Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Neubrunn gibt es folgende Einrichtungen (Stand: 2012):

  • zwei Kindergärten mit insgesamt elf Beschäftigten und 57 betreuten Kindern
    • Kindergarten Böttigheim
    • Kindergarten Neubrunn

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emil Kemmer (* 31. März 1914 in Neubrunn; † 26. November 1965 in Bamberg), Politiker

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neubrunn (Unterfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/195346&attr=OBJ&val=1806
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 156 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.
  5. Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen. Verein. Abgerufen am 20. Januar 2016.