Neue Frau (Feminismus)

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Die Neue Frau war ein feministisches Ideal des späten 19. Jahrhunderts. Die von Männern dominierte Gesellschaft wurde dadurch an ihre Grenzen gebracht, insbesondere durch die Stücke des norwegischen Schriftstellers Henrik Ibsen. Max Beerbohm sagte dazu scherzhaft: „The New Woman sprang fully armed from Ibsen's brain“, zu deutsch: „Die Neue Frau sprang in voller Montur direkt aus dem Gehirn von Henrik Ibsen“.[1] Die Neuen Frauen waren vor allem in der Suffragette-Bewegung aktiv, erfuhren aber in den 1920er Jahren durch das Aufkommen der frivolen Flapper einen Bedeutungsverlust.

Aufarbeitung in Literatur und Theater[Bearbeiten]

Die Diskussionen in der Literatur über die sich erweiternden Möglichkeiten für Frauen in der englischen Gesellschaft datieren mindestens zurück bis zur Novelle Belinda (1801) von Maria Edgeworth und Aurora Leigh (1856) von Elizabeth Barrett Browning, die die schwierige Entscheidung einer Frau zum Thema hat, sich zwischen einer konventionellen Ehe und der radikalen Möglichkeit, eine unabhängige Künstlerin zu werden, entscheiden zu müssen. Im Schauspielbereich haben insbesondere die Stücke Nora oder Ein Puppenheim (1879) und Hedda Gabler (1890) von Henrik Ibsen, The Case of Rebellious Susan (1894) von Henry Arthur Jones sowie die kontrovers diskutierten Stücke Mrs. Warren's Profession (1893) und Candida (1898) von George Bernard Shaw den Themenkomplex der Neuen Frau thematisiert. Weitere Beispiele in der Literatur sind Anna Lombard (1901) von Annie Sophie Cory, The Story of a Modern Woman von Ella Hepworth Dixon sowie Ann Veronica von H. G. Wells (1909).

Weitere Autoren der Neue Frau-Epoche aus dem Bereich der Fiktion sind unter anderem Olive Schreiner, Sarah Grand, Mona Caird, George Egerton und Ella D'Arcy. Darüber hinaus verdient auch The Awakening (1899) von Kate Chopin Erwähnung, insbesondere im Zusammenhang mit auf dem Roman Madame Bovary (1856) von Gustave Flaubert basierenden Erzählungen. Beide Stücke erzählen die Geschichte der verzweifelten Suche einer Frau nach Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung durch sexuelle Experimente.

Das Aufkommen der modeorientierten und partyhungrigen Flapper in den 1920er Jahren markiert das Ende der Ära der Neuen Frau.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Brooklyn College: The New Woman. 22. April 2009, abgerufen am 23. September 2011 (englisch).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Catherine Lavender: The New Woman. The College of Staten Island of CUNY, abgerufen am 23. September 2011 (englisch).