Neue Neustadt

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Magdeburg
Neue Neustadt
Stadtteil von Magdeburg
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Über dieses Bild
Basisdaten
Fläche: 4,5382 km²
Einwohner: 15.639
Bevölkerungsdichte: 3.446 Einwohner je km²
(Stand der Angaben: 31. Dez. 2016)
Koordinaten: 52° 9′ N, 11° 38′ OKoordinaten: 52° 9′ 25″ N, 11° 38′ 11″ O
Ortsteile/Bezirke: Nicolaiplatz
Moritzplatz
Insleber Straße/Münchenhofstraße
Gröperstraße/Nachtweide
Ohrestraße
Curiestraße
Vogelgesang
Klosterwuhne
Postleitzahl: 39124
Straßenbahnlinien: 1 8 9 10
Buslinien: 52 69 71
610 613 (BördeBus)
704 (NJL)
Sankt-Nicolai-Kirche

Die Neue Neustadt ist ein Stadtteil im Norden Magdeburgs. Auf einer Fläche von 4,5382 km² leben 15.639 Menschen (Stand 31. Dezember 2016).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde aus der jüngeren Steinzeit belegen eine frühe Besiedlung. In dem Gebiet der Neuen Neustadt befinden sich die Wüstungen Insleben und Lewersdorf. Diese Dörfer gehörten dem Magdeburger Moritzkloster.

Nach der Zerstörung der Alten Neustadt im Jahr 1812 wurde die Neue Neustadt bis 1814 errichtet. Von den französischen Behörden erhielt sie den Namen Hieronymusstadt. Die Straßen wurden schachbrettartig angelegt. Auf der Nachtweide war die eingehegte Weide für Haustiere. In der Neuen Neustadt bestand seit 1816 das Hospital Schwiesau. Ab den 1830er Jahren siedelten sich Fabriken zum Verarbeiten landwirtschaftlicher Produkte an. Um 1860 gab es vier Zucker-, eine Schokoladen-, eine Zichorienfabrik, eine Brauerei und drei Maschinenfabriken. Die Neue Neustadt gehörte ursprünglich zur Stadt Neustadt-Magdeburg und wurde mit dieser am 1. April 1886 in die Stadt Magdeburg eingemeindet. Später wurde im Stadtteil das Motorenbau-Zweigwerk Magdeburg (MZM) der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke errichtet.

Am 22. September 1912 wurde die 100-Jahr-Feier der Gründung der Neuen Neustadt gefeiert. 1914 errichtete man zum Gedenken an die Feier etwas südlich der Grenze des Stadtteils, im Stadtteil Alte Neustadt, den Gedenkstein zur Gründung der Neuen Neustadt 1812.

Zur Geschichte und Bedeutung der Straßennamen, siehe Magdeburger Straßen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Nicolaikirche Karl Friedrich Schinkels ist Vorbild für seine sogenannte Normalkirche. Weitere Kirchen des Stadtteils sind die katholische St.-Agnes-Kirche sowie die Neuapostolische Kirche Magdeburg-Neustadt am Moritzplatz. Ebenfalls am Moritzplatz befindet sich mit dem denkmalgeschützten Moritzhof ein bekanntes Kulturzentrum der Stadt. In der Nähe befindet sich auch die ebenfalls denkmalgeschützte Gemeinschaftsschule Thomas Müntzer.

Die im Stadtteil vorhandenen Kulturdenkmale sind im örtlichen Denkmalverzeichnis aufgeführt.

Im Vogelgesangpark befindet sich der Zoologische Garten Magdeburg.

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenvorsteher war:

Bürgermeister war:

In der Neuen Neustadt geboren wurden:

  • Elli Domke (1888–1975), deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus
  • Richard Oelze (1900–1980), deutscher Maler (wurde in der Ankerstraße geboren)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Magdeburg-Neue Neustadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtteilkatalog des Amtes für Statistik