Neue Osnabrücker Zeitung

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Neue Osnabrücker Zeitung
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Beschreibung Tageszeitung
Verlag Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1967
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2016, Mo–Sa[1])
159.511 Exemplare
Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke (Chefredakteur), Berthold Hamelmann (Stv. d. CR), Burkhard Ewert (Stv. CR), Anne Krum
Herausgeber Werner F. Ebke, Jan Dirk Elstermann
Weblink www.noz.de
Verbreitungsgebiet der Neuen OZ und ihrer Regionalausgaben
NOZ-Verlagsgebäude in Osnabrück

Die Neue Osnabrücker Zeitung (Neue OZ, NOZ) ist eine regionale Tageszeitung für den Raum Osnabrück und das Emsland. Die verkaufte Auflage der Gesamtausgabe beträgt 159.511 Exemplare, ein Minus von 11 Prozent seit 1998.[2] Die Auflage als publizistische Einheit beträgt rund 200.000 Exemplare.[3]

Das Blatt erscheint im Verlag Neue Osnabrücker Zeitung, Herausgeber sind Werner F. Ebke und der Verleger Jan Dirk Elstermann.

Seit September 2011 ist Ralf Geisenhanslüke Chefredakteur, der von der Schwäbischen Zeitung nach Osnabrück wechselte.[4] Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Dr. Berthold Hamelmann leitet er die Redaktion. Der Chefredaktion gehört weiter als stellvertretender Chefredakteur Burkhard Ewert an. Am 1. April 2015 wurde Dr. Anne Krum als neues Mitglied in die Chefredaktion aufgenommen. Sie ist Leiterin der Online-Redaktion NOZ Digital. [5]

Langjähriger Chefredakteur der Zeitung war von 1968 bis 2002 Franz Schmedt.[6]

Gründungsherausgeber der Neuen Osnabrücker Zeitung waren Leo Victor Fromm und Elisabeth Elstermann.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Neue Osnabrücker Zeitung entstand 1967 durch Fusion der beiden Osnabrücker Tageszeitungen Osnabrücker Tageblatt (OT), Verlag Meinders & Elstermann, und Neue Tagespost (NT), Druck- und Verlagshaus Fromm. Zu den Vorgängerzeitungen zählt die Osnabrücker Volkszeitung, deren Chefredakteur und Verleger Antonius Fromm war.[7]

Auflage und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptausgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Neue Osnabrücker Zeitung hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 17,1 Prozent gesunken.[8] Die Hauptausgabe erreicht eine verkaufte Auflage von 64.108 Exemplaren.[9] Das entspricht einem Rückgang von 13.247 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 84 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[10]


Gesamtausgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtauflage der Neuen OZ (Hauptausgabe inklusive Regionalausgaben) beträgt 159.511 Exemplare. Zusammen mit ihren Regionalausgaben gehört die Neue OZ zu den größten Regionalzeitungen Deutschlands und erreicht 408.000 Leser (MA 2014). Gemeinsam mit den Partnermedien Grafschafter Nachrichten, der Kreiszeitung Syke, der Rheiderland-Zeitung und der Oldenburgischen Volkszeitung hat der Verlag der Neuen OZ als führender Verlag innerhalb der Zeitungsgruppe Südwest-Niedersachsen montags bis samstags eine verkaufte Auflage von 269.880 Exemplaren.[11] Gemeinsam erreicht die Zeitungsgruppe werktäglich 702.000 Leser (MA 2014).

Neben der Neue Osnabrücker Zeitung erscheinen montags bis samstags sieben Regionalausgaben:

Ausgabe Auflage[12]
Neue Osnabrücker Zeitung 64.108
Meller Kreisblatt 8935
Wittlager Kreisblatt (Bad Essen) 5979
Bramscher Nachrichten 6389
Bersenbrücker Kreisblatt 13.529
Lingener Tagespost 22.002
Meppener Tagespost 20.772
Ems-Zeitung (Papenburg) 17.797
Gesamt 159.511

Das Hauptprodukt gliedert sich noch mal in fünf Lokalausgaben: Stadt Osnabrück, Nord (Belm, Bissendorf, Wallenhorst), Südwest (Georgsmarienhütte, Hasbergen, Hagen), Süd (Bad Rothenfelde, Bad Iburg, Bad Laer, Glandorf, Hilter) und West (Lotte, Ibbenbüren, Westerkappeln, Tecklenburg).

Die Neue Osnabrücker Zeitung gehört zu den am meisten zitierten Tageszeitungen Deutschlands, ihre Kommentare und Interviews werden häufig von anderen Medien aufgegriffen. Dadurch ist die Zeitung auch überregional bekannt [13].

Außerdem ist NOZ MEDIEN seit dem 1. Januar 2015 durch die neu gegründete Verlagsgesellschaft DK Medien mehrheitlich am Delmenhorster Kreisblatt beteiligt, das den Mantel seither aus Osnabrück bezieht.[14] Gemeinsam mit der verkauften Auflage des Delmenhorster Keisblatts in Höhe von 14.951 Exemplaren [15] erreichen die Tageszeitungen aus dem Hause NOZ MEDIEN mit rund 175.000 Exemplaren mehr als 450.000 Leser. [16]

Der Verlag der Neuen OZ beliefert darüber hinaus Partnerverlage wie die Rheiderland-Zeitung im Landkreis Leer, die Ostfriesischen Nachrichten in Aurich und die Grafschafter Nachrichten (Nordhorn) mit Mantelseiten und Verlagsbeilagen. Das NOZ-Hauptstadtbüro in Berlin beliefert zudem mehrere selbstständige Verlage mit bundespolitischer Berichterstattung (z.B. Zeitungsgruppe Münsterland mit u.a. den "Westfälischen Nachrichten"[17], Redaktionsgemeinschaft Nordsee mit u.a. der Nordsee-Zeitung, Bremerhaven).[18] Das NOZ-Büro in Hannover beliefert neben diesem Verbund außerdem die Gruppe der Kreiszeitung (Syke/Diepholz) mit landespolitischen Berichten.

Digitale Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Internet-Angebot der Zeitung besteht seit 2000 und wurde ständig ausgeweitet. Mit dem Nachrichtenportal www.noz.de erreicht NOZ MEDIEN im Schnitt mehr als 2 Mio. Nutzer (Unique User)[19] mit über 5,5 Mio. Online Visits pro Monat[20]. Damit ist es eines der nutzerstärksten Tageszeitungsportale in Niedersachsen und bietet Informationen aus und für die Region Osnabrück und das Emsland. Seit der Einführung der digitalen Abonnement-Modelle im Januar 2014 ist die Website noz.de für Osnabrück und das Emsland kostenpflichtig, lediglich 10 Artikel pro Monat sind frei lesbar. [21]

Seit Herbst 2007 gibt es die Neue Osnabrücker Zeitung und ihre Regionalausgaben auch im Internet als ePaper. Registrierte Benutzer können somit die Originalfassung überall auf der Welt lesen. Als Erweiterung des digitalen Angebots gibt es seit März 2012 die Neue Osnabrücker Zeitung (mit ihren Regionalausgaben) als Tablet-App für das iPad. Im Juni 2013 wurde die App um die sogenannte Abend-Ausgabe erweitert und seit Mai 2014 ist diese außerdem für Android-Tablets verfügbar.

Im August 2014 wurde die News-App für das Smartphone eingeführt.[22] Damit können sich die Nutzer sowohl über das iPhone als auch über Smartphones mit Android-System über die wichtigsten Themen unterwegs informieren. Im Dezember 2015 wurde das Nachrichten-App-Angebot der Neuen Osnabrücker Zeitung mit der App „noz Kompakt“ weiter ausgebaut. Diese wird dreimal täglich aktualisiert und richtet sich vor allem an Leser zwischen 25 und 35 Jahren. [23]

Der Verlag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag der Neuen Osnabrücker Zeitung ist im Familienbesitz und finanziell unabhängig. Geschäftsführer sind seit Juni 2016 Axel Gleie und Joachim Liebler.[24]

Der Verlag beschäftigt derzeit mehr als 1.100 fest angestellte Mitarbeiter, davon mehr als 150 in der Redaktion. Im Jahr 2005 wurde für die Redaktion ein Newsdesk eingeführt.

Neben Mantelredaktion und Lokalredaktionen verfügt der Verlag nach der klassischen Gliederung eines Zeitungshauses über eine Verwaltung, einen Vertrieb, eine Anzeigenabteilung, eine Marketing-Abteilung sowie über die Technik mit Zeitungsvorstufe und Druck. Seit Frühjahr 2007 ist die Anzeigenannahme und der Verkauf von Anzeigen in den Stamm-Blättern und Sonderausgaben vollständig an die Schwestergesellschaft MSO Medien-Service GmbH & Co. KG abgegeben worden. Für die digitale Vermarktung ist die MSO Digital GmbH & Co. KG zuständig.

Im Frühjahr 2014 vereinte die Neue Osnabrücker Zeitung ihre Aktivitäten unter dem Dach NOZ Medien. Unter das Dach fallen weitere Schwestergesellschaften und Beteiligungen, mit denen Spezialisierungen für unterschiedliche Themenbereiche abgebildet werden. Beispielsweise werden so die bisherigen Print-Spartenmärkte für den Onlinebereich adaptiert. Dieses Geschäftsfeld wurde insbesondere durch den Zukauf eines Online-Pferdemarktes und Gründung der ehorses GmbH & Co. KG im Juli 2011 erweitert.

Seit Mai 2005 gibt der Verlag der Neuen OZ mit der OS-CARD, für Stadt und Landkreis Osnabrück, beziehungsweise der EL-CARD, für den Landkreis Emsland, eine Kundenkarte an seine Abonnenten heraus, die bei über 800 Partnern eingesetzt werden kann.[25]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Summe der Einzelausgaben.
  2. laut IVW, zweites Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  3. http://meedia.de/2015/10/21/ivw-analyse-der-regionalzeitungen-keine-gewinner-unter-den-80-top-titeln-dramatische-zahlen-in-berlin/
  4. Ralf Geisenhanslüke wird Chefredakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung. Abgerufen am 25. März 2015.
  5. Impressum. Abgerufen am 23. Februar 2016.
  6. Hohe Auszeichnung für Franz Schmedt, Mitteilung des BDZV vom 17. Dezember 2002
  7. Tageszeitungen. Abgerufen am 14. April 2015.
  8. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  9. laut IVW, zweites Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  10. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  11. laut IVW, zweites Quartal 2016, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  12. laut IVW, zweites Quartal 2016, Mo–Sa (Details auf ivw.eu)
  13. Pressemonitor 2013
  14. Delmenhorster Kreisblatt geht mit NOZ Medien in die Zukunft. Abgerufen am 14. April 2015.
  15. lt. IVW 4/15 (Verkaufte Auflage, Mo. - Sa.)
  16. lt. MA 2014
  17. http://meedia.de/2015/06/16/nachrichten-aus-berlin-noz-macht-nun-politik-fuer-die-westfaelische-nachrichten/
  18. NOZ-Artikel. Abgerufen am 18. April 2016.
  19. AGOF digital-facts 2015-10 (Gesamt Desktop/Tablet + Mobile)
  20. lt. IVW 12/15 (Gesamt Desktop/Tablet + Mobile)
  21. Wie sieht das digitale Abomodell für die Website genau aus? Abgerufen am 23. Februar 2016.
  22. News-App. Abgerufen am 23. Februar 2016.
  23. Digitale Produkte. Abgerufen am 23. Februar 2016.
  24. Unplanmäßiger Wechsel bei der NOZ: Axel Gleie löst Christoph Niemöller als Geschäftsführer ab. Abgerufen am 18. Juni 2016.
  25. Neue Osnabrücker Zeitung startet Kundenkarte im Mai. Abgerufen am 14. April 2015.

Koordinaten: 52° 16′ 35″ N, 8° 3′ 5″ O