Neue Osnabrücker Zeitung

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Neue Osnabrücker Zeitung
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Beschreibung Tageszeitung
Verlag Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG
Erstausgabe 1967
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 156.742 Exemplare
(IVW 2/2018, Mo–Sa[1])
Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke (Chefredakteur), Berthold Hamelmann (Stv. d. CR), Burkhard Ewert (Stv. CR)
Herausgeber Werner F. Ebke, Jan Dirk Elstermann
Weblink noz.de
ZDB 25133330

Die Neue Osnabrücker Zeitung (Neue OZ, NOZ) ist die einzige regionale Tageszeitung für den Raum Osnabrück und das Emsland. Hier erscheint sie mit weitgehend identischem Mantelteil und ortsbezogenem Titel (z. B. Lingener Tagespost/Meppener Tagespost oder – in Papenburg – Ems-Zeitung). Die verkaufte Auflage der Gesamtausgabe beträgt 156.742 Exemplare, ein Minus von 12,6 Prozent seit 1998.[2] Die Auflage als publizistische Einheit beträgt rund 200.000 Exemplare.[3] Das Blatt erscheint im Verlag Neue Osnabrücker Zeitung.

Redaktion und Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit September 2011 ist Ralf Geisenhanslüke Chefredakteur, der von der Schwäbischen Zeitung nach Osnabrück wechselte.[4] Stellvertreter des Chefredakteurs ist Berthold Hamelmann, Stellvertretender Chefredakteur Burkhard Ewert.

Langjähriger Chefredakteur der Zeitung war von 1968 bis 2002 Franz Schmedt.[5]

Herausgeber sind Werner F. Ebke und der Verleger Jan Dirk Elstermann. Gründungsherausgeber der Neuen Osnabrücker Zeitung waren Leo Victor Fromm und Elisabeth Elstermann.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Neue Osnabrücker Zeitung entstand 1967 durch Fusion der beiden Osnabrücker Tageszeitungen Osnabrücker Tageblatt (OT), Verlag Meinders & Elstermann, und Neue Tagespost (NT), Druck- und Verlagshaus Fromm. Zu den Vorgängerzeitungen zählt die Osnabrücker Volkszeitung, deren Chefredakteur und Verleger Antonius Fromm war.[6]

Auflage und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptausgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Neue Osnabrücker Zeitung hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 18,8 Prozent gesunken.[7] Dennoch fällt der Auflagenverlust im Branchenvergleich mit 0,5 % im Quartalsvergleich von IV/2017 zu I/2018 noch moderat aus [8]. Die Hauptausgabe erreicht eine verkaufte Auflage von 62.826 Exemplaren.[9] Das entspricht einem Rückgang von 14.529 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 84,2 Prozent.

Das Gebäude des Verlags Meinders und Elstermann in Osnabrück

Entwicklung der verkauften Auflage[10]


Gesamtausgabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtauflage der Neuen OZ (Hauptausgabe inklusive Regionalausgaben) beträgt 156.742 Exemplare. Zusammen mit ihren Regionalausgaben gehört die Neue OZ zu den größten Regionalzeitungen Deutschlands und erreicht 362.000 Leser (MA 2017). Gemeinsam mit den Partnermedien Grafschafter Nachrichten, der Kreiszeitung Syke, der Rheiderland-Zeitung und der Oldenburgischen Volkszeitung hat der Verlag der Neuen OZ als führender Verlag innerhalb der Zeitungsgruppe Südwest-Niedersachsen montags bis samstags eine verkaufte Auflage von 263.195 Exemplaren.[11] Gemeinsam erreicht die Zeitungsgruppe werktäglich 632.000 Leser (MA 2017).

Von der Neuen Osnabrücker Zeitung erscheinen montags bis samstags acht Regionalausgaben:

Verbreitungsgebiet der Neuen OZ und ihrer Regionalausgaben
Ausgabe Auflage[12]
Neue Osnabrücker Zeitung 62.826
Meller Kreisblatt 8791
Wittlager Kreisblatt (Bad Essen) 5879
Bramscher Nachrichten 6225
Bersenbrücker Kreisblatt 13.316
Lingener Tagespost 21.701
Meppener Tagespost 20.468
Ems-Zeitung (Papenburg) 17.536

Das Hauptprodukt gliedert sich nochmal in fünf Lokalausgaben: Stadt Osnabrück, Nord (Belm, Bissendorf, Wallenhorst), Südwest (Georgsmarienhütte, Hasbergen, Hagen), Süd (Bad Rothenfelde, Bad Iburg, Bad Laer, Glandorf, Hilter) und West (Lotte, Ibbenbüren, Westerkappeln, Tecklenburg).

Die Neue Osnabrücker Zeitung gehört zu den am meisten zitierten Tageszeitungen Deutschlands, ihre Kommentare, Interviews und Nachrichten werden häufig von anderen Medien aufgegriffen. Dadurch ist die Zeitung auch überregional bekannt.[13]

Seit dem 1. Januar 2015 ist NOZ Medien durch die neu gegründete Verlagsgesellschaft DK Medien mehrheitlich am Delmenhorster Kreisblatt beteiligt, das den Mantel seither aus Osnabrück bezieht.[14] Gemeinsam mit der verkauften Auflage des Delmenhorster Keisblatts in Höhe von 14.225 Exemplaren[15] erreichen die Tageszeitungen aus dem Hause NOZ MEDIEN mit mehr als 170.000 Exemplaren rund 400.000 Leser.[16]

Die Gemeinschaftsredaktion der Mediengruppe mit der Osnabrücker Mantelkernredaktion der NOZ beliefert gruppenzugehörige Titel und externe Kunden wie z. B. den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z), die Schweriner Volkszeitung, die Zeitungsgruppe Münsterland (u. a. Westfälischen Nachrichten [17]), die Redaktionsgemeinschaft Nordsee (u. a. Nordsee-Zeitung, Bremerhaven), das Westfalen Blatt (Bielefeld) und die Ostfriesischen Nachrichten (Aurich) mit überregionalen Inhalten aus Politik, Wirtschaft und Kultur bis hin zu vollständigen Mantelteilen[18]. Das Berliner Büro schreibt für Zeitungen mit einer Auflage von rund 1 Million. Auch das NOZ-Büro in Hannover beliefert mehrere weitere Zeitungen mit landespolitischer Berichterstattung aus Niedersachsen.

Digitale Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Internet-Angebot der Zeitung besteht seit 2000 und wurde ständig ausgeweitet. Mit dem Nachrichtenportal www.noz.de erreicht NOZ MEDIEN im Schnitt mehr als 2 Mio. Nutzer (Unique User)[19] mit über 6,9 Mio. Online Visits pro Monat[20]. Damit ist es eines der nutzerstärksten Tageszeitungsportale in Niedersachsen und bietet Informationen aus und für die Region Osnabrück und das Emsland. Seit der Einführung der digitalen Abonnement-Modelle im Januar 2014 ist die Website noz.de für Osnabrück und das Emsland kostenpflichtig, lediglich 10 Artikel pro Monat sind frei lesbar.[21]

Seit Herbst 2007 gibt es die Neue Osnabrücker Zeitung und ihre Regionalausgaben auch im Internet als ePaper. Registrierte Benutzer können somit die Originalfassung überall auf der Welt lesen. Als Erweiterung des digitalen Angebots gibt es seit März 2012 die Neue Osnabrücker Zeitung (mit ihren Regionalausgaben) als Tablet-App für das iPad. Im Juni 2013 wurde die App um die sogenannte Abend-Ausgabe erweitert und seit Mai 2014 ist diese außerdem für Android-Tablets verfügbar.

Im August 2014 wurde die News-App für das Smartphone eingeführt.[22] Damit können sich die Nutzer sowohl über das iPhone als auch über Smartphones mit Android-System über die wichtigsten Themen unterwegs informieren. Diese wird dreimal täglich aktualisiert und richtet sich vor allem an Leser zwischen 25 und 35 Jahren.[23]

Der Verlag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verlagsgebäude von "NOZ Medien" in Osnabrück

Der Verlag der Neuen Osnabrücker Zeitung ist im Familienbesitz und finanziell unabhängig. Geschäftsführer sind seit Juni 2016 Axel Gleie und Joachim Liebler.[24]

Der Verlag beschäftigt derzeit mehr als 1.100 fest angestellte Mitarbeiter, davon mehr als 150 in der Redaktion. Im Jahr 2005 wurde für die Redaktion ein Newsdesk eingeführt.

Neben Mantelredaktion und Lokalredaktionen verfügt der Verlag über eine Verwaltung, einen Vertrieb, eine Anzeigenabteilung, eine Marketing-Abteilung sowie über die Technik mit Zeitungsvorstufe und Druck. Seit Frühjahr 2007 ist die Anzeigenannahme und der Verkauf von Anzeigen in den Stamm-Blättern und Sonderausgaben vollständig an den MSO Medien-Service GmbH & Co. KG abgegeben worden. Die Schwestergesellschaft ist ebenfalls für die digitale Vermarktung der eigenen Produkte zuständig [25], wohingegen die MSO Digital GmbH & Co. KG eine zugehörige Performance-Marketing-Agentur ist, die vornehmlich externe Unternehmen zu kanalübergreifenden digitalen Kampagnen berät [26]. Gemeinsam mit dem Softwaredienstleister basecom und der Online-Marketing-Agentur netspirits bildet die MSO Digital die Grow Digital Group, die eine ganzheitliche Betreuung für das digitale Wachstum mittelständischer Unternehmen anbietet [27].

Im Frühjahr 2014 vereinte die Neue Osnabrücker Zeitung ihre Aktivitäten unter dem Dach NOZ MEDIEN. Unter das Dach fallen weitere Schwestergesellschaften und Beteiligungen, mit denen Spezialisierungen für unterschiedliche Themenbereiche abgebildet werden. Beispielsweise werden so die bisherigen Print-Spartenmärkte für den Onlinebereich adaptiert. Dieses Geschäftsfeld wurde insbesondere durch den Zukauf eines Online-Pferdemarktes und Gründung der ehorses GmbH & Co. KG im Juli 2011 erweitert.

Anfang 2016 hat NOZ MEDIEN die medien holding:nord Gruppe (kurz mh:n) erworben. Zur mh:n Gruppe gehören der Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG (kurz sh:z) mit Sitz in Flensburg, die A.Beig Druckerei und Verlag GmbH & Co. KG in Pinneberg sowie der Zeitungsverlag Schwerin GmbH & Co. KG. Gemeinsam mit der mh:n Gruppe beschäftigt NOZ MEDIEN insgesamt mehr als 3.200 Mitarbeiter an 82 Standorten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie Mecklenburg-Vorpommern.[28]

Seit Mai 2005 gibt der Verlag der Neuen OZ mit der OS-CARD für Stadt und Landkreis Osnabrück, beziehungsweise der EL-CARD für den Landkreis Emsland, eine Kundenkarte an seine Abonnenten heraus, die bei über 800 Partnern eingesetzt werden kann.[29]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neue Osnabrücker Zeitung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Summe der Einzelausgaben.
  2. laut IVW, zweites Quartal 2018, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  3. http://meedia.de/2015/10/21/ivw-analyse-der-regionalzeitungen-keine-gewinner-unter-den-80-top-titeln-dramatische-zahlen-in-berlin/
  4. Ralf Geisenhanslüke wird Chefredakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung. Abgerufen am 25. März 2015.
  5. Hohe Auszeichnung für Franz Schmedt, Mitteilung des BDZV vom 17. Dezember 2002
  6. Tageszeitungen. Abgerufen am 14. April 2015.
  7. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  8. http://meedia.de/2018/04/20/ivw-analyse-die-auflagenzahlen-der-82-groessten-regionalzeitungen-massive-verluste-fuer-boulevardblaetter-in-berlin-hamburg-koeln/
  9. laut IVW, zweites Quartal 2018, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  10. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  11. laut IVW, zweites Quartal 2018, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  12. laut IVW, zweites Quartal 2018, Mo–Sa (Details auf ivw.eu)
  13. Pressemonitor 2013
  14. Delmenhorster Kreisblatt geht mit NOZ Medien in die Zukunft. Abgerufen am 14. April 2015.
  15. laut IVW, zweites Quartal 2018, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  16. lt. MA 2017
  17. http://meedia.de/2015/06/16/nachrichten-aus-berlin-noz-macht-nun-politik-fuer-die-westfaelische-nachrichten/
  18. NOZ-Artikel. Abgerufen am 18. April 2016.
  19. AGOF digital-facts 2018-Q1 (Gesamt Desktop/Tablet + Mobile)
  20. lt. IVW 2018-Q1 (Gesamt Desktop/Tablet + Mobile)
  21. Wie sieht das digitale Abomodell für die Website genau aus? Abgerufen am 23. Februar 2016.
  22. News-App. Abgerufen am 23. Februar 2016.
  23. Digitale Produkte. Abgerufen am 23. Februar 2016.
  24. Unplanmäßiger Wechsel bei der NOZ: Axel Gleie löst Christoph Niemöller als Geschäftsführer ab. Abgerufen am 18. Juni 2016.
  25. https://www.mso-medien.de/digitale-werbung-osnabrueck-emsland/
  26. https://www.mso-digital.de/agentur/ueber-uns/
  27. https://www.mso-digital.de/grow-digital-group/
  28. NOZ Mediengruppe und medien:holding:nord-Gruppe dürfen fusionieren. Abgerufen am 12. Oktober 2016.
  29. Neue Osnabrücker Zeitung startet Kundenkarte im Mai. Abgerufen am 14. April 2015.

Koordinaten: 52° 16′ 34,5″ N, 8° 3′ 4,5″ O