Neuenhagen (Bad Freienwalde (Oder))

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Neuenhagen
Koordinaten: 52° 50′ 10″ N, 14° 3′ 11″ O
Höhe: 15 m ü. NN
Einwohner: 836 (30. Jun. 2011)
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 16259
Vorwahl: 033369
Wappen Neuenhagen

Neuenhagen ist ein Dorf auf der Insel Neuenhagen im Landkreis Märkisch-Oderland. Seit der Eingemeindung im Jahre 2003 ist Neuenhagen ein Ortsteil von Bad Freienwalde (Oder).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im nördlichen Oderbruch gelegen, am Rande des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin, liegt Neuenhagen zusammen mit vier anderen Ortsteilen – Schiffmühle, Bralitz, Hohenwutzen und Altglietzen – auf einer Insel umschlossen von der Alten Oder und der Neuen Oder. Durch die Trockenlegung des Oderbruchs und den Durchstich der Neuen Oder ist Neuenhagen 1753 zur Insel geworden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche von Neuenhagen

Archäologische Funde lassen auf ältere Besiedlung schließen, denn hier herrscht ein ziemlich trockenes und demzufolge siedlungsgünstiges Klima.

Festes Haus

Neuenhagen wurde 1337 erstmals urkundlich erwähnt, was aus einer Eintragung der Erhebung der Landsteuer im Neumarker Landbuch hervorging. Das Besitztum Neuenhagen, welches Nicolaus Witte gehörte, ging 1350 an die Ritterfamilie von Mörner. Um 1480 wohnten Caspar von Uchtenhagen und sein Neffe Matthias in Neuenhagen. 1575 wurde durch Werner von Uchtenhagen das Feste Haus in Neuenhagen erbaut. 1604 endete die Herrschaft der Uchtenhagens, das Besitztum ging an den Kurfürsten über. 1618 wurde das Amt Neuenhagen geschaffen, welches bis 1872 Bestand hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Neuenhagen, welches bis dahin Teil des neumärkischen Kreises Königsberg war, Teil des mittelmärkischen Landkreises Bad Freienwalde (Oder). Im Dezember 1993 ging der Landkreis in den Großkreis Märkisch-Oderland über.

Am 26. Oktober 2003 wurde Neuenhagen nach Bad Freienwalde (Oder) eingemeindet.[1]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 1167
1890 1405
1910 1760
1925 1644
1933 1693
1939 1704
Jahr Einwohner
1946 1457
1950 1596
1964 1366
1971 1310
1981 1143
1985 1106
1989 1091
Jahr Einwohner
1990 1078
1991 1055
1992 1030
1993 1028
1994 932
1995 1027
1996 1050
Jahr Einwohner
1997 1057
1998 1054
1999 1046
2000 1027
2001 1006
2002 963

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[2]

Am 30. Juni 2011 hatte Neuenhagen 836 Einwohner.[3]

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Neuenhagen befinden sich vier Baudenkmale:

  • Frühstücksstein: der Gedenkstein liegt an der Bundesstraße 158 südlich von Neuenhagen in Richtung Altglietzen. Er erinnert an ein Frühstück, welches Friedrich Wilhelm IV. hier einnahm. Die Inschrift lautet: „Frühstücks-Platz / Sr. Majestät / des Königs / Friedrich Wilhelm IV. / am 23. Januar / 1841“.
  • Hoffmannscher Ringofen, Ziegelei „Regina“: der Ringofen befindet sich in der Straße Freienwalder Ausbau 2–4, nördlich der Straße Bad Freienwalde - Altglietzen. Wahrscheinlich wurde der Ringofen um 1880 errichtet. Es ist ein Ziegelbrennofen nach Hoffmannscher Art. Der Ofen hat einen geschlossenen Brennkanal, der aus 20 Kammern besteht. Zu dem Ziegelofen gehört ein etwa 40 Meter hoher Schornstein.
  • Kirchhof mit Dorfkirche, Nebengebäude (Kohlenschuppen/Abort) und Einfriedung: die Kirche wurde am 24. Oktober 1902 eingeweiht. Sie wurde im Stil des Historismus errichtet, es finden sich aber auch romanische und gotische Elemente. Die Ausstattung im Inneren stammt aus der Bauzeit.
  • Festes Haus (Amtshaus): das Haus wurde um das Jahr 1575 von der Familie Uchtenhagen an Stelle eines älteren Hauses erbaut. Mit Ende der Herrschaft der Uchtenhagen ging das Haus in den Besitz des Landesherren über. Es wurde als Amtshaus der neu gegründeten Domäne genutzt. Das Amtshaus ist somit das älteste erhaltene profane Bauwerk im nördlichen Oderbruch.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ilona Rohowski, Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1: Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Niederoderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2006, ISBN 3-88462-230-7, S. 329–335.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  2. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 18–21
  3. Ortsteile von Bad Freienwalde