Neuenkirchen (Melle)

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Koordinaten: 52° 8′ 14″ N, 8° 23′ 20″ O

Neuenkirchen
Gemeinde Melle
Höhe: 120 m
Fläche: 33,96 km²
Einwohner: 4776 (2014)
Bevölkerungsdichte: 141 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 49326
Vorwahl: 05428
Karte
Lage von Neuenkirchen in Melle

Neuenkirchen ist ein Stadtteil von Melle im Landkreis Osnabrück (Niedersachsen).

Die Christophoruskirche überragt den auf einer Anhöhe liegenden Ort.
Vor dem Kirchturm werden zwei ausgediente Glocken ausgestellt.
Das Pfarrhaus 1946
Aquarell von Sigmund Strecker

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuenkirchen liegt neun Kilometer südöstlich vom Stadtkern von Melle, direkt an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen mit der Warmenau als Grenzfluss. Zu Neuenkirchen gehören die Ortsteile

Insingdorf Ostenfelde Schiplage
Küingdorf und Redecke Nachbargemeinden
Holterdorf Suttorf


Siehe auch Burg Vinkemühlen

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landesstraßen 95 und 701 durchschneiden den Ort. Neuenkirchen ist durch den Stadtbus Melle mit dem Stadtzentrum von Melle verbunden. Eine regionale Busverbindung besteht nach Bielefeld und Werther (Westf.).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat von Melle-Neuenkirchen hat 15 Sitze. Diese sind seit der Kommunalwahl 2011 wie folgt verteilt: SPD 6, Bündnis 90/Die Grünen 5 CDU 3, FDP 1, Ortsbürgermeister ist Volker Theo Eggeling (SPD). (Stand: September 2011)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname (niederdeutsch: Nyenkerken) wurde erstmals im Jahr 1160 urkundlich erwähnt. Von der Ortschaft Suttorf (niederdeutsch: Suithorpe) wird schon um das Jahr 1000 urkundlich bezeugt, dass Abgaben an das Kloster Corvey zu leisten waren. Eine Tochterkirche des im Jahr 803 gegründeten Bistums Osnabrück soll in Ostenfelde gestanden haben. Anfang des 12. Jahrhunderts errichtete man etwa drei Kilometer östlich eine Kirche. Im 16. Jahrhundert wurde eine Kapelle im heutigen Ortsteil Schiplage (seit 1972 Schiplage-St.Annen) errichtet.

Das Osnabrücker Land stand lange im Wechsel der Konfessionen. Während der sogenannten „Revisionsverhandlungen“ am 9. Juli 1657 wurde als Folge der Reformation die St. Annener Kirche der römisch-katholischen und die Neuenkirchener Kirche der evangelisch-lutherischen Konfession zugeordnet.

Ein einschneidendes Ereignis war ein verheerender Brand im Kernort, der am 18. Mai 1883 über 80 Gebäude des Dorfes, darunter die Kirche und die Schule, vernichtete.

Im Rahmen der Gebietsreform wurde die frühere Samtgemeinde Neuenkirchen mit den acht Ortsteilen Holterdorf, Insingdorf, Küingdorf, Neuenkirchen, Ostenfelde, Redecke, Schiplage und Suttorf in die Flächenstadt Melle eingemeindet.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnbevölkerung der Gemeinde Neuenkirchen mit Gebietsstand vom 27. Mai 1970[2]:

Datum Einwohner
17. Mai 1939 1166
13. September 1950 2031
6. Juni 1961 1887
27. Mai 1970 2234

Einwohnerentwicklung der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnbevölkerung und Fläche der einzelnen Ortsteile des Stadtteiles Neuenkirchen nach telefonischer Auskunft vom Bürgerbüro in Neuenkirchen (Außenstelle der Stadtverwaltung in Melle-Mitte) vom 29. September 2014.

Ortsteil Fläche (in km²)
Stand: 25. September 2014
Einwohner
Stand: 25. September 2014
Holterdorf 7,03 245
Insingdorf 2,39 169
Küingdorf 5,87 310
Neuenkirchen 7,03 2666
Ostenfelde 2,71 154
Redecke 2,57 89
Schiplage-St. Annen 3,23 849
Suttorf 4,74 297
Gesamt 33,94 4.779

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Königsbrück von Westen
  • Christophoruskirche, errichtet im neogotischen Stil [3]
  • St. Anna-Kirche in Schiplage mit in den 1980er Jahren freigelegten Fresken aus den Jahren 1505/06
  • Schloss Königsbrück
  • Heimathaus am Kirchring mit Wilhelm Fredemann-Stube
  • Sigmund Strecker-Museum

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 4 Kindergärten
  • Kantor-Wiebold-Schule (Grundschule)
  • Wilhelm Fredemann-Realschule mit integrierter Oberschule
  • Dorfgemeinschaftshaus mit Bürgerbüro und Ortsbibliothek
  • Altenzentrum Neuenkirchen
  • Veranstaltungsraum "Alte Schule" in Schiplage-St.Annen
  • Freibad Neuenkirchen
  • Kath. öffentliche Bücherei St. Annen in Schiplage-St.Annen
  • Freiwillige Feuerwehr St. Annen in Schiplage-St.Annen
  • Freiwillige Feuerwehr Neuenkirchen in Neuenkirchen

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt bestehen in Neuenkirchen rund 25 Vereine.

  • Turnverein Neuenkirchen (TVN), 1909 gegründet (über 1300 Mitglieder)
  • Posaunenchor Neuenkirchen, mit über 100 Aktiven einer der mitgliederstärksten Posaunenchöre in der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover
  • Heimatverein Neuenkirchen (150 Mitglieder)
  • Jugend Fußball Club Neuenkirchen (JFCN)
  • Verband Wohneigentum (ehemals DSB)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz-Gerd Mittelstädt und Ernst-Heinrich Knoth: Der Grönegau. In: Amt Grönenberg, Kreis Melle, Stadt Melle (Hrsg.): Meller Jahrbuch. Band 1. Verlag für Regionalgeschichte, Melle 1983, ISBN 3-88368-061-3, S. 8–25.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 256.
  2. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindestatistik Niedersachsen 1970. Teil 2: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Heft 5: Regierungsbezirk Osnabrück, Hannover 1973, S. 96.
  3. www.echoneuenkirchen.de
  4. Wilhelm Fredemann in der plattdeutschen Wikipedia
  5. Wilhelm Fredemann in der Plattdeutschen Bibliographie und Biographie (PBuB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]