Neuenknick

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Neuenknick
Koordinaten: 52° 25′ 16″ N, 9° 3′ 59″ O
Höhe: 62 m ü. NN
Fläche: 11,43 km²
Einwohner: 854 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 32469
Vorwahl: 05705
Karte
Lage von Neuenknick in Petershagen
Neuenknick von oben

Neuenknick ist ein Ortsteil von Petershagen im Kreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er liegt nordöstlich der Kernstadt; im Osten grenzt Neuenknick an die Stadt Rehburg-Loccum im Landkreis Nienburg in Niedersachsen, im Norden an den Ortsteil Seelenfeld, im Westen an den Ortsteil Döhren sowie im Süden an die Ortsteile Ilse und Rosenhagen.

Neuenknick liegt an der Bundesstraße 482.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1973 war Neuenknick eine selbstständige Gemeinde mit einer Gesamtfläche von rund 11,43 km² sowie 966 Einwohnern (31. Dezember 1972)[1] und gehörte zum Amt Windheim zu Lahde im Kreis Minden. Neuenknick hatte am 31. Dezember 2008 854 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung von Neuenknick wird gegenüber Rat und Verwaltung der Stadt Petershagen seit 1973 durch einen Ortsbürgermeister vertreten, der aufgrund des Wahlergebnisses vom Rat der Stadt Petershagen gewählt wird.

Ortsbürgermeister ist Olaf Wieland (CDU).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bockwindmühle Neuenknick

Neuenknick ist mit seiner Mühle ein Standort der Westfälischen Mühlenstraße und ein Ziel der Mühlenroute.

Die Bockwindmühle Neuenknick wurde 1747 in Warmsen aufgebaut. Sie ist in ihrer ursprünglichen Bauart erhalten geblieben. Anfang 1899 wurde die Mühle für 600 Taler verkauft, zerlegt und auf Wagen nach Neuenknick gebracht. Neben einem großen Schrotgang wurden zwei weitere kleinere Mahlgänge eingerichtet, die durch einen Rohölmotor oder Wind betrieben werden konnten. Die Mühle wurde nach einem Schaden zeitweise nur mit zwei Flügeln betrieben. Die Mahlgänge sind Anfang der 1980er Jahre ausgebaut worden.[2]

Findlingswald

Das Speedwaystadion Lindenau ist die Heimat des SC Neuenknick. Mannschaften des SC's fahren in der ersten und zweiten Speedwaybundesliga. Bis 1979 gab es hier eine Sandbahn. 1981 konnte die Speedwaybahn eingeweiht werden. Zu den Rennen kommen im Durchschnitt 5.000 Besucher. Rekordkulisse waren 12.000 Zuschauer. Im Jahre 2006 erreichte eine Mannschaft des SC Neuenknick den 3. Platz in der 1. Speedwaybundesliga.

Mehr als 2000 Findlinge wurden seit 1976 im Findlingswald zusammengetragen.[3][4]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kulturgemeinschaft Neuenknick koordiniert die Termine der zahlreichen Neuenknicker Vereine.

Der Motorsportclub Neuenknick veranstaltet seit den 1970er Jahren internationale Motorrad-Speedwayrennen auf seiner 357 m langen Speedwaybahn im Lindenau-Stadion, das auch Hexenkessel genannt wird. In den 1990er Jahren startete der MSC Neuenknick auch sehr erfolgreich in der 1. Speedway-Bundesliga. In den 1980er Jahren gab es oft Zuschauerkulissen von 8000 bis 12.000 Zuschauern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 118.
  2. Bockwindmühle Neuenknick
  3. Hintergrundinformationen zum Findlingswald
  4. Tourismusinformation der Stadt Petershagen. Abgerufen am 12. Januar 2017.