Neufmaisons

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Neufmaisons
Wappen von Neufmaisons
Neufmaisons (Frankreich)
Neufmaisons
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Vezouze en Piémont
Koordinaten 48° 28′ N, 6° 51′ OKoordinaten: 48° 28′ N, 6° 51′ O
Höhe 271–539 m
Fläche 21,63 km2
Einwohner 233 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 11 Einw./km2
Postleitzahl 54540
INSEE-Code

Rathaus- und Schulgebäude Neufmaisons

Neufmaisons (bis 1793 Neuf Maison)[1] ist eine französische Gemeinde mit 233 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Lunéville und zum 2016 gegründeten Gemeindeverband Vezouze en Piémont.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verdurette im Neufmaisons

Neufmaisons liegt am Übergang des flachen lothringischen Plateaus zum Fuß der westlichen Vogesen, etwa 35 Kilometer südöstlich von Lunéville und unmittelbar westlich des Stausees Lac de Pierre-Percée, der zur Notkühlung des 100 Kilometer entfernten Kernkraftwerkes Cattenom angelegt wurde. Etwa 85 % des 21,63 km² umfassenden Gemeindegebietes sind bewaldet. Im Bergwald Forêt Domaniale des Reclos befindet sich mit der Tête des Reclos auf 539 Metern über dem Meer der höchste Punkt der Gemeinde. In Neufmaisons entspringt die Verdurette, ein linker Nebenfluss der Vezouze. Im Südosten bildet der Fluss Plaine die Grenze zum Département Vosges. Umgeben wird Neufmaisons von den Nachbargemeinden Pexonne im Nordosten, Pierre-Percée und Celles-sur-Plaine im Südosten, Raon-l’Étape im Süden, Bertrichamps im Südwesten, Veney im Westen und Vacqueville im Nordwesten. Im acht Kilometer entfernten Raon-l’Étape besteht Anschluss an die autobahnähnlich ausgebaute Route nationale 59.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert fanden Archäologen im Wald von Reclos Hinweise auf einen Cromlech aus der Eisenzeit mit einem Durchmesser von dreißig Schritten, zudem zwei Blöcke mit aufeinandergestapelten und regelmäßig ausgerichteten Blöcken. Im Inneren des Steinkreises sollen mehrere Fragmente von Reliefs entdeckt worden sein, die Teile von menschlichen Körpern, einen Löwen und einen Geier darstellten. Dieser Steinkreis war wohl der einzige im gesamten Vogesenraum. Er wurde in Unkenntnis der Bedeutung bei der Anlage von Forstwegen vernichtet. Heute findet sich keine Spur mehr vom Steinkreis.

Der Ursprung des französischen Namens von Neufmaisons (übersetzt: Neunhäuser) stammt wahrscheinlich aus der Zeit um das 12. Jahrhundert, als das Dorf erst aus neun Häusern (Feuerstellen) bestand. Im Wappen werden die neun Häuser durch neun Alérions symbolisiert.

Bis in das 19. Jahrhundert überwog wegen der großen Wälder das Holzhandwerk in Neumaisons. Die Holzfäller und Fuhrleute brachten das Holz zu den nahen Sägewerken; im Dorf wurden Bürsten und Holzschuhe hergestellt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2014
Einwohner 354 248 179 178 175 176 224 228
Quelle: Cassini[3] und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Notre-Dame-du-Mont-Carmel (Maria vom Berg Karmel)
  • Oratorium
  • acht Brunnen
  • Kriegerdenkmal
  • Monument de la résistance nahe der Ferme de Viombois: Gedenkstätte für die von der Gestapo umgebrachten Widerstandskämpfer in Form eines Lothringerkreuzes

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neufmaisons auf cassini.ehess.fr (französisch)
  2. Geschichtsabriss auf piemontvosgien.fr (französisch)
  3. Neufmaisons auf cassini.ehess.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neufmaisons – Sammlung von Bildern