Neuhütten (Unterfranken)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neuhütten
Neuhütten (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neuhütten hervorgehoben
Koordinaten: 50° 0′ N, 9° 25′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs­gemeinschaft: Partenstein
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 5,95 km2
Einwohner: 1167 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 196 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97843
Vorwahl: 06020
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 165
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstr. 24
97846 Partenstein
Webpräsenz: www.neuhuetten.de
Bürgermeister: Edmund Wirzberger (CSU)
Lage der Gemeinde Neuhütten im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Neuhütten ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Partenstein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuhütten liegt in der Region Würzburg im bayerischen Spessart. Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 472 m ü. NN am Osthang des Hengstkopfes, in der Nähe des Bischbornerhofes, der niedrigste liegt am Lohrbach auf 232 m ü. NN.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuhütten hat drei Ortsteile,[2] die sich auf zwei Gemarkungen verteilen:

  • Gemarkung Neuhütten
    • Neuhütten (Dorf)
  • Gemarkung Forst Lohrer Straße

Neben der Gemarkung Neuhütten umfasst die Gemeinde auch einen Gemarkungsteil namens Forst Lohrerstraße, der sich über drei Exklaven erstreckt, die vom gleichnamigen gemeindefreien Gebiet Forst Lohrerstraße umgeben sind, darunter der Bischbornerhof und das frühere Forsthaus Lohrerstraße.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrichsthaler Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Wiesthal
Gemeinde
Heigenbrücken
Nachbargemeinden Partensteiner Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Forst Hain im Spessart
(Gemeindefreies Gebiet)
Rothenbucher Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Forst Lohrerstraße
(Gemeindefreies Gebiet)

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprüngliche Ortsname Breidenstein besteht aus den mittelhochdeutschen Wörtern breit und stein. Es bedeutet „breiter Felsen“. Nach der Zerstörung des Dorfes im Dreißigjährigen Krieg wurden neue Hütten errichtet. Daher rührt der heutige Ortsname. Er besteht aus dem althochdeutschen niuwe und dem Wort hütte.[4]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 1432 Breydenstein
  • 1513 Newhutten
  • 1526 Newenhutten
  • 1649 Neühütten
  • 1694 Newhutt
  • 1820 Neuhütten

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1349 findet sich die erste Erwähnung als Breydenstein in einer Mainzer Urkunde als eine von vier Glashütten im Spessart. Erst 1513 wurde Neuhütten erstmals als Ortsname verwendet. Als Teil des Erzstifts Mainz fiel Neuhütten im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an das neu gebildete Fürstentum Aschaffenburg des Fürstprimas von Dalberg, mit welchem (nun ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) es 1814 zu Bayern kam. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Verwaltungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Aschaffenburg gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Neuhütten lag. Am 1. Januar 1880 kam Neuhütten jedoch anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter zum Bezirksamt Lohr am Main. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Neuhütten war nun eine der 26 Gemeinden im Landkreis Lohr am Main. Mit der Auflösung des Landkreises Lohr am Main kam Neuhütten am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Mittelmain, der zehn Monate später seinen endgültigen Namen Landkreis Main-Spessart erhielt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0916 Einwohner
  • 1970: 1023 Einwohner
  • 1987: 1092 Einwohner
  • 1991: 1208 Einwohner
  • 1995: 1277 Einwohner
  • 2000: 1271 Einwohner
  • 2005: 1258 Einwohner
  • 2010: 1166 Einwohner
  • 2015: 1167 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Edmund Wirzberger (CSU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot über einem sechsspeichigen silbernen Rad nebeneinander drei silberne Kristalle.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 104 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 463. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe ebenfalls einen. Zudem bestanden im Jahr 1999 elf landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 342 ha, davon waren 339 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • einen Kindergarten mit 50 Plätzen und 50 Kindern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neuhütten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/213136&attr=OBJ&val=1736
  3. BayernAtlas
  4. a b Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen : Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 158–159 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).