Neuhaus am Inn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neuhaus a.Inn
Neuhaus am Inn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neuhaus a.Inn hervorgehoben

Koordinaten: 48° 28′ N, 13° 25′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 323 m ü. NHN
Fläche: 31,07 km2
Einwohner: 3394 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94152
Vorwahl: 08503
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 134
Gemeindegliederung: 19 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Klosterstr. 1
94152 Neuhaus a.Inn
Website: www.neuhaus-inn.de
Erster Bürgermeister: Stephan Dorn (CSU)
Lage der Gemeinde Neuhaus a.Inn im Landkreis Passau
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Über dieses Bild
Rathaus
Die Pfarrkirche St. Severin
Bauernhof in Niederschärding

Neuhaus am Inn (amtlich: Neuhaus a.Inn) ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuhaus am Inn liegt in der Region Donau-Wald direkt gegenüber der oberösterreichischen Stadt Schärding, welche über zwei Innbrücken erreichbar ist. In 4 km Entfernung besteht Anschluss zur A 3 (Ausfahrt Pocking). Die direkt am Ort vorbeiführende B 12 bietet Anbindung an die 17 km entfernte Dreiflüssestadt Passau sowie in Gegenrichtung in die 160 km entfernte Landeshauptstadt München. Zukünftig soll diese unfallträchtige Strecke durch die in Planung bzw. in Bau befindliche A 94 abgelöst werden. Im Gemeindegebiet liegt das Inn-Kraftwerk Schärding-Neuhaus der ÖBK, das im Oktober 1961 nach dreijähriger Bauzeit in Betrieb ging. In der Nachbargemeinde Ruhstorf, Ortsteil Sulzbach am Inn ist eine Bahnstation an der Regionalbahnstrecke Passau–Mühldorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 19 Ortsteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Mittich, Neuhaus a.Inn, Vornbach und Eglsee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, die seit 1794 im Besitz der Landgräfin von Fürstenberg war. 1818 entstand durch das Zweite Gemeindeedikt die heutige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Vornbach eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Mittich (aus dem Landkreis Griesbach im Rottal) und Gebietsteile von Sulzbach am Inn hinzu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 2.927 auf 3.428 um 501 Einwohner bzw. um 17,1 %.

  • 1961: 2982 Einwohner
  • 1970: 2940 Einwohner
  • 1987: 2899 Einwohner
  • 1991: 3100 Einwohner
  • 1995: 3269 Einwohner
  • 2000: 3431 Einwohner
  • 2005: 3528 Einwohner
  • 2010: 3620 Einwohner
  • 2015: 3415 Einwohner

Alle Zahlen beziehen sich auf das heutige Gemeindegebiet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2020 wie folgt zusammen:

Gemeinderäte sind seit 2020: [4] Stephan Dorn (CSU), Gisela Stocker (CSU), Michael Jovanovic (SPD), 2. Bgm. Wolfgang Angermair (CSU), Andreas Lindinger (CSU), Stefan Häuslbauer (CSU), Veronika Lippl (Bündnis 90/Die Grünen), Sabine Mayerhofer (SPD), Annemarie Bernhardt (ÜW), Andreas Pilstl (CSU), 3. Bgm. Uwe Pischl (ÜW), Hans Oberpeilsteiner (ÜW), Klaus Schifferer (CSU), Martin Schifferer (CSU), Erwin Wagmann (CSU), Cornelia Wasner-Sommer (CSU) und Hans Weidmann (SPD). Vier Gemeinderäte sind gegenüber der letzten Wahl von 2014 neu im Gremium.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erster Bürgermeister ist seit 2020 Stephan Dorn (CSU),[5] der mit 79,1 % der gültigen Stimmen gewählt wurde. Er war vorher von 2008 bis 2020 2. Bürgermeister.
  • Zweiter Bürgermeister ist seit 2020 Wolfgang Angermair (CSU).
  • Dritter Bürgermeister ist seit 2014 Uwe Pischl (ÜW).

Die früheren Bürgermeister seit der Gebietsreform waren:

  • 1972 bis 1996 Stefan Lachhammer (CSU)
  • 1996 bis 2020 Josef Schifferer (CSU)

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verwaltungshaushalt belief sich 2019 auf 5,9 Mio. €, der Vermögenshaushalt auf 3,6 Mio. €.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Neuhaus am Inn
Blasonierung: „In Silber ein links gewendeter schreitender roter Greif über zwei erniedrigten blauen Wellenbalken.“[6]

Die beiden schmalen Wellenbalken im Schildfuß bedeuten die Lage der Gemeinde am Inn und an der Rott. Der Greif entstammt dem alten Wappen des Klosters Vornbach, das für die geschichtliche Entwicklung des Landes am unteren Inn vor Passau maßgeblich war, und verweist auf die früher selbstständige Gemeinde Vornbach, die 1972 in die Gemeinde Neuhaus eingegliedert wurde. Die Farben Silber und Blau unterstreichen die enge Beziehung zu den früheren wittelsbachischen Landesherren.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Neuhaus am Inn
Schloss Neuhaus am Inn von Schärding aus gesehen

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kapsreiter-Gruppe aus Schärding betrieb in Neuhaus am Inn einen Steinbruch mit Schottererzeugung.

2017 gab es in der Gemeinde 899 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1174 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 275 Personen größer als die der Einpendler. 52 Einwohner waren arbeitslos.

2016 gab es 52 landwirtschaftliche Betriebe; von der Gemeindefläche waren 2.084 Hektar landwirtschaftlich genutzt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2020 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten und Kinderkrippe
  • Volksschulen: eine Grundschule
  • Realschule (Maria Ward Realschule)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landgräfin Fürstenberg verlor im Jahre 1800 das um 1320 von Herzog Heinrich XIV. auf einer Felseninsel im Inn erbaute Schloss Neuhaus durch ein leichtfertiges Spiel an den Advokaten Georg Obermeier, der als Schlossherr viele Güter an Arme abgab und nur geringen Bodenzins verlangte.

Bundespräsident Horst Köhler zeichnete 2005 Reinhold Eder mit dem Bundesverdienstkreuz aus.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reinhold Eder: Heimat Neuhaus am Inn – Ein Ort im Wandel der Zeit, 1988
  • Reinhold Eder: Neuhaus am Inn – Heimat an Rott und Inn, 2004

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Neuhaus am Inn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Neuhaus am Inn in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. Juli 2020.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 548.
  4. Mitglieder des Gemeinderates ab Mai 2020, abgerufen am 17. Juli 2020
  5. Bürgermeister. Gemeinde Neuhaus am Inn, abgerufen am 27. September 2020.
  6. Eintrag zum Wappen von Neuhaus am Inn in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. http://www.eder-r.de/verdienstkreuz1.htm