Neuhof (bei Fulda)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neuhof
Neuhof (bei Fulda)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neuhof hervorgehoben
Koordinaten: 50° 27′ N, 9° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Fulda
Höhe: 278 m ü. NHN
Fläche: 90,28 km2
Einwohner: 10.871 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km2
Postleitzahl: 36119
Vorwahlen: 06655, 06669, 0661
Kfz-Kennzeichen: FD
Gemeindeschlüssel: 06 6 31 018
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lindenplatz 4
36119 Neuhof
Webpräsenz: www.nhf.de
Bürgermeister: Heiko Stolz (CDU)
Lage der Gemeinde Neuhof im Landkreis Fulda
EiterfeldBurghaunRasdorfHünfeldNüsttalBad SalzschlirfGroßenlüderFuldaPetersberg (Hessen)HofbieberTann (Rhön)HildersDipperzKünzellPoppenhausen (Wasserkuppe)Ehrenberg (Rhön)Gersfeld (Rhön)EbersburgEichenzellKalbachFliedenHosenfeldNeuhof (bei Fulda)Main-Kinzig-KreisBayernThüringenLandkreis Hersfeld-RotenburgVogelsbergkreisKarte
Über dieses Bild
Blick auf Neuhof von Norden. Dorfborn im (Vordergrund) mit Gewerbegebiet und dem Kernort Neuhof mit Kaliwerk (hinten) und dem Haldenfuss des Monte Kali

Neuhof ist eine Gemeinde im osthessischen Landkreis Fulda, und traditionell der zusammenfassende Name für die drei Dörfer bzw. heutigen Gemeindeteile Ellers, Neustadt und Opperz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der namengebende Hauptort der Gemeinde liegt im Fliedetal zwischen den Mittelgebirgen Rhön im Osten und Vogelsberg im Westen, etwa 15 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Fulda.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Neuhof grenzt im Norden an die Gemeinde Großenlüder und die Stadt Fulda sowie im Osten an die Gemeinde Eichenzell. Im Südosten liegt die Gemeinde Kalbach, im Süden die Gemeinde Flieden (alle im Landkreis Fulda) und im Südwesten die Stadt Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis). Im Westen befinden sich die zum Vogelsbergkreis gehörende Gemeinden Freiensteinau und Grebenhain. Im Nordwesten ist die Gemeinde Hosenfeld (Landkreis Fulda) gelegen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuhof (bestehend aus den Gemeindeteilen Ellers, Neustadt und Opperz) ist Hauptort der gleichnamigen Großgemeinde. Daneben umfasst die Gemeinde die Ortsteile Dorfborn, Giesel, Hattenhof, Hauswurz, Kauppen, Rommerz und Tiefengruben.

Mit 10.906 Einwohnern (Stand: 30. Juni 2016) ist Neuhof nach Künzell, Petersberg und Eichenzell die viertgrößte Gemeinde im Landkreis Fulda. Die Einwohnerzahlen verteilen sich auf die einzelnen Ortsteile wie folgt (Zahlen gemäß Gemeindeverwaltung Neuhof):[2]

Einwohnerverteilung
Ortsteil Einwohner Anteil
Neuhof (Ellers, Neustadt und Opperz) 5.025 46,1 %
Rommerz 1.685 15,5 %
Hattenhof 1.484 13,6 %
Giesel 975 8,9 %
Hauswurz 907 8,3 %
Dorfborn (mit Kahlberg) 601 5,5 %
Tiefengruben 146 1,3 %
Kauppen 83 0,8 %
gesamt 10.906 100 %

Weiler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Kaliberg Neuhof auf den Weiler Kahlberg im Vordergrund und Beginn der Ortslage von Dorfborn (Bildmitte rechts) mit dem Gewerbegebiet Neuhof Nord im Hintergrund.

Zum Hauptort Neuhof (Gemeindeteil Opperz) zählt der etwa zwei Kilometer südwestlich des Gemeindeteils Opperz gelegene Weiler Erlenhof an der Kreisstraße 80 Richtung Flieden-Schweben.

Zur Gemarkung Neuhof (Gemeindeteil Ellers) zählt weiterhin der einen Kilometer nordwestlich der Ortsmitte von Dorfborn gelegene Weiler Kahlberg.

Kahlberg, früher ein Ortsteil von Ellers, war aufgrund seiner räumlichen Nähe eng mit Dorfborn verbunden. Heute ist Kahlberg mit Dorfborn zusammengewachsen, gehört jedoch weiterhin zur Gemarkung Neuhof. Der Weiler wird lediglich sichtbar durch die Alte Heerstraße, die auch gleichzeitig Gemarkungsgrenze bei Dorfborn ist und die Gemarkung Dorfborn von Neuhof trennt.

Zur Gemarkung Dorfborn zählen schließlich die etwa zwei Kilometer nordöstlich der Ortsmitte gelegenen Bilandshöfe als Weiler oder Einzelhöfe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eckbastion von Schloss Neuhof
Lage von Neuhof (Neuenhof) auf einer Kartes des Hochstifts Fulda von 1574

Mittelalter und frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Neuhof kann auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurückblicken. Mit dem heutigen Gemeindeteil Neustadt erfolgte im Jahr 956 die erste urkundliche Erwähnung einer Ansiedlung.[3] Der Gemeindeteil Ellers wurde erstmals 1165 als Elderiches erwähnt.[4]

Der Name Neuhof (lateinisch Nova Curia, mhd. Nuwenhof) wurde 1239 zum ersten Mal genannt. Er stammt von der Adelsfamilie von Neuhof (lat. de nova curia) bzw. von dem gleichnamigen Wasserschloss der Fuldaer Fürstäbte, das ursprünglich als Burg errichtet wurde. Einzelne Vertreter der Familie von Neuhof waren vermutlich Burgmannen. Um das Jahr 1250 ließ Fürstabt Heinrich IV. von Erthal (1249–1261) das Schloss Neuhof mit neuen Mauern, Zäunen und Gräben befestigen.

Neben Neustadt und Ellers entstand in der Nähe des Schlosses die Siedlung Opperz (erstmals 1326 erwähnt).[5] Das Wasserschloss wurde allmählich Mittelpunkt eines Verwaltungsbezirks im alten Gericht Flieden. Besonders in Zeiten, als in Fulda die Pest herrschte (beispielsweise in den Jahren 1597 und 1611), zogen sich Regierung und Kanzlei des Hochstifts Fulda auf das Schloss Neuhof zurück.

Historische Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Heerstraße zwischen Neuhof-Ellers und Fulda mit sichtbarem altem Pflasterbelag.

Die Ortsteile der heutigen Gemeinde Neuhof lagen im Mittelalter an der Wegkreuzung der beiden Altstraßen Via Regia (alte Königsstraße oder Reichsstraße von Frankfurt am Main nach Leipzig, auch Alte Heerstraße genannt) und Antsanvia (Handelsstraße von Mainz nach Eisenach, auch Alte Straß genannt).

Entlang der Via Regia zwischen Fulda und Frankfurt am Main verlief zudem ein Jakobsweg. An den Verlauf der Via Regia erinnern heute entsprechende Hinweisschilder mit der Aufschrift „Des Reiches Straße“.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Friedensvertrag zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich unter dem römisch-deutschen Kaiser Franz II. von Luneville 1801 wurde von Napoleon die Säkularisation in Deutschland eingeleitet und die geistlichen Gebiete weltlichen Fürsten zugeteilt. Daher ging die selbständige Fürstabtei Fulda und die dazugehörigen Gebiete wie viele andere 1803 an Wilhelm von Nassau-Oranien. Damit verlor auch Neuhof seine Rechte und Pflichten gegenüber Fulda. 1806 trat Nassau-Oranien dem von Napoleon und Frankreich gewünschten Rheinbund nicht bei, daher kam dass Fürstbistum Fulda unter die Schutzherrschaft von Napoleon, der 1810 das Großherzogtum Frankfurt bildete dem neben anderen Städten und Fürtsbistümern auch Fulda unter dem Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg angehörte. In den Nachfolgejahren wurde die erste kommunale Selbstverwaltung auch in den Dörfern im Landkreis aufgebaut an deren Spitze stand zunächst der französische Ortsmaire, Schultheiß und Bürgermeister. 1816 fiel das Fuldaer Gebiet an Kurhessen-Kassel und 1866 an Preußen. Es gab nach 1806 keinen Kaiser mehr. Das ehemalige Fürstbistum Fulda kam 1816 als Großherzogtum Fulda zur Landgrafschaft Hessen-Kassel und wurde 1868 die preußische Provinz Hessen-Nassau.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entstehung der Gemeinde Neuhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptort der Gemeinde Neuhof wurde mit Verfügung des Kasseler Regierungspräsidenten vom 15. November 1928 aus den vormals selbstständigen Gemeinden Ellers, Neustadt und Opperz gebildet.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 1. Januar 1972 wurde Neuhof im Rahmen der Gebietsreform in Hessen mit den bis dahin ebenfalls selbstständigen Gemeinden Dorfborn, Giesel, Kauppen und Tiefengruben zur Großgemeinde Neuhof zusammengefasst. Durch Landesgesetz kamen mit Wirkung vom 1. August 1972 noch Hattenhof, Hauswurz und Rommerz hinzu.[6][7]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet der politischen Gemeinde Neuhof umfasst fünf katholische Pfarreien, die wiederum drei Dekanaten bzw. vier Pastoralverbünden im Bistum Fulda zugeordnet sind:

Katholische Pfarrkirche St. Laurentius im Ortsteil Giesel
Pfarrei Ortsteil(e) / Kirchen / Filialkirchen Dekanat Pastoralverbund
St. Michael St. Michael in Neuhof (Opperz), St. Barbara in Neuhof (Ellers), St. Josef in Dorfborn und Maria Unbefleckte Empfängnis in Tiefengruben Neuhof–Großenlüder Heiliger Geist Kalbach–Neuhof
Mariä Himmelfahrt Rommerz Neuhof–Großenlüder Heiliger Geist Kalbach–Neuhof
St. Bartholomäus St. Bartholomäus in Hauswurz Neuhof–Großenlüder Christus Erlöser Flieden–Hauswurz
St. Laurentius St. Laurentius in Giesel Fulda St. Antonius von Padua Fulda-West
St. Kosmas und Damian St. Kosmas und Damian in Hattenhof Rhön St. Marien Eichenzell

Im Hauptort Neuhof besteht die zum Dekanat Neuhof–Großenlüder bzw. Pastoralverbund Heiliger Geist Kalbach–Neuhof zählende katholische Pfarrei St. Michael. Sie umfasst die Pfarrkirche St. Michael und ein Pfarrzentrum im Gemeindeteil Opperz sowie die Filialkirchen St. Barbara im Gemeindeteil Ellers, St. Josef der Arbeiter in Dorfborn und die Kapelle St. Maria Unbefleckte Empfängnis in Tiefengruben. Zu ihr zählen rund 4.400 Katholiken. Das entspricht etwa 77 Prozent der Bevölkerung.

Zum selben Dekanat und Pastoralverbund zählt außerdem die katholische Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Rommerz, die seit 2005 von der Pfarrei St. Michael im Hauptort Neuhof seelsorgerisch betreut und mitverwaltet wird.

Das Dekanat Neuhof–Großenlüder umfasst auch die katholische Pfarrei St. Bartholomäus in Hauswurz mit der Filialkirche Maria Rosenkranzkönigin im Nachbarort Weidenau im Vogelsbergkreis. Sie wird seit 2017 ebenfalls von der Pfarrei St. Michael in Neuhof seelsorgerisch betreut und mitverwaltet. Zur Pfarrei St. Bartholomäus in Hauswurz gehört zudem der Neuhofer Ortsteil Kauppen, der über kein eigenes Kirchengebäude verfügt.

Weiterhin gibt es die dem Dekanat Fulda bzw. Pastoralverbund St. Antonius von Padua Fulda-West zugeordnete katholische Pfarrei St. Laurentius in Giesel, die seit 2012 von der Pfarrei St. Markus in Fulda-Haimbach seelsorgerisch betreut und mitverwaltet wird, sowie die zum Dekanat Rhön bzw. Pastoralverbund St. Marien Eichenzell zählende Pfarrei St. Cosmas und Damian in Hattenhof.

Die frühere Gieseler Filialgemeinde Mariä Geburt in Fulda-Istergiesel wurde 2006 dem Dekanat Fulda bzw. Pastoralverbund Johannesberg zugeordnet. Die seelsorgerische Betreuung und Mitverwaltung wird seither von der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Fulda-Johannesberg sichergestellt.

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Neuhof besteht eine evangelische Kirchengemeinde mit einer Pfarrkirche und einem Jugendheim im Gemeindeteil Ellers, einem Gemeindehaus in Rommerz sowie einer Filialkirche in der Nachbargemeinde Flieden.

Kirchengemeinde Ortsteil(e) Kirchenkreis Landeskirche
Kirchengemeinde Neuhof-Flieden alle Ortsteile der Gemeinden Neuhof und Flieden. Fulda Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

Ehemalige jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1938 gab es in Neuhof eine jüdische Gemeinde mit einer Synagoge (eingeweiht 1876) in der heutigen Marktstraße (damals Frankfurter Straße) im Gemeindeteil Neustadt. Ihre Entstehung geht nachweislich bis auf das Jahr 1563 zurück. Zur Gemeinde gehörten die in Neuhof lebenden jüdischen Bürger.

In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge geschändet und die Inneneinrichtung zerstört. Das Gebäude wurde nicht angezündet. In Neuhof lebten damals 48 Juden. Im Laufe des Jahres 1942 wurden die noch verbliebenen jüdischen Bürger aus Neuhof deportiert.

In den letzten Kriegsjahren wurde die ehemalige und leerstehende Synagoge widerrechtlich zu Wohnungen umgebaut. Das Synagogengebäude blieb nach 1945 erhalten, bis 1956 in seiner L-Form. Danach wurde es von Privatpersonen gekauft, die es durch An- und Umbauten äußerlich stark veränderten und dabei als ehemalige Synagoge unkenntlich machten. Als Ergebnis der An- und Umbauten befindet sich an dieser Stelle ein langgestrecktes Wohn- und Geschäftshaus in Privatbesitz.

Trotz der Umbauten ist die Bausubstanz des ehemaligen Synagogengebäudes derzeit noch zu etwa 80 Prozent erhalten. Das ehemalige Ritualbad (Mikwe) wurde bei Renovierungsarbeiten im Jahr 2008 aufgrund einer Bauzeichnung des Fuldaer Bauinspektors Friedrich Hoffmann geortet und zum Teil wieder freigelegt. Eine Hinweis- oder Gedenktafel ist nicht vorhanden.

Der 1905 angelegte jüdische Friedhof in der Gemarkung Flieden oberhalb der Landesstraße zwischen Neuhof und Flieden (ehemalige Bundesstraße 40) ist bis heute erhalten.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung Neuhof besteht aus 37 Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 6. März 2016 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung bei 56,3 Prozent Wahlbeteiligung,[9] in Vergleich gesetzt zu den früheren Kommunalwahlen von 2001 bis 2011:[10][11]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Insgesamt 37 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 52,7 19 59,8 22 71,6 27 63,0 23
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 15,6 6 24,0 9 28,4 10 28,5 11
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 8,1 3 15,1 6 3,0 1
BLN Bürgerliste Neuhof 23,6 9
LINKE Die Linke 1,1 0
CWE Christliche Wähler-Einheit 5,5 2
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 56,3 % 49,4 % 42,1 % 55,8 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der hessischen Kommunalverfassung ist der Bürgermeister Vorsitzender des Gemeindevorstands, dem in der Gemeinde Neuhof neben dem Bürgermeister sechs ehrenamtliche Beigeordnete angehören.

Bürgermeister Heiko Stolz (CDU) wurde am 18. September 2016 mit einem Stimmenanteil von 63,0 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 50,7 Prozent erstmals direkt in dieses Amt gewählt, das er am 1. Februar 2017 offiziell angetreten hat.[12][13]

Bürgermeister seit 1945[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name von bis
August Lotz 1945 1952
Jakob Schneider 1952 1959
Karl Heimüller (CDU) 1960 1984
Martin Hohmann (CDU) 1984 1998
Maria Schultheis (CDU) 1999 2017
Heiko Stolz (CDU) 2017 heute

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Neuhof
Blasonierung: „Geteilt von Gold und Schwarz; oben nebeneinander drei ineinanderhängende schwarze Ringe und schräg gekreuzt ein schwarzer Hammer und ein schwarzer Schlägel; unten ein durchgehendes goldenes Kreuz.“[14]

Im Hessischen Ortswappenbuch[15] wird das 1953 verliehene[16] Ortswappen dargestellt, das jedoch 1963 mit Genehmigung des Innenministers durch das obige mit anderer Anordnung des Schildinhalts ersetzt wurde. Die drei verflochtenen Ringe erinnern an die 1928 erfolgte Bildung der Gemeinde Neuhof durch Zusammenlegung der bis dahin selbständigen Gemeinden Ellers, Opperz und Neustadt mit dem Forstgutsbezirk Neuhof. Die Bergbaugeräte symbolisieren die ortsansässige Kaliindustrie. Das Kreuz in der unteren Schildhälfte ist das fuldische, wenn auch in anderer Tingierung.[14]

Flaggenbeschreibung: Quergestreift von Schwarz und Gelb mit Wappen.[14]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahrzeichen der Gemeinde sind die katholische Pfarrkirche St. Michael im Gemeindeteil Opperz und die vier erhaltenen Türme des ehemaligen Neuhofer Wasserschlosses im Gemeindeteil Neustadt, dessen Hauptgebäude 1958 abgerissen wurde. An seiner Stelle befindet sich heute die Schlossschule (Grundschule Neuhof).

Die Pfarrkirche St. Michael ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika. Sie entstand 1831 und wurde von 1909 bis 1911 erweitert. Die Fassade wird von drei Sandsteinfiguren geschmückt. Bemerkenswert ist der zweigeschossige spätgotische Westturm mit Spitzhelm. Er wurde als Wehrkirche mit einer kleinen Kapelle im Erdgeschoss am Friedhof in Opperz errichtet, die 1490 dem Erzengel Michael (Festtag und Patrozinium am 29. September) geweiht wurde.

Das nachbarocke Langhaus der Kirche mit Tonnengewölbe ist einfach gestaltet. Die Ausstattung stammt aus verschiedenen Zeiten. Zu erwähnen sind beispielsweise die spätbarocken Apostelfiguren im Hauptschiff. Der spätgotische Taufstein stammt von 1503.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Neuhof besteht traditionell ein reges musikalisches Leben sowohl im kirchlichen wie auch im profanen Bereich. Neben der Chorvereinigung Cäcilia (gegründet 1907) und der Jungen Kantorei St. Michael (gegründet 1998) gibt es im Hauptort Neuhof ein Akkordeonorchester, ein Blasorchester und einen Spielmanns- und Fanfarenzug, außerdem ein Blasorchester im Ortsteil Rommerz sowie jeweils einen Musikverein in den Ortsteilen Giesel, Hattenhof und Hauswurz. Ein eigener Verein zur Förderung junger Musiker kümmert sich um die Belange neuer musikalischer Talente.

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uranustafel am Planetenwanderweg Neuhof–Kalbach

Für Sport- und Freizeitaktivitäten stehen in Neuhof u. a. zwei Stadien, fünf Sportplätze und sechs Turnhallen, vier Bolzplätze, zwei Tennisanlagen, eine Tennishalle/Squash, mehrere Kegelbahnen, ein Streetball- und Inlineskatingplatz sowie ein Grillplatz zur Verfügung. Größere Sportveranstaltungen finden in der Vier-Felder-Halle (62 x 27 m Nutzfläche) der Johannes-Kepler-Schule statt, die eine feste Sitztribüne für etwa 900 Zuschauer enthält. Weiterhin gibt es eine Sportschule für Selbstverteidigung, Kampfsport und Fitness.

Eine touristische Attraktion ist der 1999 eröffnete Planetenwanderweg, ein naturwissenschaftlicher Lehrpfad, der von der Johannes-Kepler-Schule am Opperzer Berg ausgehend bis zum Kalbacher Ortsteil Eichenried führt.

Neuhof liegt außerdem am 240 Kilometer langen Rhein-Main-Kinzig-Radweg, der in Rüdesheim am Rhein beginnt und nach Tann (Rhön) führt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fastnachtsveranstaltungen und Rosenmontagszug im Februar bzw. März im Hauptort Neuhof sowie in den Ortsteilen Giesel, Hattenhof und Rommerz
  • Heidelbeerfest im Ortsteil Giesel am zweiten Wochenende im August (Kirchenpatrozinium St. Laurentius am 10. August)
  • Ökumenisches Pfarrfest der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden im Gemeindezentrum im Gemeindeteil Neustadt Ende September (Kirchenpatrozinium St. Michael am 29. September)
  • Kirmestanz auf dem Kirchplatz St. Michael im Gemeindeteil Opperz am Kirmessonntag Anfang November (Kirchweihfest am 5. November)
  • Weihnachtsmarkt im Schlosshof bzw. Gemeindezentrum im Gemeindeteil Neustadt am zweiten Adventswochenende

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funktion als Unterzentrum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Unterzentrum besitzt die Gemeinde Neuhof Mittelpunktfunktion für den südwestlichen Teil des Landkreises Fulda mit einem Einzugsbereich von rund 25.000 Einwohnern. Hier finden sich u. a. zehn Ärzte, zwei Tierärzte, zwei Apotheken, ein Seniorenpflege- und Betreuungszentrum, neun Kirchengebäude, eine Postagentur, ein Bahnhof, mehrere Lebensmittelmärkte, Banken, fünf Schulen, eine Zweigstelle der Volkshochschule des Landkreises Fulda, sechs Kindergärten, ein Gemeindezentrum, sieben Bürgerhäuser, drei Gemeindebüchereien, ein Polizeiposten, eine Straßenmeisterei, vier Revierförstereien (Betriebsbezirke des Forstamts Fulda) sowie mehrere Gasthäuser.

Die räumliche Nähe zum Oberzentrum Fulda hat neben anderen Faktoren allerdings auch mit dazu geführt, dass Neuhof in den letzten Jahrzehnten einige Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verlor. Größere Unternehmen waren in der Vergangenheit die Rhöngold-Molkerei der Gebrüder Fricke, die Fleischwarenfabrik Josef Ruppel und der Holzhandel Reschop. Früher gab es in Neuhof außerdem noch zwei Forstämter, eine Zweigstelle des Amtsgerichts Fulda, ein Hallenfreibad („Allwetterbad“), ein Postamt und eine Niederlassung der Barmherzigen Schwestern mit Altenheim. Außerdem ging die Eigenständigkeit der Raiffeisenbank Neuhof eG verloren.

Gewerbegebiet Neuhof-Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standort: Neuhof-Dorfborn
Gesamtfläche (geplanter Endausbau): etwa 40 ha
derzeit erschlossen: etwa 8 ha
derzeit vorhandene freie Flächen: etwa 3.600 bis 6.500 m²

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionalforum Fulda Südwest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Anerkennungsurkunde der Leader-Region bei der Überreichung an den damaligen Vorsitzenden des Regionalforums und Bürgermeister Bruno Block durch Staatssekretär Karl-Winfried Seif am 17. Januar 2008 im Kreise der Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden.

Zur Förderung der Regionalentwicklung hat sich Neuhof im Mai 1998 mit den Gemeinden Bad Salzschlirf, Eichenzell, Flieden, Großenlüder, Hosenfeld und Kalbach zum Regionalforum Fulda Südwest zusammengeschlossen und eine kommunale Arbeitsgemeinschaft gebildet.[17] Seit der Umwandlung des Zusammenschlusses in einen Verein 2006 sind unter anderem die Kreishandwerkerschaft, der Kreisbauernverband und die Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzverbände beigetreten. 2007 wurde das Regionalforum vom Land Hessen als Förderregion der Europäischen Union nach der sogenannten Gemeinschaftsinitiative LEADER zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft anerkannt und bekam in der Förderperiode 2008 bis 2013 1,6 Millionen Euro Fördermittel für verschiedene Maßnahmen.

Gegenwärtig bemühen sich die sieben Gemeinden um die Aufnahme in das EU-Programm für 2014 bis 2020 – und damit um zwei Millionen Euro Fördermittel. Diese sollen unter anderem der Bekämpfung von Ladenleerständen, der Förderung des Tourismus, der Lebensqualität, der regionalen Kultur, der Artenvielfalt in der Natur sowie von Existenzgründungen dienen.

Seit 2008 gehört das Regionalforum zum Verein Hessische Regionalforen (HRF) e. V.

In folgenden Bereichen führt die Kooperation der sieben Gemeinden zu Einsparungen oder Mehreinnahmen:

  • ein gemeinsamer Jugendbetreuer
  • Entwicklung von Radtourismus und Fremdenverkehr
  • Museumsverbund
  • Homepagepflege
  • Studie Biomassenutzung
  • Kulturwoche und kulturelle Veranstaltungen
  • Tag der Regionen jedes Jahr im Herbst
  • kostengünstigere Führerscheinausbildung für Feuerwehrleute
  • Einführung Kosten- und Leistungsrechnung (Doppik)
  • Abrufen von EU-Mitteln durch das Regionalforum als regionale Entwicklungsgruppe

Bergbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schacht II im Werk Neuhof-Ellers der K + S AG
Der „Monte Kali“ über Neuhof ist weithin sichtbar.

Neuhof ist die einzige Bergbaugemeinde im Landkreis Fulda. Im Kalibergwerk Neuhof-Ellers wird von rund 750 Mitarbeitern Kalisalz abgebaut und zu Düngemitteln verarbeitet. Bei einer jährlichen Rohsalzförderung von fast vier Millionen Tonnen erzeugt Neuhof-Ellers rund 1,3 Millionen Tonnen Verkaufsprodukte. Das Werk ist damit der größte Industriebetrieb im südlichen Teil des Landkreises. Es gehört heute zur Kasseler K+S AG (früher Kali und Salz AG bzw. Wintershall AG). Die Abraumhalde, im Volksmund auch „Monte Kali“ genannt, ist weithin sichtbar und damit prägender Landschaftsbestandteil und Landmarke. So tritt sie auf der Autobahn 66 vom Distelrasen ab der Anschlussstelle 49 Schlüchtern-Nord in Richtung Fulda ins Blickfeld, und ebenso auf der ICE-Strecke Fulda–Würzburg bei der nördlichen Fliedetalbrücke. Mit einer Höhe von 120 Metern bis auf 500 m ü. NN aufragend besteht sie aus etwa 96 Millionen Tonnen Material - überwiegend Natriumchlorid (Kochsalz) und Calciumsulfat (Gips) - und ist somit eine der größten Deponien Europas. Jährlich werden etwa 2,4 Millionen Tonnen neu aufgeschüttet. Die Gesamtfläche der Halde beträgt zurzeit etwa 65 Hektar. Das Kaliwerk ist über die Anschlussstelle Neuhof-Süd (51) der Autobahn 66 (und die seit 2015 fertiggestellten Westspange) an das überörtliche Straßennetz angebunden.

Geschichte des Kaliwerkes:

Im Juni 1905 wurde die Kalibohrgesellschaft Neuhof (ab Dezember 1905 Gewerkschaft Neuhof) gegründet, die bis zum Juni 1909 den ersten 557 Meter tiefen Förderschacht niederbrachte. Im November 1906 waren bereits alle übertägigen Betriebsgebäude fertiggestellt. Seit Januar 1910 bestanden die beiden Gewerkschaften Neuhof und Ellers, die betriebswirtschaftlich eine Einheit bildeten. Im März 1912 begann die Abteufung des 552 Meter tiefen Schachtes Ellers, die aufgrund des Ersten Weltkrieges aber erst 1920 abgeschlossen werden konnte.

Ende Juni 1926 wurde das Bergwerk aufgrund der gesetzlich festgelegten Förderquoten im Deutschen Kalisyndikat stillgelegt, aber als Reservewerk durch die Wintershall AG betriebsfähig gehalten. Rückwirkend zum 1. Februar 1935 stellte die Wintershall AG dem Reichsfiskus Heer die Schächte Ellers und Neuhof sowie ab dem 1. April 1937 den größten Teil der Werksanlage und die Grubenbaue zur Verfügung.[18] Das Bergwerk wurde zur Heeres-Nebenmunitionsanstalt der deutschen Wehrmacht umgebaut, die im September 1939 fertiggestellt war. Auf einer Fläche von 40.000 Quadratmetern wurden in beiden Schächten Munition und sonstiges Wehrmachtsgut gelagert. Noch im Juni 1944 lagerte in der Muna eine Menge von 14.000 Tonnen Pulver und Sprengstoff. Zu diesem Zeitpunkt liefen bereits Bestrebungen, die Schächte für die untertägige Verlagerung eines Rüstungsbetriebes zu nutzen.

Durch Verfügung des Rüstungsstabes vom 23. September 1944 hatte das OKH den Schacht Ellers an die Adlerwerke aus Frankfurt am Main für die Herstellung von Panzergetrieben abzutreten. Das Bauvorhaben mit dem Decknamen „Schakal“ stand unter der Leitung der Organisation Todt. Beim Ausbau der Stollenanlagen mussten italienische Militärinternierte und sogenannte „Halbjuden“ als Zwangsarbeiter arbeiten. Durch einen Luftangriff auf dem Bahnhof Neuhof und bedingt durch das Vorrücken amerikanischer Truppen kam der Ausbau Ende März 1945 zum Erliegen.

Aufgrund der militärischen Nutzung sollten die Bergwerksschächte nach 1945 zunächst geflutet werden. Ab 1946 wurden die eingelagerten Munitionsbestände von der STEG geräumt. 1952 erfolgte die Rückgabe an die Wintershall AG, die aufgrund des Verlusts ihrer auf dem Gebiet der DDR gelegenen Kalibergwerke die Wiederinbetriebnahme des Bergwerks Neuhof beschloss. Nach Beseitigung der Kriegsschäden begann 1953 der Neuaufbau der Verarbeitungsanlage in Neuhof. Im Oktober 1954 nahm das Bergwerk seinen Betrieb wieder auf.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Baustellen von Bahn und Autobahn A 66 in Neuhof

Fernstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den beiden Anschlussstellen Neuhof-Süd (51) und Neuhof-Nord (52) führt der 1,6 Kilometer lange, zweiröhrige Tunnel Neuhof durch die Ortslage von Neuhof (parallel zur Bahntrasse zwischen den Gemeindeteilen Neustadt und Opperz). Dabei handelt es sich um eine sogenannte Einhausung, die nicht bergmännisch gegraben, sondern in offener Bauweise in einer Schneise errichtet und anschließend komplett mit Erde bedeckt wurde. Die Freigabe des Tunnels erfolgte am 13. September 2014 nach knapp neunjähriger Bauzeit.[19]
Bis zum Lückenschluss der Autobahn 66 wurde der Verkehr über das restliche Teilstück der ehemaligen Bundesstraße 40 zwischen Neuhof-Süd (51) und Neuhof-Nord (52) geführt. Dieser Streckenabschnitt wurde bis 2017 zurückgebaut und renaturiert. Nahe der Autobahn-Anschlussstelle Neuhof-Nord soll nach Planungen der Gemeindevertretung Neuhof auf der ehemaligen B 40 ein Pendlerparkplatz mit gut 100 Stellplätzen entstehen. Der Zugang wird demnach über die erste Ausfahrt am Dorfborner Kreisverkehr von Neuhof kommend erfolgen, die zur Zeit noch für den nichtlandwirtschaftlichen Verkehr gesperrt ist. Die für den Parkplatz vorgesehene Fläche soll frühestens Ende 2018 verfügbar sein.
Auf der Strecke zwischen den ehemaligen B-40-Anschlussstellen Neuhof-Nord und Fulda-Süd, die auf einem künstlichen Damm durch das Überflutungsgebiet der Fliede führt, soll nach anderen Überlegungen der Gemeindevertretung Neuhof in Zukunft ein Rad- und Fußweg (unter anderem der Hessische Radfernweg R3) entlangführen.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Neuhof (Kr Fulda) im Gemeindeteil Opperz an der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn besteht seit 1868. Die Teilstrecke Fulda–Neuhof wurde am 1. Juli 1868 in Betrieb genommen und die Teilstrecke Neuhof–Steinau an der Straße schließlich am 15. Dezember 1868 eröffnet. Heute wird der Bahnhof Neuhof (Kr Fulda) im Stunden-Takt mit Regionalexpresszügen (RE) nach Fulda und Frankfurt am Main bedient. Außerdem besteht hier eine Anschlussbahn zum Kalibergwerk Neuhof-Ellers.
Die Deutsche Bahn AG hat im Zusammenhang mit dem Autobahnbau ihre Trasse in der Ortslage von Neuhof ausgebaut und den früheren S-förmigen Bogen begradigt, damit die ICE-Züge mit Tempo 160 durch Neuhof fahren können. Seit Abschluss der Trassenverlegung 2011 steht das Bahnhofsgebäude zwischen den Gleisen. Das Gleis für die Regionalzüge nach Frankfurt am Main befindet sich auf der alten Trasse auf der – von Süden aus gesehen – linken Seite des Bahnhofsgebäudes, während ICE- und Regionalzüge nach Fulda die neue Trasse auf der rechten Seite des Bahnhofsgebäudes nutzen.
Fußgänger aus dem Neuhofer Ortskern gelangen seit dem 20. November 2015 durch eine Unterführung direkt zum Bahnhof – ohne den früheren zehnminütigen Umweg über die Zollwegbrücke.
Die Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg durchquert das Gemeindegebiet Neuhof.
Die beiden Fliedetalbrücken südlich von Fulda. Auf die im Vordergrund zu sehende nördliche Fliedetalbrücke folgt nach einer kurzen Erhebung die südliche Fliedetalbrücke.
Die südliche Fliedetalbrücke überspannt die Hessische Kinzigtalbahn und die A 66. Das Bauwerk liegt nordwestlich des Ortsteils Hattenhof. Die Trasse verläuft auf den Brücken gerade.
Die nördliche Fliedetalbrücke, welche die K 100 und die Fliede überführt, geht beim Nüchtershof in das Gemeindegebiet der Gemeinde Eichenzell über. Zwischen beiden Brücken liegt eine kleine Erhebung mitten im Fliedetal.
Zwischen der nördlichen und der südlichen Fliedetalbrücke wurde eine Erddeponie mit Aushubmaterial des Sulzhoftunnels angelegt. Diese ist inzwischen von der Natur mit Fauna und Flora des Fliedetals wieder überwachsen.
Der nächstgelegene ICE-Anschluss befindet sich in Fulda (14 Kilometer Entfernung).

Buslinien / ÖPNV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuhof bietet mehrere Haltepunkte und Umsteigemöglichkeiten der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft Fulda (LNG Fulda) mbH in benachbarte Ortschaften (Linien 50 bis 54) im Rahmen der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) und des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschulen

  • Schlossschule im Gemeindeteil Neustadt
  • Grundschule am Rippberg in Hattenhof
  • Monte-Kali-Schule in Rommerz

Kooperative Gesamtschule mit Förderstufe

  • Johannes-Kepler-Schule am Opperzer Berg – Hauptschule, Realschule und gymnasialer Zweig (Sekundarstufe I)

Förderschule mit Beratungszentrum

Volkshochschule

  • Zweigstelle der Volkshochschule des Landkreises Fulda

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fritz Bernotat (1890–1951), SS-Standartenführer sowie Landesrat und Dezernent für Anstaltswesen des Bezirksverbandes Nassau
  • Josef Burg (1909–1999), israelischer Politiker und Rabbiner, war um 1930 auf dem als Kibbuz genutzten Gehringshof in der Gemarkung von Hattenhof tätig
  • Werner Jacobs (1913–2007), katholischer Priester, 1941–1944 Kaplan der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael in Neuhof, später Professor für Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Fulda
  • Christoph Kalb (1895–1980), Hauptlehrer und Kantor in Giesel, Landschaftsmaler
  • Josef Klik (* 1935), ehemaliger deutscher Leichtathletik-Meister, Lehrer an der Wernher-von-Braun-Schule (seit 2015 Johannes-Kepler-Schule)
  • Josef Mönninger (1919–2017), katholischer Priester, Domkapitular i. R., 1960–1966 Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Laurentius in Giesel
  • August Rosterg (1870–1945), Industrieller, Generaldirektor der Wintershall AG
  • Emil Sauer, Bergwerksbesitzer aus Berlin, Gründer der „Kaligewerkschaft Hedwigsburg Neuhof“ 1905
  • Ludwig Schick (* 1949), katholischer Priester, 1974–1977 Kaplan der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael in Neuhof, später Professor für Kirchenrecht an der Theologischen Fakultät Fulda und Weihbischof in Fulda, seit 2002 Erzbischof von Bamberg
  • Anton Schütz (1930–2012), katholischer Priester, Domkapitular i. R., 1957–1959 Kaplan der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael in Neuhof
  • Erwin Sturm (1927–2016), katholischer Priester, Heimatforscher und Buchautor, 1963–2005 Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt in Rommerz

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Mott: Neuhofs Schloßtürme: Erlebare Geschichte/Vor knapp 40 Jahren: Ein stattliches Barockschloß und der größte Fischweiher des Hochstiftes Fulda wurden eingeebnet. In: Fuldaer Zeitung. 25. Nov. 1993, S. 15 (Serie: DENK-mal!).
  • Michael Mott: Erinnerungen an die Postkutschenzeit/Gefährdete „Verkehrszeichen“ aus längst vergangenen Tagen im Landkreis Fulda: die Meilen- und Stundensteine (Beispiel Neuhof). In: Fuldaer Zeitung. 16. März 1995, S. 13 (Serie: DENK-mal!).
  • Frank Baranowski: Die Heeresmunitionsanstalten Neuhof-Ellers. In: Hessischer Landesverband e. V. im Bund Deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e. V. (Hrsg.): Gezähekiste. Nr. 12, Februar 2013, S. 6–10 (Online als PDF)
  • Literatur über Neuhof in der Hessischen Bibliographie

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neuhof (bei Fulda) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2017 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Neuhof – Ortsbeiräte/Ortschaften, abgerufen am 7. April 2018
  3. Neustadt, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 28. September 2017.
  4. Ellers, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 28. September 2017.
  5. Opperz, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 28. September 2017.
  6. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fulda und Hünfeld und der Stadt Fulda (GVBl. II 330-14) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 220, § 12 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 394 f.
  8. Vgl. Alemannia Judaica, Die Synagoge in Neuhof (Kreis Fulda)
  9. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
  10. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  11. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  12. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Neuhof
  13. Osthessen News vom 15. Juni 2016: CDU-Nominierungsparteitag: Heiko Stolz (43) soll Rathauschef werden
  14. a b c Klemens Stadler: Die Gemeindewappen des Landes Hessen. Neuausgabe des Sammelwerks Deutsche Ortswappen von Prof. Otto Hupp im Auftrage der HAG Aktiengesellschaft in Bremen, bearbeitet von Dr. Klemens Stadler, Zeichnungen von Max Reinhart (= Deutsche Wappen – Bundesrepublik Deutschland. Band 3). Angelsachsen-Verlag, Bremen 1967, S. 67.
  15. Hessisches Ortswappenbuch, Bearbeitet im Auftrag des Staatsarchivs Wiesbaden von Karl Ernst Demandt und Otto Renkhoff. Starke, Limburg 1956, DNB 455374694
  16. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung zur Führung eines Wappens an die Gemeinde Neuhof im Landkreis Fulda, Regierungsbezirk Kassel vom 12. November 1953. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1953 Nr. 48, S. 1075, Punkt 1369 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,3 MB]).
  17. Regionalforum Fulda Südwest
  18. Gezähekiste 2/2011 (PDF; 8,7 MB).
  19. Hessen Mobil