Neuhof an der Zenn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Neuhof a.d.Zenn
Neuhof an der Zenn
Deutschlandkarte, Position des Marktes Neuhof a.d.Zenn hervorgehoben
Koordinaten: 49° 27′ N, 10° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Neuhof a.d.Zenn
Höhe: 334 m ü. NHN
Fläche: 30,86 km2
Einwohner: 2082 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km2
Postleitzahl: 90616
Vorwahl: 09107
Kfz-Kennzeichen: NEA, SEF, UFF
Gemeindeschlüssel: 09 5 75 152
Marktgliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 10
90616 Neuhof a.d.Zenn
Webpräsenz: www.neuhof-zenn.de
Bürgermeister: Bruno Thürauf (CSU/Freie Bürger)
Lage des Marktes Neuhof a.d.Zenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
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Neuhof an der Zenn (amtlich: Neuhof a.d.Zenn) ist ein Markt im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim in Mittelfranken. Neuhof ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Neuhof an der Zenn.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Markt Erlbach, Wilhermsdorf, Dietenhofen, Rügland und Trautskirchen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuhof an der Zenn hat 14 amtlich benannte Ortsteile:[2]

Bis in den 1960er Jahren war die Hammermühle ein amtlich benannter Ortsteil. Mittlerweile ist sie in der Industriestraße aufgegangen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich von Zennhausen, das bereits 776 gegründet wurde, wurde durch das Heilsbronner Zisterzienserklosters im Jahr 1249 ein neuer Klosterhof errichtet, lateinisch als Noviacuria bezeichnet. 1312 ist erstmals auch die deutsche Form ze dem Niuwen Houe belegt, seit 1801 auch mit dem Zusatz an der Zenn.[3] Der Ort wurde Sitz einer Probstei des Klosters, die die Besitzungen in über hundert Orten verwaltete.

Neuhof gehörte zum Gebiet der Markgrafen von Ansbach-Bayreuth und ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis, kam 1792 an Preußen und 1810 an das Königreich Bayern.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1811 das Steuerdistrikt Neuhof an der Zenn gebildet, zu dem Adelsdorf, Dietrichshof, Eichenmühle, Hammermühle, Neuhof, Neuselingsbach, Neuziegenrück, Oberfeldbrecht, Rothenhof, Stöckach rechts der Zenn, Straußmühle, Unterfeldbrecht, Vockenroth und Ziegelhütte gehörten. 1813 wurde die Munizipalgemeinde Neuhof gebildet, zu der Adelsdorf, Dietrichshof, Eichenmühle, Hammermühle, Neuselingsbach, Neuziegenrück, Rothenhof, Stöckach rechts der Zenn, Straußmühle, Vockenroth und Ziegelhütte gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) kam es zur Aufspaltung in

  • Ruralgemeinde Adelsdorf mit Dietrichshof;
  • Ruralgemeinde Neuhof mit Eichenmühle, Hammermühle, Stöckach rechts der Zenn, Straußmühle, Vockenroth und Ziegelhütte;
  • Ruralgemeinde Neuziegenrück mit Neuselingsbach.[4]

Die Gemeinde Neuhof unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt-Erlbach und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim. Am 4. Januar wurde die Ruralgemeinde Adelsdorf wieder der Ruralgemeinde Neuhof einverleibt, sowie Stöckach links der Zenn und Einersdorf von der Ruralgemeinde Buch nach Neuhof umgemeindet wurden. Am 30. Oktober 1851 werden schließlich Einersdorf und Stöckach nach Trautskirchen umgemeindet.[5]

Ab 1862 wurde Neuhof von dem Bezirksamt Neustadt an der Aisch (ab 1938: Landkreis Neustadt an der Aisch) und ab 1856 von dem Rentamt Markt-Erlbach (1920–1929: Finanzamt Markt-Erlbach, ab 1929: Finanzamt Fürth) verwaltet. Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Markt-Erlbach, 1880–1950er Amtsgericht Markt-Erlbach, ab 1950er Amtsgericht Fürth.

Die Ortschaft wurde im April 1945 von amerikanischer Artillerie schwer beschossen. Dabei kamen sieben Zivilisten und drei deutsche Soldaten ums Leben. 75 Wohnhäuser, 62 Scheunen und 90 Nebengebäude wurden total zerstört.[6]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Neuziegenrück eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Hirschneuses und Oberfeldbrecht hinzu. Der Ortsteil Neukatterbach der aufgelösten Gemeinde Katterbach folgte am 1. Juli 1972.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Neuhof an der Zenn

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 2005 2010 2017
Einwohner 738 1048 983 954 929 912 912 900 901 888 894 852 908 841 836 851 843 806 835 1006 917 1181 1756 2106 2073 2157
Häuser[8] 107 151 150 163 162 163 149 163 471
Quelle [9] [10] [11] [12] [11] [13] [11] [11] [14] [11] [11] [15] [11] [11] [11] [16] [11] [11] [11] [17] [18] [19] [20] [21]

Ort Neuhof an der Zenn

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002017
Einwohner 651 733 762 737 732 694 691 783 726 894 1050 1311
Häuser[8] 93 102 133 133 135 128 133 265
Quelle [9] [10] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl 2008 führte zu folgender Sitzverteilung im Marktgemeinderat (Vergleich zur Wahl 2002):

  • CSU/Freie Bürger 11 Sitze (-2)
  • SPD 1 Sitz (+/-0)
  • Bürgernahe Liste 2 Sitze (+2)

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Neuhof. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 755–756 (franconica.uni-wuerzburg.de).
  • Emanuel Feiler: Neuhof a.d.Zenn, Porträt eines fränkischen Marktes im Lichte der deutschen Geschichte, Neuhof a.d.Zenn, 1999.
  • Emanuel Feiler: Neuhof a.d.Zenn 1945, Schicksal und Gestaltung einer fränkischen Marktgemeinde, Neuhof a.d.Zenn, 1995.
  • Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 115 (Digitalisat). Ebd. S. 204 (Digitalisat).
  • Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 339–356 (Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
  • Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 158.
  • Hans Sponholz u. a. (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 720137675, S. 115–117.
  • Richard Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 32). Deutscher Kunstverlag, München 1972, DNB 730125742, S. 88–89.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neuhof an der Zenn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Neuhof an der Zenn in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. W.-A. v. Reitzenstein, S. 158.
  4. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 32–34 (Digitalisat). H. H. Hofmann S. 225.
  5. So H. H. Hofmann, S. 204. Nach Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Brügel’sche Officin, Ansbach 1856, S. 122 (Digitalisat). waren Einersdorf und Stöckach 1856 noch Ortsteile von Neuhof.
  6. Theodor Georg Richert: Neuhof an der Zenn im April 1945. In: Fürther Heimatblätter. Band 17, Nr. 5. Schmidt, Neustadt/Aisch 1967.
  7. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 536.
  8. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  9. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann meherer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 63 (Digitalisat). Für die Gemeinde Neuhof zuzüglich der Einwohner von Eichenmühle (S. 4), Hammermühle (S. 36), Stöckach rechts der Zenn (S. 89), Straußmühle (S. 90) und Vockenroth (S. 98).
  10. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 97–98 (Digitalisat).
  11. a b c d e f g h i j k l Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 179, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  12. a b Joseph Heyberger (Hrsg.): Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabethischem Ortslexikon. Literar.-artist. Anst. der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1061, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  13. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarr-, Schul- u. Postzugehörigkeit. ... mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt, Sp. 1227–1228, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  14. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, ... sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1161 (Digitalisat).
  15. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1235 (Digitalisat).
  16. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1273 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern - Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1099–1100 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 806 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 176 (Digitalisat).
  20. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 341 (Digitalisat).
  21. a b www.neuhof-zenn.de