Neuleiningen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Neuleiningen
Neuleiningen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Neuleiningen hervorgehoben

Koordinaten: 49° 33′ N, 8° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Leiningerland
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 9,06 km2
Einwohner: 792 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67271
Vorwahlen: 06351, 06356, 06359
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 038
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Industriestraße 11
67269 Grünstadt
Website: www.neuleiningen.de
Ortsbürgermeister: Franz Adam (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Neuleiningen im Landkreis Bad Dürkheim
Bad DürkheimGrünstadtGrünstadtHaßlochMeckenheim (Pfalz)Niederkirchen bei DeidesheimRuppertsbergForst an der WeinstraßeDeidesheimWattenheimHettenleidelheimTiefenthal (Pfalz)Carlsberg (Pfalz)AltleiningenEllerstadtGönnheimFriedelsheimWachenheim an der WeinstraßeElmsteinWeidenthalNeidenfelsLindenberg (Pfalz)Lambrecht (Pfalz)FrankeneckEsthalKindenheimBockenheim an der WeinstraßeQuirnheimMertesheimEbertsheimObrigheim (Pfalz)ObersülzenDirmsteinGerolsheimLaumersheimGroßkarlbachBissersheimKirchheim an der WeinstraßeKleinkarlbachNeuleiningenBattenberg (Pfalz)NeuleiningenKirchheim an der WeinstraßeWeisenheim am SandWeisenheim am SandWeisenheim am SandErpolzheimBobenheim am BergBobenheim am BergDackenheimDackenheimFreinsheimFreinsheimHerxheim am BergHerxheim am BergHerxheim am BergKallstadtKallstadtWeisenheim am BergWeisenheim am BergLandkreis Alzey-WormsWormsLudwigshafen am RheinFrankenthal (Pfalz)Rhein-Pfalz-KreisLandkreis GermersheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Südliche WeinstraßeLandau in der PfalzKaiserslauternLandkreis KaiserslauternDonnersbergkreisKaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzKarte
Über dieses Bild
Blick von der Burg Neuleiningen auf das Eckbach­tal nebst Eckbachweiher und das Windrad an der Bitternell (336,7 m), darunter die A 6 und Neuleiningen; links im Hintergrund der Kleine Donnersberg (bis 328,6 m) mit dem Weiler Nackterhof
Blick von Südosten auf Neuleiningen

Neuleiningen ist eine Ortsgemeinde im pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz), die der Verbandsgemeinde Leiningerland angehört. Der Ort liegt 18 km nordwestlich von Ludwigshafen am Rhein am Rand der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar und wird vor allem der Burg Neuleiningen wegen besucht.

Geographie und Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orographisch gruppiert sich Neuleiningen rund um die auf 269,8 m Höhe gelegene Burg am Südhang des Grünstadter Bergs, eines 336,7 m erreichenden tertiären Kalkbergs, der gleichzeitig der südlichste und höchste eigenständige des Alzeyer Hügellands ist. Die Steilhänge unmittelbar südlich des Kernorts zum tief eingeschnittenen (unter 180 m) Eckbach­tal sind jedoch aus Buntsandstein und damit noch dem Pfälzerwald zuzurechnen, dessen Erhebungen jenseits des Tals, am Leininger Sporn mit dem südlich gegenüberliegenden Battenberg, beginnen. Die geologische Grenze zieht sich mitten durch den Ort – die nördlich nur 200 m entfernte, etwas höher gelegene A 6 liegt bereits ganz auf tertiären Gesteinen. Westlich des Ortes beziehungsweise des Grünstadter Bergs liegt das Eisenberger Becken mit der Stadt Eisenberg, das nach Süden und Westen vom Stumpfwald, einem flachwelligeren Teil des Pfälzerwalds, eingerahmt wird.[2][3]

Nach Osten breitet sich die von flachen Rebenhügeln des Leiningerlands durchzogene, 35 km breite Oberrheinische Tiefebene aus. Geologisch ist hier die Nahtstelle zwischen dem Pfälzerwald und dem tiefen Grabenbruch des Rheintals. Am Ostabhang des Sporns verläuft jene Bruchlinie, wo der einstige Boden des Oberrheingrabens über 10 km in die Tiefe sank und mit jüngeren Sedimenten zur jetzigen Ebene aufgefüllt wurde. Einige dieser Lockergesteine kommen auch dem Weinbau an den Hängen zugute.

Der Weiler Neuleiningen-Tal liegt südlich des Hauptorts im Tal des Eckbachs auf 183 m Höhe. Der Weiler Nackterhof sowie der noch kleinere, gut 1 km weiter südwestlich gelegene Weiler Nackterwäldchen liegen auf den Lössdecken des bis 328,6 m erreichenden Kleinen Donnersbergs. Dieser ist ein südlicher Randberg des Eisenberger Beckens, dessen Südosthang zum Eckbach ebenfalls aus Buntsandstein besteht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname leitet sich vom Adelsgeschlecht der Leininger ab, das vormals das Leiningerland regierte und dessen Angehöriger Graf Friedrich III. im 13. Jahrhundert die Burg errichtet hat. Um diese herum setzte schon bald die Entstehung und Entwicklung des Dorfes ein, indem sich Menschen bei der Festung ansiedelten. Burg und Dorf gehörten ursprünglich zur Gemarkung Sausenheim und wurden erst später davon getrennt. Sausenheim – einschließlich des Geländes des späteren Neuleiningen – war Teil des Weißenburger Klosterbesitzes und von dort lediglich als Lehen an die Leininger vergeben.

So dürfte das Bistum Worms an die hiesigen Eigentumsrechte gelangt sein, das laut Urkunde von 1308, Burg und Dorf Neuleiningen zu Lehen an die Grafen von Leiningen übertrug.[4] Der Bischof behielt sich hierbei jedoch eigenen Besitz in dem Dorf vor, benutzte selbst den südlichen Teil der Burg und hatte zudem eine große Amtskellerei an dem strategisch günstigen Platz. Seit frühester Zeit versuchten die Leininger auch den bischöflichen Anteil des Ortes, besitz- oder pachtweise zu erwerben, was aber stets am Widerstand der Wormser Oberhirten scheiterte.

Um die Mitte des 14. Jahrhunderts erhielt Neuleiningen außerdem das Stadtrecht.[5]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Neuleiningen 1690 eingeäschert, die Grafen verlegten ihren Regierungssitz ins nahe Grünstadt. Nachdem die Hälfte des Leininger Ortsbesitzes bereits 1742 an das Hochstift Worms verpfändet worden war, verkaufte Graf Carl I. (1717–1787) den kompletten Leininger Anteil 1767 an den Wormser Bischof Johann IX. Philipp von Walderdorff, wodurch das Hochstift Worms, bis zum Ende der Feudalzeit, alleiniger Eigentümer von Neuleiningen wurde.[6]

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Neuleiningen in den Kanton Grünstadt eingegliedert und Sitz einer eigenen Mairie. Während der Zugehörigkeit zu Frankreich nach der Französischen Revolution verlor Neuleiningen den Rechtsstatus als Stadt.[5] 1815 wurde das Dorf nach dem Wiener Kongress Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte es wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte der Ort dem Landkommissariat Frankenthal an; aus diesem ging das Bezirksamt Frankenthal hervor.

Ab 1939 war die Gemeinde Bestandteil des Landkreises Frankenthal (Pfalz). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort in den neu geschaffenen Landkreis Bad Dürkheim. Drei Jahre später wurde Neuleiningen Bestandteil der ebenfalls neu geschaffenen Verbandsgemeinde Grünstadt-Land. 2018 erfolgte die Zuordnung zur Verbandsgemeinde Leiningerland.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Neuleiningen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2019[7] 1 7 4 12 Sitze
2014[8] 1 7 4 12 Sitze
2009 1 8 3 12 Sitze
2004 1 9 2 12 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Neuleiningen e. V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Franz Adam (CDU). Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 63,16 % in seinem Amt bestätigt.[9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist schrägrechts geteilt: Rechts unten in hellblauem Feld, von sechs goldenen Kreuzchen umgeben und rot bewehrt und bezungt, der nach rechts gewendete silberne leiningische Adler, links oben in schwarzem Feld, von zehn goldenen Kreuzchen umgeben und mit dem Bart schräg nach rechts oben zeigend, der silberne Schlüssel (Schlüssel Petri) des Bistums Worms.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte vieler Bauwerke reicht bis ins Mittelalter zurück.

Die Burg Neuleiningen und der Ortskern sind als Denkmalzonen ausgewiesen. Erstere hat typologisch die französischen Burgen des sogenannten „Kastelltyps“ der Île-de-France zum Vorbild. Sie wurde unter Graf Friedrich III. von Leiningen-Dagsburg in den 1240er Jahren erbaut und zählt damit zu den frühesten Kastellburgen auf deutschem Boden. Vom Aussichtsturm der Burg hat man eine hervorragende Sicht auf die Rheinebene im Osten sowie die Berge des Pfälzerwalds im Westen. Zu Füßen Neuleiningens liegen Sausenheim und Kleinkarlbach. Bei gutem Wetter sind auch Ludwigshafen am Rhein, Mannheim, der Odenwald und sogar startende Flugzeuge auf dem Frankfurter Flughafen zu erkennen.

Im Ortskern existieren mehrere gut erhaltene Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert, teilweiser mit Erker; sie prägen dort die engen Gassen, insbesondere die parallel verlaufenden Bebauungen der Ober-, Mittel- und Untergasse.

Hinzu kommen zahlreiche Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen.

Die Stadtbefestigung mit ihren vier Türmen wurde im Anschluss an die Burg errichtet und entstammt ebenfalls noch dem 13. Jahrhundert. Sie wurde im 15. Jahrhundert erneuert und ausgebaut. Von den vormals drei Stadttoren ist nur noch das westliche aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhalten.

Die Pfarrkirche St. Nikolaus wurde im 13. Jahrhundert als Burgkapelle zeitgleich mit der Burg erbaut. Sie wird auch Wallfahrtskirche der Gnadenmutter zu Neuleiningen genannt. Das Gnadenbild zum Fest Mariä Geburt am 8. September ist eine gotische Marienstatue mit Kind in einer Mandorla. Im 15. Jahrhundert wurde der Chor erweitert und der Turm angefügt. Der einschiffige Innenraum ist nach mehreren Restaurierungen stark verändert. Neben einer barocken Statue des heiligen Nikolaus mit segnender Hand beherbergt die Kirche noch mehrere spätgotische Holzskulpturen.

Im Südwesten des Dorfes (Untergasse 40/42), direkt an der Stadtmauer, liegt die ehemalige Amtskellerei des Hochstifts Worms, bestehend aus Amtshaus (Renaissancebau, datiert 1594) und Schaffnerhaus (Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach). Das Ensemble der Bischöflichen Amtskellerei Neuleiningen ist von der Talstraße aus weithin sichtbar.

Als Pfarrhaus dient der ehemalige Wachenheimer Hof (1561, stark verändert), das Wohnhaus der ehemaligen Burgverwalter der Herren von Wachenheim. Der Komplex gehörte zur Vorburg der Burg Neuleiningen.

Das Rathaus in der Mittelgasse gehörte ebenso wie die angegliederte Kirche im 14./15. Jahrhundert zum Karmeliterkloster Zum Heiligen Kreuz, das in der Reformation aufgehoben wurde. 1902 erwarb die Gemeinde den Komplex und baute ihn so um, wie er sich heute darstellt. Seit 1957 ist die Kirche, die von 1555 bis 1582 lutherisch und danach bis 1902 Synagoge war, wieder in evangelischem Eigentum.

Die auf einer Säule stehende Löwenskulptur am Marktbrunnen in der Mittelgasse stammt aus dem Jahre 1782. Sie trug früher die sogenannte Fasseiche (ein amtliches Eichgefäß für Weinfässer) und heute das Wappen der Fürstbischöfe von Worms.

Unterhalb des Marktbrunnens ist in der Untergasse der Spülbrunnen erhalten. Er fing das in den Marktbrunnen ausgegossene Brauchwasser, das sich noch zum Spülen von Weinfässern eignete, in einem Becken auf.

Nahe dem Ortseingang aus Richtung Sausenheim befindet sich das sogenannte Heiligenhäuschen, eine mittelalterliche Friedhofskapelle. Direkt davor steht das Scharfrichterkreuz, gestiftet 1703, vom gräflich leiningischen Scharfrichter Servacius Westheim aus Tiefenthal. 1996 fand man dort die Überreste einer Frau und setzte sie auf dem nahen Friedhof bei. In der Denkmaltopographie der Bundesrepublik Deutschland (Band 13) heißt es darüber: „Kapelle und Kreuz leisten…einen wesentlichen Beitrag für den malerischen Charakter des Ortsbildes.“

Sonstige Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hanggelände westlich des Ortsteils Neuleiningen-Tal befindet sich der historische Waschplatz von Neuleiningen. Er stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist eine der wenigen erhaltenen Anlagen dieser Art.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit über 400 Jahren wird am Sonntag Laetare, drei Wochen vor Ostern, im Ortskern die Winterverbrennung gefeiert.
  • Der Neuleininger Burgsommer, eine Konzertreihe im Neuleininger Burghof, findet an fünf Wochenenden im Juni/Juli statt.
  • Am letzten Juliwochenende wird von den ansässigen Weingütern im Burghof das Burg-Weinfest veranstaltet.
  • Seit 1990 wird am 1. und 2. Adventswochenende im Ortskern der Neuleininger Weihnachtsmarkt veranstaltet, der wegen der mittelalterlichen Umgebung ins Umland ausstrahlt.

Modellflugsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einer Anhöhe des Ortes befindet sich das Modellfluggelände der Abteilung Modellflug des Luftfahrtvereins Grünstadt und Umgebung.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weinbau ist vor dem Tourismus der Hauptwirtschaftszweig des Ortes. Die Weinberge liegen im Osten der Gemeinde an den Hängen zur Rheinebene hin. Die Hangneigung zur Morgensonne hat zwei Vorteile: Der Boden erwärmt sich früh nach der Abkühlung während der Nacht, und kältere Luftmassen können rasch in die Ebene abfließen, so dass es im Frühjahr nicht zu Frostschäden an den frischen Trieben kommt.

Der Weinbau in Neuleiningen hat Tradition. Im Ort gibt es mehrere Weingüter, deren Existenz bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Sie bauen sowohl Weißweine (Riesling, Chardonnay, Weißburgunder, Müller-Thurgau) als auch Rotweine (Spätburgunder, Dornfelder, Schwarzriesling, St. Laurent, Blauer Portugieser, Cabernet Sauvignon) an. Einige Weine reifen im Barriquefass. Kleinere Flächen werden auch mit neuen Rebsorten bestockt. Im Herbst wird in den Weingütern Neuer Wein angeboten, zu Weihnachten Glühwein aus eigener Produktion.

Das Restaurant „Alte Pfarrey“ wurde vom Guide Michelin mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.[10] Zudem existierte vor Ort einst die Obermühle, während die Felsenmühle zwischenzeitlich in ein Hotel umfunktioniert wurde.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Neuleiningen-Kleinkarlbach

Ab 1903 besaß die Gemeinde in Form der Bahnstrecke Grünstadt–Altleiningen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Der Haltepunkt Neuleiningen-Kleinkarlbach war die gemeinsame Bahnstation mit Kleinkarlbach. Er war zunächst nicht mit Personal besetzt und wurde 1948 zur „Agentur“ heraufgestuft.[11] Der Personenverkehr endete 1967, der Güterverkehr Ende 2005.

Durch Neuleiningen verlaufen die Landesstraße 453, die das Siedlungsgebiet anbindet und im Tal die Landesstraße 517.

Der Ort liegt zwar abseits des Hauptverkehrsströme, doch am Hang nördlich führt die Autobahn 6 von Mannheim nach Saarbrücken vorbei. Die nächste Anschlussstelle ist vier Kilometer entfernt in Grünstadt. Dort besteht zusätzlich Anbindung an die Bundesstraße 271 von Bad Dürkheim nach Monsheim und die parallel verlaufende Linie der Pfälzischen Nordbahn.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Neuleiningen verlaufen der 22 Kilometer lange Leininger Burgenweg, der vor Ort seinen Ausgangs- und Endpunkt hat und der Eckbach-Mühlenwanderweg. Darüber hinaus ist die Gemeinde Ziel der ersten Etappe des Prädikatswanderwegs Pfälzer Weinsteig. Zudem ist die Gemeinde nördlicher Ausgangspunkt eines Wanderwegs, der mit einem roten Balken gekennzeichnet ist und der eine Verbindung mit Siebeldingen schafft. Ein Wanderweg, der mit einem grün-roten Balken markiert ist, beginnt in Kaiserslautern endet bereits in der Nachbargemeinde Kleinkarlbach.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort geboren wurden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eva von Leiningen-Westerburg (1481–1543); Ortsherrin, 1525 Retterin der Burg, Stifterin eines Hospitals, Person des Pfälzischen Volksgutes
  • Alexander Esswein, Fußballer, spielte in seiner Jugend beim örtlichen Fußballverein.
  • Christina Geiger (* 1983), Fußballspielerin, spielte in ihrer Jugend beim TSV Neuleiningen
  • Frank Rüttger, Politiker (CDU), lebt vor Ort und ist dort aufgewachsen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Neuleiningen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
  3. GeoViewer der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Hinweise)
  4. Freiburger Diözesan-Archiv, Bände 86–87, Herder Verlag, Freiburg, 1966, S. 151, (Ausschnittscan).
  5. a b Geschichtsdarstellung im Webauftritt der Gemeinde.
  6. Hans Heiberger: Neuleiningen, Geschichte einer Bergfestung, Heidelberger Verlagsanstalt, 1996, S. 13–37.
  7. Der Landeswahlleiter RLP: Gemeinderatswahl 2019 Neuleiningen. Abgerufen am 14. Oktober 2019.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  9. Der Landeswahlleiter RLP: Direktwahlen 2019. siehe Leiningerland, Verbandsgemeinde, 17. Ergebniszeile. Abgerufen am 14. Oktober 2019.
  10. Jakob Strobel Y Serra: „Alte Pfarrey“ in Neuleiningen: Wein statt Bier, das rat’ ich dir. In: www.faz.net. Abgerufen am 25. Mai 2018.
  11. Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Eisenbahndirektion Mainz vom 28. August 1948, Nr. 41. Bekanntmachung Nr. 258, S. 159.
  12. Hans Heiberger: Das Ende der Grafen zu Leiningen Westerburg, Verlag Klaus Dinges, Grünstadt, 2000, ISBN 3-9806596-1-5, S. 53