Neunkhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Neunkhausen
Neunkhausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Neunkhausen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 42′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Bad Marienberg (Westerwald)
Höhe: 455 m ü. NHN
Fläche: 7,89 km2
Einwohner: 1103 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 140 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57520
Vorwahl: 02661
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 270
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirburger Straße 4
56470 Bad Marienberg (Westerwald)
Webpräsenz: www.neunkhausen.de
Ortsbürgermeister: Rudi Neufurth
Lage der Ortsgemeinde Neunkhausen im Westerwaldkreis
Karte

Neunkhausen (mundartlich: Nuinkhouse[2]) ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Marienberg (Westerwald) an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg an der Lahn und Siegen an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.

Zu Neunkhausen gehören auch die Wohnplätze Altenklosterhof und Altenklostermühle[3].[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1215 stiftete Adelheit von Molsberg das Kirchspiel Kirburg zur Gründung eines Klosters. An der Stelle, die heute noch Zum Altenkloster heißt, erinnert eine Kapelle an die Vergangenheit. Sie gehört heute zur Ortsgemeinde Neunkhausen. Für die Mönche damals war das raue Klima des Neunkhäuser Plateau genannten Landstrichs zu hart. Sie zogen weiter und ließen sich an der Nister nieder, wo sie das Kloster Marienstatt erbauten.

Der Ort Neunkhausen wurde 1259 erstmals urkundlich erwähnt. Alle Angaben und Informationen über Neunkhausen im Mittelalter stammen aus Urkunden des Klosters Marienstatt. Neunkhausen ist der Geburtsort des Publizisten Johannes Gross (1932–1999).

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Neunkhausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1815 312
1835 374
1871 332
1905 423
1939 520
1950 599
Jahr Einwohner
1961 617
1970 761
1987 816
1997 1.097
2005 1.109
2015 1.103

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Neunkhausen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindewappen zeigt neben der Zugehörigkeit zum Kirchspiel Kirburg auch den Löwen der Grafschaft Sayn. Die Kapelle im unteren Teil des Wappens symbolisiert sowohl die Kapelle in Altenkloster als auch die St. Wendelinuskapelle.[7] Die St. Wendelinuskapelle wird erstmals in einer Urkunde von 1447 erwähnt. Sie befand sich auf dem heutigen Brunnenplatz von Neunkhausen und wurde von den Grafen von Sayn gestiftet. Die Kapelle bestand bis zum Jahre 1822.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ siehe Liste der Kulturdenkmäler in Neunkhausen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen Fingerhut Haus hat seinen Stammsitz in Neunkhausen. Gefertigt werden seit den 1950er Jahren Fertighäusern, gegründet wurde das Unternehmen 1903. Es verfügt über neun Vertriebsbüros und zwölf Musterhausstandorte in Deutschland, Luxemburg und Österreich.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Kuppler: Die Wappen der Städte, Gemeinden und Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis, in: Wäller Heimat 24 (2012), S. 31–33.
  • Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 59 (2016), S. 219–237.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neunkhausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Hermann Josef Hucke: Ortsnamen im Westerwaldkreis in ihrer mundartlichen Aussprache sowie Ortsneckereien, 2010, Seite 3 (PDF; 129 kB).
  3. Zur geschichtlichen Entwicklung der Mühlen in der Grafschaft Sayn vgl. Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, S. 219-239.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 46 (PDF; 2,2 MB).
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Vgl. Heinz Kuppler: Die Wappen der Städte, Gemeinden und Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis, S. 31-33.