Neunundsechzig

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Dieser Artikel befasst sich mit der sexuellen Praktik 69. Zu weiteren Bedeutungen siehe 69 (Begriffsklärung).
Zeichnerische Darstellung

Als Neunundsechzig oder 69 wird eine sexuelle Stellung bezeichnet, bei der beide Partner einander gleichzeitig oral befriedigen. Dabei liegen die Partner übereinander oder auf die Seite gedreht, sodass das Gesicht des einen Partners bei den Genitalien des anderen liegt und andersherum. So können der Penis und der Hodensack des Mannes und die äußeren Geschlechtsorgane der Frau (Klitoris, Schamlippen, Vagina) gleichzeitig durch den Mund (die Lippen, die Zunge, die Zähne) des anderen oral stimuliert und liebkost werden. Diese Stellung wird vor allem beim Vorspiel angewandt, sie kann aber auch zu einem gemeinsamen Orgasmus führen.

Radierung von Félicien Rops, Le Diable au Corps, 1865

Die Stellung kann sowohl zwischen Mann und Frau als auch zwischen zwei Männern oder zwei Frauen durchgeführt werden. Die orale Stimulation des Penis wird Fellatio genannt, während die orale Stimulation der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane als Cunnilingus bezeichnet wird.

Etymologie[Bearbeiten]

Die Etymologie des Begriffes ergibt sich aus dem Schriftbild, da die Zahl 9 wie die auf dem Kopf stehende Zahl 6 aussieht. Mit der Kombination beider Zahlen wird die entgegengesetzte Körperausrichtung der Beteiligten symbolisiert. Im englischen Sprachraum wird deshalb gelegentlich auch das Kürzel L7 (L-Seven) verwendet, auch wenn die Bezeichnung Sixty-nine dort weitaus häufiger vorkommt. Manchmal wird es als Anglizismus auch im deutschen Sprachraum verwendet, während früher die französische Bezeichnung Soixante-neuf verwendet wurde.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neunundsechzig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Neunundsechzig – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Müller: Seid reinlich bei Tage und säuisch bei Nacht (Goethe) oder: Betrachtungen über die schönste Sache der Welt im Spiegel der deutschen Sprache – einst und jetzt. In: Rudolf Hoberg (Hrsg.): Sprache – Erotik – Sexualität. Erich Schmidt Verlag GmbH, 2001, S. 26. ISBN 3-503-04990-8