Neureut (Karlsruhe)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen der Stadt Karlsruhe
Wappen des Stadtteils Neureut
Neureut

Stadtteil der Stadt Karlsruhe
Lage von Neureut in Karlsruhe
Basisdaten
Geograph. Lage   49° 3′ N, 8° 23′ O49.058.3833333333333112Koordinaten: 49° 3′ N, 8° 23′ O
Höhe   112 m ü. NN
Fläche   19,1776 km²
Einwohner   18.406 (Stand 30. Juni 2014)
Bevölkerungsdichte   960 Einwohner je km²
Eingemeindet   14. Februar 1975
Postleitzahlen   76149
Vorwahl   0721
Verkehrsanbindung
Bundesstraße   B36
Stadtbahn   S 1 S 11
Straßenbahn   3
Buslinien   70 71 72 73
Nachtverkehr   NL3

Neureut ist der nördlichste Stadtteil von Karlsruhe. Die ehemals größte Landgemeinde Baden-Württembergs (heute rund 18.500 Einwohner) wurde am 14. Februar 1975 zwangsweise eingemeindet.

Der Name Neureut leitet sich ab aus „Neue Rodung“, da zum Bau der Siedlung an dieser Stelle der Wald gerodet wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1260 vermutete Gründung durch Markgraf Rudolf I.
  • 1699 Gründung der Gemeinde Welschneureut durch Markgraf Friedrich Magnus zur Aufnahme südfranzösischer Glaubensflüchtlinge (oft als Waldenser bezeichnet; tatsächlich waren es Hugenotten)
  • 1913 Einrichtung einer Siebkläranlage, seither ausgebaut zur Kläranlage für ganz Karlsruhe
  • 1914 erhält Neureut Elektrizitätsversorgung
  • 1921 Baubeginn der Gartensiedlung, später Heidesiedlung, an der Grenze nach Karlsruhe
  • 1928 die ersten Häuser der Kirchfeldsiedlung entstehen in der Gildestrasse
  • 1935 Eingliederung der Gemeinde Welschneureut, Umbenennung der vereinigten Gemeinde in „Neureut (Baden)“
  • 1943 Schwere Schäden durch amerikanische Luftwaffe
  • 1949 Gründung der Kirchfeldsiedlung auf einem ehemaligen Exerzierplatz, um Heimatvertriebene aus Böhmen, Mähren und dem Sudetenland aufzunehmen
  • 1959 Bau der amerikanischen Kaserne
  • 1960 Bau der General-Fahnert-Kaserne der Bundeswehr
  • 1964 das Hallenbad Neureut wird eröffnet
  • 1975 trotz heftigen Widerstandes seitens der Bevölkerung Eingemeindung zur Stadt Karlsruhe; die Hardtbahn (heute S1/S11) wird eröffnet
  • 1977 Die Badnerlandhalle wird fertiggestellt und eingeweiht. Sie liegt am Neureuter Platz, der am Ostrand des alten Ortes ein “Neues Zentrum” werden sollte.
  • 1985 das Hallenbad Neureut wird nach Umbau und Renovierung in Adolf-Ehrmann-Bad umbenannt
  • 1994 das Gewerbegebiet Sandfeld wird zum Bebauen freigegeben, es verbindet die voneinander getrennten Ortsteile
  • 1995 die Amerikaner rücken aus Neureut ab, durch die Nordstadt wird Neureut baulich mit der Kernstadt verbunden
  • 1999 Welschneureut wird 300 Jahre
  • 2006 Baubeginn von Kirchfeld-Nord auf dem Gelände der ehemaligen US-Kaserne; Eröffnung der Straßenbahnlinie 3 nach Neureut Heide
  • 2007 Baubeginn der Querspange Neureut-Nord
  • 2009 Freigabe der Querspange am 6. April

Ortsteile[Bearbeiten]

Der Neureuter Platz mit dem “Brunnen der Ortsteile” und der Kirche St. Judas Thaddäus
Brunnen Steinblume in Neureut von Gerhard Karl Huber
  • Neureut Nord (Teutschneureut)
  • Neureut Süd (Welschneureut)
  • Heide, Siedlung von 1921, grenzt an die später entstandene Nordstadt
  • Kirchfeld, Siedlung am Hardtwald, für Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg, zeitweise zwei Kasernen

Schulen[Bearbeiten]

Im Ort befinden sich folgende Schulen:

  • Waldschule (Grundschule)
  • Südschule (GHS)
  • Nordschule (GHS)
  • Schulzentrum Neureut (Gymnasium, Realschule, Musikschule, Volkshochschule)
  • Hardtwaldschule (Schule für geistig Behinderte)

Sportvereine[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

FeG Karlsruhe in der Heidesiedlung

Hilfsorganisationen[Bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Karlsruhe, Abteilung Neureut
  • DRK Neureut
  • DLRG Neureut
  • Sanitätsdienst Schulzentrum Neureut

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Ehmer: Geschichte von Neureut. 1983, Stadt Karlsruhe – Ortsverwaltung Neureut

Weblinks[Bearbeiten]