Neusorg

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Wappen Deutschlandkarte
Neusorg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neusorg hervorgehoben

Koordinaten: 49° 56′ N, 11° 58′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Verwaltungs­gemeinschaft: Neusorg
Höhe: 573 m ü. NHN
Fläche: 17,83 km2
Einwohner: 1896 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95700
Vorwahl: 09234
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 143
Gemeindegliederung: 8 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 1
95700 Neusorg
Website: neusorg.de
Erster Bürgermeister: Peter König (SPD)
Lage der Gemeinde Neusorg im Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis BayreuthLandkreis Neustadt an der WaldnaabErbendorfPullenreuthKastl (bei Kemnath)WaldershofKemnathWiesauWaldsassenTirschenreuthReuth bei ErbendorfPlößbergPechbrunnNeusorgBad NeualbenreuthMitterteichMähringLeonberg (Oberpfalz)KulmainKrummennaabKonnersreuthFuchsmühlFriedenfelsFalkenberg (Oberpfalz)EbnathBrand (Oberpfalz)BärnauImmenreuthTschechienKarte
Über dieses Bild
Blick auf Neusorg

Neusorg (bairisch Neiasorch) ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt 11 Kilometer südwestlich von Marktredwitz und knapp 30 Kilometer östlich von Bayreuth. Der Hauptort Neusorg befindet sich im Süden des Gemeindegebietes, das größtenteils bewaldet ist. Durchs Gemeindegebiet fließt die Fichtelnaab.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Ebnath
Ebnath
Wappen von Waldershof
Waldershof
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Wappen von Kulmain
Kulmain
Wappen von Pullenreuth
Pullenreuth

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Neusorg hat acht Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Die beiden Weiler Stöcken zählen mittlerweile als ein Gemeindeteil.

Es gibt die Gemarkungen Neusorg und Riglasreuth.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neusorg wurde um 1535 gegründet. Der Name des Ortes wurde zum ersten Mal in einem Brief des Jahres 1568 erwähnt, in dem es heißt: „... Neüesorg sey durch Ire Eltern vor ettlichen und dreissigk Jaren auffgebaut, mit Leutten besetzt.“ Beim Grundwort des Ortsnamens handelt es sich um einen ursprünglichen Flurnamen, der auf dem mittelhochdeutschen Begriff „sorge“ basiert. Dieser bedeutet so viel wie „Sorge, Besorgnis, Kummer“ und lässt einen Zusammenhang mit einem dürftigen Boden erkennen. Der Ortsname dürfte sich daher daraus erklären, dass die Qualität der zur Verfügung stehende Agrarflächen den Ansiedlern einen Anlass zur Sorge gaben.[5] Seit Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1854 wurde dort Bergbau betrieben. Bis dahin war der Ort eine kleine Siedlung, erst durch den Bau der Bahnstrecke Nürnberg–Cheb begann eine rasche Entwicklung.

Ab der Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich war nicht Neusorg Gemeindesitz, sondern der Ort Schwarzenreuth. Neusorg hatte jedoch vor allem durch den Eisenbahnbau und durch Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg eine wesentlich größere Einwohnerzahl als Schwarzenreuth erreicht. Am 17. September 1949 wurde die bisherige Gemeinde Schwarzenreuth in Gemeinde Neusorg umbenannt.[6]

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Gebietsreform der 1970er Jahre gehörte Neusorg zum Landkreis Kemnath und bestand neben dem Hauptort aus den Gemeindeteilen Schurbach, Schwarzenreuth, Stockau, Stöcken (Nord) und Wäsch.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1978 die Gemeinde Riglasreuth eingegliedert. Am 1. Mai 1978 folgte Wernersreuth von der aufgelösten Gemeinde Oberwappenöst.[7]

Am 1. Januar 1978 trat Neusorg den größten Teil der Streusiedlung Schurbach mit etwa 100 Einwohnern an die Stadt Waldershof ab.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 2164 auf 1926 um 238 bzw. um 11 %.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelisch-lutherische Christuskirche in Neusorg

Die Bewohner sind größtenteils katholisch. Der erste Geistliche kam am 1. August 1930 nach Neusorg (Expositus Josef Losch). Am 1. September 1946 wurde der Grundstein der Pfarrkirche gelegt, die der Heiligen Jungfrau, Gottes Mutter Maria geweiht ist. Es gibt auch eine kleine evangelische Kirche im Dorf.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neusorg ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg, deren Mitglied die Gemeinde ist.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Bürgermeisterwahl 2020 traten Peter König (SPD) und Oliver Becher (CSU) als Kandidaten an. Gewählt wurde Peter König mit 988 Stimmen (80,6 %). Oliver Becher erhielt 238 Stimmen (19,4 %). Die Wahlbeteiligung lag bei 76,8 %.

Gemeinderatswahl 2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Neusorg
Blasonierung: „Unter schwarzem Zinnenschildhaupt in Gold über zwei schräggekreuzten schwarzen Reuthauen ein halber springender Hirsch.“[8]

Die Gemeinde führt das Wappen seit 1980.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fischereiverein 1987 Neusorg e. V.
  • Kegelclub Neusorg
  • Schützenverein „Schützenblut“ Neusorg
  • SV Neusorg
  • SV Riglasreuth
  • TuS Neusorg

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Neusorg liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Cheb. Im Süden verlaufen die Staatsstraßen 2177 und 2181 durch die Gemeinde.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Gillitzer (1905–1980), deutscher Verwaltungsjurist und Ministerialdirektor
  • Edmund Stauffer (1925–2013), katholischer Prälat und Domdekan des Regensburger Doms, Ehrenbürger von Neusorg (1993)
  • Werner Ablass (1949–2018), Buchautor und Coach

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 978-3-406-55206-9, S. 183.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Neusorg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-003r Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtag (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Neusorg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Gemeinde Neusorg, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 12. Dezember 2021.
  4. Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. (Nicht mehr online verfügbar.) Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 14. Juli 2020, archiviert vom Original am 2. Februar 2021; abgerufen am 1. Februar 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ldbv.bayern.de
  5. Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. München 2006, S. 183.
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 495.
  7. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 663 und 664.
  8. Eintrag zum Wappen von Neusorg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte