Neuss

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der deutschen Stadt Neuss; weitere Bedeutungen sind unter Neuß aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neuss
Neuss
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neuss hervorgehoben
Koordinaten: 51° 12′ N, 6° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Rhein-Kreis Neuss
Höhe: 40 m ü. NHN
Fläche: 99,52 km²
Einwohner: 155.414 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 1562 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 41460–41472
Vorwahlen: 02131, 02137, 02182
Kfz-Kennzeichen: NE, GV
Gemeindeschlüssel: 05 1 62 024
Stadtgliederung: 28 statistische Bezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 2
41460 Neuss
Webpräsenz: www.neuss.de
Bürgermeister: Reiner Breuer (SPD)
Lage der Stadt Neuss im Rhein-Kreis Neuss
Düsseldorf Duisburg Köln Krefeld Kreis Düren Kreis Heinsberg Kreis Mettmann Kreis Viersen Mönchengladbach Rhein-Erft-Kreis Dormagen Grevenbroich Jüchen Kaarst Korschenbroich Meerbusch Neuss RommerskirchenKarte
Über dieses Bild

Neuss (reg. Dialekt Nüss; lateinisch Novaesium; Schreibweise bis 1968: Neuß) ist eine Stadt am linken Niederrhein auf der gegenüberliegenden Rheinseite von Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Neuss ist mit über 150.000 Einwohnern Deutschlands größte kreisangehörige Stadt und zugleich größte Stadt des Rhein-Kreises Neuss, bekannt vor allem für ihre römische Vergangenheit, den Rheinhafen und das Neusser Bürger-Schützenfest.

Die Einwohnerzahl der Stadt Neuss überschritt 1963 die 100.000-Grenze und machte sie zur Großstadt. Neuss ist in der Landesplanung als Mittelzentrum eingestuft. 1984 beging die Stadt ihre 2000-Jahr-Feier. Damit zählt Neuss zu den ältesten Städten Deutschlands.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuss liegt am linken Niederrhein auf einer Niederterrasse gegenüber von Düsseldorf, an der Mündung der Erft in den Rhein. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet befindet sich in der Nähe des Stadtteils Holzheim und beträgt 67,5 m, die tiefste Stelle befindet sich im Bereich der südlichen Stadtgrenze und beträgt 30 m über NN. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 13,2 km und in West-Ost-Richtung 12,8 km. Auch wenn Neuss grundsätzlich am Ostrand des Rhein-Kreises Neuss liegt, befindet sich auch der geographische Mittelpunkt des Kreises noch innerhalb des Stadtgebietes von Neuss (bei Gut Hombroich).

Es gibt eine Reihe von Naturschutzgebieten und Landschaftsschutzgebieten, siehe Liste der Naturschutzgebiete im Rhein-Kreis Neuss und Liste der Landschaftsschutzgebiete im Rhein-Kreis Neuss.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Neuss. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten genannt:

Düsseldorf (kreisfreie Stadt) sowie Dormagen, Grevenbroich, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch (alle Rhein-Kreis Neuss)

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtbezirke gibt es in Neuss – anders als in kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens – nicht. Das Stadtgebiet ist in statistische Bezirke eingeteilt. Diese werden fortlaufend nummeriert und tragen jeweils auch einen besonderen Namen:

1 Innenstadt, 2 Dreikönigenviertel, 3 Hafengebiet, 4 Hammfeld, 5 Augustinusviertel, 6 Gnadental, 7 Grimlinghausen, 8 Uedesheim, 9 Weckhoven, 10 Erfttal, 11 Selikum, 12 Reuschenberg, 13 Pomona, 14 Stadionviertel, 15 Westfeld, 16 Morgensternsheide, 17 Furth-Süd, 18 Furth-Mitte, 19 Furth-Nord, 20 Weißenberg, 21 Vogelsang, 22 Barbaraviertel, 23 Holzheim, 24 Grefrath, 25 Hoisten, 26 Speck / Wehl / Helpenstein, 27 Norf, 28 Rosellen.

Zu einigen Bezirken gehören separat gelegene Wohnplätze mit eigenem, teilweise mit dem Bezirk übereinstimmendem Namen: Allerheiligen, Bettikum, Derikum, Dirkes, Elvekum, Erfttal Ost, Erfttal West, Gier, Grefrath, Gruissem-Ost, Helpenstein, Am Kreitz, Kuckhof, Lanzerath, Löveling, Minkel, Rheinparkcenter, Röckrath, Rosellerheide/Neuenbaum, Schlicherum, Speck, Stüttgen, Wehl und Rott.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Römische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereich des ehemaligen römischen Legionslagers

Novaesium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Novaesium

Neuss ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Bereits um das Jahr 16 v. Chr. errichteten römische Soldaten an der Mündung der Erft in den Rhein, etwa 2,5 km südöstlich der heutigen Altstadt, eine Befestigung aus Holz und Erde.[4] Der Platz, an dem sich vermutlich schon eine kelto-germanische Vorgängersiedlung befand, war strategisch gewählt, lag er doch einerseits am Endpunkt einer römischen Fernstraße, die durch das von Caesar eroberte Gallien von Lyon über Trier und Zülpich bis an den Rhein führte, und bot andererseits einen verkehrsgünstigen Zugang zu den Wasserwegen von Rhein, Erft, Lippe, Ruhr und Wupper. Weitere, wohl ebenfalls nur saisonal genutzte Heerlager an dieser Stelle folgten einander (sogenannte „Lager A bis F“). Unter anderem dürften die Legio XIX und die Legio XX Valeria Victrix zeitweise hier stationiert gewesen sein.

Diorama des Römischen Kastells von Neuss in der Zinnfigurenabteilung des Freilichtmuseums Roscheider Hof

Um die Mitte des ersten Jahrhunderts nach Christus bauten römische Soldaten, unter anderem der Legio VI, nahe der Erftmündung in Neuss-Grimlinghausen erstmals ein steinernes Legionslager, das nach seinem Entdecker, dem Archäologen Constantin Koenen, auch als „Koenen-Lager“ bezeichnet wird. Während der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. war in dem Kastell dauerhaft eine ganze Legion mit fast 6.500 Soldaten stationiert (Novaesium). Ein großes, von H.-J. Graul nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gestaltetes Diorama des Kastells und der umgebenden Zivilsiedlung befindet sich heute im Freilichtmuseum Roscheider Hof.[5]

Nachdem die zuletzt im „Koenen-Lager“ stationierte VI. Legion um etwa 100 n. Chr. nach Xanten verlegt worden war, baute man zu Beginn des zweiten Jahrhunderts an seiner Stelle ein steinernes Auxiliarlager, das Platz für eine Besatzung von etwa 600 Mann bot. Als Ende des dritten Jahrhunderts n. Chr. die römische Grenzverteidigung als Reaktion auf die vermehrten Überfälle fränkischer Truppen auf das römische Reichsgebiet neu organisiert werden musste, gab man das Auxiliarlager an der Erftmündung auf.

Zivile Siedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um das Militärlager herum entstanden ausgedehnte Gräberfelder und eine Lagervorstadt (canabae legionis), in der die Familien der Soldaten lebten, aber auch Händler, Gastwirte und Militärhandwerker arbeiteten. Aus dieser Lagervorstadt und ihrem Gräberfeld entwickelte sich eine Zivilsiedlung („vicus“), aus der im Laufe der Jahrhunderte das heutige Neuss erwuchs.[6]

Frühes Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei seinen Ausgrabungen an und um St. Quirin entdeckte Hugo Borger 1963 auch drei fränkische Gräber aus der Zeit um 500 n. Chr. Sie bezeugen, dass die frühmittelalterliche Besiedlung in Neuss unmittelbar an die Antike anknüpfte.[7] Funde aus dem 8./9. Jahrhundert wurden am Obertor und an der Marienkirche gemacht.[8]

Eine der ersten urkundlichen Nachweise für Neuss im Frühmittelalter stammt von 877. Urkundlich wurde die Befreiung des Klosters Werden für den Zoll an der Zollstätte in Neuss von König Ludwig des Jüngeren erteilt, die einen Marktzoll betraf.[9] Noch zu Beginn des Hochmittelalters ist eine fränkische Burg oder Reichshof im aktuellen Stadtgebiet von Neuss nachweisbar, da dort häufiger die kurzzeitige Anwesenheit deutscher Könige und Kaiser belegbar war. Vom 18. Juni 1023 stammt zum Beispiel eine Urkunde des Kaisers Heinrich II., die bei dessen Anwesenheit in „Nuiss“ ausgestellt worden war. Weitere Urkunden liegen von Kaiser Konrad II. (1024 in Niuhsse) und Kaiser Heinrich IV. (1062 in Niusse) vor.[10] Die weltliche Hoheit über das Gebiet von Neuss durch die Kölner Erzbischöfe ist erstmal unter Erzbischof Anno II. zu Beginn der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts nachweisbar. Davor hatten die Grafen von Kleve kurzzeitig Hoheitsrechte in Neuss, da von diesen eine Kirche in der Ortschaft errichtet wurde, die später zum Quirinus-Münster umgebaut und erweitert wurde. Vögte von Neuss waren zu dieser Zeit die Grafen von Kessel.[11] In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts entstand neben der Kirche auch ein Benediktinerinnenkloster, gestiftet von einer hochadligen Familie. In dieser Zeit wurden vermutlich auch die Reliquien des Hl. Quirinus von Neuss, des Patrons dieser Kirche, nach Neuss überführt.

Geschichte Mittelalter und Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belagerung von Neuss 1474–1475

Stadtwerdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter den Kölner Erzbischöfen entwickelte sich Neuss zu einer Handelsstadt. Der frühste urkundliche Beleg, dass Neuss eine Zollstätte für den Rheinzoll unter den Kölner Erzbischöfen geworden war, stammt von 1138. In einer Urkunde befreite Erzbischof Arnold I. von Köln das Bedburger Marienstift von der Zahlung dieses Rheinzolls.[12] Bereits 1190 wurde Neuss erstmals offiziell als Stadt bezeichnet, und Heinrich VI. bestätigte den erzbischöflichen Städten zu Köln und Neuss Zollfreiheit für Kaiserswerth.[13]

Um 1200 wurde die große Stadtmauer mit fünf Toren gebaut. 1209 legte Meister Wolbero unter Verwendung von Vorgängerbauwerken den Grundstein zum Quirinusmünster. 1222 bestätigte Erzbischof Philipp I. der Stadt ihre Privilegien.[14] Bis Mitte des 13. Jahrhunderts war die Bedeutung von Neuss als bedeutende Handelsstadt am Niederrhein weiter gestiegen und sie wurde ein Mitglied der Hanse. Durch die 1270 bewilligte Zollfreiheit der Neusser in Dänemark vom dänischen König Erik V. wurde der Handel weiter verstärkt.[15]

Zusätzlich versuchte Neuss seine Abhängigkeit vom Erzbistum Köln zu begrenzen und strebte die Reichsunmittelbarkeit an.[16] 1254 erhielt man die Erlaubnis das befestigte Schloss des Erzbistums in der Stadt abzureißen. Zusätzlich erhielt die Stadt die Zusage, dass keine neue „Feste“ ohne Einwilligung von Neuss wieder errichtet würde.[17][Anm. 1] Diese Unabhängigkeit von Erzköln wurde 1259 durch den Erzbischof Konrad von Hochstaden zusätzlich weiter ergänzt. Dieser bewilligte den Neussern die Wahl und Bildung eines Stadtrates mit zwölf bis vierzehn Ratsherren. Weiterhin sollten die städtischen Statuten frei abgefasst werden dürfen.[15]

1271 verkauften die Grafen von Kessel ihre Vogteischaft für Neuss an den Kölner Erzbischof Engelbert II.[18]

Über König Rudolf von Habsburg erhielt die Stadt im letzten Quartal des 13. Jahrhunderts die Reichsunmittelbarkeit. Da Neuss jedoch dem Hochstapler Tile Kolup als Kaiser Friedrich II. Schutz und Wohnsitz gewährte, wurde die Reichsunmittelbarkeit nach kurzer Zeit von Rudolf von Habsburg widerrufen und die Stadt dem Kölner Erzbischof wieder unterstellt.[19] Bei der Bestätigung des Wahlrechtes und den Bedingungen von 1259 schränkte 1310 der Erzbischof Heinrich II. diese durch den Zusatz ein, dass die Wahl der Stadträte durch Erzköln bestätigt werden müssten.

Da die Spannungen zwischen der Stadt Neuss und Erzköln hinsichtlich dem Umfang der Stadtfreiheiten andauerten, beschloss der neue Erzbischof Friedrich III. sofort nach seiner Wahl im November 1370 den Rheinzoll von Neuss in die kleine rheinaufwärts gelegene kurkölner Ortschaft Zons zu verlegen. Hier waren keine Probleme durch Widerstände der Bewohner zu erwarten. Bereits im August 1372 wurde die Zollstätte Zons eröffnet und die in Neuss geschlossen.[20] Der Protest der Neusser gegen die Verlegung der Zollstätte wurde vom Deutschen König Wenzel mit der Genehmigung dieser Aktion durch Kurköln am sechsten Juli 1376 abgelehnt.[21]

1474/75 widerstand die Stadt der fast einjährigen Belagerung von Neuss durch Karl den Kühnen. Zur Belohnung verlieh Kaiser Friedrich III. Neuss das Münzprivileg, das Rotwachsprivileg, die Rechte einer Hansestadt und ein neues Wappen. Zusätzlich wurde die städtischen Gerechtsamen und Satzung mit der freien Wahl des Rates und Schöffen bestätigt, die in der Vergangenheit zwischen den Kölner Erzbischöfen und der Stadt strittig waren.[22] Nach Ende der Belagerung wurden die umfangreichen Kriegsschäden umgehend beseitigt und die Stadt kam zu beträchtlichem Wohlstand.

Im Kölnischen Krieg eroberte 1585 der auf der Seite Gebhard I. von Waldburg kämpfende Graf Adolf von Neuenahr die Stadt Neuss und zerstörte eine Reihe kleinerer Burgen und befestigter Höfe im Neusser Umland. Im Juli 1586 belagerte die Flandrische Armee unter der Statthalter der habsburgischen Niederlande Alessandro Farnese Neuss. Die Stadt wurde verteidigt durch ein Garnison von um die 1600 Soldaten unter Leitung von Hermann Friedrich von Pelden. Am 26. Juli 1586 wurdte Neuss erobert und danach geplündert und in Brand gestochen. Das komplette Garnison wurde getötet. Daneben werden auch rund 3.000 vom etwa 4.500 Einwohner der Stadt ermordet. Nur acht Häuser wurden vom Brand verschont.

1635 wurde Hester Jonas Opfer der Hexenprozesse in Neuss.[23]

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1794 besetzten französische Truppen Neuss. Am Rhein legten sie sofort mehrere Artilleriestellungen an. Überreste einer solchen Artilleriestellung sind noch heute im Rheinbogen zwischen Uedesheim und der Fleher Brücke zu sehen. Sie sind bekannt als „Alte Batterie“.[24] Während der von 1794 bis 1814 dauernden französischen Besatzung wurde in Neuss am Nordkanal gebaut, der eine schiffbare Verbindung zwischen Rhein und Maas schaffen sollte. Damit sollten die Flusszölle rheinabwärts umgangen werden. Der Kanal wurde nicht vollendet. 1816 wurde Neuss preußisch und Sitz eines Kreises. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt neuen wirtschaftlichen Aufschwung, der wesentlich durch den Eisenbahnbau (u. a. Anschluss an das rechtsrheinische Eisenbahnnetz durch die Eisenbahnbrücke über den Rhein nach Düsseldorf-Bilk) und den Rheinhafen getragen wurde.

Kreisfreie Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1913 schied Neuss aus dem Kreis Neuß aus und wurde eine kreisfreie Stadt. 1929 wurden die noch verbleibenden Teile der Kreise Neuß und Grevenbroich zum neuen Landkreis Grevenbroich-Neuß (später Kreis Grevenbroich) vereinigt. Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Neusser Synagoge in Brand gesetzt und jüdische Geschäfte und Wohnungen demoliert. Anschließend wurden bis 1942 rund 130 Juden in Konzentrationslager deportiert.[25][26] Im Zweiten Weltkrieg erlitt Neuss ab 1940 136 Luftangriffe[27]; wie in vielen anderen rheinischen Städten wurden große Teile der historischen Altstadt durch britische Luftangriffe zerstört. Der erste Großangriff erfolgte in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August 1942, er forderte 279 Tote und 12.000 Obdachlose.[28]

1944 erlebte Neuss sechs weitere Großangriffe. Hieraus resultierten 537 Tote und 544 Verletzte sowie 833 zerstörte Häuser. Das Quirinusmünster wurde von einer Sprengbombe getroffen und sehr schwer beschädigt. Zerstört wurden das Städtische Krankenhaus Preußenstraße, das Kamillushaus und das Alexianerkrankenhaus mit den Kirchen, die Kirchen Immaculata und Marienberg, Josephskloster und Annastift, am 31. Dezember auch das historische Rathaus.[29]

Amerikanische Truppen – das 330. Infanterieregiment der 83. US-Infanteriedivision – besetzten im Rahmen der Operation Grenade am 1. und 2. März 1945 Neuss und die linksrheinischen Stadtgebiete Düsseldorfs.

1968 wurde die Schreibweise von „Neuß“ in „Neuss“ geändert.

Kreis Neuss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeindereform 1975 wurden einige Gemeinden und Ortschaften, die Neuss umgaben (z. B. Holzheim, Norf und Rosellen), eingemeindet (siehe auch Eingemeindungen) und die kreisfreie Stadt Neuss mit dem Kreis Grevenbroich zum neuen Kreis Neuss vereinigt (ab 2003 Rhein-Kreis Neuss). Neuss erhielt kommunalrechtlich den Status Große kreisangehörige Stadt und wurde Sitz des neuen Kreises, obwohl sich große Teile der Kreisverwaltung in Grevenbroich befinden. Im Jahr 1984 feierte Neuss sein 2000-jähriges Jubiläum, zu dem (mit Genehmigung der französischen Rechteinhaber) ein Comic-Sonderband Asterix in Novaesium erschien.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die Stadt Neuss wurden im Laufe der Geschichte folgende Gemeinden bzw. Gemeindeteile eingegliedert: Anfang des 20. Jahrhunderts Teile von Heerdt, Büderich und Kaarst, 1929 Grimlinghausen, Uedesheim und Weckhoven sowie am 1. Januar 1975 Grefrath (Gemeinde Holzheim), Holzheim, Hoisten (Gemeinde Neukirchen), Norf, Rosellen und Speck (Gemeinde Neukirchen) sowie weitere Teile von Kaarst.[30]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung von 1771 bis 2011

Im Jahre 1963 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Am 1. Januar 1975 stieg die Bevölkerungszahl von Neuss durch die Eingemeindung mehrerer Orte um 30.000 Personen auf 148.000. Ende Dezember 2012 lebten in Neuss nach Fortschreibung des Landesbetriebs für Information und Technik Nordrhein-Westfalen 151.486 Menschen mit Hauptwohnsitz, die Tendenz ist weiterhin steigend. Der Ausländeranteil lag bei 12,0 %.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1771 3.555
1798 4.423
1810 6.400
1831 7.888
1. Dezember 18401 9.057
3. Dezember 18551 9.690
3. Dezember 18611 10.300
3. Dezember 18641 10.700
3. Dezember 18671 12.600
1. Dezember 18711 13.996
1. Dezember 18751 15.564
1. Dezember 18801 17.500
1. Dezember 18851 20.074
1. Dezember 18901 22.635
2. Dezember 18951 25.026
Jahr Einwohner
1. Dezember 19001 28.472
1. Dezember 19051 30.440
1. Dezember 19101 37.224
1. Dezember 19161 35.463
5. Dezember 19171 35.483
8. Oktober 19191 39.819
16. Juni 19251 44.958
16. Juni 19331 55.771
17. Mai 19391 59.654
31. Dezember 1945 51.624
29. Oktober 19461 54.961
13. September 19501 63.478
25. September 19561 79.903
6. Juni 19611 92.916
31. Dezember 1965 111.104
Jahr Einwohner
27. Mai 19701 114.613
31. Dezember 1975 148.198
31. Dezember 1980 149.334
31. Dezember 1985 143.512
25. Mai 19871 142.178
31. Dezember 1990 147.019
31. Dezember 1995 148.796
31. Dezember 2000 150.013
31. Dezember 2004 151.875
31. Dezember 2005 151.610
31. Dezember 2006 151.626
31. Dezember 2009 151.280
31. Dezember 2010 151.388
9. Mai 20111 150.568
31. Dezember 2011 151.070
Jahr Einwohner
31. Dezember 2012 151.486
31. Dezember 2013 152.252
31. Dezember 2014 152.644
31. Dezember 2015 159.672
1 Volkszählungsergebnis

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimatisch zeichnet sich Neuss durch eine Gunstlage aus, die von der Nordsee und vom Golfstrom beeinflusst wird. Die Winter sind schneearm und der Frühling setzt recht früh ein. Im Jahresdurchschnitt fällt ein Niederschlag von ca. 805 mm.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Neuss
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,5 5,6 9,9 14,3 18,9 22,0 23,5 23,1 20,1 14,5 9,0 5,4 Ø 14,3
Min. Temperatur (°C) -0,6 -0,3 2,2 4,7 8,2 11,3 13,3 13,1 10,5 6,7 3,5 0,7 Ø 6,1
Temperatur (°C) 1,9 2,6 6,0 9,5 13,5 16,6 18,4 18,2 15,3 10,6 6,2 3,0 Ø 10,2
Niederschlag (mm) 68 50 65 54 70 85 76 70 63 65 65 74 Σ 805
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
4,5
-0,6
5,6
-0,3
9,9
2,2
14,3
4,7
18,9
8,2
22,0
11,3
23,5
13,3
23,1
13,1
20,1
10,5
14,5
6,7
9,0
3,5
5,4
0,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
68
50
65
54
70
85
76
70
63
65
65
74
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Climate-Data[31]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Quirinusschrein im gleichnamigen Münster

Die Neusser Bevölkerung ist zu 45,4 Prozent katholisch, zu 18,2 Prozent evangelisch.[32]

Die katholischen Kirchengemeinden gehören zum Erzbistum Köln; die Katholiken waren zunächst der kirchlichen Gerichtsbarkeit des Dompropstes, später als Archidiakonat dem Domdechanten unterstellt. Die Zugehörigkeit der Stadt auch zum weltlichen Kurfürstentum Köln war Ursache dafür, dass die Reformation keinen Fuß fassen konnte. Dennoch gab es in den 1560er Jahren eine heimliche reformierte Gemeinde, die zu den größten Gemeinden unterm Kreuz gehörte. Nach 1586 gab es einen Umschwung, doch gab es bis 1620 noch einzelne reformierte Familien. Unter Kurfürst Ernst waren sie dann meist gezwungen auszuwandern. Erst im 19. Jahrhundert zogen wieder vermehrt Protestanten zu.

Die katholischen Gemeinden gehörten bis 1802 zum Erzbistum Köln. Nach dessen Auflösung kamen sie zum Bistum Aachen, das jedoch 1821/1825 bereits wieder aufgehoben wurde. Somit kam Neuss 1828 wieder zum Erzbistum Köln. Neuss wurde Sitz eines Dekanats, das später in die Dekanate Nord und Süd geteilt wurde. Sie bildeten das Stadtdekanat Neuss. Zum 1. Januar 2005 wurde dieses mit dem bisherigen Kreisdekanat Neuss zusammengelegt. Beide Dekanate bilden seitdem das Kreisdekanat Rhein-Kreis Neuss.

1805 bildete sich in Neuss wieder eine reformierte Gemeinde, die sich 1817 mit der lutherischen Gemeinde zu einer unierten Gemeinde vereinigte, die zur Evangelischen Kirche in Preußen bzw. zu dessen rheinischer Provinzialkirche gehörte. Innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland gehören die evangelischen Gemeinden der Stadt Neuss zum Kirchenkreis Gladbach-Neuss.

Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden gibt es in Neuss auch Freikirchen, darunter eine evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die Immanuel-Gemeinden, die zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) gehört. Ferner sind in Neuss sowohl die Neuapostolische Kirche als auch die Zeugen Jehovas vertreten.

In Neuss gibt es mehrere Moscheen und Moscheevereine, zum Beispiel in der Nähe des Hauptbahnhofs, in der Innenstadt und in den äußeren Bezirken wie Weckhoven, Derikum, Erfttal, der Furth etc.[33]

Stadtheilige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schutzpatron von Neuss ist der heilige Quirinus von Neuss, seine Reliquien kamen um 1050 nach Neuss. Ihm zu Ehren wurde das Neusser Quirinusmünster gebaut, infolgedessen sich die Bedeutung von Neuss als mittelalterlicher Wallfahrtsort mit Pilgern aus ganz Europa entwickelte. Im Jahr 2009 wurde das Quirinusmünster durch Papst Benedikt XVI. zur päpstlichen Basilica minor erhoben.

Eine weitere Stadtheilige ist die hl. Hildegunde von Neuss.

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2010 wies die Stadt Neuss eine Verschuldung von 735,6 Mio. Euro auf. Die Gewerbesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2011 bei einem Gewerbesteuer-Hebesatz von 445 % 139 Mio. €. Nachdem die städtische Ausgleichsrücklage bei ihrer erstmaligen Ermittlung (2007) einen Wert von 64,9 Mio. Euro aufwies, schmolz die Rücklage kontinuierlich ab und wird nach den Planungen der Stadtkämmerei (Stand 09/2011) im Jahr 2012 aufgebraucht werden.[34][veraltet]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Stadt Neuss standen zunächst Schultheiß und Schöffen als erzbischöfliche Ministeriale. Im 13. Jahrhundert waren es 12 oder 14 Ministeriale. Unter Konrad von Hochstaden gab es auch einen Rat, deren Mitglieder die „officiati“ waren. Später gab es innerhalb des Rates Seniores und Subseniores. Die Mitgliedschaft im Rat bestand auf Lebenszeit. Die Zahl der Schöffen und Ratsmitglieder wurde im 18. Jahrhundert bis auf sechs reduziert. Ab 1771 gab es jeweils fünf Schöffen und fünf Ratsherren. In französischer Zeit stand ein Maire an der Spitze der Stadt. Dieser hatte zwei Beigeordnete und einen Gemeinderat mit 30 Mitgliedern an seiner Seite. Ab 1845 waren es nur noch 18 Ratsmitglieder. In preußischer Zeit (ab 1816) leitete der Bürgermeister und die Beigeordneten sowie der Stadtrat die Verwaltung von Neuss. 1856 wurde die Rheinische Städteordnung eingeführt. Nach dem Ausscheiden aus dem Kreis Neuss 1913 trug der Bürgermeister den Titel „Oberbürgermeister“.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein, und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnete. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt; dieser war ehrenamtlich tätig. Außerdem wählte der Rat ab 1946 einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Nach dem Verlust der Kreisfreiheit 1975 trugen – nach einer Übergangszeit – der Ratsvorsitzende wieder den Titel Bürgermeister und der Leiter der Verwaltung den Titel Stadtdirektor. 1998 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.

Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit 1801[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1801–1805: Franz Joseph Jordans, Bürgermeister
  • 1806–1814: Franz Carroux, Bürgermeister
  • 1814–1822: Heinrich Momm, Bürgermeister
  • 1823–1828: Anton Josef Reuter, Bürgermeister
  • 1828–1843: Carl Conrad Loerick, Bürgermeister
  • 1843–1849: Adam Breuer, Bürgermeister
  • 1849–1851: Heinrich Thywissen, Bürgermeister
  • 1851–1858: Michael Frings, Bürgermeister
  • 1858–1882: Johann Joseph Ridder, Bürgermeister
  • 1882–1889: Carl Wenders, Bürgermeister
  • 1890–1902: Engelbert Tilmann, Bürgermeister
  • 1902–1921: Franz Gielen, Oberbürgermeister
  • 1921–1930: Heinrich Hüpper, Oberbürgermeister

Stadtdirektoren bzw. Oberstadtdirektoren 1946–1998[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1946–1960: Josef Nagel, Oberstadtdirektor
  • 1960–1971: Günther Kuhnt, Oberstadtdirektor
  • 1971–1985: Franz Josef Schmitt, Oberstadtdirektor
  • 1985–1992: Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Stadtdirektor
  • 1992–1998: Bernhard Wimmer, Stadtdirektor

Sitzverteilung im Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl des Neusser Stadtrats 2014
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
39,8 %
27,3 %
10,8 %
8,2 %
4,3 %
4,0 %
2,1 %
1,9 %
1,6 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,8 %p
+1,6 %p
-0,6 %p
-2,8 %p
+4,3 %p
+0,9 %p
+2,1 %p
+0,1 %p
-0,7 %p
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Sitzverteilung im
Neusser Stadtrat 2014
         
Von 68 Sitzen entfallen auf:

Bereits vor der konstituierenden Sitzung des Stadtrats ist ein AfD-Stadtverordneter aus der AfD ausgetreten und hat die Partei auf eigenen Wunsch verlassen. Dieses Ratsmitglied ist zugleich Kreistagsabgeordneter des Kreistags Rhein-Kreis-Neuss. In beiden Gremien hat sich dieser Stadtverordnete und Kreistagsabgeordnete der FDP-Fraktion angeschlossen.[35] Mit Wirkung vom November 2014 ist das parteilose Rats- und Kreistagsmitglied der FDP beigetreten.

Die Fraktion UWG/PIRATEN hat sich bereits rund 3 Monate nach der Kommunalwahl wieder aufgelöst.[36]

Aktuelle Sitzverteilung nach Fraktionen (Stand Oktober 2014)

CDU SPD GRÜNE FDP DIE LINKE AfD Fraktionslos Gesamt
27 19 7 7 3 2 3 68
FDP 6
Parteilos 1
PIRATEN 1
UWG(1) 1
BIG 1

(1)UWG: Unabhängige Wählergemeinschaft Neuss

Von 2009 bis 2014 haben CDU und FDP eine Koalition gebildet, die ihre Mehrheit bei der Wahl 2014 verloren hat.[37] Für die Wahlperiode 2014–2020 haben sich CDU und GRÜNE zu einer Koalition zusammengeschlossen.[38]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtfahne von Neuss
Wappen von Neuss

Geschichte / Blasonierung des Neusser Wappens:[39] Die Stadt Neuss zählt zu den ältesten rheinischen Städten, die ein Wappen und ein Siegel geführt haben. Das Wappen selbst ist eines der historisch bedeutsamsten deutschen Wappen und Sinnbild für die jahrhundertelange wechselvolle Geschichte. Das Wappen der Stadt Neuss zeigt in gespaltenem Schild vorn in Schwarz einen rot bewehrten und gezungten goldenen Doppeladler, hinten in Rot ein durchgehendes silbernes Kreuz. Auf dem Schild eine goldene Kaiserkrone. Der Schild wird von zwei Löwen gehalten. Die Stadtflagge ist rot-weiß, rechts das Wappen, links 9 goldene Kugeln (das so genannte Quirinus-Wappen).

Im ältesten Wappenschild, der bereits seit dem Jahr 1217 belegt ist, stand ein weißes Kreuz auf rotem Grund. Das Kreuz ist schon in alten Stadtsiegeln des 12. Jahrhunderts nachweisbar. Vermutlich handelt es sich um ein Kreuzfahrer- oder Geleitzeichen.

Nachdem Neuss die Belagerung durch Karl den Kühnen 1475 erfolgreich abgewehrt hatte, belohnte Kaiser Friedrich III. die Stadt und ihre Bürger mit zahlreichen Privilegien. Dazu zählte nicht nur das Recht, mit rotem Wachs zu siegeln. Neuss wurde auch ein neues Wappen verliehen, das die Stadt vor den meisten anderen deutschen Städten auszeichnete. Sie wurde zwar nicht wie Köln zur Reichsstadt erhoben, durfte aber fortan die Symbole des Reiches, den doppelköpfigen Adler im schwarzen Schild führen, bekrönt durch die Kaiserkrone (die damals nur an Neuss und Amsterdam verliehen wurde). Der Adler symbolisierte das Reich, wodurch die Verleihung des Wappens durch den Kaiser zum Ausdruck kam.

Nach 1550 wurden das alte und das neue Wappen in einem Schild vereinigt. Seitdem lautet die heraldische Beschreibung des Stadtwappens: „Das (sic)[40] Schild von Schwarz und Rot gespalten, vorne (oder rechts) ein doppelköpfiger Adler, hinten (oder links) ein durchgehendes silbernes Kreuz. Das (sic) Schild ist bedeckt von der goldenen Kaiserkrone. Als Schildhalter zwei goldene Löwen“.[41]

Die Löwen als Schildhalter sind eine Zutat, die nicht zum eigentlichen Wappen gehören, sich aber eingebürgert haben und um 1638 zum ersten Mal erschienen sind.

Städte- und Kreispartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuss unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industriehafen
Hauptartikel: Wirtschaft in Neuss

Die Neusser Wirtschaft wird geprägt von der Industrie am Neusser Hafen, verarbeitendem Gewerbe und Dienstleistungsgewerbe. Im Hafen dominieren Ölmühlen, Massengut- und Containerumschlag, die früher bedeutende Landmaschinenproduktion gibt es heute nicht mehr. Seit 2003 werden die Häfen Neuss und Düsseldorf von einer gemeinsamen Gesellschaft mit Sitz in Neuss verwaltet. Dabei erfüllt die Neusser Eisenbahngesellschaft eine wichtige Funktion. Außer im Hafen gibt es größere Gewerbegebiete im nahen Hammfeld sowie im Süden der Stadt (Taubental).

In der Neusser Wirtschaft spielen Eisen-, Aluminium- und Papierverarbeitung eine große Rolle. Auch die Lebensmittelindustrie ist hier vertreten. Ein zunehmend stärkeres Gewicht bekamen in den letzten Jahrzehnten die Bereiche Technologie, Logistik und Handel. Ebenso für den Wirtschaftsstandort Neuss spricht die gute Anbindung an das Luftdrehkreuz Flughafen Düsseldorf International sowie den zur Zeit nicht in den Linienflugverkehr eingebundenen, aber von Privatmaschinen angeflogenen Flughafen Mönchengladbach. Im Jahr 2005 betrug die durchschnittliche Kaufkraft der Neusser Bürger 116 % des Bundesdurchschnitts. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2010 bei 8,1 % (6.434).

Nähere Information zu ansässigen Unternehmen, wirtschaftlichen Kennzahlen und genaueren Informationen sind im Hauptartikel aufgeführt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Stadtgebiet von Neuss führt in nordsüdlicher Richtung die A 57 (Köln-Nimwegen), die sich im Westen und Süden der Stadt mit der A 46 (AK Neuss-West:Lüttich (Liège)/Aachen / Heinsberg/-AK Neuss-Süd:Wuppertal) kreuzt. Im Norden bildet die A 52 Mönchengladbach-Düsseldorf vom Kaarster Kreuz bis zur Abfahrt Büderich die Stadtgrenze.

Der Hauptbahnhof Neuss liegt sowohl an der Bahnstrecke Mönchengladbach–Düsseldorf als auch an der linksniederrheinischen Strecke Nimwegen–Krefeld–Neuss–Köln. Außerdem beginnen die Strecke nach Bedburg (ehemals nach Düren) und die Regiobahn-Strecke Neuss–Kaarst in Neuss. Die frühere Bedeutung von Neuss als Eisenbahnknotenpunkt ist nach der Aufgabe des Personenfernverkehrs, von einem einzigen ICE-Zug Berlin – Mönchengladbach pro Woche abgesehen (Sonntag nach Berlin, Freitag von Berlin), täglich fährt ein IC-Zug Berlin – Köln, und der Schließung des Rangierbahnhofs im teilweise zurückgebauten Güterbahnhof zurückgegangen. Letzterer ist aber dennoch heute der größte Güterbahnhof des Eisenbahnkomplexes Düsseldorf mit Anschlussbahn zum Hafen (Neusser Eisenbahn).

Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen zahlreiche Buslinien der Stadtwerke Neuss sowie die Stadtbahn U75 und die Straßenbahnlinie 709 der Rheinbahn. Pläne, die Linie 709 zugunsten einer reinen Fußgängerzone aus dem Hauptstraßenzug zu verlegen, wurden 1997 und 2007 mittels Bürgervoten verworfen.[42]

Neuss ist mit den S-Bahn-Linien S8 (Mönchengladbach–Hagen), S11 (Düsseldorf–Bergisch Gladbach) und S28 (Kaarst–Mettmann) an das S-Bahn-Netz angeschlossen. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen. Eine Ausnahme bildet die S11; im Haltepunkt Dormagen Chempark wird die Grenze zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) erreicht. Außerdem führen noch einige Regionalverkehrslinien durch Neuss.

Der Neusser Rheinhafen mit einem Güterumschlag von etwa 5 Millionen Tonnen pro Jahr ist der südlichste Rheinhafen, der nicht nur von Binnenschiffen, sondern auch von Küstenmotorschiffen angelaufen werden kann.

Der Radweg Fietsallee am Nordkanal beginnt in Neuss.

Medizinische Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuss hat folgende Kliniken und Krankenhäuser:

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quirinus-Gymnasium
früheres Katholisches Gesellenhaus, genutzt vom Quirinus-Gymnasium

Als Tageszeitung erscheint die Neuß-Grevenbroicher Zeitung (NGZ), die seit März 2009 vollständig zur Mediengruppe Rheinische Post gehört. Ein täglicher Neusser Lokalteil befindet sich in der Westdeutschen Zeitung. Des Weiteren erscheint zweimal wöchentlich (Mittwoch und Sonntag) die kostenlose Lokalzeitung „Stadtkurier“. Als lokaler Radiosender sendet „NE-WS 89.4“ sein Programm im Rahmen der NRW-Lokalradios. NE-WS 89.4 kann über die Frequenzen 89,4 MHz und 102,1 MHz empfangen werden. In Teilen von Neuss (und in Korschenbroich, Jüchen und Meerbusch) erscheint die Rheinische Post mit täglichen eigenen Lokalseiten.

Von 1870 bis 1940 erschien die Neußer Zeitung.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt hat 25 Grundschulen.[43] Es gibt drei Hauptschulen, vier Realschulen, sechs Gymnasien, drei Gesamtschulen und zwei Förderschulen. Das Erzbischöfliche Gymnasium Marienberg, das Berufskolleg Marienberg und die Mildred-Scheel-Realschule sind reine Mädchenschulen. Zusätzlich befindet sich am Konrad-Adenauer-Ring die Internationale Schule am Rhein (ISR), die Grundschule und weiterführende Schule anbietet.

Weiterführende Schulen:[44]

Hauptschulen Realschulen Gymnasien Gesamtschulen
  • Maximilian-Kolbe-Schule
  • Ganztagsschule Weißenberg
  • Geschwister-Scholl-Schule
  • Christian-Wierstraet-Schule
  • Realschule Südstadt
  • Ganztagsrealschule Norf
  • Realschule Holzheim
  • Janusz-Korczak-Gesamtschule
  • Gesamtschule an der Erft
  • Gesamtschule Nordstadt

Ergänzt wird das Angebot durch das Erzbischöfliche Friedrich-Spee-Kolleg, das Berufskolleg für Technik und Informatik, das Weiterbildungskolleg Theodor-Schwann-Kolleg mit Abendrealschule und Abendgymnasium in den Räumen des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums und im Neusser Norden[45] sowie die Volkshochschule. Weiterhin gibt es mit der Neusser Privatschule eine Ergänzungsschule.[46]

In Neuss besteht im Romaneum ein Studienzentrum der Fernuniversität Hagen. Am Hammfelddamm betreibt die FOM Hochschule für Oekonomie & Management einen ihrer Standorte. Die Fachhochschule für Wirtschaft, Verwaltung und Informatik ist auf der Weingartstraße in der Neusser Innenstadt angesiedelt. Die Räumlichkeiten der Rheinischen Fachhochschule Neuss für Internationale Wirtschaft befinden sich ebenfalls im Zentrum gegenüber dem Rathaus am Markt.[47]

Die Katholische Arbeitsgemeinschaft für Weiterbildung e. V. unterhält in Neuss zwei Familienbildungsstätten, das Edith-Stein-Haus und das Willi-Graf-Haus.

Die medicoreha Welsink Akademie bietet mit ihren staatlich anerkannten Fachschulen für Physiotherapie und Ergotherapie über 300 Ausbildungsplätze und das duale Bachelor-Studium „Angewandte Therapiewissenschaften“ in Kooperation mit der Hochschule Niederrhein in der Akademie in Neuss an.[48]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinisches Landestheater
Clemens-Sels-Museum und Obertor
Haus Rottels
Quirinus-Münster
Obertor
Blutturm
Rest des Hamtors
Ausschnitt der Tranchotkarte von 1805/06

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Quirinus-Münster: aus dem 13. Jahrhundert, dem Stadtpatron gewidmete spätromanische Kirche mit kuppelförmigem Ostturm (Wahrzeichen der Stadt) und historischer Seifert-Orgel (1907), seit 2009 Basilica minor.
  • Marienkirche: der Hl. Mutter Gottes geweihte neogotische Kirche des Neusser Architekten Julius Busch mit sehenswerten Fenstern von Emil Wachter
  • Obertor: mächtiges, um 1200 erbautes südliches Stadttor, heute Teil des Clemens-Sels-Museums. Letzte der ursprünglich sechs Torburgen der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Dazu die Obertorkapelle (heutige Form von 1712), an der am 21. April 1475 ein Gelöbnis um Frieden abgelegt wurde.
  • Blutturm: aus dem 13. Jahrhundert, der letzte erhaltene Rundturm der historischen Stadtmauer
  • Bunker in Neuss
  • Rekonstruktion eines römischen Wachturms am Reckberg in Grimlinghausen
  • Kybele-Kultstätte: in Neuss-Gnadental im Pavillon „Fossa sanguinis“ (unbekannte Bedeutung, evtl. Bluttaufkeller des Kybele-Kultes)
  • Nordkanal: aus der Zeit Napoleons
  • Zum „Schwatte Päd“: von 1604, ältestes Gasthaus am Niederrhein
  • Vogthaus „Haus zu den Hl. Drei Königen“: von 1597
  • „Alte Kaffeehaus“: ältestes erhaltenes Haus von Neuss (1571), in der Michaelstraße
  • Marien-Kapelle des Collegium Marianum: gestaltet vom Lichtkünstler Heinz Mack, (1988)
  • St. Sebastianus Kirche: in der Innenstadt
  • Christuskirche: Die späthistoristische Christuskirche ist die älteste evangelische Kirche der Stadt Neuss
  • Jever Fun Skihalle in Grefrath

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neusser Bürger-Schützenfest: um den letzten Sonntag im August; an den Umzügen nehmen etwa 7000 Schützen teil
  • Frühlingsfest der Kulturen: jährliches Frühlingsfest in der Neusser Innenstadt
  • Hansefest: am letzten Septemberwochenende mit Handwerkermarkt und verkaufsoffenem Sonntag in der Innenstadt
  • Seit 1982 der „Internationale Neusser Sommernachtslauf“, ein Stadtlauf, bei dem neben Freizeitläufern auch internationale Spitzenläufer starten.
  • „Tour de Neuss“, ein Fahrradrennen durch die Innenstadt mit Hobby-, Amateur-, und internationalen Profiradrennfahrern
  • Neusser Karneval
  • Equitana Open Air: im Mai gerader Jahre. Freiluftpferdesportmesse auf der Galopprennbahn
  • Neusser Eismärchen: nicht-erwerbsmäßige Show auf dem Eis; seit 1974 werden in der Eissporthalle im Südpark alle zwei Jahre vom Neusser Schlittschuh Klub e. V. Märchen auf dem Eis aufgeführt

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sporthafen in Grimlinghausen (mit Ruder- Yacht- und Kanuverein)
  • Galopprennbahn am Rand der Innenstadt, erstes Rennen am 30. August 1875
  • Skihalle Neuss in Neuss-Grefrath mit Kletterwand/-park im Außengelände (eine Langlaufhalle als Ergänzung zur Skihalle befindet sich derzeit in Planung)
  • Es gibt drei Schwimmbäder in Neuss
    • Stadtbad in der Innenstadt, Hallenbad mit Wellenanlage
    • Südpark-Bad in Neuss-Reuschenberg, Freizeitbad mit Außenbecken und „Cabriodach“. Daran angeschlossen ist die Saunalandschaft „WellNeuss“
    • Nordpark-Bad in Neuss-Furth, Freibad mit Schwimmhalle
  • Im Südpark stehen dazu noch eine Eislauf-Mehrzweckhalle, Tennisanlagen, Skateranlage und eine Parkanlage mit Sportplätzen zur Verfügung.
  • Golfplatz in der Hummelbachaue bei Neuss-Norf
  • In fast allen Stadtteilen befinden sich Bezirkssportanlagen, auf denen sich heimische Fußball- und andere Sportvereine regelmäßig treffen.
  • 2010 wurde ein Discgolfparcour mit 12 Körben auf dem Innengelände der Rennbahn eröffnet. Gestaltet wurde er vom eheml. Discgolf-Weltmeister Hartel. 2014 wurde der Parcour vom Disc Golf Niederrhein e. V. auf 18 Körbe plus Puttingkorb erweitert.
  • Aktuell (April 2016) entsteht auf dem Innengelände der Rennbahn ein Skaterpark

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist das seit 1861 hergestellte Sauerkraut des Neusser Herstellers Leuchtenberg Sauerkrautfabrik. Daraus ist auch die „Nüsser Kappeswoosch“ entstanden, eine Schweinefleischwurst mit Sauerkraut, die bisher als Grill- und Fleischwurst und auch in Form von Fleischkäse erhältlich ist. Neben weiteren Sauerkrautmarken wie „Neußer Stolz“ waren in Neuss mehrere Altbier-Brauereien beheimatet, die inzwischen in andere große Marken aufgegangen sind.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wikiversity hat als Ressource eine Forschungsbibliographie zu Neuss bereitgestellt:

 Wikiversity: Forschungsbibliographie – Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch

Angesichts der geschichtlichen Bedeutung von Neuss gibt es eine reichhaltige Auswahl an Büchern über die verschiedenen Epochen und Aspekte der Stadtgeschichte. Es empfiehlt sich eine Literatursuche mit den Stichworten Novaesium bzw. Neuss. Hier auszugsweise:

  • Erich Keyser (Hrsg.): Rheinisches Städtebuch, Band III. 3. Teilband aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart 1956
  • P. Stenmans u. a.: Neuss im Wandel der Zeiten. 1970
  • Heinrich Chantraine, M. Gechter, H. G. Horn: Das römische Neuss. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0356-3.
  • Christian Wierstraet: Die Geschichte der Belagerung von Neuss 1474–1475. 2000, ISBN 3-9801294-6-2.
  • Der Kampf um Neuss behandelt die Belagerung von Neuss 1474/75, 2002, ISBN 3-934794-02-5.
  • Novaesium, Buchserie verschiedener Autoren zur Geschichte von Neuss
  • Helmut Wessels: Neuss und St. Quirin zu Fuß – 3 Rundgänge durch das mittelalterliche Neuss. 2004, ISBN 3-7616-1801-8 (engl, ISBN 3-7616-1956-1)
  • Karl Remmen: Neuss – die Stadt auf den sieben Hügeln. Libelli Rhenani Bd. 3, 2. Aufl., 2004 (Diözesan- und Dombibliothek Köln)
  • Max Tauch: Quirinus von Neuss. 2000, ISBN 3-87909-692-9.
  • Frank Kurella: Neuss im Mittelalter (Comic). 2004, ISBN 3-00-015068-4.
  • Albert Mathias Kreuels: Unkenrufe aus der Provinz. Freiburg i.Br. 1984, ISBN 3-89102-171-2.
  • Albert Mathias Kreuels: Kleines Neusser Heimatbuch. Selbstverlag 1969.
  • Andrea Niewerth, Christoph Roolf: Zwangsarbeit in Neuss während des Zweiten Weltkrieges (1939–1945). (= Dokumentationen des Stadtarchivs Neuss 7), Neuss 2005, ISBN 3-922980-80-5.
  • Tilman Röhrig: Die Ballade vom Fetzer. Historischer Roman. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2005, ISBN 3-404-15326-X.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Rhein-Kreis Neuss – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Rhein-Kreis Neuss

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neuss – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Neuss – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Neuss – Quellen und Volltexte
 Wikiversity: Neuss – Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch
 Wikivoyage: Neuss – Reiseführer

Stadtgeschichte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. Karte der Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete
  3. PDF (Memento vom 20. September 2011 im Internet Archive) abgefragt am 21. August 2010
  4. Jürgen Franssen: Castrum Novaesium. Abgerufen am 9. September 2012.
  5. Gustav Müller: Die militärischen Anlagen und die Siedlungen von Novaesium. In: Stadt Neuss (Hrsg.), Das römische Neuss. Stuttgart 1984, S. 53–94. – Heinz Günter Horn (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, S. 580–591.
  6. Heinrich Härke: Die Grabung des Jahres 1976 auf dem Münsterplatz in Neuss. Bonner Jahrbücher 180, 1980, 493-587. – Michael Kaiser, Sabine Sauer, Ein spätantikes Soldatengrab aus der Neusser Innenstadt. Archäologie im Rheinland 1989, 118-119.
  7. Hugo Borger: Die Ausgrabungen an St. Quirin zu Neuss in den Jahren 1959–1964. Rheinische Ausgrabungen 1. Köln 1968, S. 170–240. – Frank Siegmund: Merowingerzeit am Niederrhein. Rheinische Ausgrabungen 34. Rheinland-Verlag, Köln 1989, 332-334.
  8. Siegmund a. a. O. S. 332.
  9. Friedrich Pfeiffer: Rheinische Transitzölle im Mittelalter. Berlin, 1997, S. 33.
  10. Lacomblet, Theodor Joseph: Archiv für die Geschichte des Niederrheins. In: XIII. Die letzten Spuren des fränkischen Salhofes zu Neuß. Band 2, 1857, S.[336]320. Onlinefassung
  11. Lacomblet, Theodor Joseph: Archiv für die Geschichte des Niederrheins. In: XIII. Die letzten Spuren des fränkischen Salhofes zu Neuß. Band 2, 1857, S.[339]323. Onlinefassung
  12. Friedrich Pfeiffer: Rheinische Transitzölle im Mittelalter. Berlin, 1997, S. 248.
  13. Lacomblet, Theodor Joseph: Archiv für die Geschichte des Niederrheins. In: XIII. Die letzten Spuren des fränkischen Salhofes zu Neuß. Band 2, 1857, S.[340]324. Onlinefassung
  14. Lacomblet, Theodor Joseph: Archiv für die Geschichte des Niederrheins. In: IV. Die Lehnhöfe am Niederrhein. Band 4, 1863, Düsseldorf, S.[391]-. Onlinefassung
  15. a b Lacomblet, Theodor Joseph: Archiv für die Geschichte des Niederrheins. In: XIII. Die letzten Spuren des fränkischen Salhofes zu Neuß. Band 2, 1857, S.[354]338. Onlinefassung
  16. Jahrbuch des Düsseldorfer Geschichtsverein. In: Miscellen. 1892, Band 6, S. [182]211. Onlinefassung
  17. Lacomblet, Theodor Joseph, in: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins oder des Erzstiftes Köln, Urkunde Nr. 408. Band 2, 1846, S. [258]220. Digitalisierte Ausgabe ULB Bonn
  18. Lacomblet, Theodor Joseph: Archiv für die Geschichte des Niederrheins. In: XIII. Die letzten Spuren des fränkischen Salhofes zu Neuß. Band 2, 1857, S.[337]321. Onlinefassung
  19. Jahrbuch des Düsseldorfer Geschichtsverein. In: Miscellen. 1892, Band 6, S. [183]212. Onlinefassung
  20. Lacomblet, Theodor Joseph: Archiv für die Geschichte des Niederrheins. In: XIII. Die letzten Spuren des fränkischen Salhofes zu Neuß. Band 2, 1857, S.[356]340. Onlinefassung
  21. Lacomblet, Theodor Joseph: Archiv für die Geschichte des Niederrheins. In: XIII. Die letzten Spuren des fränkischen Salhofes zu Neuß. Band 2, 1857, S.[358]342. Onlinefassung
  22. Lacomblet, Theodor Joseph: Archiv für die Geschichte des Niederrheins. In: Düsseldorf mit stetem Blick auf die Landesgeschichte. Band 4, 1863, Düsseldorf, S.[305]293. Onlinefassung
  23. Namen der Opfer der Hexenprozesse/ Hexenverfolgung in Neuss (PDF; 16 KB), abgerufen am 28. April 2016.
  24. Paul-Heinz Kramp: Die „Alte Batterie“ im Uedesheimer Rheinbogen und die Beschießung von Düsseldorf 1794. In: Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss 2012, ISBN 978-3-9810667-6-0, . S. 92–105.
  25. http://www.neuss.de/kultur/museen-und-kunst/mahnmal
  26. http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/m-o/1418-neuss-rhein-nordrhein-westfalen
  27. [1]
  28. A.C. Grayling: Die toten Städte: Waren die alliierten Bombenangriffe Kriegsverbrechen? S. 361. München 2009
  29. www.stadtarchiv-neuss.de
  30. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 292.
  31. http://de.climate-data.org/location/599/ Climate-Data.org: Klimatabellen für Neuss
  32. Bevölkerungsstrukturdaten Stadt Neuss, Stand: 1. Januar 2013, abgerufen am 4. Mai 2014
  33. Moscheen in Neuss
  34. Millionen-Loch im Haushalt und Kommunen im Kreis haben mehr als eine Milliarde Euro Schulden; Berichterstattung in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 24. September 2011, Seiten C4 (Ausgleichsrücklage) und C7 (Verschuldung)
  35. AfD-Mann wechselt die Rats-Seiten Westdeutsche Zeitung vom 30. Mai 2014
  36. http://www.neusser-piraten.de/?p=2147
  37. http://ratsinfo.neuss.de/ratsinfo/neuss/Party.html
  38. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neuss/gruene-sagen-ja-zur-koalition-mit-der-cdu-im-stadtrat-aid-1.4353862
  39. Stadt Neuss – Geschichte des Wappens
  40. Eigentlich müsste es der (Wappen-)Schild heißen.
  41. Das Wappen der Stadt Neuss. Stadt Neuss, abgerufen am 26. August 2016.
  42. Ratsbürgerentscheid 2007 zur Trassenführung
  43. Infoheft Grundschulen in Neuss
  44. neuss.de, Informationen über allgemeinbildende Schulen
  45. http://www.weiterbildungskolleg-neuss.de/
  46. Neusser Privatschule
  47. Neuss wird Hochschul-Stadt
  48. medicoreha Welsink Akademie

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dass in Neuss um 1250 ein befestigtes Anwesen des Erzstiftes vorhanden war, wird in den „Annales monasterii s. Pantaleonis“ von 1238 bis 1249 bestätigt. (Nachweis: Archiv für die Geschichte des Niederrheins/Lacomblet+Harleß, zweiter Band, 1870, S. [203]199).