Neutrebbin

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neutrebbin
Neutrebbin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neutrebbin hervorgehoben
Koordinaten: 52° 40′ N, 14° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Barnim-Oderbruch
Höhe: 4 m ü. NHN
Fläche: 36,76 km2
Einwohner: 1409 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15320
Vorwahlen: 033474, 033452
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 365
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile[2]
Adresse der Amtsverwaltung: Freienwalder Straße 48
16269 Wriezen
Webpräsenz: www.neutrebbin.de
Bürgermeister: Werner Mielenz
Lage der Gemeinde Neutrebbin im Landkreis Märkisch-Oderland
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Neutrebbin ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg). Sie wird vom Amt Barnim-Oderbruch verwaltet.[3]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Neutrebbin besteht aus drei Ortsteilen:[4]

  • Altbarnim
  • Alttrebbin
  • Neutrebbin

Bewohnte Gemeindeteile:[3]

Wohnplätze:[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Altbarnim wurde wahrscheinlich nach dem pommerschen Herzog Barnim I. benannt. Seine erste urkundliche Erwähnung stammt von 1375 als Groten Barnym. 1949 wurden Kleinbarnim und Wubrigsberg eingemeindet und der Ort von Groß Barnim in Altbarnim umbenannt. Wubrigsberg entstand 1811.

Der Ortsteil Neutrebbin entstand 1755 im Zuge der Trockenlegung des Oderbruchs unter Friedrich II., 1757 war der Ort mit 131 Familien vollständig besiedelt und damit das größte Kolonistendorf im Oderbruch. Neutrebbin wurde durch seine Fachwerkhäuser, sowie durch die Gänsemast bekannt, die seit 1855 betrieben wurde.

Am 1. Januar 1995 wurde Wuschewier nach Neutrebbin eingemeindet.[5] Am 31. Dezember 1997 folgten Altbarnim und Alttrebbin.[6]

1997 wurde Neutrebbin zum schönsten Dorf Brandenburgs gekürt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 1 753
1890 1 633
1910 1 883
1925 1 718
1933 1 717
1939 1 897
1946 2 365
1950 2 373
1964 1 585
1971 1 508
Jahr Einwohner
1981 1 233
1985 1 211
1989 1 189
1990 1 157
1991 1 157
1992 1 136
1993 1 121
1994 1 109
1995 1 278
1996 1 287
Jahr Einwohner
1997 1 647
1998 1 663
1999 1 654
2000 1 667
2001 1 673
2002 1 663
2003 1 635
2004 1 628
2005 1 621
2006 1 570
Jahr Einwohner
2007 1 546
2008 1 534
2009 1 519
2010 1 504
2011 1 497
2012 1 490
2013 1 483
2014 1 445
2015 1 409

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[7][8] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Neutrebbin besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[9]

  • Wählergruppe Allgemeine Demokraten 2 Sitze
  • Wählergruppe „Wir für uns“ 2 Sitze
  • CDU 2 Sitze
  • Sportverein Hertha 23 Neutrebbin 1 Sitz
  • AfD 1 Sitz
  • Einzelbewerber Bernd Weber 1 Sitz
  • Pro Zukunft Märkisch Oderland 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 wurde Siegfried Link mit 60,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[10] gewählt.[11] Link legte zum 1. März 2016 sein Mandat nieder.

Die Gemeindevertretung wählte am 26. Mai 2016 Werner Mielenz für die restliche Dauer der Amtszeit zu seinem Nachfolger.[12]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 4. Juni 1998 genehmigt.

Blasonierung: „In Grün über silbernem Wellenschildfuß, belegt mit einem roten Fisch, ein bewurzelter silberner Laubbaum, rechts begleitet von einer links-gewendeten goldenen Gans und links von einer goldenen Kornähre.“[13]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Neutrebbin stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Denkmal des Alten Fritz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neues Standbild des Alten Fritz in Neutrebbin

Im Dorfzentrum von Neutrebbin befindet sich ein Denkmal zu Ehren Friedrich II. Es wurde erstmals 1904 aufgestellt, war jedoch seit 1952 verschwunden. 1994 wurde ein originalgetreuer Nachguss zum 90. Jahrestag des Denkmals aufgestellt.

Schinkelkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Oktober 1817 wurde in Neutrebbin eine dreischiffige Kirche mit Turm geweiht, die die vorherige von 1771 ersetzte.[14] Der preußische Architekt Karl Friedrich Schinkel wirkte seinerzeit an der Planung der Kirche mit. In den Weltkriegen wurde der Bau beschädigt, jedoch nicht zerstört. Zuletzt wurde im Jahre 2004 der Turm restauriert.

Wuschewier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindeteil Wuschewier ist ein früher als Schul- und Bethaus genutzter Fachwerksbau die wichtigste Sehenswürdigkeit. Weiterhin gibt es noch einige sehenswerte Kolonistenhäuser in Wuschewier. Das Dorfgasthaus entstand 1926 während der Weimarer Republik. In einem 2002 umfassend renovierten Kolonistenhaus aus der Zeit um 1800 ist das Tabak-Museum Wuschewier untergebracht.[15]

Kleinbarnim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert ist die Fachwerkkirche in Kleinbarnim, welche die Glocken der zerstörten Glockenschauer von Groß- und Kleinbarnim besitzt. Die beiden Glocken befinden sich jetzt in einem neu erbauten Glockenschauer auf dem Friedhof neben der Kirche.[16]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neutrebbin liegt an der Landesstraße L 34 von der Bundesstraße 167 in Gottesgabe nach Güstebieser Loose.

Gleismesszug der Baureihe 726 in Neutrebbin

Neutrebbin erhielt 1876 Bahnanschluss. Der Haltepunkt Neutrebbin liegt an der Bahnstrecke Eberswalde–Frankfurt (Oder). Es verkehrt die Regionalbahnlinie RB 60 von Eberswalde nach Letschin.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule
  • Oderbruch-Realschule
  • Kita

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SV Hertha 23 Neutrebbin
  • Kegelverein Neutrebbin
  • Reitverein

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Michalsky: Neutrebbin und Umgebung in Geschichte und Gegenwart. Neutrebbin 1992.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neutrebbin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Neutrebbin. Landesregierung Brandenburg, abgerufen am 30. März 2009.
  3. a b c Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg – Gemeinde Neutrebbin
  4. Hauptsatzung der Gemeinde Neutrebbin vom 19. Dezember 2008 barnim-oderbruch.de (PDF).
  5. Zusammenschluss der Gemeinden Sietzing und Klein Neuendorf, Neutrebbin und Wuschewier, Wahlsdorf und Liepe. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 13. Januar 1995. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 6. Jahrgang, Nummer 9, 31. Januar 1995, S. 54.
  6. Zusammenschluss der Gemeinden Neutrebbin, Alttrebbin (Amt Barnim-Oderbruch) und Altbarnim (Amt Letschin) zu einer neuen Gemeinde Neutrebbin. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 18. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 22. Januar 1998, S. 24/5.
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 30-33
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  10. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  12. Werner Mielenz gewählt. In: Märkische Onlinezeitung, 28. Mai 2016
  13. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  14. Unterwegs im Oderbruch, Tourismusverband Seenland Oder-Spree e.V.
  15. Amt Barnim-Oderbruch: Tabak-Museum Wuschewier
  16. Märkische Oderzeitung, 3. August 2005, S. 11.