The New School

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The New School
Gründung 1919
Trägerschaft privat
Ort New York City, Vereinigte Staaten
Präsident David E. Van Zandt
Studierende 9.825 (2008)
Mitarbeiter ca. 2.088 (2008)
Stiftungsvermögen 176 Mio US-$ (2009)
Website www.newschool.edu

The New School ist eine 1919 als New School for Social Research gegründete Universität in New York City. Ab 1997 trug sie den Namen New School University, seit 2005 trägt sie den heutigen Namen. Gleichzeitig ging der ursprüngliche Name auf die Fakultät für Politik- und Sozialwissenschaft über. Die Universität besteht aus acht Fakultäten bzw. Schools; ihr Campus liegt im Greenwich Village in Manhattan.

Die New School steht in der Tradition der Verbindung von progressivem amerikanischem Gedankengut mit kritischer europäischer Philosophie und zählt zu den amerikanischen Hochschuleinrichtungen, die am stärksten von Emigranten geprägt wurden.[1]

Die teils weltweit bekannten Persönlichkeiten unter den Absolventen und Dozenten sind zahlreich, siehe Liste von Persönlichkeiten der New Yorker Universität The New School.

Seit 1970 gehört die Parsons School of Design zur Universität.

Eine der berühmtesten Einrichtungen der New School war der 1940 von Erwin Piscator eingerichtete Dramatic Workshop. Hier studierten u. a. Tennessee Williams, Marlon Brando, Tony Curtis und Harry Belafonte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The New School University Center an der 14th Street und Fifth Avenue in Manhattan

Die New School for Social Research wurde 1919 von einer Gruppe von Intellektuellen gegründet, von denen einige an der Columbia University gelehrt hatten. Es waren Pazifisten, die vom Präsidenten der Columbia University zensiert wurden, was zur Gründung der neuen Universität führte. Die Gründungsmitglieder waren Charles A. Beard, Thorstein Veblen, James Harvey Robinson, Wesley Clair Mitchell, John Dewey und Alvin Johnson.[2]

Exiluniversität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Beginn an hatte die Universität enge Beziehungen zu Europa. Ihre Gründer formten sie in Anlehnung an die deutsche Volkshochschule. 1933 wurde innerhalb der Universität eine University in Exile[3] etabliert, an der über 180 emigrierte europäische Wissenschaftler Arbeit fanden. Nach der Niederlage Frankreichs im Juni 1940 kam eine Reihe angesehener französischer Sozialwissenschaftler hinzu, wie etwa der Anthropologe Claude Lévi-Strauss, der Sprachwissenschaftler Roman Jakobson und der Politikwissenschaftler Henri Bonnet.

Bekannte deutschsprachige Professoren an dieser Universität waren Emil Lederer, Hanns Eisler, Wilhelm Reich, Alfred Schütz, Albert Salomon, Karen Horney, Erich Fromm, Karl Löwith, Max Wertheimer, Rudolf Arnheim, Marie Jahoda, Arnold Brecht, Hannah Arendt, Hans José Rehfisch, Eduard Heimann, Adolph Lowe und Hans Jonas. Bekannte Studenten waren Dan Flavin und John Weakland. Mit der Aufnahme des Lehrbetriebs 1934 erhielt die University in Exile den Namen Graduate Faculty of Political and Social Science. Im Rahmen eines Rebrandings, bei dem der offizielle Name der Universität als Ganzes zu New School verkürzt wurde, wurde die Graduate Faculty in New School for Social Research umbenannt.

Theodor-Heuss-Professur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Anerkennung der Verdienste, die sich die New School nach 1933 durch die Aufnahme der ins Exil gezwungenen Wissenschaftler erworben hat, finanziert die Bundesrepublik Deutschland seit 1962 eine nach Theodor Heuss benannte Gastprofessur[4][5], die jeweils für ein Jahr an einen prominenten Ethnologen, Philosophen, Psychologen, Soziologen oder Wirtschaftswissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum vergeben wird. Bisherige Inhaber (Auswahl):

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claus-Dieter Krohn: Wissenschaft im Exil: deutsche Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler in den USA und die New School for Social Research. Campus Verlag, Frankfurt [u. a.] 1987.
  • Peter M. Rutkoff, William B. Scott: New School: a history of the New School for Social Research. Free Press, New York 1986.
  • Peter M. Rutkoff, William B. Scott: Die Schaffung der "Universität im Exil", in: Ilja Srubar (Hg.): Exil, Wissenschaft, Identität. Die Emigration deutscher Sozialwissenschaftler 1933-1945, Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1988, S. 106–141 (gekürzte, überarbeitete und übersetzte Fassung des 5. Kapitels von New School: a history of the New School for Social Research)
  • Daniel Bessner: New School for Social Research, in: Dan Diner (Hrsg.): Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur (EJGK). Band 4, Metzler, Stuttgart/Weimar 2013, S. 354–358
  • Gerhard Probst: Hochschulen als Wirkungsstätten von Exilanten, in: John M. Spalek (Hg.): Deutschsprachige Exilliteratur seit 1933, Bd. 2, Teil 1, de Gruyter/Saur, Berlin/New York, 1989, ISBN 978-3-317-01159-4, S. 1446–1469.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Probst: Hochschulen als Wirkungsstätten von Exilanten. In: John M. Spalek, Joseph Strelka (Hrsg.): Deutschsprachige Exilliteratur seit 1933 (= Studien zur deutschen Exilliteratur). Band 2, Teil 1. Francke, Bern 1989, ISBN 978-3-317-01159-4, S. 1446–1469.
  2. Commentary and archival information about the New School from The New York Times
  3. P. Gostmann und T. Meyer, Formal Aspects of ,The Nature of Politics and Society'. An Analysis of the ,University in Exile',1933-45. S. 89–114 in: Roczniki Nauk Społecznych 40/4, 2012.
  4. Konferenz 50 Jahre Theodor-Heuss-Professur 21013
  5. Chronology of the Heuss Chair at the New School for Social Research (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/muse.jhu.edu
  6. www.hof.uni-halle.de
  7. Harald Hagemann
  8. Jenaer Historiker wird Theodor Heuss-Professor in New York
  9. Lebenslauf W. Streeck
  10. www.ethnologie.uni-halle.de
  11. Rahel Jaeggi S. 21 (PDF)
  12. Wintersemester 2016/2017 Theodor Heuss Professur auf uni-goettingen.de
  13. Professur für Hubertus Buchstein in den USA Ostsee-Zeitung 22. Januar 2018

Koordinaten: 40° 44′ 7,2″ N, 73° 59′ 49,3″ W