New York Jets

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New York Jets
Gegründet 1960
Spielen in East Rutherford, New Jersey
Helm der New York Jets
Logo der New York Jets
Helm Logo
Liga

American Football League (1960–1969)

  • Eastern Division (1960–1969)

National Football League (1970–heute)

Aktuelle Uniformen
AFCE-Uniform-NYJ.PNG
Teamfarben Grün, Weiß
Personal
Besitzer Woody Johnson
General Manager Mike Maccagnan
Head Coach Todd Bowles
Teamgeschichte
  • New York Titans (1958–1962)
  • New York Jets (1963–heute)
Spitznamen
Gang Green
Erfolge
NFL-Meister (1)†
  • AFL-NFL-World-Championship-Game-Sieger (1)
    1969 (III)
Conference-Sieger (0)
Division-Sieger (4)
Play-off-Teilnahmen (14)
Stadien

Die New York Jets sind eine American-Football-Mannschaft der National Football League (NFL) und spielen dort in der Eastern Division der American Football Conference (AFC). Die Jets haben ihren Sitz in Florham Park, New Jersey. Die Heimspiele werden im MetLife Stadium in East Rutherford ausgetragen. Es ist ligaweit das einzige Stadion, das mit einem anderen Team, den New York Giants, geteilt wird. Von 1984 bis 2010 wurden die Heimspiele der Jets im Giants Stadium ausgetragen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Team wurde 1959 als Titans of New York gegründet und war damit eines der Gründungsmitglieder der American Football League (AFL). Die ersten Heimspiele wurden im Polo Grounds Stadion ausgetragen. In Folge eines Besitzerwechsels 1963 wurde der Teamname in New York Jets geändert und die Spiele im Shea Stadium ausgetragen. Erster Star der Jets war Quarterback Joe Namath, der auch Protagonist im berühmten „Heidi Game“ (32:43 gegen die Oakland Raiders) war, in dem die NBC 1968 die Spielübertragung beim Stand von 32:29 abbrach und den Kinderfilm Heidi kehrt heim zeigte, so dass das TV-Publikum die beiden Last-Minute-Touchdowns der Raiders verpasste. Unfreiwillig sorgten die Jets dafür, dass seitdem alle Footballübertragungen in voller Länge ausgestrahlt werden.[1] Namath führte die Jets zu ihrem ersten und bisher einzigen Super-Bowl-Titel. Nachdem er vor versammelter Presse „garantierte“, dass die Jets die favorisierten Baltimore Colts besiegen würden, gewannen sie im Super Bowl III tatsächlich mit 16:7. Dies gilt als eine der größten Sensationen der NFL-Geschichte, und Namaths „Garantie“ als einer der bekanntesten Zitate.[2]

Durch die Vereinigung von NFL und AFL 1970 wurde das Team Mitglied der NFL. Nachdem Namath verletzungsbedingt abbaute, versanken die Jets im Mittelmaß, bis das Team in den 1980er-Jahren eine starke Defensive Line aufbaute. Die Linemen Mark Gastineau, Joe Klecko, Marty Lyons and Abdul Salaam erzielten soviele Quarterback Sacks, dass sie in Anlehnung an die berühmte New York Stock Exchange die „New York Sack Exchange“ genannt wurden. Trotzdem gelang es nie, in den Super Bowl einzuziehen. In den 1990er-Jahren wurden die Jets von vielen Fehlgriffen geplagt: man hielt lange an Coach Rich Kotite fest, obwohl er in zwei Jahren gerade einmal vier Siege einfuhr, während andere Coaches wie Pete Carroll (später Sieger des Super Bowl XLVIII) oder Bill Belichick (ab 2001 fünfmaliger Super-Bowl-Sieger) nie eine echte Chance bekamen, und draftete mit mäßigem Erfolg. Gekrönt wurde diese Negativserie der Jets in der Saison 1996 als man die Regular Season mit einer Bilanz von einem Sieg und 15 Niederlagen abschloss. In den Play-offs 2004 gegen die Pittsburgh Steelers verschoss Jets-Kicker Doug Brien zwei späte Field Goal-Versuche, von denen beide das Spiel zu Gunsten der Jets entschieden hätten. Am Ende unterlag man mit 17:20. Unter Coach Rex Ryan lebten die Jets ein weiteres Mal auf, angetrieben von einer starken Verteidigung um die Cornerbacks Darrelle Revis und Antonio Cromartie, Linemen Muhammad Wilkerson und D'Brickashaw Ferguson, die die Offense um Center Nick Mangold, Runningback LaDainian Tomlinson und Quarterback Mark Sanchez entlasteten. Trotzdem kam man nicht in den Super Bowl, und seit 2010 sind die Jets nicht mehr in den Play-offs vertreten gewesen.

Fankultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Spitzname für die Jets ist „Gang Green“, eine Anspielung auf die grünen Jets-Trikots, sowie ein Wortspiel mit der Krankheit Gangräne, die die „Todesgefahr“ ausdrückt, die die Jets für ihre Gegner darstellen. Die größten Rivalen der Jets sind die New England Patriots, insbesondere seitdem Patriots-Coach Bill Belichick 1999 die Jets verließ und für die Patriots fünf Super-Bowl-Titel holte. Zu einem geringeren Maße bestehen Antipathien gegen die Miami Dolphins, vor allem seit ihr Quarterback Dan Marino 1994 kurz vor Schluss so tat, als würde er den Ball spiken, um die Uhr anzuhalten, aber dann den entscheidenden Touchdown zu Mark Ingram warf.[3] Weitere Rivalitäten bestehen gegen die Ortsrivalen Buffalo Bills und New York Giants.

Trainer (Head Coaches)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

# Name Zeitraum Regular Season Play-offs Erfolge/Auszeichnungen Referenz
Spiele S N UE Gewonnen% Spiele S N
New York Titans
1 Sammy Baugh 1960–1961 28 14 14 0 .500 [4]
2 Bulldog Turner* 1962 14 5 9 0 .357 [5]
New York Jets
3 Weeb Ewbank 1963–1973 154 71 77 6 .481 3 2 1 Super Bowl III [6]
4 Charley Winner 1974–1975 23 9 14 0 .391 [7]
5 Ken Shipp*1 1975 5 1 4 0 .200 [8]
6 Lou Holtz* 1976 13 3 10 0 .214 [9]
7 Mike Holovak2 1976 1 0 1 0 .000 [10]
8 Walt Michaels* 1977–1982 87 39 47 1 .454 4 2 2 Pro Football Weekly NFL Trainer des Jahres (1978)
UPI NFL Trainer des Jahres (1978)
[11]
9 Joe Walton* 1983–1989 111 53 57 1 .482 3 1 2 [12]
10 Bruce Coslet 1990–1993 64 26 38 0 .406 1 0 1 [13]
11 Pete Carroll 1994 16 6 10 0 .378 [14]
12 Rich Kotite 1995–1996 32 4 28 0 .125 [15]
13 Bill Parcells 1997–1999 48 29 19 0 .604 2 1 1 [16]
14 Al Groh* 2000 19 9 7 0 .563 [17]
15 Herman Edwards 2001–2005 80 39 41 0 .488 5 2 3 [18]
16 Eric Mangini 2006–2008 48 23 25 0 .479 1 0 1 [19]
17 Rex Ryan 2009–2014 96 46 50 0 .479 2 1 1 [20]
18 Todd Bowles 2015– 48 20 28 0 .417 [21]
1 Ken Shipp war in der Saison 1975 für fünf Spiele Interims Trainer.
2 Holovak war für das letzte Spiel der Saison 1976 Headcoach der Mannschaft, nachdem Lou Holtz gekündigt hatte.
# Reihenfolge der Trainer
Spiele Spiele als Trainer
S Siege
N Niederlagen
UE Unentschieden
Gewonnen% Siegquote
* Ausschließlich bei den Titans/Jets als Head Coach aktiv

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der New York Jets
Quarterbacks


Runningbacks

Wide Receiver

Tight Ends

Offensive Linemen

Defensive Linemen

Linebackers

Defensive Backs

Special Teams

Reserve/Verletzt

Practice Squad

Mitglieder in der Pro Football Hall of Fame[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trikotnummer Name Position Für die Jets Aktiv Jahr der Aufnahme
Sammy Baugh Head Coach 1960–1961 1963
Bulldog Turner Head Coach 1962 1966
Weeb Ewbank Head Coach 1963–1973 1978
12 Joe Namath QB 1965–1976 1985
13 Don Maynard WR 1960–1972 1987
44 John Riggins RB 1971–1975 1992
42 Ronnie Lott DB 1993–1994 2000
81 Art Monk WR 1994 2008
28 Curtis Martin RB 1998–2005 2012
Bill Parcells Head Coach
GM
1997–1999
1997–2000
2013
Ron Wolf Funktionär 1990–1991 2015
4 Brett Favre QB 2008 2016
99 Jason Taylor LB 2010 2017
21 LaDainian Tomlinson RB 2010–2011 2017

Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Name Position Jahre gespielt
12 Joe Namath Quarterback 1965–1976
13 Don Maynard Wide Receiver 1960–1972
28 Curtis Martin Runningback 1998–2005
73 Joe Klecko Defensive Tackle 1977–1987
90 Dennis Byrd Defensive End 1989–1992
Jacket Weeb Ewbank Head Coach 1963–1973

Ring of Honor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jets ehren verdiente Spieler, Trainer und Funktionäre auf dem Ring of Honor.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: New York Jets – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nov. 17: “Heidi” Interrupts Football Broadcast; Nixon’s “I Am Not a Crook” Remarks; D.C. Sniper Conviction, ABC News.
  2. Super Bowl III: Joe Namath leads NY Jets to arguably biggest upset in history over Baltimore Colts, NY Daily News
  3. Josh Katzowitz: Remember When: Dan Marino’s fake spike fools Jets in 1994. In: cbssports.com. CBSSports, 17. Oktober 2014, abgerufen am 19. November 2015: „Marino sold it by yelling „Clock! Clock! Clock!“ and making the spike motion with his hand -- which were probably two big reasons why the Jets were so flim-flammed.“
  4. Statistiken von Sammy Baugh. Abgerufen am 24. September 2015.
  5. Statistiken von Bulldog Turner. Abgerufen am 24. September 2015.
  6. Statistiken von Weeb Ewbank. Abgerufen am 24. September 2015.
  7. Statistiken von Charley Winner. Abgerufen am 24. September 2015.
  8. Statistiken von Ken Shipp. Abgerufen am 24. September 2015.
  9. Statistiken von Lou Holtz. Abgerufen am 24. September 2015.
  10. Statistiken von Mike Holovak. Abgerufen am 24. September 2015.
  11. Statistiken von Walt Michaels. Abgerufen am 24. September 2015.
  12. Statistiken von Joe Walton. Abgerufen am 24. September 2015.
  13. Statistiken von Bruce Coslet. Abgerufen am 24. September 2015.
  14. Statistiken von Pete Carroll. Abgerufen am 24. September 2015.
  15. Statistiken von Rich Kotite. Abgerufen am 24. September 2015.
  16. Statistiken von Bill Parcells. Abgerufen am 24. September 2015.
  17. Statistiken von Al Groh. Abgerufen am 24. September 2015.
  18. Statistiken von Herman Edwards. Abgerufen am 24. September 2015.
  19. Statistiken von Eric Mangini. Abgerufen am 24. September 2015.
  20. Statistiken von Rex Ryan. Abgerufen am 24. September 2015.
  21. Statistiken von Todd Bowles. Abgerufen am 5. Januar 2018.