nextbike

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nextbike

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Rechtsform GmbH
Gründung 2004
Sitz Leipzig, Deutschland
Leitung

Ralf Kalupner

Branche Fahrradvermietung
Website www.nextbike.de/de/

Die Nextbike GmbH (Eigenschreibweise nextbike) ist ein deutsches Unternehmen, das weltweit Fahrradverleihsysteme betreibt. Im Jahr 2018 konnten die Fahrräder in über 200 Städten weltweit ausgeliehen werden.[1] Nextbike bietet stationsbasierte Systeme, Flexzonen und Hybride Systeme an. [2]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 2004 in Leipzig von Ralf Kalupner gegründet. Die Zentrale inklusive Produktion hat mit über 300 Mitarbeitern ihren Sitz in Leipzig. An den mehr als 50 deutschen Standorten betreuen regionale Servicepartner die Fuhrparks.[3] Darüber hinaus ist Nextbike u. a. in Großbritannien, Österreich, der Schweiz, den USA, Indien, Lettland, Spanien, Zypern, Polen, Neuseeland, Bulgarien und Kroatien tätig.[4] Nextbike bietet ein Fahrradverleihsystem, welches rund um die Uhr verfügbar ist. Das Unternehmen finanziert sich zum einen über die Mieteinnahmen und zum anderen über Werbung am Fahrradrahmen.

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metropolradruhr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das metropolradruhr startete im Juni 2010 im Ruhrgebiet als größtes Fahrradverleihsystem Deutschlands. Bis 2012 wurden 3000 Mieträder in zehn Städten bereitgestellt.[5] Verknüpft werden in diesem Projekt zehn Städte aus dem Ruhrgebiet, unter anderem Dortmund, Bochum, Essen und Oberhausen. Das Besondere an diesem Fahrradverleihsystem ist die städteübergreifende Nutzung der Mieträder.[6][7]

VRNnextbike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VRNnextbike ist das Fahrradverleihsystem im Verkehrsverbund Rhein-Neckar. Das regionale System umfasst aktuell folgende Städte: Bensheim, Bürstadt, Heidelberg, Heppenheim, Hockenheim, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Mannheim, Schwetzingen, Speyer, Weinheim, Worms. Wie bei Metropolradruhr können die Räder städteübergreifend genutzt werden.[8]

KVB-rad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2015 kooperiert nextbike mit den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB). Für VRS-Chipkarten-Inhaber sind die ersten 30 Minuten pro Ausleihe inklusive (ausgenommen Schülertickets). In Köln gibt es, wie auch in Leipzig und in Dresden eine definierte Zone, in der die Räder flexibel an jeder Straßenecke abgegeben (und auch wieder ausgeliehen) werden können.[9]

Veturilo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Nextbike Polska sp.z o.o., die in Warschau das Verleihsystem Veturilo betreibt, ist Nextbike mit 25 % beteiligt.

Bilbaobizi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2018 hat nextbike in Bilbao ein e-Bike System eröffnet. Den Betrieb von Bilbaobizi übernimmt nextbike gemeinsam mit dem spanischen Mobilitätsdienstleister Sagalés. Das bestehende Verleihsystem ist mit e-Bikes ersetzt worden, damit trotz der herausfordernden topografischen Bedingungen angenehmes Radfahren gewährleistet werden kann. Bis zum Frühjahr 2019 werden 450 e-Bikes an 40 Stationen verfügbar sein. Der Motor unterstützt bis zu 50 km und wird am Stationsständer geladen.[10]

Kooperationspartner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Berlin vermietet nextbike unter dem Namen Deezer nextbike Fahrräder. Seit 2017 besteht ein Kooperationsvertrag mit dem Audio-Streaming-Dienst Deezer. Nach eigenen Angaben hat Deezer 12 Millionen aktive Nutzer in mehr als 185 Ländern, die durch Verknüpfung ihrer Konten mit Nextbike in der deutschen Hauptstadt problemlos Fahrräder ausleihen können.[11][12]

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Informationsstele einer Verleihstation in Essen-Steele (2016)

Die einmalige Registrierung erfolgt per App, telefonisch oder über das Internet. Die Ausleihe und Rückgabe ist per App, Hotline oder am Verleihterminal möglich. Die aktuellen Standorte der Räder findet man in der App und im Internet.[13] Bei Rückgabe innerhalb einer halben Stunde und für jede weitere halbe Stunde kostet die Ausleihe einen Euro – ab der 5. Stunde beginnt die Tagesausleihe für einen Preis von neun Euro. Die Mieträder sind für Einwegfahrten geeignet, da das Mietrad an einer Station ausgeliehen und an einer anderen Station wieder abgegeben werden kann. In allen Städten gibt es fest definierte Stationen, die sich je nach Stadt unterschiedlich gestalten. In einigen Städten wie z. B. Düsseldorf gibt es fest definierte, durch Schilder gekennzeichnete Stationen. In Köln, Dresden oder Leipzig gibt es eine definierte Zone, in der die Räder flexibel an jeder Straßenecke abgegeben (und auch wieder ausgeliehen) werden können.[14][15]

Bei der Ausleihe per App muss zunächst der QR Code gescannt werden. Im Anschluss öffnet sich das Schloss je nach Radtyp automatisch, oder man erhält via App einen Zahlencode, mit dem das Schloss geöffnet werden kann. Die Räder können während der gesamten Ausleihe an verschiedenen Orten geparkt werden. Die Rückgabe kann per App, BikeComputer, Terminal oder Hotline erfolgen. In regelmäßigen Abständen werden die Räder von Servicemitarbeitern vor Ort geprüft und gewartet.

Die Räder werden entweder frei oder in eigens gefertigten Abstellanlagen/Stationen mit Informationsstele und Fahrradbügeln aufgestellt, wie bspw. in Tübingen.[16] NorisBike in Nürnberg sowie SZ-bike in Dresden verfügen über Verleihterminals mit Kommunikationseinheit, an denen mit Kundenkarte über ein Display die Räder ausgeliehen und wieder abgegeben werden können. Zu den Nutzern gehören Pendler und Touristen, aber auch Ortsansässige, die das »öffentliche Fahrrad« regelmäßig in ihrer alltäglichen Wegekette nutzen.[17] In der kalten Jahreszeit (meist Anfang November bis Ende Februar) macht nextbike in einigen Orten Winterpause, d. h. dort steht eine reduzierte Flotte zur Verfügung.[18] In den meisten Städten können die Räder dagegen ganzjährig genutzt werden.

Die Räder sind mit einer Drei- oder Siebengangnabenschaltung und einem Gepäckkorb ausgestattet, der wie bei einem Postfahrrad fest mit dem Rahmen verbunden ist und damit auch bei höherer Belastung ein bequemes Lenken ermöglicht. nextbike bietet seit 2014 auch SmartBikes mit Bordcomputer und Gabelschloss an, die die Ausleihe noch einfacher machen. Die Räder werden in Leipzig montiert.

Das Unternehmen ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Im Sommer 2008 verlieh das Unternehmen in Kooperation mit der Stadt Düsseldorf 400 Räder.[19] In Leipzig sind in Zusammenarbeit mit den Leipziger Verkehrsbetrieben 500 Leihräder an öffentlichen Plätzen und vor allem ÖPNV-Haltestellen zu finden.[20][21]

Das Unternehmen mit verschiedenen zielgruppenspezifischen Angeboten kann von Städten[22] und Franchisepartnern initiiert werden.[23] Überdies stellt Nextbike seine Leihräder auch als Mitarbeiterräder,[24] für Gruppenfahrten[25] und für Veranstaltungen[26] zur Verfügung.

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nextbike-Verleihstation im Bahnhof Katzelsdorf, Niederösterreich, der Mattersburger Bahn
  • Im Burgenland rund um den Neusiedlersee wird das Fahrradverleihsystem Nextbike seit 2007 umgesetzt und stetig ausgebaut. Seit 2010 ist auch die Niederösterreichische Landesregierung darum bemüht, ein flächendeckendes Netz an Verleihstationen in Niederösterreich aufzubauen. Der Betreiber des Systems ist die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich. In Österreich wird durch Nextbike europaweit erstmals ein Fahrradverleihsystem im ländlichen Raum ein- und durchgeführt.
  • In Innsbruck wurde mit dem „Stadtrad Innsbruck“ im April 2014 ebenfalls ein Leihsystem für Fahrräder geschaffen, auch dieses wird gemeinsam von Nextbike und den Innsbrucker Verkehrsbetrieben aufgebaut und betrieben. Bei einem entsprechenden Erfolg in Innsbruck ist auch eine Erweiterung auf andere Städte Tirols geplant.[27]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz kooperiert Nextbike seit August 2009 mit Rent A Bike. Bei diesem Projekt werden bis zum Jahr 2011 3000 Leihvelos (Velos nennen die Schweizer ihre Fahrräder) flächendeckend angeboten.[28][29][30] Das Fahrradverleihsystem Nextbike ist in verschiedenen Schweizer Regionen aktiv, so z. B. in Zusammenarbeit mit Caritas Luzern unter dem Namen Take a Bike.[31]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nextbike – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] Nextbike-Website, abgerufen am 01.11.2018.
  2. [2] Nextbike-Website, abgerufen am 01.11.2018.
  3. Website von Nextbike
  4. Standorte. Website von Nextbike, abgerufen am 12. Mai 2016.
  5. Westfalen Heute
  6. Webseite vom metropolradruhr
  7. Webseite von VRR
  8. Website von VRNnextbike
  9. Partner von KVR-rad
  10. News nextbike Website
  11. Nextbike Berlin kooperiert mit Deezer auf www.nextbike.de; abgerufen am 7. September 2018.
  12. Konkrete Anleitung für Deezer-Nutzer auf nextbike, abgerufen am 7. September 2018.
  13. nextbike.de: nextbike-Standorte
  14. next bike – eine tolle und günstige Idee! rp-online.de, 6. August 2008.
  15. Leihfahrrad für fünf Euro pro Tag. Pressedienst der Landeshauptstadt Düsseldorf, 21. Juli 2008 (PDF).
  16. Mobilität vor Ort: NextBike-de auch in Tübingen. wikio.de, 31. August 2009.
  17. Website von Nextbike
  18. Nextbike-News November 2015
  19. derwesten.de: Die Fahrrad-Stadt, 24. März 2009
  20. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: Leipzig bekommt in den Personennahverkehr integriertes Nextbike-Fahrradverleihsystem
  21. Leipziger Internet Zeitung: Fahrradverleih mit Terminal: LVB versuchen mit Nextbike ihr Glück im Bundeswettbewerb, 30. Juni 2009
  22. Alternative im Stadtverkehr. tagblatt.de, 1. September 2009.
  23. Franchise-Angebote: nextbike(D). franchiseportal.de.
  24. Angebot Mitarbeiterrad. nextbike.de
  25. nextbike.de: Gruppenfahrtreservierungen
  26. nextbike.de: Angebot EventRad (PDF)
  27. Stadtrad als Pilotversuch für ganz Tirol, Artikel der Tiroler Tageszeitung vom 1. Mai 2014 (abgerufen am 16. August 2017)
  28. Website von Rent a Bike Schweiz
  29. bahnonline.ch: «nextbike»: Neues Veloverleih-System lanciert, 27. August 2009.
  30. velojournal.ch: Boom der Veloverleih-Systeme , Ausgabe 5/2009
  31. Take a Bike