Nezahat Baradari

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Nezahat Baradari (2017)

Nezahat Baradari (geboren am 15. August 1965 in Ankara-Bogazköy) ist eine deutsche Kinder- und Jugendärztin, Politikerin (SPD) und seit 2019 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nezahat Baradari erwarb 1982 den Hauptschulabschluss, 1984 den Realschulabschluss und 1987 die Allgemeine Hochschulreife. Von 1987 bis 1994 studierte sie Humanmedizin an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Das Studium schloss sie mit dem III. Staatsexamen ab. Sie erhielt im Oktober 1997 die Approbation als Ärztin. Im Oktober 2003 folgte die Facharztanerkennung Kinder- und Jugendmedizin.

Von 1994 bis 1996 war Nezahat Baradari als Ärztin im Praktikum an der Kinderklinik in Itzehoe tätig und von 1996 bis 1999 als Assistenzärztin an den Ostholstein Kliniken in Eutin. Von 1999 bis 2008 übernahm sie diverse Praxisvertretungen und Praxisanstellungen in Plön, Plettenberg und Olpe. Seit 2008 ist sie als niedergelassene Kinder- und Jugendärztin in Attendorn tätig.

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1984 ist sie Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Nezahat Baradari ist SPD-Vorstandsmitglied im Ortsverein Attendorn. In der SPD-Fraktion der Stadt Attendorn ist sie engagiert als sachkundige Bürgerin für Schulen, Kultur und Denkmalschutz. Sie ist SPD-Kreisvorstandsmitglied im Kreis Olpe, SPD-Vorsitzende der AG Migration und Vielfalt im Kreis Olpe und in der SPD-Kreistagsfraktion Kreis Olpe als Sprecherin für den Ausschuss Soziales und Gesundheit tätig.

Nezahat Baradari rückte am 7. Januar 2019 für den ausgeschiedenen Abgeordneten Ulrich Kelber in den Deutschen Bundestag nach. Sie ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für europäische Angelegenheiten und im Ausschuss Ernährung und Landwirtschaft. Seit 15. Oktober 2019 ist sie auch stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss.

Nezahat Baradari ist Mitglied der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung. Seit Januar 2020 ist sie Mitglied in der Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum.

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nezahat Baradari äußerte sich 2016 in einem WhatsApp-Chat der SPD abwertend zur Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages und bezeichnete diese als "Türkei-Bashing"[1]. Ende 2020 wurden diese internen Chats Baradaris, im Kontext eines rassistischen Postings[2] der Abgeordneten über die verfolgte Minderheit der Jesiden, durch den Journalisten Tobias Huch auf Facebook veröffentlicht. Baradari bezeichnete daraufhin den Journalisten als "Abschaum"[3] und verweigerte eine Entschuldigung. Bis heute lehnt sie die Armenien-Resolution des Deutschen Bundestages ab.

Mitgliedschaften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nezahat Baradari ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie ist moslemischer Konfession.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Josef Schmidt: SPD in Aufruhr. 6. Oktober 2016, abgerufen am 11. Februar 2021.
  2. Tobias Huch. Abgerufen am 11. Februar 2021.
  3. Tobias Huch. Abgerufen am 11. Februar 2021.
  4. spd-attendorn.de