Niğde

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Dieser Artikel behandelt die türkische Stadt Niğde, für die gleichnamige türkische Provinz siehe Niğde (Provinz).

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Niğde
Wappen fehlt
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Niğde (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Niğde
Koordinaten: 37° 58′ N, 34° 41′ O37.96666666666734.6791666666671300Koordinaten: 37° 58′ 0″ N, 34° 40′ 45″ O
Höhe: 1300 m
Einwohner: 124.774[1] (2013)
Telefonvorwahl: (+90) 388
Postleitzahl: 51 000
Kfz-Kennzeichen: 51
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Faruk Akdoğan (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Niğde
Einwohner: 201.597[1] (2013)
Fläche: 2.303 km²
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Stadtmitte, rechts Uhrturm der Festung (Kale)

Niğde ist eine türkische Stadt in der Region Südanatolien und hat 124.774 Einwohner (2013). Sie ist die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz Niğde. Die Kfz-Kennzeichen der Stadt und der Provinz beginnen mit der Ziffer 51.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Fundament einer Kirche in Andaval (heute Aktaş nordöstlich von Niğde) fand man ein Fragment einer Stele von Saruwanis, Herrscher von Nahitiya aus dem 8. Jahrhundert v. Chr., was mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem hethitischen Nahita, also Niğde gleichgesetzt werden kann.[2] In Niğde befinden sich einige Kirchenruinen aus byzantinischer Zeit und etliche Gebäude der Seldschuken und Osmanen. Die Seldschuken bauten Niğde zur Festung aus.

In der Altstadt steht eine Zitadelle, die von Kai Kobad I. (1219–1237) erbaut und um 1470 restauriert wurde. Sie besteht unter anderem aus einem großen achteckigen seldschukischen Turm und einem Uhrturm.

Südlich der Zitadelle liegen die Alaeddin-Moschee aus dem Jahr 1223 und ein überdachter Brunnen Hatıroğlu Çeşmesi von 1267, in dessen Torbogen die Darstellung eines Frauengesichts versteckt ist. (Darstellungen von Menschen sind im Islam eigentlich verboten.)

Der Basar stammt aus dem 17. Jahrhundert, daneben liegt die Sungur Bey Moschee, die 1335 vom mongolischen Statthalter Seyfeddin Sungur erbaut und im 18. Jahrhundert umgebaut wurde.

Im Museum von Niğde befinden sich Exponate aus römischer, byzantinischer, Stein- und Bronzezeit, darunter die nahe dem Burgberg in der heutigen Dışarı Camii gefundene Stele des Wettergottes.

Umgebung[Bearbeiten]

In dem Vorort Eski Gümüş steht ein sehr gut erhaltenes kappadokisch-christliches Kloster mit Felsenkirche und Fresken.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit dem 31. August 1996 besteht eine Städtepartnerschaft zur deutschen Stadt Melle in Niedersachsen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 6. April 2014
  2.  Halet Çambel, John David Hawkins: Corpus of Hieroglyphic Luwian Inscriptions. ISBN 311010864-X, S. 432 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niğde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien