Nicholas Stargardt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Nicholas Stargardt (geboren 1962 in Melbourne) ist ein australischer Historiker und Professor für Neuere Europäische Geschichte am Magdalen College in Oxford.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicholas Stargardt ist der Sohn eines Deutschen und einer Australierin. Sein Vater stammte aus einer sozialistischen, assimilierten jüdischen Berliner Familie und musste 1939 aus dem Deutschen Reich emigrieren. Stargardt studierte Geschichte am King’s College der Universität Cambridge. Er ist mit der Historikerin Lyndal Roper verheiratet, sie haben zwei Kinder.

Stargardt ist Fellow am Magdalen College und lehrt Europäische Geschichte an der Universität Oxford. Er arbeitet über die deutsche Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und forscht zum Holocaust.

In seinem Werk The German Idea of Militarism: Radical and Socialist Critics (1994) untersuchte er die Geschichte der Antikriegsbewegung in Deutschland vor dem Ersten Weltkrieg. Die Studie „Maikäfer flieg!“ Hitlers Krieg und die Kinder (2005) bringt eine Sozialgeschichte des Zweiten Weltkriegs in Deutschland aus der Sicht der Kinder. Für die Untersuchung Der deutsche Krieg 1939–1945 (2015) wertete er Briefe und Tagebucheinträge aus.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The German War : a nation under arms, 1939–45. The Bodley Head, London 2015
    • Der deutsche Krieg : 1939–1945. Aus dem Engl. von Ulrike Bischoff. S. Fischer, Frankfurt/M. 2015, ISBN 978-3-10-075140-9.
  • Witnesses of war : children’s lives under the Nazis. Cape, London 2005
    • „Maikäfer flieg!“ : Hitlers Krieg und die Kinder. Aus dem Engl. von Gennaro Ghirardelli. Dt. Verl.-Anst., München 2006
  • The German idea of militarism : radical and socialist critics, 1866–1914. Cambridge Univ. Press, Cambridge 1994

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]