Nichtbinäre Geschlechtsidentität

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Nichtbinäre Geschlechtsidentität, kurz nichtbinär (auch als Bindestrich-Schreibung nicht-binär; englisch nonbinary, kurz enby), ist eine Sammelbezeichnung für Geschlechtsidentitäten aus dem Transgender-Spektrum, die weder ausschließlich männlich noch weiblich sind, sich also außerhalb dieser binären Einteilung befinden. Aus dem angelsächsischen Sprachraum wurde dafür auch die Bezeichnung genderqueer übernommen (queer gender: von geschlechtsordnenden Regeln abweichendes soziales Geschlecht). Die nichtbinäre Geschlechtsidentität einer Person steht nicht in Zusammenhang mit ihrem biologischen Geschlecht oder ihren Geschlechtsmerkmalen, und nicht alle intersexuellen Menschen verstehen sich als nichtbinär. Auch ist geschlechtliche Identität zu trennen von sexueller Identität: Die erotischen Ausrichtungen von nichtbinären Menschen sind genauso unterschiedlich und vielfältig wie die von binären (vergleiche Cisgender). Eine nichtbinäre Geschlechtsidentität kann dem nach außen sichtbaren Geschlechtsausdruck in Aufmachung und Verhalten widersprechen und muss nicht zwingend androgyn oder „zwitterhaft“ wirken – nichtbinäre Menschen bringen ihr Identitätsgefühl auf viele Arten zum Ausdruck (vergleiche auch Unterschiede zwischen Geschlechtshabitus und Geschlechterrolle).

Einige sich als nichtbinär empfindende Personen identifizieren sich innerlich mit den beiden Geschlechtern Mann/Frau (bigender „beidgeschlechtlich“), andere auch mit weiteren Geschlechtsvariationen (trigender „dreigeschlechtlich“, oder umfassend pangender „allgeschlechtlich“).

Die Ausprägung genderfluid oder gender-fluide („fließend“) bewegt sich zwischen den Geschlechtern männlich–weiblich (oder weiteren), teils in wechselnder Ausformung oder veränderlich. Neben diesen gibt es nichtbinäre Personen, die sich (zeitweise) keinem Geschlecht zugehörig fühlen und sich als agender („ungeschlechtlich“) oder gender-neutral verstehen.

Darüber hinaus gibt es weitere Selbstbezeichnungen zur Beschreibung des eigenen Selbstempfindens. Als nichtbinär verstehen sich auch Personen, die sich einem dritten Geschlecht oder einer gänzlich anderen Geschlechtsvorstellung zuordnen, sowie diejenigen, die ihre Geschlechtsidentität bewusst nicht genauer benennen und nicht auf eine Geschlechterrolle festgelegt werden wollen.

Nonbinary Pride-Flagge (pride:Stolz“),
2014 entworfen von Kye Rowan:[1][2]
- gelb für Personen außerhalb der Binärität
- weiß für Vielgeschlechtliche
- lila für Zwischengeschlechtliche (m↔w)
- schwarz für Ungeschlechtliche
Genderqueer Pride-Flagge,
2011 entworfen von Marilyn Roxie:[3]
- lavendel für androgyn, queer (m↔w)
- weiß für Ungeschlechtliche (agender)
- grün für Personen außerhalb der Binärität

Definitionen und Identitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der bis dahin größten Befragung von Transgender-Personen in den USA definierte 2015 das durchführende National Center for Transgender Equality (NCTE) die Bezeichnung non-binary wie folgt:

Non-binary: This term is used by some to describe people whose gender is not exclusively male or female, including those who identify as no gender, as a gender other than male or female, or as more than one gender.“

Nicht-binär: Dieser Ausdruck wird von einigen verwendet, um Personen zu beschreiben, deren soziales Geschlecht nicht ausschließlich männlich oder weiblich ist, einschließlich derjenigen, die sich als ungeschlechtlich identifizieren, oder als ein anderes Geschlecht als männlich oder weiblich, oder als mehrgeschlechtlich.“[4]

Transgender kann als Schirmbegriff (umbrella term)[5] nichtbinäre Personen einschließen; nichtbinäre Personen können sich als transgender verstehen, wenn sie das wollen, oder auch als intersexuell („zwischengeschlechtlich“).[6] Die Varianten trans* und inter* schließen durch das Gendersternchen nichtbinäre und weitere Geschlechtsidentitäten ausdrücklich ein.[7] Bei der US-Erhebung 2015 beschrieben sich 35 % der rund 28.000 Befragten als non-binary/genderqueer, 82 % hatten keine Einwände gegen die Beschreibung als „Transgender“.[8]

Seit November 2017 erfasst die US-Kongressbibliothek die Themen gender-variant, genderqueer, non-binary people unter dem Identifikator gender-nonconforming people: „geschlechts-nonkonformistische Personen“ (siehe Studie 2018).[9]

Die US-Sozialpsychologen Bosson, Vandello und Buckner definieren 2018 die einzelnen Bezeichnungen wie folgt (übersetzt):[10]

  • Transgender: Beschreibt Personen, deren psychologische Geschlechtsidentität nicht übereinstimmt mit dem ihnen bei Geburt zugewiesenen Geschlecht.
  • Genderqueer: Beschreibt Personen, die sich als weder/noch identifizieren, oder als beides oder als Kombination von Mann und Frau.
  • Genderfluid: Beschreibt Personen, deren Geschlechtsidentität sich verschiebt oder flexibel verändert, statt anhaltend gleich zu bleiben.
  • Bigender: Beschreibt Personen, die zwischen den Geschlechtsidentitäten Frau und Mann wechseln.
  • Trigender: Beschreibt Personen, die zwischen Frau, Mann und einer dritten Geschlechtsidentität wechseln.
  • Agender: Beschreibt Personen, die sich innerlich als ungeschlechtlich empfinden.

Genderfluide Personen ziehen es vor, ihre Geschlechtsidentität anhaltend veränderbar zu halten, statt sich auf ein Geschlecht festzulegen. Dabei können sie sich zwischen verschiedenen Geschlechtern bewegen oder mehrere Geschlechter gleichzeitig zum Ausdruck bringen.[11][12] Bei der US-Umfrage 2015 beschrieben sich 20 % als gender fluid/fluid.[8]

Bigender („beidgeschlechtlich“) bezeichnet Personen, die sich mit den beiden Geschlechtern männlich/weiblich identifizieren oder Elemente beider in sich vereinen, auch im Ausdruck. Beim weltweiten Gender Census 2018 bezeichneten sich 4,7 % der rund 11.000 befragten „Gender-Diversen“ als bigender.[13]

Trigender („dreigeschlechtlich“) geht noch darüber hinaus und schließt eine weitere geschlechtliche Variation oder Elemente davon ein; die dritte kann eine Mischform aus Mann/Frau sein oder ganz außerhalb der Zweigeschlechtlichkeit liegen, oder auch das (zeitweilige) Gefühl sein, sich keinem Geschlecht zugehörig zu fühlen.[14]

Pangender („allgeschlechtlich“) bezeichnet Personen, die sich allen Geschlechtern irgendwie zugehörig fühlen, ohne dabei auf eines festgelegt zu sein.[14]

Agender („geschlechtslos/ungeschlechtlich“), auch als gender-neutral, neuter oder neutrois bezeichnet:[15] Personen, die sich mit keinem Geschlecht identifizieren oder gar keine Geschlechtsidentität haben (wollen). Neutrois kann aber auch als ein eigenes, neutrales Geschlecht verstanden sein (so beispielsweise von Lann Hornscheidt).

Demigender bezeichnet Personen, die sich teilweise oder hauptsächlich mit einem Geschlecht identifizieren, gleichzeitig aber auch mit einem anderen.[16] Diese Gruppe schließt Untergruppen ein, so sieht sich eine Demifrau (demi-girl) nur teilweise als Frau (unabhängig vom Geburtsgeschlecht), während andere Teile ihrer Identität anderen Geschlechtern zugehören oder auch genderfluid oder agender sein können; in umgekehrter Weise tut das ein Demimann (demi-boy).[17] Im Jahr 2018 bezeichneten sich im weltweiten Gender Census 11 % als demigender.[13]

Selbstbezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland erwähnen erste Begleitmaterialien zur „Interministeriellen Arbeitsgruppe Inter- & Transsexualität“ (IMAG) im Jahr 2015 an zwei Stellen „nicht binär normative Geschlechtsidentitäten und Körperlichkeiten“[18] und „Menschen, die als weder*noch*, (gender-)queer, non-gender/nicht-geschlechtlich u. Ä. jenseits der Geschlechterpolarität leben“.[6] Ende 2017 veröffentlicht das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Forschungsergebnisse und Erkenntnisse aus der IMAG und erwähnt darin auch „non-binary“, „nicht binär lebende Menschen“ und „non-binäre Personen“.[19]

Im August 2015 erscheint ein Eintrag im Queer-Lexikon des Berliner Tagesspiegels, in dem unter Transgender auch Personen genannt werden, „die sich weder als Mann noch als Frau verstehen wollen (‚nicht binär‘, ‚genderqueer‘).“[20]

2016 veröffentlicht Hengameh Yaghoobifarah auf Zeit Online ein kleines Glossar zu LGBT-Bezeichnungen, darunter auch „Nicht-binär: Nicht-binäre Genderidentitäten können total unterschiedlich sein. Agender (geschlechterlos), genderqueer, femme, demigirl, demiboy, die Liste ist endlos lang. Sie haben jedoch alle miteinander gemeinsam, dass sie sich der (binären) Zweiteilung in Mann oder Frau verweigern.“[17] Zwei Jahre später ergänzt Yaghoobifarah: „Ich bin non-binary oder auf Deutsch: nicht-binär. Das ist ein Schirmbegriff für sehr viele unterschiedliche Gender […] In Deutschland ist der Diskurs noch nicht so weit, aber es wird.“[21]

Im Missy Magazine erklärt 2017 ein Glossar-Eintrag: „Nicht-binär ist sowohl ein Sammelbegriff als auch eine Bezeichnung für eine eigenständige Identität. […] Nicht-binäre Menschen können trans oder cis, inter oder dyadisch sein. Sie können weiblich, männlich, beides, weder-noch, vieles, mehreres, femme, agender, neutrois oder etwas ganz anderes sein. […] Sie können unterschiedliche, neue oder alte, mehrere, wechselnde oder keine Pronomen benutzen. […] Ähnlich wie trans und queer ist nicht-binär eine Selbstbezeichnung.“[2]

Zuletzt Anfang 2019 befragt der jährliche Gender Census des Walisers Cassian Lodge rund 11.000 „Gender-Diverse“ weltweit (übersetzt): „Welche der folgenden englischen Bezeichnungen beschreiben, wie du über dich denkst?“ Von 28 Vorgaben hier die Top 10:[13]

# Bezeichnung 2019  2018  2017  2016  2015  2013
1. nonbinary 66,6 % 60,6 % 65,8 % 64,6 % 63,7 % 39,0 %
2. queer 43,0 % 2,9 % 0,3 %
3. trans 36,6 % 34,8 % 30,1 % 34,8 % 31,1 %
4. enby[16] 31,7 % 24,5 % 19,4 % 15,6 %
5. transgender 30,4 % 27,9 % 23,9 % 30,9 % 26,5 % 24,0 %
6. genderqueer 28,9 % 30,8 % 34,3 % 40,7 % 41,2 % 58,0 %
7. gender non-conforming 26,2 % 1,1 %
8. agender 23,5 % 26,1 % 33,1 % 30,9 % 31,4 % 22,0 %
9. fluid gender/genderfluid 21,0 % 24,6 % 27,9 % 30,8 % 31,2 % 31,0 %
10. transmasculine 19,5 % 18,8 % 15,8 % 14,2 %
Befragte Personen: 11.242 11.278 9.934 3.055 2.901 2.061

2018 hatte der Gender Census auch nach der bevorzugten Schreibweise gefragt: „nonbinary vs. non-binary“ – 45 % aller Befragten waren für die einfache und nur 28 % für die Bindestrich-Schreibung; Nichtbinäre stimmten 49 % zu 25 % (siehe auch Bevorzugte Pronomen).[13]

Das US-Wörterbuch Merriam-Webster’s Dictionary führt die Bezeichnung zusammengeschrieben:

nonbinary (adjective) c): relating to or being a person who identifies with or expresses a gender identity that is neither entirely male nor entirely female“

nichtbinär (Adjektiv) C): bezugnehmend auf eine Person oder diese selbst, welche sich mit einem Geschlecht identifiziert oder dieses ausdrückt, das weder gänzlich männlich noch gänzlich weiblich ist“[22]

Neben weiteren Gender-Bezeichnungen führt das Webster’s genderqueer sowie gender-fluid.[22] Auch das britische Oxford English Dictionary erklärt die Bezeichnungen mit ähnlichem Wortlaut als Geschlechtsidentitäten.[23]

Sexuelle Identität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtbinäre Geschlechtsidentität geht nicht einher mit einer bestimmten sexuellen Orientierung oder romantischen Ausrichtung: Eine nichtbinäre Person kann ebenso unterschiedliche erotische Vorlieben und Einstellungen haben wie binärgeschlechtliche Personen und etwa heterosexuell, bisexuell, lesbisch, schwul oder nicht-sexuell sein.[24][25] Dies kann für Nichtbinäre beispielsweise auf Online-Dating-Plattformen zu verletzenden Erfahrungen führen, wenn aus ihrer geschlechtlichen Identität fälschlich auf eine bestimmte sexuelle Identität geschlossen wird.[26][27]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kate Bornstein (* 1948) leistete Pionierarbeit mit ihrem 1994er-Buch Gender Outlaw: On Men, Women, and the Rest of Us, etwa: „Geschlechtlich gesetzlos: Über Männer, Frauen und den Rest von uns“ (Foto: 2010)

Die US-Anthropologin April Scarlett Callis führt die traditionelle Zweigeschlechtlichkeit auf das 19. Jahrhundert zurück, als Sexualität zuerst medizinisch untersucht wurde.[28] Im frühen 20. Jahrhundert wurde Sexualität zunächst mehr nach Geschlechtsidentität als nach dem Sexualpartner kategorisiert, während dann in der Mitte des 20. Jahrhunderts die Trennung in Heterosexualität und Homosexualität aufkam (laut Geschichtswissenschaftler George Chauncey 1994).[29]

Im englischsprachigen Raum kam die Bezeichnung „genderqueer“ Mitte der 1990er-Jahre auf, oft in Verbindung gesehen mit der US-amerikanischen Transgender-Aktivistin Riki Wilchins (* 1952), insbesondere aufgrund ihrer Mitherausgeberschaft der Artikelsammlung GenderQueer: Voices from beyond the Sexual Binary 2002 („GenderQueer: Stimmen von jenseits der Binärsexualität“).[30] Bereits 1995 verwendete Wilchins den Ausdruck im Newsletter In Your Face vor allem zur Argumentation gegen heteronormative Sexualregeln, aber auch gegen diskriminierende Geschlechterrollen.[31] 1997 gab sie in ihrer Autobiografie an, sich als genderqueer zu identifizieren.[32] Wilchins publiziert weiterhin aktivistisch und veröffentlichte 2017 eine eigene Artikelsammlung unter dem Titel Burn the Binary! („Verbrenn das Binäre“).[33]

Als neuter, als geschlechtsneutral erklärte sich 1997 Jim Sinclair öffentlich – eine intersexuelle und autistische Person (* 1940), die als Mitinitiatorin und Aktivistin der internationalen Neurodiversitätsbewegung bekannt ist.[34]

Bereits 1973 erschien das Musical The Rocky Horror Show mit der Hauptfigur des Transvestiten Dr. Frank N. Furter – sein Schöpfer Richard O’Brien (* 1942) verstand sich früh als transgender und erklärte sich im Nachhinein als zwischen den Geschlechtern stehend, eher als ein drittes Geschlecht. 2013 sagte O’Brien der BBC: „Ich verstehe mich wahrscheinlich als rund 70 % männlich, 30 % weiblich.“[35]

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jonathan Van Ness (* 1987), Friseur und Podcaster, erklärt sich 2019 als nonbinary, beansprucht aber weiterhin männliche Fürwörter (Foto: 2018)

Im Jahr 2011 führte die britische Equality and Human Rights Commission (Kommission für Gleichberechtigung und Menschenrechte) im Vereinigten Königreich eine Befragung durch, wobei knapp 0,4 % der 10.000 Befragten sich als nicht eindeutig männlich oder weiblich beschrieben (in another way).[36]

2015 wurden zwei unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in Belgien nach ihren Geschlechtsidentitäten befragt, dabei ordneten sich 1,8 % der als Mann geborenen und 4,1 % der als Frau geborenen Personen als gender ambivalent ein, definiert als sich in unterschiedlicher Ausprägung mit dem eigenen und dem anderen Geschlecht identifizierend.[37]

Bei einer US-weiten systematischen Online-Umfrage des National Center for Transgender Equality (NCTE) im Jahr 2015 identifizierten sich 35 % der rund 28.000 Transgender-Befragten als nichtbinär (non-binary/genderqueer), 82 % von ihnen waren einverstanden mit der Bezeichnung „Transgender“ oder standen ihr neutral gegenüber.[8]

2018 ermittelte eine Studie unter rund 81.000 Studenten im US-Bundesstaat Minnesota einen Anteil von 2.170 Personen (2,7 %), die sich als transgender oder gender nonconforming identifizierten. Als „gender nonconforming“ (auch offizieller LCCN-Identifikator)[9] wurden Personen beschrieben, deren geschlechtlicher Ausdruck nicht den geschlechterordnenden Konventionen bezüglich Männlichkeit und Weiblichkeit folgt, und die sich als transgender identifizieren oder auch nicht. Demgegenüber identifizierten sich 97,3 % der Befragten als cisgender (mit ihrem Geburtsgeschlecht übereinstimmend).[38] Im Jahr zuvor hatte eine US-Studie den Anteil an Transgender-Personen eingeschätzt auf 0,7 % im Alter von 13 bis 24 Jahren und auf 0,6 bis 0,5 % bei älteren Menschen; die Schätzungen ergaben eine Zahl von 1,55 Millionen transgender US-Amerikanern.[39]

In einer Studie, die 2019 unter der Two-Spirit- und LGBT-Bevölkerung der kanadischen Großstadt Hamilton durchgeführt wurde, gaben von den 906 Befragten 164 an, nichtbinär zu sein (18 %).[40]

Für den deutschsprachigen Raum sind keine belastbaren Zahlen bekannt, auch weil bisherige Umfragen nicht genauer unterschieden zwischen nichtbinären und binären Transgender- und intersexuellen Personen. Bei der deutschen ZEIT-Vermächtnisstudie 2016 gaben von den 3.104 Befragten 3,3 % an, „entweder ein anderes Geschlecht zu haben als bei ihrer Geburt zugewiesen oder sich schlicht nicht als weiblich oder männlich zu definieren. Das heißt: Knapp 2,5 Millionen Deutsche […]“.[41]

Rechtliche Anerkennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaitlyn Alexander (* 1992), in der Filmbranche tätig, erklärt sich 2015 als non-binary und bean­sprucht das Fürwort they

Viele nichtbinäre Personen drücken ihre Identität im Alltag in einer Form aus, die mit dem ihnen bei Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt, um sich an die vorherrschenden binären, zweigeteilten Geschlechterrollen anzupassen (siehe Geschlechterordnung). Seit den 2010er-Jahren wächst das Bewusstsein sowie die Akzeptanz nichtbinärer Geschlechtsidentitäten, bedingt durch Selbstdarstellungen in Social Media und medienwirksame Coming-outs von Künstlern (beispielsweise Sam Smith 2019) und befördert durch systematischere Studien.[15]

In vielen Kulturen weltweit haben andere soziale Geschlechter eine lange Tradition, wenn auch nicht immer rechtlich verankert (siehe Liste von dritten Geschlechterrollen). Es gibt mehr als ein Dutzend Staaten weltweit, die eine dritte Geschlechtsoption ermöglichen, meist ein Eintrag als „X“ (Liste).

Geschlechtseintrag offengelassen oderdivers

In Deutschland ist seit Ende 2013 die Geburt bei denjenigen Neugeborenen ohne Angabe zum Geschlecht ins Geburtenregister einzutragen, die weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden können, der Geschlechtseintrag ist also offenzulassen (siehe Personenstandsgesetz ab 2013).

Ende 2018 wurde die zusätzliche Geschlechtsoption „divers“ geschaffen, die als sogenannte „Dritte Option“ nichtbinäre Geschlechtsidentitäten abdecken soll. Zuvor hatte das Bundesverfassungsgericht „der Beschwerde einer Inter*Person stattgegeben und entschieden, dass jenseits des binären Geschlechtermodells auch ein positiver Eintrag möglich sein muss“ (so die Antidiskriminierungsstelle des Bundes).[42]

In Österreich besteht seit Anfang 2019 in begründeten Fällen die Möglichkeit der nachträglichen Änderung des Geschlechtseintrags zu „divers“.

Rechtliche Einschränkungen

Im Dezember 2019 weist ein Artikel im Lifestylemagazin Vice darauf hin, dass selbst diejenigen Staaten, die eine dritte Geschlechtsoption in Ausweispapieren erlauben, nichtbinäre Personen in ihren Karteien als entweder männlich oder weiblich führen (Ausnahmen: Malta und Dänemark). Diese Art der Datenverwaltung könne zu Einschränkungen führen, beispielsweise in Bezug auf ein Eherecht, dass nur die Heirat zwischen Männern und Frauen erlaube (vergleiche Heiratswunsch von Norrie May-Welby), oder bei der Einreise in andere Staaten oder auch bezüglich des Militärdienstes.[43]

Diskriminierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2008 wählte die Mehrheit der Befragten in der US-Studie National Transgender Discrimination Survey (nationale Umfrage zur Transgender-Diskriminierung) „ein hier nicht aufgezähltes Geschlecht“ (a gender not listed here). Diese Befragten verzichteten aus Angst vor Diskriminierung 9 Prozentpunkte (33 %) öfter auf medizinische Versorgung als die Befragten insgesamt (36 % im Vergleich zu 27 %). 90 % gaben an, Anti-Transgender-Diskriminierung bei der Arbeit ausgesetzt zu sein, und 43 % gaben an, einen Suizidversuch hinter sich zu haben.[44]

2017 kam eine Studie von Transgender Europe (TGEU) in fünf europäischen Ländern zu dem Ergebnis, dass nichtbinäre Menschen im Gesundheitssystem verglichen mit anderen Transgender-Personen benachteiligt sind und für Zugang zu transgender-spezifischen Gesundheitsdiensten oft nachweisen müssen, „ausreichend trans“ zu sein.[45]

Personenbezogene Anrede und Pronomen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anstecker, um Fragen nach den ange­messenen Fürwörtern zu beantworten:
„sie/ihr“ • „er/ihm“ • „sie/ihnen“ • „Frag mich!“
(auf dem XOXO Art and Technology Festival in Portland, Oregon 2016)

Viele sich als nichtbinär empfindende Personen beanspruchen, mit geschlechtsneutralen Fürwörtern (Pronomen) bezeichnet und angeredet zu werden. Im angelsächsischen Sprachraum ist diesbezüglich die singulare Verwendung von they in Bezug auf eine einzelne Person am verbreitetsten (entspricht ursprünglich der deutschen Pluralform „sie“). Statt über eine nichtbinäre Person zu sagen: he/she is a singer („er/sie ist ein/e Sänger/in“), heißt es: they are a singer. Eine Ähnlichkeit besteht zu der deutschsprachigen Höflichkeitsform „Sie“, die auch mehrzahlig ist, aber immer großgeschrieben wird: „Können Sie singen?“

Befragungen zu Pronomen

Im Jahr 2015 gaben in den USA von rund 28.000 Transgender-Personen 84 % an, nicht die Pronomen zu verwenden, die dem Geschlecht auf ihrer Geburtsurkunde entsprachen. Das National Center for Transgender Equality (NCTE) ermittelte in seiner systematischen Online-Umfrage:[46]

37 %  he…his  („er…sein“)
37 %  she…her  („sie…ihr“)
29 %  they…their
20 % ohne spezielle Ansprüche
04 % wollten nur mit Namen und ohne Pronomen angesprochen werden
04 % nutzten Fürwörter, die nicht im Fragebogen standen

35 % der 28.000 Befragten verstanden sich als nichtbinär/genderqueer.[8]

Anfang 2019 befragte der jährliche Gender Census rund 11.000 „Gender-Diverse“ weltweit (übersetzt): „Wenn alle Fürwörter von allen akzeptiert und leicht zu lernen wären, welche würdest du gerne in Bezug auf dich verwendet sehen?“ Im Deutschen gibt es für diese englischen Varianten keine Entsprechung – hier die Top 9:[13]

# Pronomen (Fürwörter) 2019  2018  2017  2016  2015  2013
1. they…them…their…theirs…themself (Singular) 79,5 % 77,4 % 80,5 % 77,5 % 74,4 % 63,0 %
2. he…him…his…his…himself 30,8 % 31,2 % 27,9 % 23,4 % 21,8 % 34,0 %
3. she…her…her…hers…herself 29,0 % 30,9 % 29,2 % 25,0 % 23,9 % 40,0 %
4.  0 keine / Pronomen vermeiden 10,3 % 10,1 % 10,7 % 11,0 % 13,2 %
5. xe…xem…xyr…xyrs…xemself 7,2 % 7,4 % 8,2 % 9,7 %
6. e…em…eir…eirs…emself  (Spivak-Pronomen) 5,2 % 5,3 % 4,8 % 7,4 % 9,3 % 5,0 %
7. ze…hir…hir…hirs…hirself 4,7 % 5,3 % 6,1 % 8,7 % 13,1 % 13,0 %
8. it…its…its…itself 4,4 % 4,5 % 4,7 % 4,8 % 5,7 % 3,0 %
9. fae…faer…faer…faers…faeself 4,3 % 3,9 % 4,1 % 4,1 %
Befragte Personen: 11.242 11.278 9.934 3.055 2.901 2.061
Davon akzeptieren „nonbinary“ für sich (s. o.): 66,6 % 60,6 % 65,8 % 64,6 % 63,7 % 39,0 %

Das singulare Pronomenthey

Das älteste US-Wörterbuch Merriam-Webster’s Dictionary enthält seit September 2019 eine eigene Bedeutung für das Pronomen they:[47][48]

„used to refer to a single person whose gender identity is nonbinary (see nonbinary sense c)“

„verwendet, um eine einzelne Person zu referieren, deren Geschlechtsidentität nichtbinär ist (siehe nonbinary Bedeutung C)“[49][22]

Die Redaktion erklärte dazu, dass die Verwendung des pluralen they für einzelne Personen bereits ab dem späten 14. Jahrhundert belegt sei; auch die Wortform you („du“) sei ursprünglich eine Mehrzahlform (you are: „ihr seid“, aber auch: „du bist“). In seiner nichtbinären Bedeutung wäre they ab den 1950ern belegt.[50][51] Ende 2015 hatte die große US-Tageszeitung The Washington Post das Pronomen in seiner Bedeutung für nonbinäre Personen seinem Wortschatz beigefügt.[52][53][54] Im März 2017 folgte die Nachrichten- und Presseagentur Associated Press (AP) und nahm die nonbinäre Verwendung von they in ihr AP Stylebook auf.[55][56] Im selben Jahr erschien eine erste Studie zur Verwendung geschlechtsneutraler Pronomen – bis dahin kamen sie in akademischen Texten kaum vor.[57] Im März 2019 kommt eine dreiteilige Sprachstudie zum Ergebnis, dass die Verwendung neutraler Fürwörter die Akzeptanz von Frauen in öffentlichen Positionen und der LGBTI-Community erhöht.[58][59][60]

Anredeformen

Die geschlechtsneutrale Anredeform Mx. nahm das Webster’s im Jahr 2016 auf zur möglichen Verwendung anstelle des binären Mr. (Herr) oder Ms. (Frau); die erstmalige Verwendung von Mx. sei 1977 in einem US-Elternmagazin belegt.[61] Ein Jahr zuvor hatte das Traditionswörterbuch Oxford English Dictionary die Bedeutung von Mx als Titel ergänzt (in der britischen Schreibweise ohne Punkt).[62][63] 2019 ermittelt der Gender Census unter 11.000 Befragten weltweit: 33 % wünschen das Weglassen eines Titels in der Ansprache, 31 % bevorzugen Mx., 8,7 % Mr. und 4,7 % Ms. Für geschlechtsneutrale (akademische) Abkürzungen wie prof. und dr. sprechen sich 5,5 % aus.[13] Die neutralisierende X-Form wurde im deutschsprachigen Raum ab 2014 vor allem von dem nichtbinären Sprachwissenschaftler Lann Hornscheidt aufgegriffen:[64] Er bezeichnete sich selbst als „Professx“ (für Prof.) und schlägt auch weiterhin vor, weibliche und männliche Wortendungen durch ein „x“ zu ersetzen, beispielsweise dex Radfahrex (statt „der/die Radfahrer/in“).[65]

Empfehlungen

Im Oktober 2019 schreibt das Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz in seiner Handreichung „Geschlechtergerechte Sprache“, dass unter „transidenten und intergeschlechtlichen Menschen“ Pronomen zur Eigenbezeichnung diskutiert würden, und nennt das englische they sowie die neugeprägte deutsche Singularform „sier“ (als Zusammenziehung von „sie“ und „er“). Das Ministerium empfiehlt, sofern möglich bei der Anrede oder bei Anschreiben nur den Vor- und Familiennamen zu verwenden und „Herr“ oder „Frau“ wegzulassen.[66] Dies entspricht auch den Empfehlungen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.[67] Das Fürwort „sier“ benutzt beispielsweise Planningtorock, Berliner Musiker/in und Performer/in.[68]

Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband, weltweit eine der größten Dachorganisationen von Tanzschulen und Tanzlehrenden, empfiehlt im November 2019: „Wer jedem Menschen die ihm zustehende Wertschätzung entgegenbringen und zeigen will, wird […] die aktuelle Sprache in Wort und Schrift so gestalten, dass sich darin auch diejenigen wiederfinden, die sich weder als Frau noch als Mann fühlen.“[69]

Festtag und Flaggen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. Juli wird der jährliche „Internationale Nichtbinär-Tag“ begangen (International Non-Binary Day), zeitlich genau zwischen dem Internationalen Frauentag im März und dem Internationalen Männertag im November. Der Vorschlag hierzu wurde 2012 in einem kanadischen Blog veröffentlicht und in der Folge aufgegriffen.[70] 2019 berichtete unter anderen das US-Nachrichtenmagazin Newsweek darüber.[71]

Es gibt verschiedene Flaggen, um das nichtbinäre Spektrum oder Teile davon zu repräsentieren, beispielsweise bei Pride-Paraden (pride:Stolz, Selbstwertgefühl“):[72][73]

Genderqueer

!!!! = Androgynie oder Queersein, als Mischung von männlich/weiblich
!!!! = Agender-Identitäten oder geschlechtliche Neutralität
!!!! = Identitäten außerhalb des binären Systems oder ohne Bezug dazu (Komplementärfarbe des Lavendel-Farbtons)

Die Flagge wurde im Juni 2011 von Marilyn Roxie entworfen (unter Creative Commons) und erweiterte die 1999 von Monica Helms entworfene Transgender-Flagge „Transgender Pride Flag“ von Monica Helms (1999).[3][32]

Nonbinary

!!!! = Geschlechtsidentitäten außerhalb der Zweigeschlechtlichkeit
!!!! = Personen mit vielen oder allen Geschlechtern (Farbton: „Kosmisch-Latte“)
!!!! = Mischung von männlich/weiblich, oder dazwischen
!!!! = Personen, die kein Geschlecht haben (wollen)

Die Flagge wurde im Februar 2014 von der/dem 17-jährigen nichtbinären Kye Rowan unter dem Benutzernamen „thejasmineelf“ auf der Online-Plattform Tumblr entwickelt und unter Creative Commons gestellt, um die Genderqueer-Flagge mit weiteren Ausprägungen zu ergänzen.[1][2]

Genderfluid

!!!! = Pink für Weiblichkeit
!!!! = Weiß für alle Geschlechter
!!!! = Lila für beide: Weiblichkeit und Männlichkeit
!!!! = Schwarz für die Abwesenheit von Geschlecht
!!!! = Blau für Männlichkeit

Die Flagge wurde bereits 2012 von JJ Poole unter „genderfluidity“ auf Tumblr entworfen.[74][73]

Agender

„Agender Pride Flag“ von Salem X (2014) Schwarz und weiß stehen für Abwesenheit von Geschlecht, Grau für Teilgeschlechtlichkeit oder Halbgeschlechtslosigkeit, Grün repräsentiert nichtbinäre Geschlechtlichkeit (invers zu Lila: ohne Bezug zu männlich/weiblich).

Diese Flagge wurde 2014 von Salem X auf Tumblr unter „transrants“ entworfen.[75][73]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019: Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW (Hrsg.): Nicht-binär. Glossareintrag auf NGVT.nrw (gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen).
  • 2019: Micah Rajunov, A. Scott Duane (Hrsg.): Nonbinary: Memoirs of Gender and Identity. Columbia University Press, New York 2019, ISBN 978-0-231-18533-2 (englisch; Beiträge von 20 Autoren; Besprechung von Rebecca Rafferty).
  • 2018: Sarah Gibson, J. Fernandez: Gender diversity and non-binary inclusion in the workplace: the essential guide for employers. Jessica Kingsley Publishers, London/ Philadelphia 2018, ISBN 978-1-78450-523-3 (englisch; Leseprobe in der Google-Buchsuche).
  • 2018: Jennifer K. Bosson, Joseph A. Vandello, Camille E. Buckner: The Psychology of Sex and Gender. Sage, Los Angeles Januar 2018, ISBN 978-1-5063-3132-4 (englisch; Leseprobe in der Google-Buchsuche).
  • 2017: Adam Smiley, Aisa Burgwal u. a.: Overdiagnosed but Underserved – Trans Healthcare in Georgia, Poland, Serbia, Spain, and Sweden: Trans Health Survey. Herausgegeben von Transgender Europe (TGEU), Oktober 2017 (englisch; 26 % nichtbinäre Studienteilnehmer; Pressemeldung; PDF: 761 kB, 89 Seiten auf tgeu.org).
  • 2017: Riki Wilchins: Burn the Binary! Selected Writings on the Politics of Trans, Genderqueer and Nonbinary. Riverdale Avenue Books, Riverdale NY 2017, ISBN 1-62601-407-8 (Artikelsammlung; Leseprobe in der Google-Buchsuche).
  • 2016: Sandy E. James, Jody L. Herman u. a.: The Report of the 2015 U.S. Transgender Survey. Hrsg.: National Center for Transgender Equality (NCTE). Washington DC Dezember 2016 (englisch; 27.715 Transgender-Befragte, 35 % davon Nichtbinäre, detaillierte Auswertungen; PDF: 2,1 MB, 302 Seiten auf transequality.org).
  • 2016: Meg John Barker: Nonbinary Genders. In: Abbie E. Goldberg (Hrsg.): The SAGE Encyclopedia of LGBTQ Studies. Sage, Thousand Oaks CA 2016, ISBN 978-1-4833-7131-3, S. 816–820 (englisch; Leseprobe in der Google-Buchsuche).
  • 2016: Christina Richards, Walter Pierre Bouman u. a.: Non-binary or genderqueer genders. In: International Review of Psychiatry. Band 28, Nr. 1, Januar 2016, S. 95–102 (englisch; doi:10.3109/09540261.2015.1106446; Volltext: PDF: 872 kB, 9 Seiten auf ugent.be).
  • 2015: Arn Thorben Sauer: Gutachten: Begrifflichkeiten, Definitionen und disziplinäre Zugänge zu Trans- und Intergeschlechtlichkeiten. Begleitmaterial zur Interministeriellen Arbeitsgruppe Inter- & Transsexualität – Band 1. Hrsg.: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Berlin Mai 2015 (PDF: 1,1 MB, 134 Seiten auf bmfsfj.de).
  • 2010: Jannik Franzen, Arn Sauer: Benachteiligung von Trans*Personen, insbesondere im Arbeitsleben. Hrsg.: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Berlin Dezember 2010 (PDF: 900 kB, 118 Seiten auf antidiskriminierungsstelle.de).
  • 2002: Joan Nestle, Clare Howell, Riki Anne Wilchins (Hrsg.): GenderQueer: Voices from Beyond the Sexual Binary. Alyson Books, Los Angeles 2002, ISBN 1-55583-730-1 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Englisch:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kye Rowan: Genderweird: After counting up all the ‘votes’ for each variation of my nonbinary flag… In: tumblr.com. 2014, abgerufen am 22. November 2019 (englisch; Farbcodes);
    Zitat: „Yellow is representative of being outside the binary, as it is a color often used to distinguish something as its own.
    White is the photological presence of all color/light. This is to represent people who are many or all genders.
    Purple represents the fluidity and multiplicity of many gender experiences, the uniqueness and flexibility of nonbinary people, as well as representing those whose gender experiences include being of or between female and male.
    Black is the photological absence of color/light. This is to represent agender or genderlessness.“
  2. a b c Yori Gagarim: Hä? Was heißt denn nicht-binär? In: Missy Magazine. 4. Oktober 2017, abgerufen am 8. November 2019.
  3. a b Marilyn Roxie: About the Flag. In: GenderQueerID.com. Genderqueer and Non-Binary Identities, April 2013, abgerufen am 22. November 2019 (englisch);
    Zitat: „Lavender (#b57edc): The mixture of blue and pink (traditional colors associated with men and women […]) as lavender is meant to represent androgynes and androgyny. Also represents the “queer” in genderqueer, as lavender is a color that has long been associated with “queerness” […]
    White (#ffffff): Meant to represent agender identity, congruent with the gender neutral white on the transgender pride flag.
    Dark chartreuse green (#4A8123): The inverse of lavender; meant to represent those whose identities which are defined outside of and without reference to the binary. […]
    The three colors are not meant to indicate that any of these identities are entirely separate or opposites of one another conceptually; they are all interrelated as well as key concepts in their own right, and there are more concepts and variation of gender and sexuality present that tie into genderqueer identities than can be listed here. The purpose of the flag is to help create visibility for the genderqueer community and related identities.
    […] Please note that the design is not related to the any UK suffragette colors, flags, or other symbols.“
  4. Sandy E. James, Jody L. Herman u. a.: The Report of the 2015 U.S. Transgender Survey. Hrsg.: National Center for Transgender Equality (NCTE). Washington DC Dezember 2016, final 1. Juni 2017, S. 40 (englisch; PDF: 2,1 MB, 302 Seiten auf transequality.org; USTS-Website).
  5. Jonathan Dent: Release notes: the formal language of sexuality and gender identity. In: Public.OED.com. 29. März 2018, abgerufen am 8. November 2019 (englisch); Zitat: „Umbrella Terms and Wildcards: These days, the terms transgender and trans are both frequently used to refer to a broad range of non-traditional gender identities, experiences, and expressions. […] The idea of the transgender umbrella appears to have started life in the early- to mid-1990s […]“.
  6. a b Arn Thorben Sauer: Gutachten: Begrifflichkeiten, Definitionen und disziplinäre Zugänge zu Trans- und Intergeschlechtlichkeiten. Begleitmaterial zur Interministeriellen Arbeitsgruppe Inter- & Transsexualität – Band 1. Hrsg.: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Berlin Mai 2015, S. 121 (PDF: 1,1 MB, 134 Seiten auf bmfsfj.de); Zitat: „Auch Menschen, die als weder*noch*, (gender-)queer, non-gender/nicht-geschlechtlich u. Ä. jenseits der Geschlechterpolarität leben, können sich – müssen sich jedoch nicht – als inter* und/oder trans* verstehen (Franzen/Sauer 2010: 7 ff.). Wichtig hervorzuheben ist, dass solche Identifizierungsprozesse unabhängig von einem ggf. intergeschlechtlichen Körper oder einem als im Zweigeschlechtersystem für normal geltenden Körper sind.“
  7. Jannik Franzen, Arn Sauer: Benachteiligung von Trans*Personen, insbesondere im Arbeitsleben. Hrsg.: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Berlin Dezember 2010, S. 7 (PDF: 900 kB, 118 Seiten auf antidiskriminierungsstelle.de); Zitat: „Trans* ist ein recht junger, im deutschsprachigen Raum inzwischen verbreiteter, weit gefasster Oberbegriff für eine Vielfalt von Identitäten und Lebensweisen. Dabei dient der Stern * als Platzhalter für diverse Komposita.“
  8. a b c d Sandy E. James, Jody L. Herman u. a.: The Report of the 2015 U.S. Transgender Survey. Hrsg.: National Center for Transgender Equality (NCTE). Washington DC Dezember 2016, final 1. Juni 2017, S. 44/45 (englisch; PDF: 2,1 MB, 302 Seiten auf transequality.org; USTS-Website).
  9. a b Vergleiche die US-amerikanische Library of Congress Control Number: LCCN sh2017-004882. In: LCCN.loc.gov. 24. Januar 2019, abgerufen am 22. November 2019 (englisch); Zitat: „Topical heading: Gender-nonconforming people – Variant(s): Gender-creative people […] Genderqueer people, Non-binary people.“
    Ebenda: Gender-nonconforming people:Change Notes: 2017-11-09: new; 2019-01-24: revised.“
  10. Jennifer K. Bosson, Joseph A. Vandello, Camille E. Buckner: The Psychology of Sex and Gender. Sage, Los Angeles Januar 2018, ISBN 978-1-5063-3132-4, S. 9–11 (englisch; Leseprobe ohne Seitenzahlen in der Google-Buchsuche); Zitat:
    Gender Identity […]
    Transgender: Describes people whose psychological gender identity does not align with their assigned sex at birth.
    Agender: Describes people who feel internally ungendered.
    Genderqueer: Describes people who identify as neither, both, or a combination of man and woman.
    Gender fluid: Describes people whose gender identity shifts or changes flexibly rather remaining constant.
    Bigender: Describes people who shift between gender identities as woman and man.
    Trigender: Describes people who shift among woman, man, and third gender identities.“
  11. Sarah Marsh, Redakteurin des Guardian: „Wir sind kein Trend“. In: derFreitag.de. 18. Januar 2017, abgerufen am 8. November 2019 (übersetzte Version von Holger Hutt); Zitat: „Die Generation Y wird gern auch als die Gender-fluide Generation bezeichnet […] Bei der Guardian-Umfrage haben sich 104 Menschen gemeldet, die sich mal mehr, mal weniger Gender-fluid fühlen. Für manche von ihnen bedeutet das sogar, zwischen einer ganzen Reihe von Geschlechtern hin und her zu wechseln.“
  12. Simone Leimgruber: Trendthema «Gender Fluidity»: Kaleidoskop der Geschlechter. In: NZZ.ch. 15. März 2017, abgerufen am 8. November 2019; Zitat: „Als «fliessendes Geschlecht» steht Gender Fluidity für den dynamischen Wechsel von männlichen, weiblichen und geschlechtsneutralen Empfindungen. Diese folgen keiner vorgegebenen Struktur, sind nicht permanent ausgeprägt und zudem unabhängig von zeitlichen Phasen. Gender-fluide Menschen erleben und zelebrieren wechselnde Tendenzen ihres Geschlechts. Der Körper ist eine Art «neutraler Raum», der je nach Stimmung männlichen wie weiblichen (oder auch neutralen) Gefühlen Raum bietet, ohne dass ein Wechsel offensichtlich sein muss.
    Die wahrgenommene Geschlechter-Zugehörigkeit von gender-fluiden Menschen ist ein interner Prozess und hat vorderhand wenig mit Äusserlichkeiten, Geschlechtsteilen und Sexualität zu tun. Anders als bei den Transgender-Menschen wird keine definitive Verwandlung zum anderen Geschlecht angestrebt. Gender-Fluide verkleidet sich auch nicht, wie es etwa Crossdresser tun. Ihre vielfältige geschlechtliche Identität steht in einer Symbiose zueinander. Das (Ver-)Fliessende drückt sich dabei oft in einem androgynen Look aus, der gleichzeitig männliche und weibliche Merkmale hat.“
  13. a b c d e f Cassian Lodge: Gender Census 2019 – The Full Report (Worldwide). In: Gender Census. 31. Mai 2019, abgerufen am 8. November 2019 (englisch).
    Die Privatinitiative des Walisers begann 2013 und wird inzwischen mitfinanziert durch Crowdfunding bei crowdfunder.co.uk: gender-census-2019.
    Alle Daten-Tabellen sind in Google Spread Sheets unter dem Titel 2013–2019 popularity over time [Gender Census] online abrufbar:
    Identity words over time. nonbinary vs. non-binary (2018).
    Pronouns over time. Titles over time.
  14. a b Madison-Amy Webb: A Reflective Guide to Gender Identity Counselling. Jessica Kingsley Publishers, London/ Philadelphia 2019, ISBN 978-1-78592-383-8, S. 48 (englisch; Seitenansicht in der Google-Buchsuche); Zitat: „Pangender: A non-binary gender defined as being more than one gender. A pangender person may consider themselves a member of all genders.“
    S. 53: „Trigender: A non-binary identity in which one shifts among three genders, which could inlude male, female and a non-binary gender. Someone who is also genderqueer may mix two or more genders at a time.“
  15. a b Christina Richards, Walter Pierre Bouman u. a.: Non-binary or genderqueer genders. In: International Review of Psychiatry. Band 28, Nr. 1, Januar 2016, S. 95–102, hier S. 95/96 (englisch; doi:10.3109/09540261.2015.1106446; Volltext: PDF: 872 kB, 9 Seiten auf ugent.be).
  16. a b Sarah Gibson, J. Fernandez: Gender diversity and non-binary inclusion in the workplace: the essential guide for employers. Jessica Kingsley Publishers, London/ Philadelphia 2018, ISBN 978-1-78450-523-3, S. 123 (englisch; Seitenansicht in der Google-Buchsuche); Zitat: „DEMI-GENDER: a person with a demi-gender may be part or mostly one gender and part or mostly one of another. For example, a demi-boy may be someone who is mostly a boy, but can be part of something else. […] ENBY: a shorthand term for ‘non-binary’ (from the initials NB). Often used by younger non-binary people.“
  17. a b Hengameh Yaghoobifarah, selber nichtbinär: Homosexualität: LGBT, ist das ein Mobilfunkstandard? In: Zeit Online. 16. Juni 2016, abgerufen am 8. November 2019.
  18. Arn Thorben Sauer: Gutachten: Begrifflichkeiten, Definitionen und disziplinäre Zugänge zu Trans- und Intergeschlechtlichkeiten. Begleitmaterial zur Interministeriellen Arbeitsgruppe Inter- & Transsexualität – Band 1. Hrsg.: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Berlin Mai 2015, S. 119 (PDF: 1,1 MB, 134 Seiten auf bmfsfj.de).
  19. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Zusammenfassung Forschungsergebnisse und Erkenntnisse des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus der Begleitarbeit zu der Interministeriellen Arbeitsgruppe „Inter- und Transsexualität“ (IMAG). Begleitmaterial zur Interministeriellen Arbeitsgruppe Inter- & Transsexualität – Band 12. Berlin November 2017, S. 6, 10 und 14 (PDF: 823 kB, 32 Seiten auf bmfsfj.de).
  20. Anja Kühne: Das Queer-Lexikon: Was bedeutet Transgender? In: Tagesspiegel.de. 10. August 2015, abgerufen am 22. November 2019.
  21. Hengameh Yaghoobifarah: Genderfluidität: Was für ein Glück, ein 90s Kid zu sein. In: Zeit Online. 2. September 2018, abgerufen am 8. November 2019.
  22. a b c Wörterbucheintrag: nonbinary (adjective) c): In: Merriam-Webster’s Dictionary. 2019, abgerufen am 8. November 2019 (englisch).
    Ebenda: genderqueer: „of, relating to, or being a person whose gender identity cannot be categorized as solely male or female“.
    Ebenda: gender-fluid: „of, relating to, or being a person whose gender identity is not fixed“.
  23. Oxford English Dictionary: nonbinary. In: lexico.com. Abgerufen am 8. November 2019 (englisch); Zitat: „nonbinary (adjective) 1.1: Denoting or relating to a gender or sexual identity that is not defined in terms of traditional binary oppositions such as male and female or homosexual and heterosexual.“
    Ebenda: genderqueer: „Denoting or relating to a person who does not subscribe to conventional gender distinctions but identifies with neither, both, or a combination of male and female genders.“
    Ebenda: gender-fluid: „Denoting or relating to a person who does not identify themselves as having a fixed gender.“
  24. Susan Stryker: Transgender History. Seal Press, Berkeley 2008, ISBN 978-1-58005-224-5, S. ohne Seitenzahl (englisch; Seitenansicht in der Google-Buchsuche); Zitat: „A transgender person may be of any sexual orientation, just like a nontransgender person.“
  25. Glossar der Gay and Lesbian Alliance Against Defamation: Glossary of Terms – Transgender. In: GLAAD Media Reference Guide. 19. April 2017, abgerufen am 8. November 2019 (englisch); Zitat: „Non-binary and/or genderqueer: Terms used by some people who experience their gender identity and/or gender expression as falling outside the categories of man and woman. They may define their gender as falling somewhere in between man and woman, or they may define it as wholly different from these terms. […] Gender identity and sexual orientation are not the same.“
  26. Karen L. Blair, Rhea Ashley Hoskin: Transgender exclusion from the world of dating: Patterns of acceptance and rejection of hypothetical trans dating partners as a function of sexual and gender identity. In: Journal of Social and Personal Relationships. 31. Mai 2018, S. 1–22, hier S. 17–19 (englisch; doi:10.1177/0265407518779139; PDF: 306 kB, 22 Seiten auf squarespace.com).
    Kritik an der Studienmethodik von Madeleine Kearns: Natural Law: Are Your Sexual Preferences Transphobic? In: NationalReview.com. 23. August 2019, abgerufen am 8. November 2019 (englisch).
  27. Karen L. Blair: Are Trans People Excluded from the World of Dating? In: PsychologyToday.com. 16. Juni 2019, abgerufen am 8. November (englisch).
  28. April Scarlette Callis: Bisexual, pansexual, queer: Non-binary identities and the sexual borderlands. In: Sexualities: Studies in Culture and Society. Band 17, Nr. 1/2, 5. Februar 2014, S. 63–80, doi:10.1177/1363460713511094 (englisch): “This article focuses on sexualities in the USA that exist within the border between heterosexuality and homosexuality.”
  29. George Chauncey: Gay New York: gender, urban culture, and the makings of the gay male world, 1890–1940. Basic Books, New York 1994, ISBN 0-465-02621-4, S. ?? (englisch).
  30. Joan Nestle, Clare Howell, Riki Anne Wilchins (Hrsg.): GenderQueer: Voices from Beyond the Sexual Binary. Alyson Books, Los Angeles 2002, ISBN 1-55583-730-1 (englisch).
  31. Riki Wilchins: In Your Face! Nr. 1, New York, Frühling 1995, S. 4 (englisch; PDF: 247 kB, 4 Seiten auf digitaltransgenderarchive.net); Zitat: „[…] But maybe we genderqueers feel it most keenly, because it hits us each time we walk out the front door openly and proudly.“
  32. a b Marilyn Roxie: Genderqueer History. In: GenderQueerID.com. 4. Dezember 2011, abgerufen am 20. Januar 2020 (englisch).
  33. Riki Wilchins: Burn the Binary! Selected Writings on the Politics of Trans, Genderqueer and Nonbinary. Riverdale Avenue Books, Riverdale NY 2017, ISBN 1-62601-407-8 (Artikelsammlung; Leseprobe in der Google-Buchsuche).
  34. Jim Sinclair: Self-Introduction To The Intersex Society Of North America: Brief Biography. (Nicht mehr online verfügbar.) In: syr.edu. 1997, archiviert vom Original am 7. Februar 2009; abgerufen am 19. Januar 2020 (englisch): „I remain openly and proudly neuter, both physically and socially.“
  35. Jo Fidgen: Richard O’Brien: “I’m 70 % man”. In: BBC.com/news. 18. März 2013, abgerufen am 20. Januar 2020 (englisch); Zitat: „[…] I believe myself probably to be about 70 % male, 30 % female.“
  36. Fiona Glen, Karen Hurrell: Technical note: Measuring Gender Identity. Hrsg.: Equality and Human Rights Commission. Manchester Juni 2012, ISBN 978-1-84206-447-4, S. 5 (englisch; PDF: 347 kB, 21 Seiten auf equalityhumanrights.com).
  37. Eva Van Caenegem, Katrien Wierckx u. a.: Prevalence of Gender Nonconformity in Flanders, Belgium. In: Archives of Sexual Behavior. Band 44, Nr. 5, Juli 2015, S. 1281–1287, hier S. 1281 (englisch; PDF-Downloadangebot bei doi:10.1007/s10508-014-0452-6).
  38. G. Nicole Rider, Barbara J. McMorris u. a.: Health and Care Utilization of Transgender and Gender Nonconforming Youth: A Population-Based Study. In: Pediatrics. Februar 2018 (englisch; Volltext: doi:10.1542/peds.2017-1683); Zitat: „Data came from the 2016 Minnesota Student Survey, which consisted of 80.929 students in ninth and 11th grade (n = 2168 TGNC, 2.7%). […] Gender nonconforming describes individuals whose gender expression does not follow stereotypical conventions of masculinity and femininity and who may or may not identify as transgender.“
  39. Jody L. Herman, Andrew R. Flores u. a.: Age of Individuals Who Identify as Transgender in the United States. The Williams Institute, UCLA School of Law, Los Angeles Januar 2017 (englisch; PDF: 468 kB, 13 Seiten auf williamsinstitute.law.ucla.edu).
    Pressemeldung des Williams Instituts: New Estimates Show that 150,000 Youth Ages 13 to 17 Identify as Transgender in the US. In: WilliamsInstitute.Law.UCLA.edu. 17. Januar 2017, abgerufen am 22. November 2019 (englisch).
  40. Studie von Cole Gately u. a.: Mapping the Void: Two-Spirit and LGBTQ+ Experiences in Hamilton. Hrsg.: McMaster University, The AIDS Network. Kanada 11. Juni 2019, S. 16 (englisch; PDF: 3,4 MB, 99 Seiten auf mcmaster.ca). Anmerkung: Die im Werk abgedruckte Prozentzahl „19,0“ bezieht sich auf die reine Zahl der Antworten: 164 von 862 (bei 906 Teilnehmenden).
  41. Tania Witte: Andersrum ist auch nicht besser: Willkommen im Mainstream. In: Zeit Online. 15. Juni 2017, abgerufen am 8. November 2019.
  42. Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS): Dritte Option – Fragen und Antworten. In: Antidiskriminierungsstelle.de. 8. April 2019, abgerufen am 8. November.
  43. Milou Deelen, Noor Spanjer: Warum genderneutrale Pässe noch keine gleichen Rechte bedeuten. In: Vice.com. 11. Dezember 2019, abgerufen am 22. November 2019.
  44. Jack Harrison, Jaime Grant, Jody L. Herman: A Gender Not Listed Here: Genderqueers, Gender Rebels, and OtherWise in the National Transgender Discrimination Survey. In: LGBTQ Policy Journal at the Harvard Kennedy School. Band 2, 2011–2012, S. 13–24, hier S. 21 (englisch; PDF: 181 kB, 12 Seiten auf thetaskforce.org (Memento vom 25. Juli 2012 im Internet Archive)).
  45. Dodo Karsay: Gesundheitliche Diskriminierung von Menschen außerhalb des binären Geschlechtersystems. 10. Oktober 2017, abgerufen am 22. November 2019.
    Die Studie: Adam Smiley, Aisa Burgwal u. a.: Overdiagnosed but Underserved – Trans Healthcare in Georgia, Poland, Serbia, Spain, and Sweden: Trans Health Survey. Herausgegeben von Transgender Europe (TGEU), Oktober 2017 (englisch; 26 % nichtbinäre Studienteilnehmer; PDF: 761 kB, 89 Seiten auf tgeu.org).
  46. Sandy E. James, Jody L. Herman u. a.: The Report of the 2015 U.S. Transgender Survey. Hrsg.: National Center for Transgender Equality (NCTE). Washington DC Dezember 2016, final 1. Juni 2017, S. 49 (englisch; PDF: 2,1 MB, 302 Seiten auf transequality.org; USTS-Website).
  47. Liam Knox: Merriam-Webster adds nonbinary ‘they’ pronoun to dictionary. In: NBCnews.com. 18. September 2019, abgerufen am 8. November 2019 (englisch); Zitat: „Merriam-Webster’s dictionary is adding a new entry to the definition of the pronoun ‘they’: a way to refer to a nonbinary individual, one who identifies as neither exclusively male nor female.“
  48. Jacey Fortin: When Dictionaries Wade Into the Gender (Non)Binary. In: NYTimes.com. 20. September 2019, abgerufen am 8. November 2019 (englisch).
  49. Wörterbucheintrag: they (pronoun) 4). In: Merriam-Webster’s Dictionary. 2019, abgerufen am 8. November 2019 (englisch).
    Die Bedeutung Nr. 4 wurde im September 2019 zugefügt, dazu der Redaktionskommentar: Usage Notes – A Note on the Nonbinary ‘They’: It’s now in the dictionary. In: Merriam-Webster.com. 19. September 2019 (englisch).
  50. Merriam-Webster’s-Redaktion: Words We're Watching: Singular ‘They’. In: Merriam-Webster.com. September 2019, abgerufen am 8. November 2019 (englisch); Zitat: „Though singular ‘they’ is old, ‘they’ as a nonbinary pronoun is new – and useful“.
    Siehe dazu auch Dennis Baron: A brief history of singular ‘they’. In: oed.com/blog. 4. September 2018, abgerufen am 8. November 2019 (englisch; Professor für Englisch und Linguistik, University of Illinois at Urbana-Champaign); Zitat: „Singular they has become the pronoun of choice to replace he and she in cases where the gender of the antecedent – the word the pronoun refers to – is unknown, irrelevant, or nonbinary, or where gender needs to be concealed.“
  51. Emily A. Brewster (Merriam-Webster), interviewt von Cristan Williams (Trans-Aktivist): Merriam-Webster explains why “they” was added as a non-binary pronoun to dictionary. In: TransAdvocate.com. 18. September 2019, abgerufen am 20. Januar 2020 (englisch).
  52. Benjamin Mullin: The Washington Post will allow singular ‘they’. In: Pointer. 1. Dezember 2015, abgerufen am 8. November 2019 (englisch; das Pounter Institute ist eine US-amerikanische Journalistenschule).
  53. Avinash Chak: Beyond ‘he’ and ‘she’: The rise of non-binary pronouns. In: BBC.com. 7. Dezember 2015, abgerufen am 8. November 2019 (englisch).
  54. Bill Walsh, Chef-Lektor der Washington Post: Acknowledging the Inevitable: Important changes in Post style (effective Sunday). In: theSlot. Eigener Blog. 1. Dezember 2015, abgerufen am 8. November 2019 (englisch); Zitat: „The singular they is also useful in references to people who identify as neither male nor female.“
  55. Kristen Hare: AP style change: Singular they is acceptable ‘in limited cases’. In: Pointer. 24. März 2017, abgerufen am 8. November 2019 (englisch); Zitat: „For the first time, The Associated Press now permits journalists to use ‘they’ as a singular pronoun. […] They/them/their is acceptable in limited cases as a singular and-or gender-neutral pronoun […] If they/them/their use is essential, explain in the text that the person prefers a gender-neutral pronoun. Be sure that the phrasing does not imply more than one person.“
  56. Brooke Sopelsa: AP Stylebook Embraces ‘They’ as Singular, Gender-Neutral Pronoun. In: NBCnews.com. 27. März 2017, abgerufen am 8. November 2019 (englisch); Zitat: „In its latest edition, the Associated Press Stylebook – a widely used reference for journalists – is embracing the use of ‘they’ as a singular pronoun.“
  57. BBC-Radiosendung: Newsbeat: A brief history of gender neutral pronouns. In: BBC.com. 22. September 2019, abgerufen am 8. November 2019 (englisch); Zitat: „The practice of using pronouns in a non-binary way has not featured much in academic writing – the first paper on it was published in 2017, but has become more accepted online and on social media, with people now listing them in their Twitter bios.“
  58. Margit Tavits, Efrén O. Pérez: Language influences mass opinion toward gender and LGBT equality. In: PNAS. 5. August 2019 (englisch; online veröffentlicht; doi:10.1073/pnas.1908156116); Zusammenfassung: „Significance: Evidence from 3 survey experiments traces the effects of gender-neutral pronoun use on mass judgments of gender equality and tolerance toward lesbian, gay, bisexual, and transgender (LGBT) communities. The results establish that individual use of gender-neutral pronouns reduces the mental salience of males.“
  59. Inga Barthels: Studie aus Schweden: Geschlechtergerechte Sprache wirkt. In: Tagesspiegel.de. 20. August 2019, abgerufen am 8. November 2019; Zitat: „In Schweden gibt es ein geschlechtsneutrales Pronomen. Eine Studie zeigt: Dessen Nutzung beeinflusst unmittelbar die Wahrnehmung von Geschlechterrollen.“
  60. Ian Sample (Wissenschaftsredakteur): Language: He, she, or… ? Gender-neutral pronouns reduce biases – study. In: TheGuardian.com. 20. August 2019, abgerufen am 8. November 2019 (englisch); Zitat: „Researchers find usage boosts positive feelings towards women and LGBT people“.
  61. Ben Kesslen: Ms., Mr. or Mx.? Nonbinary teachers embrace gender-neutral honorific. In: NBCnews.com. 20. Januar 2019, abgerufen am 8. November 2019 (englisch).
  62. Matthias Heine: Kultur – Mr, Mrs oder Mx: Auch Englisch hat jetzt ein drittes Geschlecht. In: Die Welt. 6. Mai 2015, abgerufen am 22. November 2019
  63. Oxford English Dictionary: Mx 1). Abgerufen am 8. November 2019 (englisch); Zitat: „A title used before a person’s surname or full name by those who wish to avoid specifying their gender or by those who prefer not to identify themselves as male or female.“
  64. Anna Damm und Lann Hornscheidt, interviewt von Malte Göbel: Geschlechtergerechte Sprache: „Es gibt mehr als Frauen und Männer“. In: taz.de. 17. Mai 2014, abgerufen am 22. November 2019.
  65. Lann Hornscheidt, interviewt von Nadine Lange: „Lasst uns Gender verabschieden“. In: Tagesspiegel.de. 23. Juli 2019, abgerufen am 8. November 2019; Zitat: „Dabei ist das System mit dem X viel einfacher als das gegenwärtige mit seinen drei Genusformen. Es geht aber nicht darum, überall ein X dranzuhängen oder neuen Regeln einzuführen, sondern darum, uns Sprache wieder anzueignen.“
    Am selben Tag erschien eine Kritik von Peter Grimm: Gendern ist jetzt gar nicht mehr gut. In: Achgut.com. 23. Juli 2019, abgerufen am 8. November 2019.
  66. Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz (MFFJIV), Referat Gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität: Handreichung „Geschlechtergerechte Sprache“. Oktober 2019, S. 4: Wie können Einzelpersonen geschlechtergerecht angesprochen werden? Ebenda S. 6: Welche Selbstbezeichnungen nutzen transidente und intergeschlechtliche Menschen? (PDF: 235 kB, 8 Seiten auf mffjiv.rlp.de).
  67. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Mann – Frau – Divers: Die „Dritte Option“ und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. In: Antidiskriminierungsstelle.de. 8. April 2019, abgerufen am 8. November 2019.
  68. Jens Balzer: Küss mich an meinen Geschlechtern! In: Republik.ch. 17. November 2018, abgerufen am 22. November 2019 (über mehrere transgender/nichtbinäre Musiker).
  69. Allgemeiner Deutscher Tanzlehrerverband (ADTV): Pressemeldung: Geschlechtergerechte Sprache hat eine neue Dimension – Aktuelle Empfehlung des Arbeitskreises Umgangsformen International (AUI). In: Presseportal.de. 4. November 2019, abgerufen am 8. November 2019.
  70. Blogbeitrag von Katje: Calling for an International Non-Binary Gender Day. In: Fierce Femme’s Black Market. Privater Blog von Fierce Femme, Kanada, 8. März 2012, abgerufen am 22. November 2019 (englisch).
    Ein Aufruf aus dem Jahr 2018 von Charlie Mathers: Prepare for International Non-binary Day by learning how to be a better ally. In: GayStarNews.com. 13. Juli 2018, abgerufen am 22. November 2019 (englisch).
  71. Alexander Kacala: Culture: International Non-Binary People’s Day Celebrates Gender Non-Conforming People. In: Newsweek.com. 14. Juli 2019, abgerufen am 22. November 2019 (englisch).
    Rokia Hassanein: Breaking Binaries this International Non-Binary Day. In: Equality Magazine. Online-Zeitschrift der Human Rights Campaign (HRC). 11. Juli 2019, abgerufen am 22. November 2019 (englisch).
    Jesse Jones: Events: Brisbane celebrates International Non-Binary Day. In: Qnews.com.au. 15. Juli 2019, abgerufen am 22. November 2019 (englisch).
  72. Flaggen-Galerie: Pride Gallery. In: Nonbinary.wiki. 19. Oktober 2019, abgerufen am 22. November 2019 (englisch).
  73. a b c Flaggen-Galerie: Pride Flags. In: Wikia.org: Gender Wiki. 17. Juli 2019, abgerufen am 22. November 2019 (englisch).
  74. JJ Poole: So I couldn’t find a flag that… In: Tumblr. 2012, abgerufen am 22. November (englisch; nur nach Anmeldung).
  75. Salem: Untitled: hi my name is salem and i created the agender flag. In: Tumblr. 4. Januar 2019, abgerufen am 22. November (englisch); Zitat: „i wiped the rest of my content because it contained a lot of information from an extremely difficult period of my life.“