Nick Jensen

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Vereinigte StaatenVereinigte Staaten  Nick Jensen Eishockeyspieler
Geburtsdatum 21. September 1990
Geburtsort Saint Paul, Minnesota, USA
Größe 183 cm
Gewicht 89 kg
Position Verteidiger
Nummer #3
Schusshand Rechts
Draft
NHL Entry Draft 2009, 5. Runde, 150. Position
Detroit Red Wings
Karrierestationen
2008–2010 Green Bay Gamblers
2010–2013 St. Cloud State University
2013–2016 Grand Rapids Griffins
2016–2019 Detroit Red Wings
seit 2019 Washington Capitals

Nick Jensen (* 21. September 1990 in Saint Paul, Minnesota) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, der seit Februar 2019 bei den Washington Capitals aus der National Hockey League unter Vertrag steht und für diese auf der Position des Verteidigers spielt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jensen verbrachte seine Juniorenzeit zwischen 2008 und 2010 in der United States Hockey League bei den Green Bay Gamblers. Mit diesen gewann er am Ende seiner Rookiesaison den Clark Cup. Darüber hinaus wurde er in der Sommerpause im NHL Entry Draft 2009 in der fünften Runde als 150. Spieler insgesamt von den Detroit Red Wings aus der National Hockey League ausgewählt. Nach seinem zweiten Jahr in der USHL wechselte der 19-Jährige allerdings noch nicht in den Profibereich, sondern schrieb sich an der St. Cloud State University ein. Neben seinem Studium war er die folgenden drei Jahre bis zum Frühjahr 2013 für die Eishockeymannschaft der Universität in der Western Collegiate Hockey Association, einer Division im Spielbetrieb der National Collegiate Athletic Association, aktiv. Während dieser Zeit schaffte es der Verteidiger in zahlreiche Auswahlteams berufen und zudem einmal zum Defensivspieler des Jahres in der WCHA ernannt zu werden.

Im Mai 2013 unterzeichnete Jensen schließlich einen Profivertrag über zwei Jahre bei den Red Wings und beendete damit sein Studium vorzeitig. Aufgrund eines Bruchs des Labrum glenoidale in der Vorbereitung auf die Saison 2013/14 verzögerte sich sein Profidebüt bis zum Dezember 2013, das er für die Toledo Walleye in der ECHL gab. Nachdem er dort drei Spiele auf Einsatztauglichkeit getestet worden war, verbrachte der Abwehrspieler den Rest der Spielzeit bei Detroits Farmteam, den Grand Rapids Griffins, in der American Hockey League. Zu deren Kader gehörte der US-Amerikaner auch die folgenden zweieinhalb Spielzeiten, nachdem sein Vertrag im Sommer 2015 um zwei Jahre verlängert worden war. Mitte Dezember 2016 wurde er – zum zweiten Mal nach Januar 2016, als er ohne Einsatz blieb – in den NHL-Kader der Red Wings beordert und debütierte für das Original-Six-Franchise. In den folgenden Wochen etablierte er sich im Aufgebot und unterzeichnete im Februar 2017 prompt einen neuen Zweijahresvertrag in Detroit.[1] Letztlich blieb der Abwehrspieler bis zum Februar 2019 ein fester Bestandteil des Detroiter Kaders, ehe er gemeinsam mit einem Fünftrunden-Wahlrecht im NHL Entry Draft 2020 zum amtierenden Stanley-Cup-Sieger Washington Capitals transferiert wurde. Diese gaben im Gegenzug Madison Bowey und ein Zweitrunden-Wahlrecht im NHL Entry Draft 2019 als Kompensation an die Red Wings ab. Darüber hinaus unterzeichnete Jensen im gleichen Atemzug einen neuen Vierjahresvertrag in Washington, der ihm mit Beginn der Saison 2019/20 ein durchschnittliches Jahresgehalt von 2,5 Millionen US-Dollar einbringen soll.

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Weltmeisterschaft 2018 nahm Jensen erstmals an einem internationalen Turnier teil und gewann dort mit der Nationalmannschaft der USA die Bronzemedaille.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010 USHL All-Star Game
  • 2010 Clark-Cup-Gewinn mit den Green Bay Gamblers
  • 2012 WCHA All-Academic Team
  • 2012 WCHA Third All-Star Team
  • 2013 WCHA All-Academic Team
  • 2013 WCHA Defensive Player of the Year
  • 2013 WCHA First All-Star Team
  • 2013 NCAA West First All-American Team

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: Ende der Saison 2017/18

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2008/09 Green Bay Gamblers USHL 52 5 17 22 27 7 0 1 1 2
2009/10 Green Bay Gamblers USHL 53 6 21 27 35 12 2 6 8 6
2010/11 St. Cloud State University WCHA 38 5 18 23 10
2011/12 St. Cloud State University WCHA 39 6 26 32 4
2012/13 St. Cloud State University WCHA 42 4 27 31 4
2013/14 Toledo Walleye ECHL 3 0 0 0 0
2013/14 Grand Rapids Griffins AHL 45 0 9 9 8 10 0 1 1 2
2014/15 Grand Rapids Griffins AHL 75 6 21 27 15 16 0 3 3 4
2015/16 Grand Rapids Griffins AHL 75 3 16 19 17 9 0 2 2 0
2016/17 Grand Rapids Griffins AHL 27 1 5 6 6
2016/17 Detroit Red Wings NHL 49 4 9 13 12
2017/18 Detroit Red Wings NHL 81 0 15 15 27
USHL gesamt 105 11 38 9 62 19 2 7 9 8
NCAA gesamt 119 15 71 86 18
AHL gesamt 222 10 51 61 46 35 0 6 6 6
NHL gesamt 130 4 24 28 39

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertrat die USA bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
2018 USA WM Bronzemedaille 10 1 3 4 0
Herren gesamt 10 1 3 4 0

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jensen kommt aus einer eishockeybegeisterten Familie. Während sein Vater Jeff im NHL Amateur Draft 1978 in der zehnten Runde an 178. Stelle von den Colorado Rockies ausgewählt wurde, allerdings nach Abschluss des Colleges nicht im Profibereich spielte, bestritt sein Onkel Steve Jensen 450 Spiele für die Minnesota North Stars und Los Angeles Kings in der National Hockey League. Darüber hinaus vertrat er die US-Nationalmannschaft zwischen 1975 und 1979 bei vier Weltmeisterschaften, dem Canada Cup 1976 und den Olympischen Winterspielen 1976 im österreichischen Innsbruck.

Ebenfalls sind sechs Cousins Jensens mit dem Eishockey verbunden. Drei davon blicken ebenfalls auf erfolgreiche Karrieren zurück. Paul Jensen nahm ebenfalls an den Olympischen Winterspielen 1976 teil. Dessen Bruder David Jensen nahm an denselben Winterspielen teil und lief in 18 Spielen für die Minnesota North Stars in der NHL auf. Joe Jensen – gleichzeitig Sohn von Paul – bestritt sechs NHL-Spiele für die Carolina Hurricanes.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kyle Kujawa: Red Wings sign Jensen to two-year extension. nhl.com, 27. Februar 2017, abgerufen am 27. Februar 2017 (englisch).