Nickelmolybdat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Strukturformel
Nickelion Molybdation
Allgemeines
Name Nickelmolybdat
Andere Namen
  • Molybdän-Nickeltetraoxid
  • Nickel-Molybdänoxid
  • Nickel(II)-molybdat
Summenformel NiMoO4
Kurzbeschreibung

grüner geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 14177-55-0
EG-Nummer 238-034-5
ECHA-InfoCard 100.034.561
PubChem 84241
Wikidata Q18212000
Eigenschaften
Molare Masse 218,62 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte
  • 3,37 g·cm−3 (α-Form)[1]
  • 4,9 (β-Form)[2]
Schmelzpunkt

970 °C[1]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser (4,6 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
08 – Gesundheitsgefährdend 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 317​‐​350i​‐​372
P: 201​‐​260​‐​280​‐​308+313​‐​405​‐​501 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Nickelmolybdat ist eine anorganische chemische Verbindung des Molybdäns aus der Gruppe der Molybdate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nickelmolybdat kann durch Reaktion von Nickel(II)-oxid mit Molybdän(VI)-oxid gewonnen werden.[2] Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Reaktion einer Ammoniumorthomolybdatlösung mit einer Nickel(II)-chloridlösung.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nickelmolybdat ist ein grüner geruchloser Feststoff, der schwer löslich in Wasser ist.[1] Von der Verbindung sind drei Modifikationen bekannt, wovon die α-Form eine monokline Kristallstruktur[2] mit der Raumgruppe C2/m (Raumgruppen-Nr. 12)Vorlage:Raumgruppe/12 die der von Cobaltmolybdat entspricht. Die ab 602 °C entstehende β-Form besitzt ebenfalls eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe C2/m die jedoch dem Scheelittyp entspricht. Die γ-Form entsteht bei 6,5 GPa und 700 °C und hat eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P2/c (Raumgruppen-Nr. 13)Vorlage:Raumgruppe/13.[4]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nickelmolybdat wird als Katalysator in der Erdölindustrie für die Ölfraktion von Naphtha, Kerosin und Diesel verwendet. Es wird auch in großem Umfang als chemisches Zwischenprodukt für katalytische Zwecke eingesetzt.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu Molybdän-Nickeltetraoxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 23. Juli 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. CRC Press, 2016, ISBN 978-1-4398-1462-8, S. 291 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Gertrud Kiel: Anorganisches Grundpraktikum kompakt Qualitative und quantitative Analyse. John Wiley & Sons, 2012, ISBN 3-527-66378-9, S. 99 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. E. Yu Tonkov: High Pressure Phase Transformations Handbook 1. CRC Press, 1992, ISBN 978-2-88124-758-3, S. 561 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Datenblatt Nickel molybdenum oxide, 98% bei AlfaAesar, abgerufen am 9. Juli 2016 (PDF) (JavaScript erforderlich).