Nicko McBrain

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Nicko McBrain (2006)

Michael „Nicko“ Henry McBrain (* 5. Juni 1952 in Hackney) ist ein englischer Musiker und seit 1982 Schlagzeuger der Band Iron Maiden.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

McBrain wuchs im Osten Londons auf. Seinen Spitznamen „Nicko“ erhielt er von seinen Eltern, da er seinen Lieblingsteddy, den er überall mit hin nahm, „Nicholas The Bear“ nannte. Mit zwölf Jahren entdeckte er seine Neigung zum Schlagzeugspiel.[1] 1971 war er Gründungsmitglied der britischen Rock-Formation Charlie, verließ diese Band jedoch bald wieder, um bei den „Streetwalkers“ zu spielen.[2] Nachdem er dort wesentliche Erfahrungen gesammelt hatte, stieg er 1977 in die Band des kanadischen Blues-Gitarristen Pat Travers ein und ersetzte den dortigen Schlagzeuger Roy Dyke.

Auf „Putting It Straight“ gab McBrain sein Studio-Debüt, das sich durch experimentelle Rhythmen und schwarze Einflüsse auszeichnete. „Making Magic“ war das nächste und auch das letzte Album, das McBrain mit der Pat Travers Band einspielte. Im Laufe einer Amerika-Tour verließ er die Band und stieg etwa 1981 bei der französischen Formation Trust ein, die eine Vorgruppe von Iron Maiden auf deren Tourneen in Frankreich, England und Deutschland war. Dezember 1982 wechselte er zu Iron Maiden, als Clive Burr dort aufgrund von Drogen- und Alkoholproblemen aufhörte. Mit McBrain war die am längsten bestehende Iron Maiden-Besetzung schließlich komplett. Der mit Clive Burr am Schlagzeug eingeleitete Erfolg sollte in den folgenden Jahren noch wesentlich ausgebaut werden. Das erste Iron-Maiden-Album mit Nicko McBrain war „Piece of Mind“. Für einige Hersteller von Schlagzeug-Equipment hielt er Workshops ab, wobei er unter anderem auch auf der Frankfurter Musikmesse bei einer Session als Gastmusiker auftrat. Neben der Musik ist er als Hobbypilot aktiv.[3] Seine Frau Rebecca, ein ehemaliges Fotomodell, betreibt einen Kosmetik- und Dessousladen. Aus einer früheren Beziehung hat er zwei erwachsene Söhne.[4]

Nicko McBrain hat 2 Söhne (* 1983 und 1992).

Equipment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

McBrain spielt zurzeit auf Drums der Marke Premier und Becken der Firma Paiste. Außerdem spielt er seine eigenen Signature Drumsticks von Vic Firth. Bis zu den 1990er Jahren war Nicko McBrain Endorser von Sonor. Bis dahin nutzte er auch eine Ludwig Speed King-Fußmaschine. Daraufhin wurde die DW 5000 Turbo ein fester Bestandteil des Drumsets von McBrain. Am 22. Januar 2016 verkündete Sonor, dass Mc Brain fortan wieder Sonor-Endorser ist.[5] Zum Einsatz kommt ein SQ²-Set mit speziellem Iron Maiden Design, passend zur Bühne. Details und Fotos zum neuen Set werden auf der Sonor-Website und sozialen Medien am 24. Februar 2016 veröffentlicht, dem Tag des ersten Termins der Welt-Tournee, die in den USA startet.[6]

McBrain hinter seinem Schlagzeug (2008)

Tour Kit (2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Premier Maple Classic Drums mit custom finish[7]

  • 6x6" Tom
  • 8x8" Tom
  • 10x10" Tom
  • 12x12" Tom
  • 13x13" Tom
  • 14x14" Tom
  • 15x15" Tom
  • 16x16" Tom
  • 18x16" Floor Tom
  • 24x18" Gen-X Bass Drum
  • 14x6.5" Ludwig LM402 Snare Drum
Nicko McBrains Signature Drumsticks

Becken von Paiste [8]

  • 15" Signature Reflector Heavy Full Crash (custom)
  • 19" Signature Reflector Heavy Full Crash
  • 16" Signature Reflector Heavy Full Crash
  • 20" Signature Reflector Heavy Full Crash
  • 18" Signature Reflector Heavy Full Crash
  • 14" Signature Heavy Hi-Hat (Reflector Finish) (custom)
  • 13" Formula 602 Heavy Bell (eingestellt)
  • 22" Signature Reflector Bell Ride "Powerslave"
  • 17" RUDE Crash/Ride
  • 20" Signature Crash (Prototype)
  • 22" Signature Reflector Heavy Full Crash
  • 20" Signature Reflector Heavy China (custom)
  • 40" Symphonic Gong (Custom Brilliant Finish)

Drumsticks

  • Vic Firth Nicko "Boomer" McBrain Signature Drumsticks. [9]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Drumkit von McBrain trägt nicht die üblichen Logos von Premier und Paiste. Vielmehr sind die Aufschriften in derselben Schrifttype wie das "Iron Maiden"-Logo.
  • Seine Lieblingsalben von Iron Maiden sind Powerslave, Brave New World und A Matter of Life and Death.
  • Bevor McBrain Drummer bei Iron Maiden wurde, spielte er den Teufel im The Number of the Beast-Musikvideo und die Bestie auf der Roadtour.
  • McBrain behauptet scherzhaft, das attraktivste Mitglied von Iron Maiden zu sein. Um die Zuschauer nicht abzulenken, wäre er von der Band hinter das Schlagzeug gesteckt worden. [10]
  • Mit Ausnahme des Songs New Frontier auf dem Album Dance of Death war McBrain bei Iron Maiden nie am Songwriting beteiligt. Dafür ist er aber im zehnteiligen „Listen With Nicko!“-Zyklus in der „The First Ten Years“-Singlebox als Erzähler von Gags, die er selbst geschrieben hat, zu hören.
  • Seit dem Umstieg auf das DW-Fusspedal im Jahr 2000 spielt McBrain barfuss. Laut einem Interview mit dem Online-Magazin Revolver zur DVD 'FLIGHT 666’, habe er so „mehr Freiheit“ beim Spielen.
  • 2009 eröffnete er sein eigenes Restaurant Rock n Roll Ribs in Coral Springs, Florida.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nicko McBrain Biografie auf der VicFirth Homepage. vicfirth.com, abgerufen am 28. März 2010 (HTML, englisch).
  2. Geschichte der Band Charlie. charlie-music.com, abgerufen am 18. August 2010 (englisch).
  3. Nicko McBrain im Interview. maidenfans.com, abgerufen am 18. August 2010 (englisch).
  4. Iron Maiden Iron Maiden Thank- Nicko McBrain:. In: From Fear to Eternity Booklet. EMI, 6 June 2011.
  5. Nicko McBrain zurück bei Sonor. Siegener Zeitung, 24. Januar 2016, abgerufen am 22. Februar 2016.
  6. Nicko McBrain Steckbrief. maidenaustria.at, abgerufen am 18. August 2010 (englisch).
  7. Nicko McBrain's Premier Drums. premier-percussion.com. Abgerufen am 23. Dezember 2009.
  8. Nicko McBrain's cymbals. paiste.com. Abgerufen am 14. März 2008.
  9. Vic Firth Signature Artist: Nicko McBrain. vicfirth.com. Abgerufen am 6. September 2008.
  10. Iron Maiden über sie selbst. youtube.com, abgerufen am 31. März 2010 (englisch).
  11. Rock n Roll Ribs. rocknrollribs.com. Abgerufen am 21. Januar 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]