Nicky Morgan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nicky Morgan (2017)

Nicola Ann „Nicky“ Morgan (* 1. Oktober 1972 in Kingston upon Thames) ist eine britische Politikerin, und Abgeordnete im britischen Unterhaus. Sie gehört der Conservative Party an und vertritt im House of Commons seit den Britischen Unterhauswahlen 2010 den Wahlbezirk Loughborough der Grafschaft Leicestershire.

Morgan ist als Staatsministerin für Digitalisierung, Kultur, Medien und Sport (Secretary of State for Digital, Culture, Media and Sport) Mitglied des von Premierminister Boris Johnson geführten Kabinetts. Unter Premierminister David Cameron war sie von 2014 bis 2016 bereits als Frauen- (Minister for Women and Equalities) und Bildungsministerin (Secretary of State for Education) tätig.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Morgan wurde als Nicola Ann Griffith geboren und studierte nach ihrer Schulzeit, welche sie an der Surbiton High School verbrachte, Rechtswissenschaft am St Hugh's College der University of Oxford. Bereits zu Studienzeiten war Morgan in den Vorfeldorganisationen der Conservative Party engagiert. Sie bewarb sich als Präsidentin der Oxford University Conservative Association, wurde jedoch von Daniel Hannan in der Wahl geschlagen. Zudem war Morgan Mitglied der Oxford Union und als deren Schatzmeisterin tätig. Auch die Wahl zur dortigen Präsidentin verlor sie. 1994 wurde sie zur Rechtsanwältin zugelassen.[1]

Für die Unterhauswahl 2001 war Morgan die konservative Kandidatin im Wahlkreis Islington South and Finsbury. Sie verlor die Wahl jedoch mit 13,7 % in dem von der Labour Party dominierten Distrikt. Ab der Unterhauswahl 2005 trat sie im Wahlkreis Loughborough an, wo sie jedoch 2005 noch unterlag. Bei der Unterhauswahl 2010 gelang ihr der Einzug in das House of Commons mit 41,6 % der Wählerstimmen.[2] Ihre erste Rede im Unterhaus (maiden speech) hielt sie am 8. Juni 2010 über Wirtschafts- und Pensionsthemen.[3] Seither wurde sie mit 49,5 % und 49,9 % in den Jahren 2015 und 2017 wiedergewählt.

Unter David Cameron amtierte sie als Frauen- und Bildungsministerin. Als Theresa May die Nachfolge Camerons antrat, verlor Morgan ihre Kabinettsposten.[4] Unter Boris Johnson wurde sie als Kulturministerin erneut Mitglied des Kabinetts. In der parteiinternen Vorwahl sprach sie sich jedoch für die Wahl von Michael Gove aus.[5]

Im Zuge der Ausrufung von vorgezogenen Neuwahlen 2019 erklärte sie am 30. Oktober sich nicht mehr für ihr Mandat bewerben zu wollen.[6]

Morgen lehnte die Gleichgeschlechtliche Ehe ursprünglich ab[7], änderte jedoch mittlerweile ihren Standpunkt.[8] Zusammen mit ihrem Mann Jonathan, welchen sie im Jahr 2000 heiratete, hat sie einen 2008 geborenen Sohn.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nicky Morgan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nicky Morgan MP. Abgerufen am 31. Oktober 2019 (englisch).
  2. BBC News | Election 2010 | Constituency | Loughborough. Abgerufen am 31. Oktober 2019.
  3. Thank you, Mr Deputy Speaker, for...: 8 Jun 2010: House of Commons debates. Abgerufen am 31. Oktober 2019 (englisch).
  4. May's cabinet: Who's in and who's out? 14. Juli 2016 (bbc.com [abgerufen am 31. Oktober 2019]).
  5. Subscribe to read. Abgerufen am 31. Oktober 2019 (britisches Englisch).
  6. General election: Culture Secretary Nicky Morgan announces she won't stand for re-election. Abgerufen am 31. Oktober 2019 (englisch).
  7. Loughborough MP Nicky Morgan explains why she voted against allowing gay marriage | Leicester Mercury. 21. März 2015, abgerufen am 31. Oktober 2019.
  8. Politicians welcome victory for same-sex marriage in Ireland. In: PinkNews - Gay news, reviews and comment from the world's most read lesbian, gay, bisexual, and trans news service. 23. Mai 2015, abgerufen am 31. Oktober 2019 (britisches Englisch).
  9. About Nicky. Abgerufen am 31. Oktober 2019 (englisch).