Niclas Huschenbeth

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NHuschenbeth11.jpg
Niclas Huschenbeth, 2011
Verband DeutschlandDeutschland Deutschland
Geboren 29. Februar 1992
Hann. Münden
Titel Internationaler Meister (2008)
Großmeister (2012)
Aktuelle Elo-Zahl 2536 (März 2015)
Beste Elo-Zahl 2548 (Okt. 2014 bis Jan. 2015)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Niclas Huschenbeth (* 29. Februar 1992 in Hann. Münden) ist ein deutscher Schachgroßmeister.

Trainiert wurde Niclas Huschenbeth vom FIDE-Meister Wolfgang Pajeken. Seit er beim Hamburger SK spielt, übte er mit den Großmeistern Karsten Müller und Jan Gustafsson. Sein erster Schachverein war der SK Johanneum Eppendorf. In der Saison 2011/12 spielte er auch in der österreichischen 1. Bundesliga, und zwar für die Mannschaft SIR Bernhard Glatz.

Erfolge[Bearbeiten]

2005 gewann er in Willingen die deutsche Einzelmeisterschaft U14. Mit der deutschen U18-Nationalmannschaft erreichte er bei der Mannschaftseuropameisterschaft 2006 in Balatonlelle am Balaton den dritten Platz.[1] Von der Saison 2006/07 bis zur Saison 2011/12 spielte er in der deutschen Schachbundesliga für den Hamburger SK, mit dem er auch am European Club Cup 2007 teilnahm[2]. In seinem ersten Spiel in der höchsten deutschen Spielklasse erreichte er gegen den mehr als 400 Elo-Punkte stärkeren Michał Krasenkow ein Remis. Beim European Club Cup 2007 in Kemer hatte er mit einem Ergebnis von 5,5 aus 7 das drittbeste Ergebnis aller Spieler am fünften Brett. Mit einer Elo-Leistung von 2666 erreichte er hierbei eine Großmeister-Norm. Als Mitglied der Jugendnationalmannschaft spielte er bei der Schacholympiade 2008 und erzielte am vierten Brett 5 Punkte aus 8 Partien.[3] 2008 hatte er beim Mitropa-Cup in Olbia auf Sardinien seine ersten Einsätze in der deutschen Nationalmannschaft.[4] Erneut Dritter wurde er mit der U18-Nationalmannschaft 2009 in Pardubice.[1] Mit der U20-Mannschaft des Hamburger SK gewann er die Deutsche Vereinsmeisterschaft 2009/10. Die A-Gruppe des St. Pauli Jubiläumsopens gewann er im Juli 2010 mit einem Ergebnis von 9 Punkten aus 9 Partien.

Im März 2010 gewann er in Bad Liebenzell die Deutsche Meisterschaft. Huschenbeth, Nummer 16 der Setzliste, konnte mit 7 Punkten aus 9 Partien den Elo-Favoriten Igor Khenkin auf Platz 2 verweisen. Bei der Schacholympiade 2010 in Chanty-Mansijsk spielte er am Reservebrett der deutschen Nationalmannschaft und erzielte 4,5 Punkte aus 8 Partien.[3] Anschließend diente er als Sportsoldat in der Bundeswehr.

In den Jahren 2010 bis 2012 nahm er mit der deutschen Nationalmannschaft an allen drei Mitropacups teil, 2011 gewann er mit der Mannschaft und erreichte das beste Einzelergebnis am Spitzenbrett.[4] Beim größten Schach-Open Deutschlands, dem Neckar-Open in Deizisau, erspielte sich Huschenbeth als Nummer 25 der Setzliste im April 2011 mit 7 von 9 möglichen Punkten den 4. Platz. Im August 2012 nahm er ein Studium der Psychologie an der University of Maryland, Baltimore County auf.

Seit Juni 2008 trug er den Titel Internationaler Meister. Die Normen hierfür erreichte er bei einem IM-Turnier in Norderstedt im April 2006, beim European Club Cup 2007 und bei einem IM-Turnier des Hamburger SK im Oktober 2007, das er gewann[5]. Im Februar 2012 wurde er zum Schachgroßmeister ernannt.[6] Die erforderlichen Normen hatte er beim European Club Cup 2007, bei der Deutschen Einzelmeisterschaft 2010, im Januar 2011 bei einem Großmeister-Turnier in Hamburg und im Oktober 2011 beim Mitropa-Cup in Merlimont erreicht.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niclas Huschenbeth – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Niclas Huschenbeths Ergebnisse bei U18-Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  2. Niclas Huschenbeths Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)
  3. a b Niclas Huschenbeths Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  4. a b Niclas Huschenbeths Ergebnisse bei Mitropacups auf olimpbase.org (englisch)
  5. IM-Titelantrag bei der FIDE (englisch)
  6. List of titles approved by the 1st quarter PB 2012, 7. Februar 2012 (englisch)
  7. GM-Titelantrag bei der FIDE (englisch, PDF-Datei; 1,1 MB)